ISDN Abschlußwiederstand

Hallo zusammen,
wann muß ich in einer ISDN-Dose einen Abschlußwiederstand haben? Ist das wie bei SCSI, wobei die NTBA automatisch „terminiert“, oder wie geht das?
Was ist, wenn ich einen „A/B Wandler“ an die ISDN-Dose stecke?

An der letzten Dose Deines ISDN-Busses brauchst Du einen Abschlusswiderstand. Egal, was und ob Du was ansteckst. Am einfachsten, Du kaufst in einem T-Punkt einen steckbaren Widerstand. Den schiebst Du einfach in Deine letzten ISDN-Dose rein. Dank seiner Konstruktion kannst Du den Port sogar noch fuer ein Endgeraet nutzen.
Schau einfach mal unter:
http://www.t-versand.de/cgi-bin/tversand.filereader?..
Gruesse
Stefan

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… die NTBA hat ja bekanntlich zwei Anschlüsse. Wenn ich alle beide (vom Keller ins EG) verlängere - zu einer Dose. Muß an beide Dosen so ein Endwiederstand?

… die NTBA hat ja bekanntlich zwei
Anschlüsse. Wenn ich alle beide (vom
Keller ins EG) verlängere - zu einer
Dose. Muß an beide Dosen so ein
Endwiederstand?

Ja. Beide Enden des S0-Busses sollten terminiert sein.
Nach meinem Verständnis müsste man dann aber den Abschlusswiderstand im NTBA deaktivieren.
In allen Doku’s in denen ich bisher nachgelesen habe (Telekom und Fachbuch)stand aber, dass man den Abschlusswiderstand im NTBA in diesem Fall auch aktiviert lassen sollte. Kann mir das mal einer erklären?

MfG
Journey

Eigentlich egal, wieviele Buchsen der NTBA hat. Die sind eh’ nur miteinander gebrueckt. Elektrisch ist das wie EINE Buchse zu sehen.
Jeder Strang, den man vom NTBA in andere Zimmer verlegt (können durchaus mehr als zwei sein), also eine sternförmige Topologie, müssen mit ZWEI Abschlußwiderständen versehen werden (einer zwischen 1a-1b, einer zwischen 2a-2b).
Übrigens brauchst Du in den Keller keine zwei ISDN-Busse verlegen. Lege ein Kabel runter. An diesem Kabel kannst Du so viele Doppel-Dosen anschließen, wie Du willst (ok, ok, maximal 12 Dosen, maximal 150 m, aber Du hast ja kein Schloß, oder?). Übrigens habe ich die ISDN-Dosen im OBI dummerweise viel teuerer gekauft, als im T-Punkt. Die Qualität kam mir im T-Punkt auch besser vor. Dort gibt es auch Abschlußwiderstände, die steckbar sind (15.-). Wenn sich jemand das Schrauben ersparen will, die sind nämlich steckbar.
Ob man den Widerstand im NTBA deaktivieren muss, ist eine gute Frage. Ich denke nein. Auch bei zwei Strängen ist der ISDN-Bus nicht als EIN gesamter Strang zu sehen, sondern ebenfalls als sternförmige Struktur, da in der „Mitte“ eingespeist wird. Somit gibt es dann drei Enden. Die beiden äußeren und das Ende im NTBA. Ich bin übrigens nie drauf hingewiesen worden, den Widerstand zu deaktivieren, weder im T-Punkt, noch sonst irgendwo. Also, keine Panik. Signaltechnisch ist letztendlich am wichtigsten, dass die Widerstände an den anderen Enden drin sind.
Grüße
Stefan

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Eigentlich egal, wieviele Buchsen der
NTBA hat. Die sind eh’ nur miteinander
gebrueckt. Elektrisch ist das wie EINE
Buchse zu sehen.

Genau!

Ob man den Widerstand im NTBA
deaktivieren muss, ist eine gute Frage.
Ich denke nein. Auch bei zwei Strängen
ist der ISDN-Bus nicht als EIN gesamter
Strang zu sehen, sondern ebenfalls als
sternförmige Struktur, da in der „Mitte“
eingespeist wird. Somit gibt es dann drei
Enden.

