IP-Ermittlung bei Router als Switch

Hallo liebe Wissenden,

mir ist keine kurze, aber prägnante Überschrift eingefallen.

Folgender Sachverhalt:
Gegeben ist ein DSL-Router Speedport „irgendwas“ mit IP 192.168.178.1, der nicht WLAN-fähig ist und dessen DHCP-Serverfunktion eingeschaltet ist, die einen IP-Range von 192.168.178.20 bis 192.168.178.200 vergibt.

Als zweites Gerät kommt ein Sitecom WLAN-Router ins Spiel, dessen Admin-GUI über 192.168.0.1 erreichbar ist. Dieser WLAN-Router soll als Switch dienen, deshalb habe ich dessen DHCP-Funktion abgeschaltet und ihn über einen LAN-Port (nicht den WAN-Port) ins Netz eingebunden.

Das Problem, das ich nun habe: ich komme nicht mehr in die Admin-GUI des WLAN-Routers, da ich nicht weiß, über welche IP ich ihn ansprechen kann. 192.168.0.1 funktioniert nicht mehr und auch der Speedport zeigt ihn nicht in der Übersicht der angeschlossenen Geräte. Muss ich nun bis zu 180 IP-Adressen ausprobieren bzw. habe ich überhaupt eine Chance, auf die GUI drauf zu kommen?

Fürs Nachdenken und Antworten vielen Dank!
Thomas

Hallo,

schließe den Sitecom einmal direkt an einen Rechner an und sprich ihn dort über die 192.168.0.1 an (der Rechner muß natürlich kurzfristig eine IP-Adresse aus diesem Bereich bekommen).

Dann gibt du ihm - dem Sitecom - eine IP-Adresse aus dem neuen Bereich, z.B. die 192.168.178.201.

mfg

tf

Hallo Thomas,

vielen Dank für Deine Antwort!

Der Rechner ist direkt am Sitecom dran …
Aber die Idee mit der festen IP-Adresse ist natürlich sehr gut - also werde ich wohl einen Total-Reset auf dem Sitecom ausführen und das entsprechend konfigurieren.

Schöne Grüße
Thomas

Der Rechner ist direkt am Sitecom dran …

Das alleine reicht aber nicht. Der Rechner ist so konfiguriert, dass er Anfragen an den Adresskreis 192.168.0.x nicht direkt auf’s Kabel legt, sondern sie an einen Router weiterreicht. Da der aber für diesen Adresskreis ebenfalls nicht zuständig ist (sein Zuständigkeitsbereich ist 192.168.178.x), reicht er die Anfrage an den nächsten übergeordneten Router weiter. Und der (oder einer seiner Nachfolger) verwirft die Anfrage, weil sie sich an eine im Internet nicht routbare Adresse richtet.

Die Anfrage kommt beim Sitecom also selbst dann nicht an, wenn er selbst sie weiterleitet - er sieht nur die Adresse auf der Umverpackung, nicht die eigene, im Paket versteckte Adresse.

Darum ist, selbst wenn Rechner und Sitecom unmittelbar miteinander verbunden sind, immer erforderlich, dass beide Geräte eine Adresse aus dem gleichen Adresskreis besitzen, um miteinander kommunizieren zu können.

Gruß