Hallo!
Immer wieder kommt es vor, dass jemand eine ironische Bemerkung macht, welche von manchen Hörern/Lesern nicht als solche erkannt und deswegen wörtlich genommen wird. Oft schon habe ich mir überlegt, woran das liegen kann. Wieso haben manche Menschen Zugang zu dieser Form des Humors, andere nicht?
Erste Voraussetzung für das Verständnis dieses Stilmittels ist sicherlich ein - i.w.S.- gemeinsamer Erfahrungshorizont von Sprecher und Hörer. In der face-to-face-Kommunikation können (müssen aber durchaus nicht) Prosodie, Mimik und Gestik Hinweise darauf geben, wie eine Aussage gemeint ist. Schwieriger scheint diese Identifizierung auf jeden Fall im ausschließlich schriftlichen Austausch zu sein. Sehr „trockenen“ Fällen kommt man aber auch im direkten Kontakt oft erst auf die Spur, wenn man die Person des Sprechers gut kennt.
Woran liegt es aber, dass manche Menschen Humor und Ironie sofort verstehen (das habe ich sogar bei Leuten beobachtet, die die verwendete Sprache nur rudimentär beherrschten) - andere nicht?
Hat das - abgesehen von der individuellen Fähigkeit, sich über die Dinge stellen zu können - nicht auch mit dem persönlichen Grad des über-sich-selbst-lachen-Könnens zu tun?
Was meint ihr?
gespannt
tabaiba
PS: es geht in diesem Artikel zwar nicht um die deutsche Sprache; in Ermangelung eines Brettes zu allgemeiner oder Pragmalinguistik, stelle ich ihn dennoch hier rein, wo er wohl am besten aufgehoben ist.
))
