hallo,
gibt es auch sog. religöse Lieder im islamischen Glauben?
danke
Friedrich
Hallo, Friedrich!
gibt es auch sog. religöse Lieder im islamischen Glauben?
Aber jadoch! Unendlich viele und vielfältige.
Sie wird hauptsächlich von den mystischen Gruppen, den sogenannten Sufis gepflegt.
Auch unter dem Begriff „Quawwali“ ist diese Musik bekannt. Für europäische Ohren ist sie allerdings gewöhnungsbedürftig.
Eine Doppel-CD mit dieser Musik heißt:
Sufi Soul
aus der Reihe: Echos du Paradis
und ist - oder jedenfalls war - bei 2001 zu bekommen.
Sie enthält islamisch-religiöse Musik aus:
Afghanistan
Ägypten
Belutschistan
dem Iran
Kurdistan
Marokko
Pakistan
dem Senegal
Syrien
Tatschikistan
der Türkei
und Usbekistan.
Absolut hörenswert, wenn man ohne Vorurteile zu hören versteht.
Ich höre sie immer wieder mal und gern.
Man muss hier vielleicht noch hinzufügen:
Ohne die Araber und ihrer Musikkultur hätte es keine Troubadours, keine Trouvers, keine Minnesänger gegeben. Vielleicht auch keine europäischen weltlichen Liebeslieder.
Das was wir als „indische Musik“ kennen, ist moslemischer Herkunft. Ravi Shankar und seine Sitar sind ohne die moslemische Kultur in Indien undenkbar.
Und es gäbe ohne die arabische Kurzhalslaute Oud keine Lauten und Gitarren in Europa. Stell dir bloß mal vor, wie die Beatles dagestanden hätten.
Fritz
Hallo, ihr Friederiche.
Auch unter dem Begriff „Quawwali“ ist diese Musik bekannt. Für
europäische Ohren ist sie allerdings gewöhnungsbedürftig.
Als Randfrage : Benutzen die Araber eigentlich andere Tonalitäten als die Europäer? Will sagen : Afrikanische Musik klingt unseren Ohren nicht so fremd, mag aber daran liegen, dass wir sie von klein auf hören und somit die Phrasierung und die Tonalität gewohnt sind. Ist das Fremdartige in der arabischen / indischen Musik nur auf die unterschiedliche Spielweise zurückzuführen, oder spielen da andere Mechanismen eine Rolle?
Hallo MOD : Wenn das besser in Musik passt, möge des Verschiebens mit meinem Segen gewaltet werden.
Gruß kw
Hi kw,
für die arabische Musik kann ich es nicht sagen, aber in der indischen (Kunst)musik gibt es zuhauf Vierteltonschritte, bzw. Glissendi, die es so im eurpäischen Raum nicht gibt.
Gandalf
Hi, kw und Gandalf!
Es kommt dazu, dass die Araber unsere auf acht bzw. zwölf Töne beruhende Tonleiter nicht kennen oder nicht verwenden.
Stattdessen gibt es die „pentatonische Skala“ und noch mehr, die ich nicht benennen kann; auch die Tonarten „dur“ und „moll“ gibt es dort nicht, dafür viel mehr „Modulationen“.
Und die „Harmonielehre“, die uns durch das „wohltemperierte Klavier“ beschert wurde, kennt man dort auch nicht. Daher kratzt diese Musik auch gewaltig am Trommelfell.
Aber hier beginne ich nur „Gelesenes“ nachzubeten.
Vielleicht fragt man doch lieber im Musikbrett nach diesen Sachen
Gruß Fritz
zusatz zu arabisch & musik
ein schmankerl für unsere sprachfreunde:
„tonleiter“ heißt auf arabisch „in regelmäßigen abständen auf einer schnur aufgereihte perlen“, was im original so klingt: durri mufassal. von daher leitet sich das immer weider fälschlich als italienisch bezeichnete do re mi fa so la si do ab.
grüße lehitraot.
für die arabische Musik kann ich es nicht sagen, aber in der
indischen (Kunst)musik gibt es zuhauf Vierteltonschritte, bzw.
Glissendi, die es so im eurpäischen Raum nicht gibt.
in der orientalischen musik gibt es nicht 12 sondern 24 töne in der tonleiter. diese vierteltöne werden von laien als „falsch“ „schief“ und „eigenartig“ empfunden. wenn man sich mal dran gewöhnt hat, klingt es aber interessant und reihhaltig an ausdruck. die orientalische musik ist auf einem viel höheren niveau als die europäische. auch was den gesang betrifft.
gruß lehitraot.
Schmankerl für Lehitraot-Freunde
Hallo!
Zu meinem großen Bedauern muss ich mitteilen, daß es falsch ist, was du gerade (ohne Quellenangaben) zitiert hast.