Oben schreibst Du, Sie wären nur gebrückt (also EIN Strang), jetzt ist es plötzlich eine sternförmige Struktur (also ZWEI Stränge). Was denn nun?
Das der NTBA „einspeist“ ist kein Argument, das tut das ISDN-Telefon auch. Soviel ich weiss ist der NTBA genauso an den S0-Bus angekoppelt wie jedes andere ISDN-Gerät. Deshalb kann ich halt nicht verstehen, warum an EINEM Strang DREI Abschlusswiderstände (okay, geaugenommen 6, an jedem „Ende“ 2) richtig seien sollen.

MfG
Journey

Eigentlich egal, wieviele Buchsen der
NTBA hat. Die sind eh’ nur miteinander
gebrueckt. Elektrisch ist das wie EINE
Buchse zu sehen.

Genau!

Ob man den Widerstand im NTBA
deaktivieren muss, ist eine gute Frage.
Ich denke nein. Auch bei zwei Strängen
ist der ISDN-Bus nicht als EIN gesamter
Strang zu sehen, sondern ebenfalls als
sternförmige Struktur, da in der „Mitte“
eingespeist wird. Somit gibt es dann drei
Enden.

Oben schreibst Du, Sie wären nur gebrückt
(also EIN Strang), jetzt ist es plötzlich
eine sternförmige Struktur (also ZWEI
Stränge). Was denn nun?
Das der NTBA „einspeist“ ist kein
Argument, das tut das ISDN-Telefon auch.
Soviel ich weiss ist der NTBA genauso an
den S0-Bus angekoppelt wie jedes andere
ISDN-Gerät. Deshalb kann ich halt nicht
verstehen, warum an EINEM Strang DREI
Abschlusswiderstände (okay, geaugenommen
6, an jedem „Ende“ 2) richtig seien
sollen.

Sind wir Akademiker hier? Oder was soll die Diskussion?
Auch wenn die zwei Buchsen gebrückt sind, können doch meinetwegen fünf Stränge weggehen. Dann habe ich doch meine sternförmige Struktur. Gut, ich passe letztendlich bei den physikalischen Auswirkungen.
Wenn man einen Doktor der Physik fragen würde, würde der wahrscheinlich abhängig von der Anzahl der Stränge unterschiedliche Widerstände im NTBA vorschlagen. Dann wären wir wieder bei der Bedienerfreundlichkeit. Bei Anleitungen, die Techniker für Techniker geschrieben haben.
Zum Schluss:
Es funktioniert auch ohne Deaktivierung der Widerstände im NTBA, es geht nichts kaputt, es gibt keine Probleme.
Grüße
Stefan

Sind wir Akademiker hier? Oder was soll
die Diskussion?

Ich halte mich zwar nicht für einen Akademiker (obwohl ich studiert habe), aber mich interessierts halt einfach…

Auch wenn die zwei Buchsen gebrückt sind,
können doch meinetwegen fünf Stränge
weggehen. Dann habe ich doch meine
sternförmige Struktur. Gut, ich passe
letztendlich bei den physikalischen
Auswirkungen.
Wenn man einen Doktor der Physik fragen
würde, würde der wahrscheinlich abhängig
von der Anzahl der Stränge
unterschiedliche Widerstände im NTBA
vorschlagen. Dann wären wir wieder bei
der Bedienerfreundlichkeit. Bei
Anleitungen, die Techniker für Techniker
geschrieben haben.
Zum Schluss:
Es funktioniert auch ohne Deaktivierung
der Widerstände im NTBA, es geht nichts
kaputt, es gibt keine Probleme.

Stimmt. Auf kurzen Strecken funktioniert es auch ganz ohne Abschlusswiderstände. Der S0-Bus ist da meiner Erfahrung nach relativ unempfindlich.

Grüße
Stefan

Sind wir Akademiker hier? Oder was soll
die Diskussion?

