ISDN-Kabel

leider habe ich kein anderes passendes Forum gefunden. Außerdem habe ich da eine strukturierte Verkabelung, die für Telefone, ISDN und LAN benutzt wird.

liebe Leser,

Ich habe jetzt sternförmig den sechsten PC mit einer Fritzcard angeschlossen.

[Klar haben die auch LAN, brauchen aber manchmal eine TAPI-Anwendung, z.B. Fax verschicken und Terminal-Zugang. Es gibt KEINE Alternative zu ISDN in dem Fall, braucht mir da keine Vorträge mit Faxservern... zu halten]

Bisher ging alles klar, es ist eh immer nur einer gleichzeitig im ISDN. Aber jetzt gibt es immer wieder „No Dialtone“.
Wenn ich 1 oder 2 abklemme (Im Schaltschrank) funktioniert es oft wieder. Manchmal hat man den Eindruck, die Fritzcard hat sich aufgehängt und ein Kaltstart das Problem behebt.

Wahrscheinlich habe ich die Kabellänge überschritten. Kann mir da jemand helfen?

Wie lange darf der Kabelbaum sein?
Wie ist das mit der Terminierung, hilft das was?
Gibt es verstärkende Hubs? Jetzt habe ich 2 passive Hubs kaskadiert.

Vielen Dank für Antworten und Links

Martin

Hallo Martin,

leider habe ich kein anderes passendes Forum gefunden.
Außerdem habe ich da eine strukturierte Verkabelung, die für
Telefone, ISDN und LAN benutzt wird.

Wie wäre es mit dem Brett „Festnetz-Telefonie“ ??

Wahrscheinlich habe ich die Kabellänge überschritten. Kann mir
da jemand helfen?

Wieviele Geräte dürfen denn maximal an den Fritz angeschlossen werden ?
Begrenzend gilt die Kombination aus Anzahl Geräten und Kabellänge.

Wobei deine Verkabelung nicht den Vorschriften entspricht.
Der S0-Bus ist eine Bustopologie, kein Stern !

Wie ist das mit der Terminierung, hilft das was?

Bei einem Stern wird es eher noch schlechter. Es sind nur zwei Abschlusswiderstände vorgesehen, an jedem Ende des Busses einen !

Gibt es verstärkende Hubs? Jetzt habe ich 2 passive Hubs
kaskadiert.

Was für HUBs ? Sternverteiler ?

MfG Peter(TOO)

Hallo Peter,

vielen Dank für die Antwort.
Ich denke, die „Hubs“ sind nur Kabel-Kästchen, also Sternverteiler.

Wie könnte ich meine Anforderung lösen? Hilft es, einen anderen Anschluß der NTBA zu benutzen, also die Last aufzuteilen?

Wobei deine Verkabelung nicht den Vorschriften entspricht.
Der S0-Bus ist eine Bustopologie, kein Stern !

Weiß ich, aber die Verkabelung kann ich nicht ändern.

Martin

Hallo Martin,

Wie könnte ich meine Anforderung lösen? Hilft es, einen
anderen Anschluß der NTBA zu benutzen, also die Last
aufzuteilen?

Nö, die beiden Buchsen sind meist intern nur miteinander verbunden.

Wobei deine Verkabelung nicht den Vorschriften entspricht.
Der S0-Bus ist eine Bustopologie, kein Stern !

Weiß ich, aber die Verkabelung kann ich nicht ändern.

Es gibt aber aktive Stern-HUBS für ISDN.

MfG Peter(TOO)

1 „Gefällt mir“

Hallo,

Außerdem habe ich da eine strukturierte Verkabelung, die für
Telefone, ISDN und LAN benutzt wird.

strukturierte Verkabelung mit S0-Bussen kann man etwa mit einem - soweit ich mich erinnere leider nicht gerade billigen - S0-Hub (z.B. http://www.euracom.de/index.php/euracom-s0-hub/s0-hu…) normgerecht realisieren.

Ich habe jetzt sternförmig den sechsten PC mit einer
Fritzcard angeschlossen.

Eigentlich müsste man da die acht Adern benutzen um hin- und zurück zu laufen und so pseudosternförmig die Bus-Topologie aufrecht zu erhalten. Da man aber die für ISDN benutzten Dosen nicht anders beschalten will als die übrigen Dosen, bräuchte man dazu Zwischenstecker, die zwischen Dose und ISDN-Gerät stecken - ob es soetwas fertig gibt, weiß ich nicht.

Klar haben die auch LAN, brauchen aber manchmal eine
TAPI-Anwendung, z.B. Fax verschicken und Terminal-Zugang. Es
gibt KEINE Alternative zu ISDN in dem Fall

Aber vielleicht zu S0, denn die meisten ISDN-Anwendungen können auch über Netzwerk-CAPIs (etwa http://www.mtg.de/servlet?lang=germ&do=un_dls_soft oder die Netzwerk-CAPI der Fritz-Boxen zu der ich momentan seltsamerweise keine Dokumentation finde) und dergleichen abgewickelt werden.

