ISDN Anschluss mit 4 Leitungen (oder Alternativlös

Hallo Zusammen, liebe Experten!

Ich habe Zuhause, zwecks meiner selbstständigen Tätigkeit, ein Büro eingerichtet und benötige für meinen Business folgende Komponenten:

  1. Leitung für normales Telefon
  2. Leitung für Fax
  3. Telefonleitung für Mailbox-Nachrichten (aufsprechen)
    4.Telefonleitung für Mailbox-Nachrichten (abhören)

Das Problem:
Es besteht natürlich schon ein privater ISDN/DSL-Anschluss in der Wohnung, der auch unbedingt beibehaltenwerden soll. Leider bietet der Anbieter (Unitymedia) keine Lösung an.

Somit bin ich auf der Suche nach einem anderern Anbieter, der mir dieses System mit den 4 gleichzeitig nutzbaren Leitungen bereitstellen kann.

Das Mailboxsystem wird über eine Fritz-ISDN-Karte und einer Software („Capicall“ von Shamrock) auf einem PC verwaltet.

Ich verzweifle langsam, weil ich leider keine Lösung finde und hoffe, dass jemand eine Idee hat, wie es einrichten ist!

Schon mal besten Dank.
S.

Hallo,

zunächst mal solltest Du dich bei ISDN vom Begriff „Leitung“ trennen. ISDN stellt Kanäle zur Verfügung, und die müssen nicht fest irgendwelchen Endgeräten zugewiesen werden, sondern werden frei nach Bedarf unter einer der angewählten MSNs genutzt um die Verbindung zu einem Endgerät herzustellen. D.h. wenn das Fax nicht gerade 24h am Tag läuft und Du nicht 24h am Tag Texte auf die Voicemail aufsprichst, dann können sich diese durchaus einen ISDN-Anschluss mit zwei Kanälen mit dem Telefon teilen. 1001 Freiberufler kommen damit wunderbar aus. Viele lassen auch noch das private Telefon mit über den selben Anschluss laufen, da dieses ja ohnehin üblicherweise eher außerhalb der Geschäftszeiten verwendet wird.

Hier bei mir hängen an einem ISDN-Anschluss mit zwei Kanälen und diversen MSNs (drei werden von Hause aus mitgeliefert bis zu maximal 10 kannst du nachträglich hinzubestellen) das geschäftliche und das private Telefon, das Telefon unseres Au-Pairs mit eigener MSN, das stationäre Fax und zwei ISDN-Karten von denen aus zwei unterschiedliche Faxnummern und einmal der Anrufbeantworter betrieben werden. Zudem sind für das private und das geschäftliche Telefon nicht nur jeweils ein Gerät, sondern über eine Telefonanlage diverse Geräte angeschlossen. Dass wirklich mal zeitgleich mehr als die zwei Kanäle benötigt würden ist seit DSL für den Internetzugang nur selten vorgekommen.

D.h. es sollte eigentlich ausreichend sein, einfach noch ein paar MSN zu beantragen und eine Telefonanlage einzusetzen, an die dann die ganzen Endgeräte kommen.

Solltest Du tatsächlich einen zusätzlichen Anschluss mit zwei Kanälen für die geschäftliche Nutzung brauchn, kannst Du diesen einfach als weiteren Anschluss bestellen. Gehst Du davon aus, dass es auf Dauer mal mehr als zwei Kanäle nur für geschäftliche Zwecke werden könnten, solltest Du allerdings gleich einen Anlagenanschluss buchen, der echte Durchwahlen bietet und dann problemlos um weitere Anschlüsse erweiterbar ist. Der Anlagenanschluss benötigt aber auf jeden Fall eine Telefonanlage, nimmt sich ansonsten von den Kosten her nicht viel und statt diverser ggf. vollkommen unterschiedlicher MSNs bekommst Du dann eben eine Nummer mit Durchwahlmöglichkeiten, also 123-(0-99).