Akademiker sind wir vielleicht nicht.
Aber habt Ihr Euch überhaupt mal überlegt, warum die Widerstände eigentlich notwendig sind?

Also: Die Bits auf der Leitung rasen mit Lichtgeschwindigkeit auf dem Kabel hin und her. Es tummeln sich also verdammt viele High-und Low- Pegel im Draht. Am Ende des Kabels werden sie reflektiert. Ab einer gewissen Länge des Kabels kann es sein, daß ein High-Pegel reflektiert wird, während eigentlich schon ein Low-Pegel aktuell ist. Problem: High und Low überlagernn sich und löschen sich im schlimmsten Fall gegenseitig. An den Widerständen passiert jetzt nichts anderes als daß die Bits quasi „geerdet“ werden und somit keine Reflexion entsteht.

Die Widerstände in der Mitte sind wirklich egal, die machen nur Wärme :wink:

Probleme treten aber bestimmt bei mehr als zwei Strängen auf. Das ist aber ohnehin nicht zu empfehlen.

So, und nun noch eine kleine Rechenaufgabe: Wie lang (in Meter) ist ein Bit bei 2 x 64 KBit pro Sekunde + 16 KBit/sec + etwas Overhead, sagen wir mal insgesamt 200 kKBit/sec?

Holla

[…]

Ab einer gewissen Länge des Kabels kann
es sein, daß ein High-Pegel reflektiert
wird, während eigentlich schon ein
Low-Pegel aktuell ist

[…]

Sollte hier nicht die absolute Laenge, sondern ein vielfaches einer bestimmten Laenge ausschlaggebend sein?
(Oder wenn man sich das entsprechene Band anschaut: von vielen verschiedenen Laengen?)

(Nein ich rechte das jetzt nicht aus :smile: )

Gruss, Lutz

Die Widerstände in der Mitte sind
wirklich egal, die machen nur Wärme :wink:

Heißt das „auf deutsch“: Wenn man keine Ahnung hat, kann man alle Dosen mit Wiederstand versehen - dann macht man nix falsch!?

Hallo Lutz!

Da trifft man doch glatt seine Verwandtschaft im Netz, wie klein doch
die (Netz-)welt ist!

Mit dem Vielfachen hast Du natürlich recht, zumindestens wenn beide Enden falsch terminiert sind, da dann die Wellen mehrfach
refektiert werden. Allerdings ist die refektierte Welle immer kleiner als das ursprüngliche Signal (je nachdem wie stark die Fehlanpassung ist).

So, und nun noch die kleine Rechenaufgabe:
Wie lang (in Meter) ist ein Bit bei 200 kBit/sec?

Mal angenommen die Wellen breiten sich mit ca. halber Lichtgeschwindigkeit auf dem Kabel aus (in der Literatur habe ich
für ein bestimmtes Kabel einen Wert von 0,42*c gefunden) dann gilt:

t = (c/2)*(1/200000) = 750 Meter

MfG
Jörn

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S T O P !!!

Es gibt da einige Kleinigkeiten zu beachten. Grundsätzlich sollte man ab einer gewissen Leitungslänge vermeiden, sternförmig zu verkabeln. Die bereits erwähnten Reflektionen vom Ende eines Stranges könnten , von verschiedenen Seiten kommend, ab einer Laufzeit von mehr als einer Bitbreite Störungen verursachen. Das ist mit zunehmender Datenrate eine kürzer werdende Zeitspanne. Das bedeutet, den Bus von Dose zu Dose zu führen bzw. sternförmig 4- paarig zu verkabeln.
Für CAT5 Kabel gibt es übrigens elegante Adapter für das 192 Rack, wo man ISDN durch das Datenkabel verdrahten kann.

Hallo,
ich habe von meinem NTBA ausgehend zwei Stränge verlegt. Einer davon ist ca. 25 m lang und endet in der ISDN Karte meines PC’s. Die Karte funktioniert ohne Terminierung hervorragend. Also - spar’ Dir das Geld.

Gruß
Andreas