ISG oder Bandscheibe?

Hallo an alle,

Schon wieder muss ich eine Frage zum Rücken posten. Im Oktober 2008 bekam ich vom Orthopäden die Diagnose: Entzündung des Illiosakral-Gelenks.
Damals bin ich zum Arzt, weil ich im rechten unteren Rücken starke Schmerzen hatten, die ins Gesäß, Bein und bis in den Fuß ausstrahlten und ich kaum mehr laufen konnte. Die Therapie bestand aus Ruhe und starken Schmerzmitteln. Der Schmerz wanderte plötzlich auf die linke Seite, war auf der rechten Seite seltsamerweise verschwunden und nach zwei Wochen oder so war dann alles weg.
Seit leide ich jedoch fast konstant unter schmerzen im unteren Rücken (seltsamerweise links?),

Der Rücken im LWS-Bereich tut manchmal schon weh, wenn ich mich vorbeuge, um mir die Haare zu waschen oder wenn ich einen Schuh etwas „kraftvoller“ anziehe (also quasi gegen das Bein drücke und dann der Druck plötzlich nachlässt).
Mal schlimmer, mal weniger schlimm - aber kein Vergleich mehr zu den Schmerzen damals! Nichts, weshalb ich zum Arzt gehen würde!

Jetzt habe ich seit gestern aber schon wieder Schmerzen im linken unteren Rücken und im Bein. Nicht so schlimm wie damals, aber sehr unangenehm und irgendwie leicht kribbelig. Letzten Freitag war ich wegen einer völlig anderen Sache bei meiner Ärztin, sie fragte aber nach dem Rücken und zeigte mir dann zwei kleine Übungen nach Dorn, um das ISG einzurenken, bzw. einen Beinlängenunterschied auszugleichen.

Allerdings funktioniert das gerade auch nicht. Da noch nie ein MRT oder eine Röntgenaufnahme gemacht wurde und seltsamerweise immer nur auf das Illiosakralgelenk bzw. Muskelblockaden verwiesen wird, bin ich irgendwie irritiert.

Kann es nicht doch ein Bandscheibenvorfall sein? Und wenn es einer ist, behandel ich ihn dann nicht völlig falsch, wenn ich Wärmeflaschen drauf packe, Dehnübungen durchführe und Gerätetraining betreibe?

Gibt es denn ganz klare Symptome, die mir eindeutig sagen, dass ich KEINEN Bandscheibenvorfall habe oder eben doch?
Ich habe ja auch gehört, dass man beim ISG-Syndrom eigentlich keine Schmerzen im Unterschenkel oder Fuß haben sollte…diese habe ich aber, hatte sie aber auch, als ich im Oktober beim Arzt war…

Also, ich bin etwas verwirrt und wäre dankbar, wenn irgendjemand sich damit auskennt und weiß, wie man das ISG-Syndrom von einem Bandscheibenvorfall abgrenzen kann!

Frohe Ostern an alle!

Jule

Dorn, um das ISG einzurenken,

Ein ein- oder ausgerenktes ISG ist medizinischer Unfug

bzw. einen Beinlängenunterschied auszugleichen.

Gemessen?

Allerdings funktioniert das gerade auch nicht. Da noch nie ein
MRT oder eine Röntgenaufnahme gemacht wurde und seltsamerweise
immer nur auf das Illiosakralgelenk bzw. Muskelblockaden
verwiesen wird, bin ich irgendwie irritiert.

Das wäre ich auch! Die Geschichte hinkt auf allen Beinen. Mal abgesehen davon, daß uns hier Alter und Geschlecht sorgfältig verschwiegen werden, so daß man keine vernünftige Aussage machen kann:

Die Diagnose eine entzündeten ISG (oder beider) wird mittels MRT gestellt, dabei klärt sich auch die Bandscheibenfrage.

Kann es nicht doch ein Bandscheibenvorfall sein?

Ohne MRT werden wir das wohl nie erfahren.

Gibt es denn ganz klare Symptome, die mir eindeutig sagen,
dass ich KEINEN Bandscheibenvorfall habe oder eben doch?

Nein, gibt es nicht.

Ich habe ja auch gehört, dass man beim ISG-Syndrom eigentlich
keine Schmerzen im Unterschenkel oder Fuß haben sollte…diese
habe ich aber, hatte sie aber auch, als ich im Oktober beim
Arzt war…

Kann ein Bandscheibenvorfall sein - oder ach eben nicht.

Also, ich bin etwas verwirrt und wäre dankbar, wenn
irgendjemand sich damit auskennt und weiß, wie man das
ISG-Syndrom

welches nicht existiert

von einem Bandscheibenvorfall abgrenzen kann!

MRT, wie schon gesagt.

Oh je, Alter (21) und Geschlecht (weiblich) habe ich mal wieder vergessen, tut mir Leid!

Also, vielleicht habe ich das mit dem „Einrenken“ blöde ausgedrückt, die Ärztin meinte, das Gelenk würde sich ständig „verhaken“ und deswegen wäre dann irgendwie meine gesamte Körperachse schief. Den Beinlängenunterschied habe ich selber gesehen, als ich mich auf den Rücken legen und dann den Oberkörper anheben musste.

Oh je, Alter (21) und Geschlecht (weiblich) habe ich mal
wieder vergessen, tut mir Leid!

Das Alter führt hier zu verschiedenen Möglichkeiten. Und da Sie weiblich sind, ist die Sache nur durch MRT (aus Strahlenschutzgründen) zu klären.

Also, vielleicht habe ich das mit dem „Einrenken“ blöde
ausgedrückt, die Ärztin meinte, das Gelenk würde sich ständig
„verhaken“ und deswegen wäre dann irgendwie meine gesamte
Körperachse schief.

Eine hübsche Theorie der Ärztin. Schade, daß es verhakte oder blockierte ISG nicht gibt.

Den Beinlängenunterschied habe ich selber
gesehen, als ich mich auf den Rücken legen und dann den
Oberkörper anheben musste.

Wenn der beobachtete Beinlängenunterschied so im Bereich von 20 - 30cm liegt, will ich gegen diese Diagnose nichts sagen. Im übrigen wird in der Medizin gemessen.

Also: machen wir ein MRT, dann diskutieren wir weiter.

Eine hübsche Theorie der Ärztin. Schade, daß es verhakte oder
blockierte ISG nicht gibt.

Nein? Dann erzählen die hier auch Unsinn?

http://www.dr-gumpert.de/html/isg-blockierung.html

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Hallo,

ich habe keine fachlichen Kenntnisse in der Orthopädie und kann nur aus meinem eigenen Nähkästchen plaudern. Es ist noch nicht so lange her, dass mir bei einem ganz eindeutigen L5/S1-Syndrom ein renommierter Fachmann einredete, ich hätte ein ISG-Syndrom. Die mehrmalige Infiltration an und in die Fuge erbrachte zu meinem Kummer, aber wenig überraschend gar nichts. Seitdem stehe ich der Diagnose ISG-Syndrom ziemlich skeptisch gegenüber. Sie ist in der letzten Zeit recht „in“.

Gruß
Montanus

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Nein? Dann erzählen die hier auch Unsinn?

http://www.dr-gumpert.de/html/isg-blockierung.html

Ja, es ist auch nicht klüger, wenn man eine hübsche Webseite daraus macht

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