Angenommen, jemand ist Kunde K bei Unternehmen U und bekommt daher Werbepost. K erhält ein Schreiben „Welcher Gutschein wartet auf Sie?“, mit Rubbelfeldern drunter, unter denen - Riesenüberraschung - der Name des Angeschriebenen unter dem höchsten Wert steht. Es wirkte auf K schon recht unseriös, aber auch gründlichste Lektüre aller beiligenden Blätter brachte kein Kleingedrucktes oder andere offensichtliche Stolperfallen zu tage. Außerdem handelt es sich bei U um ein großes, namhaftes Unternehmen. K konnte mangels auffindbarem Gegenbeweis von nichts anderem ausgehen, als einen Gutschein in der versprochenen Höhe zu erhalten.
Stattdessen erhält K ein Gutscheinheft. Mit einem einzelnen Code kann man produktgebunden insgesamt die versprochene Summe sparen, muss dafür aber mehr als das Doppelte für die Produkte bezahlen (, die man ggf gar nicht will). Bei mindestens einem Produkt ist der angeblich rabbatierte Preis online übrigens der reguläre, das Produkt ist im Angebot, aber wenn man es mit dem Code kaufen wollen würde würde es den höheren (regulären Online-)Preis kosten.
Fühlt sich K zu recht reichlich veralbert oder ist „Welcher Gutschein wartet auf Sie?“ mit mehreren genannten glatten Eurobeträgen vereinbar mit einem Gutscheinheft, mit dem man unterschiedliche kleine Summen (maximal 1/5 der versprochenen Summe, überwiegend nur 1/20 davon) sparen kann?
Solche Werbung taugt nur für die Ablage P.
Oder wenn man einen Kamin hat zum wärmen.
Denn irgendwo steht garantiert was „Kleingedrucktes“,heutzutage meistens auf der Internet-Homepage sehr gut versteckt,weil der Hyperlink sich natürlich irgendwo auf dem Gutscheinheft zum Anklicken befindet.
Stattdessen erhält K ein Gutscheinheft. Mit einem einzelnen
Code kann man produktgebunden insgesamt die versprochene Summe
sparen,
Abgesehen davon, dass es nicht gerade seriös ist, so eine Werbung zu schalten, aber wo ist hier die irreführende Werbung?
muss dafür aber mehr als das Doppelte für die Produkte
bezahlen
Das Doppelte gegenüber was?
(, die man ggf gar nicht will).
Das ist immer so. Ich sehe jeden Tag tausende von Sachen, die ich gar nicht haben will. Dafür habe ich eine einfache Lösung: Dann kaufe ich sie auch nicht.
Bei mindestens einem
Produkt ist der angeblich rabbatierte Preis online übrigens
der reguläre, das Produkt ist im Angebot, aber wenn man es mit
dem Code kaufen wollen würde würde es den höheren (regulären
Online-)Preis kosten.
Ist die Regel, dass Rabatte nich addiert werden können.
Fühlt sich K zu recht reichlich veralbert oder ist „Welcher
Gutschein wartet auf Sie?“ mit mehreren genannten glatten
Eurobeträgen vereinbar mit einem Gutscheinheft,
Ja. Denn da wird nichts anderes gesagt, als dass ein Gutschein auf den Empfänger wartet. Und den gab es ja wohl.