BTW: Wenn man dem Browser mitteilt, dass jetzt präformatierter Text kommt, sollte man auch selbst für die Formatierung sorgen.


Philipp

Ganz checke ichd as noch nicht :smile:

Ich habe jetzt sternförmig den sechsten PC mit einer
Fritzcard angeschlossen.

… OK. der PC hat also eine Fritzcard. Aber was hängt am anderen Ende? Eine Nebenstellenanlage? Ein NTBA? Ich vermute, ein NTBA. Und um mehr als die zwei normalen Anschlüsse zu bekommen hast Du Hubs eingebaut als Verteiler? Hast Du sie richtig kaskadiert (haben sie eine dokumentierte S0 Busdurchschleifung?) Gibt es technische Unterlagen? Hintergrund: ich hatte mal solche Geräte die vom Hersteller als Endgerät vorgesehen waren, und deshalb hat er ohne groß darüber zu reden intern eine feste Terminierung eingebaut. Man konnte diese Geräte dann nur einmal an jedem S0 Bus Ende verbauen, also mit dem NTBA in der Mitte. Dazu sind dann die Terminatoren im NTBA auszubauen oder abzuschalten.

Die Maximallänge beträgt 150m, durch die besseren LAN Kabel kannst Du sicher auch deutlich mehr machen. Aber Du musst korrekt terminieren. Auf kurze Kabellänge verzeiht der S0 Bus Terminierungsfehler. Du hast aber sternförmige Kabel, musst also jedes Kabel doppelt rechnen, plus eventuelle Kabel zwischen den Hubs plus ein Kabel zum NTBA. Immer angenommen, dass Deine Hubs den Bus wieder korrekt als Bus verschalten --> technische Unterlagen zu den Hubs sind notwendig.

Wenn Du alle Spielregeln einhältst und die Hubs dafür gebaut sind klappt die Verkabelung folgendermaßen. Annahme: der NTBA steht auf Normalzustand, hat also eine aktive Terminierung. Dann führt ein Kabel vom NTBA zum 1. Hub, der keine interne Terminierung haben darf, dafür hat er einen Bus Eingang und einen Bus Ausgang. An die anderen Ausgänge kommen die Patches zu den PCs. Dann ein Verbindungskabel zum 2. Hub Eingang, wieder Patches zu den PCs, und an den S0 Ausgang kommt ein 100 Ohm ISDN Terminatorblock, ersatzweise ein Kabelschwanz mit 2 aufgelöteten 100 Ohm Kohleschichtwiderständen aus dem Elektronikshop. Dann kurz nachgerechnet was die Kabellänge betrifft, und wenn Du da sagen wir mal die 200m nicht deutlich überschreitest sollte es klappen.

Variante 2 (gefällt mir besser): die Hubs haben eine fest eingebaute, nicht deaktivierbare Terminierung, oder keine Terminierung? Dann ziehst Du zwei Kabel vom NTBA weg, eins zu jedem Hub. Die Terminierung im NTBA deaktivierst Du (–> Handbuch/Doku ausgraben, graue/weiße Klappe vorne am NTBA aufmachen, darunter sind entweder gesteckte Terminatoren oder Schalterchen), und fertig. An die Hubs kommen entweder Terminatorblöcke oder keine Terminatorblöcke. Verglichen mit Variante 1 hast Du lediglich einmal NTBA --> HUB Kabellänge mehr im Bus, dafür aber auf jeden Fall eine Möglichkeit zur korrekten Terminierung, unabhängig davon was die Hubs können. Ein Blick in deren Doku bleibt Dir aber nicht erspart.

„Hubs mt Verstärkern“ wären mir nicht bekannt, und ob die das Problem lösen würden sei mal dahin gestellt. Wenn Du was wirlich sauberes machen wolltest würdest Du Dir eine kleine ISDN Nebenstellenanlage mit sagen wir mal 4-8 („echten“) ISDN Endgeräte Ports (keine Busports!) zulegen. Dann ziehst Du einfach 8 Patchkabel zu den Patchpaneelen, und fertig. Herstellerseiten die mir gerade einfallen wo Du eventuell fündig werden köntest: Agfeo, Eumex, DeTeWe. „Echte“ ISDN Telefonanlagen mit unabhängigen ISDN Nebenstellen sind allerdings recht selten und demnentsprechend nicht ganz billig.

…Armin

Ach ja, bevor jetzt der vorhersehhbare Aufschrei kommt, dass diese Art, strukturierte Verkabelung an die Hubs anzuklemmen, den Bus natürlich nicht an die Endgeräte bringt, und deshalb meine kleine Näherungslösung zur Längenberechnung nicht ganz passend ist:

Das ist schon richtig, es entsteht dann eine Art „Kamm“, der weder Bus noch Stern ist. Aber das ist normal bei ISDN. Die normalen ISDN Telefonanschlusskabel zu den Wanddosen sind auch nichts Anderes. Genaue Grenzen gibt es hier leider nicht, man sagt dass man die Anschlusskabel, die im vorliebgenden Fall Patchkabel+Wandkabel+PC Kabel lang wären, nicht „wesentlich“ länger als 10m machen „soll“, wobei „wesentlich“ und „soll“ keine Normbegriffe sind. Der Einfluss der LAN Kabel und der Zwischendosen ist auch nicht erfassbar. Ein bisschen Längen beachten kann trotzdem nicht schaden, obwohl ich annehme dass eine Firma, die auf diese Art arbeitet, nicht sehr groß ist und die Kabellängen in der Wand deshalb im Rahmen bleiben.

