Investorensuche - aber wie?

Hallo,

ich hab eine Geschäftsidee, die ich nur realisieren kann, wenn ich es schaffe, Investoren dafür zu finden - habe aber keinen blassen Schimmer, wie man sowas macht.
Businessplan mit Dreijahres-Forecast ist vorhanden (aus einer früheren Erfahrung dürfte der Plan i.O. sein, denn ich hatte damals aufgrund dessen einen Kredit von einer großen Bank bekommen).

Also, wie stelle ich es an,

  1. die „passenden“ Leute zu finden?
  2. diese gemäß den Geschäftsgepflogenheiten zu kontaktieren?

Und wie bereite ich mich optimal auf ein eventuelles Gespräch vor?

Gibt es darüber ein Buch?

Ich würde mich sehr freuen, wenn Ihr mir weiterhelfen könnt!
Schöne Restwoche und Grüße,
Gabi

Hallo Gabi!

Businessplan mit Dreijahres-Forecast ist vorhanden (aus einer
früheren Erfahrung dürfte der Plan i.O. sein, denn ich hatte
damals aufgrund dessen einen Kredit von einer großen Bank
bekommen).

Welche Art Investor suchst Du? Einen Teilhaber, der Geld mitbringt und dauerhaft seine Zukunft in diesem Geschäft sieht? Oder suchst Du einen Investor, der Geld einschießt und sich irgendwann wieder verabschiedet, indem er seine Anteile versilbert? Letzteres ist das Geschäft von Beteiligungsgesellschaften. Statt darüber einen Roman zu schreiben, empfehle ich Dir lieber ein Buch: Handbuch Risikokapital ISBN 3-430-15948-2 Buch anschauen .

Gruß
Wolfgang

Zusatzfrage
Hallo Wolfgang,

herzlichen Dank für Deine Empfehlung!

Noch eine Zusatzfrage: gibt es ein solches Buch auch in englisch?

Grüße,
Gabi

Hallo Gabi!

gibt es ein solches Buch auch :in englisch?

Ist mir nicht bekannt. Hast Du schon bei http://www.amazon.de geguckt?

Gruß
Wolfgang

eventuell Existenzgründungswettbewerb?
Hallo Gabi,

was hältst du von einem Existenzgründungswettbewerb?

Im Internet fand ich eine Aktion von Zeitschrift Stern, den Sparkassen und McKinsey&Company.

Zitat:
"Der StartUp-Wettbewerb sucht bundesweit Existenzgründer mit markttauglichen Ideen und fundierten Geschäftsplänen. Jeder Teilnehmer gewinnt: er erhält ein individuelles Feedback der StartUp-Juroren mit Anregungen zur Optimierung seiner Geschäftsidee. Pro Wettbewerbsregion werden durch eine unabhängige Jury die drei besten Jungunternehmer ausgewählt und prämiert. Diese Unternehmen haben außerdem die Chance, für den Deutschen Gründerpreis in der Kategorie Konzept nominiert zu werden.

Die Sieger des StartUp-Wettbewerbes erhalten Preisgelder, Workshops und individuelle Beratungen. Die bundesweit zehn Besten erhalten eine individuelle Betreuung durch die Unternehmensberatung McKinsey & Company."

Klingt doch gut, oder?

alles weitere findest du hier:

http://www.startup-initiative.de/

Gruß,
Maja

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Hallo Maja!

was hältst du von einem Existenzgründungswettbewerb?

Im Internet fand ich eine :Aktion von Zeitschrift Stern, :den Sparkassen und :McKinsey&Company.

Ich will nichts schlecht reden und wer Lust zu solchen Veranstaltungen hat, solls von mir aus tun. Nur: Die genannten Veranstalter sind nicht die Caritas. Sie verfolgen vielmehr eigene Marketing-Interessen. Das ist natürlich legitim, aber die Teilnehmer müssen sich dessen bewußt sein und ihren Erwartungshorizont entsprechend ausrichten. Jeder Teilnehmer wird viel Zeit in die Aktion investieren. Mag sein, daß Eindrücke hängen bleiben, aber in der Hauptsache läuft es auf eine Luftnummer und „außer Spesen nichts gewesen“ hinaus.