Deine Quelle sagt:
„Die in der Musik früher häufig verwendete Reihe do-re-mi-fa-so-la-si-do geht auf die arabische Benennung der Tonleiter als durr(i) mufassal zurück, was die wie auf einer Perlenschnur in regelmäßigen Abständen (mufassal) aufgehängten Musik"perlen“ bzw. -noten (durr) bezeichnet." (http://www.kreuzer-siegfried.de/texte-zum-at/hebrwoe…)
Ohne Belege, wie auch zu erwarten wäre. Das ist aber auch so ein absoluter Blödsinn.
Ut - re -mi -fa - sol- la - si wurde von Guido d’Arezzo eingeführt, worüber der im Jahre 1028 geschrieben hat wie folgt:
„Wenn du also einen Ton so dem Gedächtnis einverleiben willst, daß er dir, wo du willst, in jedem beliebigen Gesange, den du kennst oder nicht kennst, augenblicklich entgegentreten kann, damit du ihn sofort ohne Zögern vorbringen kannst, so mußt du dir den Ton selbst am Anfang irgendeines ganz bekannten Gesanges merken und für jeden im Gedächtnis behaltenen Ton einen Gesang dieser Art in Bereitschaft haben, der mit dem betreffenden Ton beginnt, wie dieser Gesang ist, den ich zur Unterweisung der Knaben am Anfang und am Ende benütze.“ (http://members.aol.com/LFelbick/kom.html). Hier steht auch, wie es vom „ut“ zu „do“ kam (erst im 17. Jht).
Der komplette Text der Hymnus:
" Ut queant laxis Re sonare fibris
Mi ra gestorum Fa muli tuorum,
Sol ve polluti La bii reatum,
s ancte I ohannes.
nuntius celso veniens Olympo
te patri magnum fore nasciturum,
nomen et vitae seriem gerendae
ordine promit.
antra deserti teneris sub annis
civium turmas fugiens petisti,
ne levi saltem maculare vitam
famine posses.
ceteri tantum cecinere vatum
corde praesago iubar adfuturum:
tu quidem mundi scelus auferentem
indice prodis." (vermutlich Ende des 8. Jhs., http://www.recmusic.org/lieder/d/diaconus/cl23.html)
Nur nicht weinen!
Gruß
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Nur nicht weinen!
???
da orientalische musik ein bisserl älter sein dürfte als 1000 jahre nehme ich einfach an, daß beides stimmt. bei sehr vielen derartiger ausdrücke gibt es mehrere erklärungen.
gruß lehitraot.
2x2=5?
Nur nicht weinen!
???
mir wäre es peinlich, so wie du hier dumm zu stehen. Du merkst es aber gar nicht. Gute Besserung!
da orientalische musik ein bisserl älter sein dürfte als 1000
jahre nehme ich einfach an, daß beides stimmt. bei sehr vielen
derartiger ausdrücke gibt es mehrere erklärungen.
Diese Argumentation ist ein Unsinn, weil es keine Argumentation ist. Dir wurde gezeigt, wie die Solmisation entstanden ist. Hast du überhaupt gelesen, was ich dir geschrieben habe? Guido hat seine Bezeichnungen selbst, aufgrund eines lateinischen Textes erfunden, ohne arabisch zu beherrschen und je von google für armen gehört zu haben. Er wußte von „do“ ausserdem nichts, „do“ wurde erst im 17. Jht. eingeführt, als jegliche Kenntnisse von der arabischen Musiktheorie im Abendlande längst vergessen bzw. noch nicht wieder neu zugänglich wurden. Es gab ut-re-mi usw. und nicht do-re-mi usw. Dein Autor liegt falsch, und du mit ihm auch, dazu noch blind. Es stimmt weder vorne noch hinten, kannst du das bitte schön einsehen?
2x2= 4 oder 5? Oder „beides stimmt“, weil du es „einfach“ so „einnimst“? LOL
Warum denn denkt so mancher, daß die Fähigkeit google und die Tastatur zu bedienen schon zum Experten in allen Wissensbereichen macht?..
mir wäre es peinlich, so wie du hier dumm zu stehen. Du merkst
es aber gar nicht. Gute Besserung!
willst du diskutieren oder nur beleidigen?
zu dumm daß wir guido nicht mehr fragen können, wie er denn auf diese bezeichnungen kam.
ist ja auch egal. haarspalterei.
ist mir schade um die zeit.
viele grüße.
egal?
willst du diskutieren oder nur beleidigen?
Worüber willst du diskutieren? Über die Dinge, von denen du nichts weißt? Und seit wann ist für dich die Feststellung, daß du nichts von der Musikgeschichte weißt, eine Beledigung? Es ist eine Feststellung!
zu dumm daß wir guido nicht mehr fragen können, wie er denn
auf diese bezeichnungen kam.
Du musst nur lesen, in dem Zitat oben steht alles. Er hat ganz genau erklärt, wie er darauf kam. Hallo? Kannst du lesen?
Auch egal?