Da es bisher geklappt hat und sich der Fragesteller offenbar bisher mit der Terminierung nicht auseinander gesetzt hat, hat er entweder nur einen Terminator am NTBA oder drei (NTBA + 2xHub), oder dass der die Hubs nicht kaskadierbar sind, und ich denke dass sich das Problem hier auch lösen lässt: Y-förmiger Aufbau mit NTBA in der Mitte und korrekte Terminierung.

…Armin

1 „Gefällt mir“

Weiß ich, aber die Verkabelung kann ich nicht ändern.

Martin

Hallo Martin,

das ist kein Argument, besonders wenn es ja nicht funktioniert. Hast du 6 abgehende Leitungen, so brauchst du eben 3 S0-Busse (mit Anschluss in der Mitte und Abschlusswiderständen an beiden Enden) - da das auch nicht immer zuverlässig funktioniert, besser noch 6. Ich habe bei unserer Anlage immer 2 Kabelstränge an einen S0-Anschluss angeschlossen, aber das ist wie gesagt schon kritisch, obwohl es der Norm nicht widerspricht.

Gruss Reinhard

Hallo Peter,

man muß nur richtig googlen…
Ich habe jetzt einen BTR ISDN-TE-Hub bestellt. Es gibt zwar einen für unter 100€, der aber keine RJ45 Anschlußbuchsen hat. Ich habe aber den für 200€ mit 5 Buchsen bestellt. Das wird dann wohl funktionieren.

Es gibt aber aktive Stern-HUBS für ISDN.

Vielen Dank für den Tipp (*)

Martin

Danke
Lieber Armin,

vielen Dank für die aufschlußreichen Informationen. Ich denke, daß die 200m in dem Haus überschritten werden und daher ein Aktiver Hub nötig ist.

Martin

Danke
Hallo Philipp

Danke für die Antwort. So einen aktiven Hub werde ich mir zulegen.

Die Idee mit dem LAN-CAPI habe ich verworfen, weil in die Fritzkarten schon viel investiert wurde und da eigentlich kein Server läuft (bloß NAS). Natürlich könnte man auch eine Fritz!Box nehmen, aber ob die Konfiguration da so leicht zu handlen ist? Außerdem haben wir jetzt schon Terminalprogramme konfiguriert, das war auch eine Investition.

Martin

Ich habe jetzt sternförmig den sechsten PC mit einer
Fritzcard angeschlossen.

OK, das erste Problem.
ISDN ist nunmal ein Bus, kein Stern. Du kannst nun über die Verkabelung (8adrig) den Bus durch Adapter realisieren, die über 4 Adern den Bus empfangen, an einer Buchse rauskommen lassen und über die anderen 4 Adern zurückschicken.
Solche Adapter gab es mal, wer weiß wo es die noch gibt soll sich melden. Nachteil: Die maximale Buslänge wird sehr schnell überschritten.
Oder man verzichtet auf diese Adapter (die es IMHO nicht mehr gibt) und nimmt normale ISDN-Y Adapter. Dann werden zwei Ntzerkleitungen benutzt, unschöne Verschwendung, aber es geht. Du schickst dann den Bus auf Buchse 1. In Buchse 1 den Y-Adapter. In den Y-Adapter die Fritzcard und ein kurzes Patchkabel in Netzwerkbuchse 2. Im Netzwerkschrank kommt dann auf 2 der Bus raus, von dort aus geht es dann zum nächsten PC.
Die andere Möglichkeit wäre es, eine Telefonanlage mit ausreichender Zahl interner Busse zu nutzen (6* Fritz = 3 S0-Busse).
Aktive ISDN-Hubs gibt es, sie machen aber Probleme.

[Klar haben die auch LAN, brauchen aber manchmal eine
TAPI-Anwendung,

TAPI? Wohl eher CAPI.

z.B. Fax verschicken und Terminal-Zugang. Es
gibt KEINE Alternative zu ISDN in dem Fall, braucht mir da
keine Vorträge mit Faxservern… zu halten]

Die Alternative wäre eine Netzwerk-CAPI.

Wahrscheinlich habe ich die Kabellänge überschritten. Kann mir
da jemand helfen?

Wie lange darf der Kabelbaum sein?

Ca. 120-150m

Wie ist das mit der Terminierung, hilft das was?

Siehe unten.

Gibt es verstärkende Hubs? Jetzt habe ich 2 passive Hubs
kaskadiert.

Es gibt aktive Hubs, aber man hört von Problemen.
Und zu Deinen passiven Hubs:
Die haben fast immer Abschlusswiderstände eingebaut, da sollen auch nur Endgeräte mit Stichleitungen