Folgende Problematik zum IS-LM-Modell. Ich schreibe am Donnerstag eine VWL-Klausur, und verstehe noch nicht alle Fälle bzgl. eines Ungleichgewichts nach einem exogenen Schock im IS-LM-Modell.
Bei Fall 1 und Fall 2 sollte der Anpassungsprozess des Ungleichgewichts U richtig dargestellt sein. Zumindest habe ich diese Grafiken so aus einem Buch hergenommen.
Mir stellt sich jetzt jedoch die Frage, wie verläuft der Anpassungsprozess wenn das Ungleichgewicht ober- oder unterhalb BEIDER Märkte sich befindet.
Fall 3.1 und Fall 3.2 zeigt zwei Mögliche Varianten. Sind beide richtig? Gleiche Frage stellt sich mir in Fall 4.1 und 4.2.
Es kommt mir unlogisch vor, die IS-Kurve jeweils zu „überschneiden“ bevor der Anpassungsprozess auf der LM-Kurve beginnt. Von daher würde ich denken, dass Fall 3.1 und 4.1 richtig sind?
Ich würde mich freuen wenn mir jemand einen Tip dazu geben kann.
Servus!
Ich habe gerade nicht die Muße, in dieser Frage zu recherchieren.
Aus dem Stegreich denke ich mir: Du hast konsequent die Anpassung entlang der LM-Kurve gezeigt. Die ist in der Nähe der LM-Kurve plausibel, je weiter man sich jedoch von ihr weg befindet, desto mehr wird auch die Anpassung entlang der IS-Kurve zum tragen kommen. Daß diese mit großem Satz übersprungen wird erscheint mir seehr konstruiert (aber im Rahmen Deines Ansatzes konsequent).
Gruß, Jetrca
meines Erachtens sind jeweils die 2. Darstellungen richtig. Der Grund dafür ist, dass der Geldmarkt deutlich schneller reagiert als der Gütermarkt. Ein erhöhter Liquiditätsbedarf führt unmittelbar zu einer Zinserhöhung. Ebenso eine erhöhte Investitionsneigung (beides Fall 3.1.). Dass dann die Konjunktur so schnell reagiert,ist unwahrscheinlich. Beim Marktzins kommt das eher vor.