BTW: Zusätzliche MSNs, weitere Basis- oder Anlagenanschlüsse bekommt man bei jedem Anbieter problemlos.

Gruß vom Wiz

Hallo WIZ,

schonmal vielen dank für die schnelle Hilfe!

Ok also das was ich mit „Leitungen“ meine sind also „Kanäle“ - damit kann ich mich also schon mal deutlicher Ausdrücken.

Wenn ich es richtig verstanden habe, dann ist der Standard-ISDN Anschluss mit 2 Kanälen ausgestattet für die man standardmässig 3 MSNs bekommt (und insg. 10 haben kann). Soweit so gut.

Vielleicht sollte ich aber noch näher ins Detail gehen, da es in Bezug auf das „MAILBOX SYSTEM“ etwas komplizierter ist als das, was man gewöhnlicherweise unter „Voice-Mailbox“ versteht.

Bei dem Mailbox-System handelt es sich NICHT um einen Anrufbeantworter für mein Unternehmen oder ähnliches - es ist ein Mailboxsystem hinter dem kostenpflichtiger Service für die Anrufer steckt. Dieser soll über die Software „Capicall“ von Shamrock verwaltet werden. Es handelt sich dabei um ein System bei dem es monatlich ca. 60 verschiedene Mailboxen (für 60 kontaktierbare Menschen) gibt. Diese sollen sowohl angerufen werden (und via PIN-Eingabe persönlich Nachrichten erhalten) und natürlich auch von diesen 60 Menschen abgehört werden können. Auch wenn ich das Telefonaufkommen für eher gering einschätze, würde ich mich dafür interessieren, ob es eben möglich ist relativ unkompliziert hierfür 2 Kanäle zu haben.

Also: wenn ich einen Standard-Anschluss nehme, dann könnte ich dem PC also nur einen Kanal zuweisen (d.h. es kann immer nur eine Person anrufen, egal ob zum aufsprechen oder abhören) und der andere Kanal wäre dann für das Bürotelefon und Bürofax gleichzeitig da? Stimmt das jetzt so?

Und noch eine Frage: Ich möchte die Kosten für die Mailbox-Nachrichten splitten. Das heisst, dass das AUFSPRECHEN über eine 0190-Nummer laufen soll und das ABHÖREN kostengünstiger zum Ortstarif möglich ist. Geht das denn dann auch, wenn ich beide über einen Kanal laufen lasse?

Danke nochmals!!!
Gruß,
S.

Hallo nochmal,

schonmal vielen dank für die schnelle Hilfe!

Ok also das was ich mit „Leitungen“ meine sind also „Kanäle“ -
damit kann ich mich also schon mal deutlicher Ausdrücken.

Wenn ich es richtig verstanden habe, dann ist der
Standard-ISDN Anschluss mit 2 Kanälen ausgestattet für die man
standardmässig 3 MSNs bekommt (und insg. 10 haben kann).
Soweit so gut.

Genau!

Vielleicht sollte ich aber noch näher ins Detail gehen, da es
in Bezug auf das „MAILBOX SYSTEM“ etwas komplizierter ist als
das, was man gewöhnlicherweise unter „Voice-Mailbox“ versteht.

Bei dem Mailbox-System handelt es sich NICHT um einen
Anrufbeantworter für mein Unternehmen oder ähnliches - es ist
ein Mailboxsystem hinter dem kostenpflichtiger Service für die
Anrufer steckt. Dieser soll über die Software „Capicall“ von
Shamrock verwaltet werden. Es handelt sich dabei um ein System
bei dem es monatlich ca. 60 verschiedene Mailboxen (für 60
kontaktierbare Menschen) gibt. Diese sollen sowohl angerufen
werden (und via PIN-Eingabe persönlich Nachrichten erhalten)
und natürlich auch von diesen 60 Menschen abgehört werden
können. Auch wenn ich das Telefonaufkommen für eher gering
einschätze, würde ich mich dafür interessieren, ob es eben
möglich ist relativ unkompliziert hierfür 2 Kanäle zu haben.

