Hallo,
der Begriff IPv6 hatte ich in letzter Zeit immer mal wieder im Web entdeckt, aber so richtig ist mir der Nutzen nicht klar geworden.
Welchen Vorteil bringt IPv6 in „kleinen“ Firmen bis 10000 Leuten, wenn ich die A-Class (10.x.x.x) verwende?
Gruss Ralf
Welchen Vorteil bringt IPv6 in „kleinen“ Firmen bis 10000
Leuten, wenn ich die A-Class (10.x.x.x) verwende?
Keinen. IPv6 kann zwar ein paar nette Sachen wie Nachbarschafts-Erkennung, aber wirkliche Vorteile gegenüber einem korrekt eingerichteten privaten Netz gibt es nicht.
Hallo Ralf
der Begriff IPv6 hatte ich in letzter Zeit immer mal wieder im
Web entdeckt, aber so richtig ist mir der Nutzen nicht klar
geworden.
Derzeit wird IPv4 verwendet. Mit den bekannten IP-Adressen A.B.C.D, also 4 Oktetten bzw. 32 Bit. Für rein lokale Netzwerke wie Du es andeutest, ist das auch weiterhin völlig ausreichend, insbesondere bei Verwendung von privaten IP-Ranges wie z.B. der von Dir genannte 10er-Range und ggf. einer Classless-Adressierung und Subnetting.
Jedoch werden über kurz oder lang die öffentlichen IP-Adressen knapp. Weil u.a. immer mehr Firmen und Private ins Internet gehen. Da reichen 32 Bit-Adressen irgendwann nicht mehr. Teilweise auch deshalb, weil durch grössere Firmen teilweise recht umfangreiche Adress-Ranges belegt sind. Mit IPv4 sind maximal ca. 4 Milliarden IP-Adressen möglich.
IPv6 wurde daher erfunden, um dieses Problem der Adress-Knappheit anzugehen. Und ggf. noch gewisse andere Dinge zu ermöglichen, die heute als sinnvoll oder notwendig erscheinen.
Stöbere ggf. nach weiteren Informationen, z.B. in der Wikipedia:
http://de.wikipedia.org/wiki/IPv6
CU
Peter
Hallo Peter,
Jedoch werden über kurz oder lang die öffentlichen IP-Adressen
knapp. Weil u.a. immer mehr Firmen und Private ins Internet
gehen.
Soweit verstanden, aber könnten nicht die ISPs den privaten Nutzer nicht ebenfalls eine 10.x.x.x über NAT zu weisen?
CU
Ralf
Soweit verstanden, aber könnten nicht die ISPs den privaten
Nutzer nicht ebenfalls eine 10.x.x.x über NAT zu weisen?
Schlecht. Die Adressen aus den privaten Subnetzen (10/8, 172.16/12, 192.168/16, s. RFC 1918) sind aus verständlichen Gründen nicht außerhalb dieser Netze adressierbar, d.h. aus einem solchen Netz heraus kann es nur ausgehende Verbindungen geben. Das hat zur Folgem dass eine Verbindung zweier Teilnehmer aus verschiedenen privaten Netzen nur unter Verwendung eines öffentlichen dritten möglich ist. Außerdem stößt NAT bei einer gewissen Anzahl von Verbindungen an eine Grenze, so dass es je nach Anzahl der Teilnehmer zu Problemen kommt, weil der Adressübersetzer einfach nicht mehr alle Verbindungen verwalten oder eindeutig unterscheiden kann. Älteren Implementierungen in Linux ging z.B. schonmal die Puste aus, wenn man dahinter Halflife hat nach Servern suchen lassen.
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Hallo,
Jedoch werden über kurz oder lang die öffentlichen IP-Adressen
knapp. Weil u.a. immer mehr Firmen und Private ins Internet
gehen.
Soweit verstanden, aber könnten nicht die ISPs den privaten
Nutzer nicht ebenfalls eine 10.x.x.x über NAT zu weisen?
ja, es gab bereits Provider, die das taten. Allerdings wäre ich genervt, wenn es bei mir so wäre: verschiedene Protokolle bzw. Anwendungen sind über so ein Setup extrem nervig.
NAT ist ein komischer Hack, IPv6 ist ein gute Lösung.
HTH,
Sebastian
Hallo,
Welchen Vorteil bringt IPv6 in „kleinen“ Firmen bis 10000
Leuten, wenn ich die A-Class (10.x.x.x) verwende?
- A-Class ist veraltet. Den Begriff sollte man mal schnell vergessen.
Das vorweg. Nun zu der eigentlichen Frage:
- Du bekommst für IPv6 leichter Adreessen zugeteilt
- Du hast dann quasi öffentliche Adressen und brauchst nicht mehr so blöde Dinge wie NAT zu machen.
- Du kannst gut zu mobilen Geräten (mit fester IP6) routen
- Die Autokonfiguraition ist schon echt nett.
Alle diejenien, die NAT bisher als Sicherheitsmerkmal mißverstanden haben, dürften mit IPv6 ein potenzielles Problem bekommen.
HTH,
Sebastian
Hallo,
- A-Class ist veraltet. Den Begriff sollte man mal schnell
vergessen.
–> Es wird immer weniger Classful Routing verwendet … der Begriff ist jedoch nicht veraltet. Dies sind Grundlagen von IP und werden es bleiben!
Seppi