Wer Beteiligungskapital sucht, sollte sich nicht mit Sparkassen-Angestellten und Stern-Journalisten beschäftigen, sondern mit den Zielsetzungen von Beteiligungsgesellschaften. Dafür sollte man unbedingt betriebswirtschaftlich sattelfest sein, es darf sich nicht um die 100 T€-Größenordnung handeln (da fehlt eine Null oder mehr) und man muß eine Rendite in anderer Größenordnung als bankübliche Verzinsung bieten und glaubhaft machen können. Andernfalls trägt ein Anleger sein Geld lieber zur Bank, statt erheblichen Prüfungsaufwand zu treiben und Risiken einzugehen. Schließlich gibt es den Knackpunkt, daß sich die Beteiligungsgesellschaft irgendwann vom Engagement wieder trennen und Kasse machen will. Dann braucht man entweder sehr viel Geld, um im eigenen Unternehmen bleiben zu können oder - das ist regelmäßig das Ziel - es läuft auf „going public“ hinaus, also Börsengang. Das ist die Welt der Beteiligungsgesellschaften und meistens ist das nicht die Welt der langfristig im Familienbesitz befindlichen Unternehmen, in denen der Gründer Lebensaufgabe und Erfüllung sieht. Schließlich ist das auch nicht die Welt irgendwelcher Wettbewerbe, in denen angestellte Gehaltsempfänger dem beherzten Gründer gönnerhaft die Schulter tätscheln.

Gruß
Wolfgang

Hey Gabi,

in englisch und mehr Praxisbericht als Theoie:

Upstart Start-Ups! von Ron Lieber

  • How 34 young entrepreneurs overcame youth, inexperience, and lack of money to create thriving businesses -

Bei Amazon erhältich.
Gruß,
While

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Hallo Maja und Wolfgang,
erstmal vielen Dank an Maja für die Infos!
Allerdings bin ich eher auf Wellenlinie mit Wolfgang, der genau die Bedenken anbrachte, die ich (als ehemalige Marketing-Tussi) bei solchen Wettbewerben habe. Danke auch an Dich Wolfgang, für Deine Infos!

Schönen Sonntag noch!

noch ne Frage (Buch in englisch)
Hi While,
vielen Dank für Deine Info.

Hab’s mir angesehen bei Amazon. Die Kritiken sprechen eher dafür, daß es ein Buch im populärwissenschaftlichen Stil mit ebensolchem Niveau ist.
Hättest Du noch eine Buchempfehlung, die über „storytelling“ hinausgeht?

Schöne Grüße,
Gabi

Hallo Gabi,
also ich hab noch zwei gute wissenschaftlichere Bücher, aber nur auf deutsch:

Nathusius- Grundlagen der Gründungsfinanzierung (sehr theoretischer Ansatz!!)

Weitnauer- Handbuch Venture Capital

Ich weiss zu wenig über deine Situation, aber vielleicht solltest Du erst einen „Business-Angel“ suchen, der Dir eine Startfinanzspritze gibt und danach mit dem B.A. gemeinsam auf Venture-Capital-Suche gehen.
Sind dir diese Begriffe einigermaßen bekannt oder Böhmische Dörfer für dich??
Am 4. Oktober ist in Mainz deutscher Business-Angel-Tag oder so. Kann man sich aber jetzt leider nicht mehr anmelden. Schau mal unter http://www.business-angels.de/

Ist ein ganz anderer Ansatz als irgendwelche Kredite und Fördergelder, aber meiner Meinung nach ein erfolgversprechender…

Viel Erfolg und…:
…Dranbleiben!! (Bin grad in einer ählichen Situation :wink:

Grüße,
While

PS: Was mich wirklich weitergebracht hat sind die Bücher von Robert Kiyosaki. Sind aber ziemlich „storytelling“ :wink: und für die breite (amerikanische :wink:) Masse geschrieben. Den Inhalt finde ich aber sensationell!!

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vielen Dank, While!
Schau ich mir alles mal an!

Schöne Grüße von
Gabi