Bei 60 Leuten würde ich mindestens zwei Kanäle hierfür immer offen haben wollen. Vermutlich eher mehr. Daher würde ich hier wirklich zum Anlagenanschluss raten. Da kannst Du dann aktuell zwei Anschlüsse mit je zwei Kanälen buchen, die unter einer gemeinsamen Nummer mit Durchwahlen dann nach Bedarf für die ganze Geschichte je nach Aufkommen genutzt werden können. Bessere Anlagen mit der Möglichkeit mehrere externe S0-Busse zu betreiben können auch Kanäle für bestimmte Dinge reservieren. Das größere Problem könnte aber sein, dass das Voicemail-System natürlich auch mit diesen mehreren Kanälen etwas anfangen können muss. D.h. die einfache ISDN-Karte unterstützt nur zwei Kanäle, und Du müsstest dich erkundigen, wieviel Kanäle und Karten die Software nutzen kann. Es gibt durchaus Karten für mehrere Kanäle, billig sind die aber nicht.

Also: wenn ich einen Standard-Anschluss nehme, dann könnte ich
dem PC also nur einen Kanal zuweisen (d.h. es kann immer nur
eine Person anrufen, egal ob zum aufsprechen oder abhören) und
der andere Kanal wäre dann für das Bürotelefon und Bürofax
gleichzeitig da? Stimmt das jetzt so?

Nicht ganz. Mit einer entsprechenden Telefonanlage kannst Du so eine Reservierung erreichen. Ohne würden die Kanäle einfach dynamisch zugewiesen, je nachdem was gerade frei ist (vorausgesetzt die Software kann auch mit mehreren Kanälen umgehen). D.h. mit einem Anschluss und damit zwei Kanälen können zwei Leute gleichzeitig das Voicemail nutzen, dann ist aber in dem Moment das Telefon nicht verfügbar. Wird gerade gefaxt und telefoniert kommt man nicht an das Voicemailsystem. Wird telefoniert, kann einer das Voicemailsystem nutzen, und das Fax ist blockiert. Hast Du zwei Anschlüsse als Anlagenanschlüsse, hast Du vier Kanäle die gleichzeitig funktionieren und es können z.B. (Software und passende Karte vorausgesetzt) drei Leute gleichzeitig die Voicemail nutzen, und es bleibt ein Kanal für das Telefon oder Fax, oder es wird telefoniert und gefaxt und es können noch zwei Leute die Voicemail nutzen.

Und noch eine Frage: Ich möchte die Kosten für die
Mailbox-Nachrichten splitten. Das heisst, dass das AUFSPRECHEN
über eine 0190-Nummer laufen soll und das ABHÖREN
kostengünstiger zum Ortstarif möglich ist. Geht das denn dann
auch, wenn ich beide über einen Kanal laufen lasse?

Das ist kein Problem, da 0900er-Nummern immer nur Weiterleitungen auf tatsächlich vorhandene Rufnummern sind, und die sind bei ISDN ja unabhängig von einem spezifischen, tatsächlich genutzten Kanal. D.h. wenn die 0900 auf 123-11 weitergeleitet wird, kannst Du zum Abhören die 123-11 den Berechtigten direkt bekannt geben, oder eine 123-12 in der Anlage einrichten, die dann ebenfalls der Voicemail zugeordnet wird.

Ich hoffe nur, ich leiste hier keine Beihilfe zum Aufbau eines mehr oder weniger seriösen Partnervermittlers.

Gruß vom Wiz

Ich hoffe nur, ich leiste hier keine Beihilfe zum Aufbau eines
mehr oder weniger seriösen Partnervermittlers.

