Hi!
Und Signalleitungen
sorgen auch nicht dafür, weil sie bei solchen Anwendungen
tünnlichst galvanisch getrennt sein sollten. Optisch oder
transformatorisch.
Jeder noch so billige Ethernet-NIC hat Optokoppler auf den
Datenleitungen.
Genau genommen sinds keine Optokoppler sondern (magnetische) Übertrager, also kleine Transformatoren. Es gibt auch RJ-45-Stecker wo das gleich eingebaut ist, also nicht täuschen lassen. (HALO FastJack, BelFuse MagJack)
Außerdem wird das (mit dem Schirm des Kabels verbundene) Gehäuse des RJ-45-Steckers weder im Switch/Hub noch in der Netzwerkkarte mit dem Potential des Gerätes verbunden. Einige Adern werden mit ca. 1nF (2000V!), auf GND verbunden. Die Daten werden aber über einen kleinen Trafo übertragen (siehe zB. http://www.belfuse.com/Data/DBObject/BM01807.pdf).
Der einzige Punkt wo eine CAT5 Netzwerk-Verbindung geerdet ist, ist im Patch-Panel. Jedes Patch-Panel wird sorgsam (!) geerdet. Schaut euch das mal im Etagen-Verteiler an, da sieht man von Patch-Panel zu Patch-Panel verlegte gelb-grüne Drähte.
Es gibt also nur Probleme, wenn ein CAT5 zw. zwei Häusern oder zwischen zwei völlig getrennt angespeisten Bereichen verlegt wird. Als Backbone sozusagen. Mit Glasfaser (was heutzutage auch nicht mehr wirklich teurer als Kupfer ist) hat man diese Probleme nicht. Dort bekommt man die Potentialtrennung sozusagen „for free“.
Ein ISDN-Kabel für Ethernet zu verwenden halte ich für keine gute Idee. Möglicherweise schaltet er zurück auf 10MBit weil die Qualität nicht passt, aber ich glaub, dass auch 10MBit nicht möglich sind.
Achtung: Auch wenn Du mehrere ISDN-Dosen hast, die sind alle parallel geschaltet. Das S0-Bus-Protokoll sieht vor, dass alle Geräte parallel sind, Sie können im D-Kanal (=Signalisierungskanal) mit 16kBit/s mit dem Terminal reden und zB einen der beiden B-Kanäle (Datenkanal, 64kBit/s) reservieren. Schaltungstechnisch sind aber alle Geräte parallel.
Wenn man also grade surft und nebenbei telefonieren kann, liegt das nur an
- der ausgewieften Signalisierung im D-Kanal
- den 2 zur Verfügung stehenden B-Kanälen, die dynamisch zugewiesen werden können.
Es werden immer alle 4 Adern des Kabels benutzt, auch wenn grade niemand telefoniert. Das Bus-Protokoll wird auch ständig kommuniziert, die zwei B-Kanäle bleiben dabei halt einfach ungenützt. Der Bus verwendet ein Zeitschlitz-Verfahren. Der Rahmen wird mit 4kHz (also alle 250µs) übertragen. Er hat eine Länge von gut 48 Bits (das ergibt 192kBit/s Roh-Datenrate). Darin sind jeweils 16 Bits für die beiden B-Kanäle, 4 Bits für den D-Kanal und 12 Steuer-Bits enthalten.
Du müsstest also das ganze ISDN-Kabel abtrennen wärend Du Ethernet drüber machen möchtest. Einfacher ist es, das ISDN-Kabel gegen ein CAT5-Kabel auszutauschen. Bei 100MBit/s werden nur zwei Adernpaare genutzt, die anderen beiden bleiben frei. Die kannst Du für ISDN verwenden. Das ist aber eine Frickelei in der RJ-45 Steckdose.
Bye
Hansi