Hallo Experten,
schon seit zwei tagen zerbreche ich mir den kopf ueber
folgendes problem.
[…]
Sorry, sowas kann man nur an der Anlage lösen, per E-Mail kann man nur ein wenig im Dunkeln stochern. Was mir zum Symptim „Nur ein End-PC geht“ spontan einfällt ist folgendes: man kann Internet-Verbindungsgeräte auf zwei Betriebsarten einstellen:
1.) als Modem
- der Provider vergibt eine Adresse direkt an den End-PC. So hat man das früher gemacht, als Router noch ein Heidengeld gekostet haben, während Modems bezahlbar waren. Reine Modems werden aber so weit ich weiß nicht mehr hergestellt.
2.) als Router
- der Provider vergibt die Internet-IP Adresse an den Router, und der bildet darüber per NAT (–> Wikipedia) ein „privates“ LAN mit beliebig vielen PCs ab. Seit Router praktisch nix mehr kosten macht man das immer so.
Knackpunkt: man mann praktisch alle Rourer so konfigurieren, dass sie nur noch als Modem laufen. Der größte Teil des Routers ist dann einfach abgeschaltet. Da der Provider nur eine einzige IP ADresse pro Anschluss rausrückt, kommt dann nur ein Gerät ins Internet, nämlich das, der sich zuerst erfolgreich die eine IP Adresse des Providers gekrallt hat. Er gibt sie auch weider her, nämlich wenn man ihn regulär runterfährt. Danach könntest Du, wenn meine Theorie stimmt, den anderen PC hochfahren, und dann würde der funktionieren.
Ist Dein Router also ein echter Router, oder läuft er eventuell im modem-betrieb? Das würde zu den Symptomen passen. Geregelt wird das Ganze in den Router Einstellungen (–> Handbuch, jeder ist anders).
Besonders verdächtig ist die Geschichte, wenn zur Einrichtung irgendeine bunte Software vom Provider auf den PC aufgespielt werden musste, oder wenn irgendein Konfigurationsassisten im Router auf Grund mehr oder weniger schlauer Fragen eintschieden hat, dass jetzt Modem-Konfiguration gefragt ist. Da unbedarfte Anwender mit der Frage Router oder Modem, IP+DHCP+NAT oder DHCP+PPP, überfordert wäre. Abgesehen davon gibt es wohl nach wie vor schlitzohrige Anbieter, die dem PC nur den Anschluss eines Endgeräts gestatten, für jedes Weitere wollen sie nochmal ein paar Euro/Monat. Dass sie das, wenn man einen richtig konfigurierten Router einsetzt, weder vorschreiben noch prüfen noch erzwingen können, ist ihnen natürlich klar, also jubeln sie dem benutzer einfach eine Modem-Konfiguration unter, die Meisten überlauern nie, dass der Anschluss mehr könnte, wenn man den Router richtig konfigurieren würde.
Über den MAC kann ich nichts sagen, aber ein Windows PC hat einen kompletten Satz Software für beide Arten der Verbindung bereits im Lieferumfang mit dabei, also kannst Du aus „Internet geht“ nicht schließen, dass Du die richtige Konfiguraition hast, solange Du nur einen PC betreibst, fällt Dir kein Unterschied auf. Man kann es an der PC IP Konfiguration erkennen, wenn Du die Ausgabe von IPConfig /all des funktioneirenden PCs hier reinstellst kann ich es Dir sagen.
Hilft aber alles nix, Du musst - wenn ich Recht habe - den Router genauer studieren, und dann die passende Einstellung finden. Meide bunte Einrichteassistenten, dann sie weissen nicht was sie tun, und was Du tun willst.
Und: PC seitig brauchst Du für eine erfolgreiche internetanbiundung keine (in anderen Worten: null, nichts, niente, nada) Zusatzsoftware. Manche Anbieter (AOL ist dafür berühmt/berüchtigt) jubeln dem Anwender gerne rundum-sorglos-ein-klick-und-alles-geht Softwarepakete unter, die auch funktionieren, aber Router und PC so konfigurieren wie AOL es will.
Schwupps hat der Anfänger zusätzlich zur Internetanbindung, die er bestellt und bezahlt hat, auch noch einen AOL Spezialbrowser mit Links zu AOL Bezahldiensten, einen AOL Mail Account, eine AOL Suchmaschine, eine AOL Startseite und - darum geht es am Ende - bei jemdem Zucker den er tut AOL Werbung in irgendeiner Ecke zappeln. Ob Alice gerade auf diesen Zug aufgeprungen ist kann ich Dir nicht sagen, ich habe einen Telekom Anschluss, und die nie installierte Software, die dabei lag, ist längst am Recyclinghof gelandet.
Armin.