Haha, nein absolut kein Grund zur Sorge! Auch wenn es bei den Worten „Mailboxsystem“ und „0900-Nummer“ immer gleich nach Unseriösität und Abzocke klingt - in meinem Fall ist es das absolut nicht. Ohne hier in unwichtige Details zu gehen: diese Mailboxen und die Einnahmen daraus sind nicht mein „Kerngeschäft“. Mein Projekt ist ein Print-Magazin für die Club-/Gastronomielandschaft, das als Mehrwert (für einen geringen Telefonkostenaufwand) für die Leserschaft die Möglichkeit bietet, sich via Telefon zu vernetzen. „Social Networking“ steht dabei im Mittelpunkt und das bezieht sich - ähnlich wie z.B. bei Myspace - auf die Musik-/Clubszene. :smile:

Nun zurück zu den technischen Details, die mich immer noch „quälen“.

Bei 60 Leuten würde ich mindestens zwei Kanäle hierfür immer
offen haben wollen. Vermutlich eher mehr. Daher würde ich hier
wirklich zum Anlagenanschluss raten.

Eigentlich war ich anfänglich auch dieser Meinung - allerdings habe ich mich nun dazu entschlossen dem kompletten Mailboxsystem nur EINEN Kanal zuzuweisen, da das Gesprächsaufkommen in der Realität nicht allzu hoch sein wird. Und wenn es besetzt ist, dann muss nun einfach nochmals angerufen werden. Dieses Problem mit der ISDN-Karte habe ich auch schon erkannt und habe leider momentan zu wenig Startkapital, um eine Extrainvestition wie diese zu tätigen.

Da kannst Du dann aktuell zwei Anschlüsse mit je zwei Kanälen buchen, die unter einer
gemeinsamen Nummer mit Durchwahlen dann nach Bedarf für die
ganze Geschichte je nach Aufkommen genutzt werden können.

Also: wenn ich diesen „ANLAGENANSCHLUSS“ buche, dann habe ich 4 Kanäle (2 Anschlüsse x 2 Leitungen). Davon könnte ich dann aber mit der normalen ISDN-Karte in dem PC sowie einem Bürotelefon und einem Fax insgesamt nur 3 nutzen. Richtig
?

Bessere Anlagen mit der Möglichkeit mehrere externe S0-Busse
zu betreiben können auch Kanäle für bestimmte Dinge
reservieren.

Brauche ich dann eine dieser „besseren Anlagen“, damit auch sichergestellt ist, dass immer das richtige Gerät angesprochen wird?
Beispiel:

Tel.-Nr 0900-00 (KANAL 1 / PC: Mailboxnachricht aufsprechen)
Tel.-Nr 1234-01 (KANAL 1 / PC: Mailboxnachricht abrufen)
Tel.-Nr 1234-02 (KANAL 2 / Bürotelefon)
Tel.-Nr 1234-03 (KANAL 3 / Fax)

Dementsprechend könnte ich dann später - bei größerem Budget und größerem Telefonaufkommen - ja mit dem Anlagenanschluss und dem restlichen verbleibenden KANAL 4 umrüsten und mit einer anderen ISDN-Karte (, die für 2 Kanäle kompatibel ist) arbeiten, oder?


Nicht ganz. Mit einer entsprechenden Telefonanlage kannst Du
so eine Reservierung erreichen. Ohne würden die Kanäle einfach
dynamisch zugewiesen, je nachdem was gerade frei ist.
(vorausgesetzt die Software kann auch mit mehreren Kanälen
umgehen). D.h. mit einem Anschluss und damit zwei Kanälen
können zwei Leute gleichzeitig das Voicemail nutzen, dann ist
aber in dem Moment das Telefon nicht verfügbar. Wird gerade
gefaxt und telefoniert kommt man nicht an das Voicemailsystem.
Wird telefoniert, kann einer das Voicemailsystem nutzen, und
das Fax ist blockiert.

