Mit Iod-131 ist in der Diagnostik eine Schilddrüsen-Funktionsprüfung möglich und in der Therapie eine Radioiod-Therapie.
Aber warum verwendet man ausgerechnet Iod? Stimmt es, dass die Schilddrüse das einzige Organ ist, welches dieses Isotop aufnehmen kann?
Denn dann wäre es natürlich logisch, dass man über den Verlauf der Aufnahme und die gespeicherte Menge in der Schilddrüse Auskunft über deren gesundheitlichen Zustand geben könnte.
Aber warum verwendet man ausgerechnet Iod? Stimmt es,
dass die Schilddrüse das einzige Organ ist, welches dieses
Isotop aufnehmen kann?
es ist so, daß die Schilddrüse generell Iod aufnimmt und zwar sehr effektiv.
Daher läßt sie sich so gut abbilden.
Daß 131I auch aufgenommen wird, ist ein schöner ‚Nebeneffekt‘
Daß 131I auch
aufgenommen wird, ist ein schöner ‚Nebeneffekt‘
Und wenn irgendwo ein Kernkraftwerk explodiert, dann wird es
zum unschönen Nebeneffekt.
Hallo Dr.S.
Ja, deshalb gab es in den Strahlenschutzkoffern in den 60ern und 70eren auch NaJ Pillen um über das Überangebot von nicht radioaktivem Iod das radioaktive möglichst schnell wieder aus der Schilddrüse herauszubekommen. Das war übrigens nicht 131 Jod sondern ein anderes Isotop. Da es von Jod genauso wie von Fluor nur ein langzeitstabiles gibt, tauchen bei Laien immer wieder Begriffsverwirrungen auf; Jod hat saumässig viele kurzlebige Isotope vom Millisekundenbereich bis zu wenigen Mio-Jahren.
Bei einer HWZ von knapp über 8 Tagen bei 131 Jod und dem Versand mit der Post oder einem Service war die Schilddrüsendiagnostik schon mindestens 1985 auf Technetium 99 umgestellt worden. Die Gewinnung des radioaktiven Tc mit einer Neutronenquelle ist bei wenig Googelarbeit schnell herauszukriegen. Ich war damals bei den Schilddrüsenuntersuchungen meines Sohnes dabei und der Radiologe, der die Quelle hatte, konnte mir das Prinzip nicht sonderlich genau erklären. damals war ich Strahlenschutzbeauftragter für den Umgang mit offenen radioaktiven Stoffen -Uranerze- und hatte meine Kurse im KFZ Karlsruhe erst 2 Jahre hinter mir.)
Ich habe immer Jod geschrieben, weil sich in der internationalen Schreibweise auf dem Rechner I und l je nach Schriftart (Arial) nur schlecht unterscheiden lassen.
M.f.G
der Klugscheisser
war die
Schilddrüsendiagnostik schon mindestens 1985 auf Technetium 99
umgestellt worden. Die Gewinnung des radioaktiven Tc mit einer
Neutronenquelle ist bei wenig Googelarbeit schnell
herauszukriegen. Ich war damals bei den
Schilddrüsenuntersuchungen meines Sohnes dabei und der
Radiologe, der die Quelle hatte, konnte mir das Prinzip nicht
sonderlich genau erklären.
Kleine Korrektur dazu:
Da wird 99mTc Technetium benutzt, das man aus einem Generator erhält, der 99Mo enthält. Das „m“ steht für metastabil und weist auf einen angeregten Kern hin, der unter Energieabgabe relaxiert.
Das 99mTc ist folglich stark radioaktiv, ein gamma-Strahler, der zu 99Tc „zerfällt“ und den man in sehr geringen Konzentrationen einsetzen kann. 99Tc ist eigentlich Müll ausm AKW…