Irrewerden

Hi,

seit der neuen rechtschreibung hadere ich mit dem wort „irrewerden“.
Der duden sagt weiter dazu „wenn man irrewird; du bist an dir irregeworden“. Es wird also alles zusammen geschrieben…

Verstehe ich das wort dann richtig als verb?
Hier sagt mir der duden nämlich nicht mehr, was ich wissen möchte.
Heißt es nun anstatt „Ich werde irre.“, „Ich irrewerde“?

Für sachdienliche hinweise wie immer dankbar…

LG Alex:smile:

Heißt es nun anstatt „Ich werde irre.“, „Ich irrewerde“?

das ist ein ähnliches problem, wie eins weiter unten…

die form „irregeworden“ zeigt, daß sich präfix und verb in manchen formen trennen. sonst wäre kein „ge“ dazwischen. also heißt es natürlich: „ich werde irre“. wenn ich mich nicht…

Hi,

Gyuri hat den richtigen Ansatz schon genennt.
irrewerden ist ein zusammen gesetztes und trennbares Verb. Bei diesen wird die Vorsilbe (das Präfix) bei den flektierten (mit Personalendungen versehenen) Formen abgetrennt und an das Ende des Satzes gestellt.

Also: An dieser Frage werde ich noch ganz irre.

Bei der Nebensatzendstellung aber unterbleibt diese Trennung.

Also: Ich frage, damit ich nicht irrewerde.

Das Partizip II (das Mittelwort der Vergangenheit) wird gebildet, indem man die Bildesilbe ge- zwischen Vorsilbe und Perfektstamm einfügt.

Also: Ich bin irregeworden.

Nach einem Modalverb steht der Infinitiv ungetrennt.

Also: Ich will nicht irrewerden.

Bei Infinitivkonstruktionen wird das „zu“ zwischen Vorsilbe und Verb eingeschoben.

Also: Kein Grund, deswegen irrezuwerden.

Das ist auch mein Wort an dich! :wink:

Fritz

OT: Getrenntschreibung
Hi,

irrewerden ist ein zusammen gesetztes und
trennbares Verb.

Das muß man sich mal auf der Zunge zergehen lassen:

„Ein zusammen gesetztes Verb.“

Ist die neue deutsche Rechtschreibung wirklich so kraß, oder hast Du Dich da nur vertan?

Gruß,
Stefan (Letzteres hoffend)