Wow! Super erklärt, danke. Ich erkenne also klar die Nachteile. Allerdings scheidet diese Standartvariante noch nicht ganz aus, weil sie ja auch vermutlich die kostengünstigste ist. Das wäre ja dann folgendermaßen:

Tel.-Nr 0900-00 (KANAL 1 / PC: Mailboxnachricht aufsprechen)
Tel.-Nr 1234-01 (KANAL 1 / PC: Mailboxnachricht abrufen)
Tel.-Nr 1234-02 (KANAL 2 / Bürotelefon)
Tel.-Nr 1234-03 (KANAL 2 / Fax)

Da es extrem unwahrscheinlich ist, dass ich öfter gleichzeitig soviel „Traffic“ auf den verschiedenen Kanälen habe, könnte ich diese Variante auch nutzen.

Brauche ich dann diese sogenannte „Faxweiche“ bzw. ist das überhaupt einigermaßen komfortabel? Ich hab’ viel Schlechtes im Netz darüber gelesen und frage mich, ob das Sinn macht oder ob ich es dann überhaupt brauche.

Das ist kein Problem, da 0900er-Nummern immer nur
Weiterleitungen auf tatsächlich vorhandene Rufnummern sind,
und die sind bei ISDN ja unabhängig von einem spezifischen,
tatsächlich genutzten Kanal. D.h. wenn die 0900 auf 123-11
weitergeleitet wird, kannst Du zum Abhören die 123-11 den
Berechtigten direkt bekannt geben, oder eine 123-12 in der
Anlage einrichten, die dann ebenfalls der Voicemail zugeordnet
wird.

Ok sehr gut. Sorry für all diese Fragen, die zeigen, dass sich dieses Thema in meinem Gehirn leider wie ein Kneuel ISDN-Kabel verheddert hat. Aber zum Glück gibt es Experten wie dich, die mir helfen diese Verschlingung wieder zu entwirren. :smile:

Gruß vom Wiz

Gruß zurück!

Hallo nochmal,

Also: wenn ich diesen „ANLAGENANSCHLUSS“ buche, dann habe ich
4 Kanäle (2 Anschlüsse x 2 Leitungen).

Nein, wieder daneben. Der Anlagenanschluss ist einfach nur eine besondere Form des normalen ISDN-Anschlusses, hat also auch zwei nutzbare Kanäle. Der Unterschied liegt nur darin, dass Du mehrere Anschlüssen beim Anlagenanschluss unter einer Nummer mit Durchwahlen zusammenschalten kannst. Damit kannst Du dann beliebig viele Kanäle dynamisch für die unterschiedlichsten an der Anlage hängenden Geräte nutzen. Also 2*ISDN-Anschluss als Anlangenanschluss bietet dann vier Kanäle, 3*ISDN-Anschluss als Anlagenanschluss sechs Kanäle und fünf dann eben zehn Kanäle, …

Bessere Anlagen mit der Möglichkeit mehrere externe S0-Busse
zu betreiben können auch Kanäle für bestimmte Dinge
reservieren.

Brauche ich dann eine dieser „besseren Anlagen“, damit auch
sichergestellt ist, dass immer das richtige Gerät angesprochen
wird?

Na ja, die normale dynamische Zuweisung geht mit jeder Anlage die sich auf Anlagenanschlüsse versteht. Sinn macht die Sache eben bei Anlagen mit der Möglichkeit mindestens zwei externe ISDN-Anschlüsse verwalten zu können. Zudem brauchst Du auch interne Busse, an denen dann die Endgeräte hängen, da jeder von denen auch wieder nur zwei gleichzeitige Verbindungen über seine zwei Kanäle unterstützt, musst Du sehen, was Du alles an ISDN-Geräten und was an analogen Geräten angeschlossen wird.

Beispiel:

Tel.-Nr 0900-00 (KANAL 1 / PC: Mailboxnachricht aufsprechen)
Tel.-Nr 1234-01 (KANAL 1 / PC: Mailboxnachricht abrufen)
Tel.-Nr 1234-02 (KANAL 2 / Bürotelefon)
Tel.-Nr 1234-03 (KANAL 3 / Fax)

Nein, denke immer daran, dass die Kanalzuweisung grundsätzlich zunächst mal dynamisch nach Bedarf erfolgt. Bessere Anlagen unterstützen dann eben zusätzlich eine feste Zuordnung, ob Du die hier brauchst, denke ich eher nicht. Klassischer Fall wäre ein Notruftelefon, was auf jeden Fall raus können muss, egal wer gerade was an sonstigen Dingen so treibt.

Dementsprechend könnte ich dann später - bei größerem Budget
und größerem Telefonaufkommen - ja mit dem Anlagenanschluss
und dem restlichen verbleibenden KANAL 4 umrüsten und mit
einer anderen ISDN-Karte (, die für 2 Kanäle kompatibel ist)
arbeiten, oder?

Nicht so ganz, bei zwei Anschlüssen als Anlagenanschluss hast Du schon vier Kanäle. Wenn Du aber eine Anlage nimmst, die noch einen dritten externen ISDN-Bus unterstützt, dann kannst Du auf sechs Kanäle erweitern. Wenn intern auch die entsprechende Zahl von Bussen verfügbar ist, und Du eine Mehrkanalkarte einsetzt, dann kannst Du eben dies auch alles parallel nutzen (vorausgesetzt die Software spielt da auch mit).


Nicht ganz. Mit einer entsprechenden Telefonanlage kannst Du
so eine Reservierung erreichen. Ohne würden die Kanäle einfach
dynamisch zugewiesen, je nachdem was gerade frei ist.
(vorausgesetzt die Software kann auch mit mehreren Kanälen
umgehen). D.h. mit einem Anschluss und damit zwei Kanälen
können zwei Leute gleichzeitig das Voicemail nutzen, dann ist
aber in dem Moment das Telefon nicht verfügbar. Wird gerade
gefaxt und telefoniert kommt man nicht an das Voicemailsystem.
Wird telefoniert, kann einer das Voicemailsystem nutzen, und
das Fax ist blockiert.

Wow! Super erklärt, danke. Ich erkenne also klar die
Nachteile. Allerdings scheidet diese Standartvariante noch
nicht ganz aus, weil sie ja auch vermutlich die
kostengünstigste ist. Das wäre ja dann folgendermaßen:

Tel.-Nr 0900-00 (KANAL 1 / PC: Mailboxnachricht aufsprechen)
Tel.-Nr 1234-01 (KANAL 1 / PC: Mailboxnachricht abrufen)
Tel.-Nr 1234-02 (KANAL 2 / Bürotelefon)
Tel.-Nr 1234-03 (KANAL 2 / Fax)

s.o.

Da es extrem unwahrscheinlich ist, dass ich öfter gleichzeitig
soviel „Traffic“ auf den verschiedenen Kanälen habe, könnte
ich diese Variante auch nutzen.

Brauche ich dann diese sogenannte „Faxweiche“ bzw. ist das
überhaupt einigermaßen komfortabel? Ich hab’ viel Schlechtes
im Netz darüber gelesen und frage mich, ob das Sinn macht oder
ob ich es dann überhaupt brauche.

Eine Faxweiche braucht man nur, wenn man keine Anlage hat und sich ein analoges Telefon und ein Fax einen analogen Anschluss teilen sollen.

Das ist kein Problem, da 0900er-Nummern immer nur
Weiterleitungen auf tatsächlich vorhandene Rufnummern sind,
und die sind bei ISDN ja unabhängig von einem spezifischen,
tatsächlich genutzten Kanal. D.h. wenn die 0900 auf 123-11
weitergeleitet wird, kannst Du zum Abhören die 123-11 den
Berechtigten direkt bekannt geben, oder eine 123-12 in der
Anlage einrichten, die dann ebenfalls der Voicemail zugeordnet
wird.

Ok sehr gut. Sorry für all diese Fragen, die zeigen, dass sich
dieses Thema in meinem Gehirn leider wie ein Kneuel ISDN-Kabel
verheddert hat. Aber zum Glück gibt es Experten wie dich, die
mir helfen diese Verschlingung wieder zu entwirren. :smile:

Gruß vom Wiz