vor Kurzem hatte ich im Fernsehen beim Zappen einen Hinweis über isolierende Fensterfolien gesehen. Wärmeschutz im Sommer, Isolierung im Winter.
Wer hat Erfahrung mit solchen Folien gemacht? Kann man die leicht selber auftragen oder sollte das einem Fachbetrieb überlasssen werden? Welchen tatsächlichen Nutzen hat die Nachrüstung tatsächlich ergeben?
wenn es wirklich eine solche Folie gäbe, wäre ich doch schön blöd, wenn ich mein Dach mit 20 cm Mineralwolle dämme und sauteure Isoliergläser in meine Fenster einbaue.
vor Kurzem hatte ich im Fernsehen beim Zappen einen Hinweis
über isolierende Fensterfolien gesehen. Wärmeschutz im Sommer,
Isolierung im Winter.
Ich weiss nicht, was Du gesehen hast. Es gibt „Schrumpffolien“, die sich sehr gut dazu eignen, die Isolationseigenschaften von Einscheibenfenstern in Altbauten zu verbessern.
Diese werden per doppelseitigem Klebeband rund um den Rahmen des Fensters aufgeklebt und dann per Fön erhitzt, damit sich die Folie spannt. Hält ein paar Winter und hilft prima, durch bessere Isolierung die Scheibe frei von Kondenswasser zu halten.
Das, was so als Folie zum Aufkleben auf die Scheibe angeboten wird, halte ich bis zum Beweis des Gegenteils für Betrug.
Eine Folie mit bestenfalls einen Millimeter Dicke kann keine nennenswerte Isolationswirkung haben. Denn sonst würde man einfach mehrere Lagen davon übereinanderkleben und damit auch Wände etc. dämmen.
Mag sein, das sie durch die eingearbeiteten Metallpartikel ein wenig Wärmestrahlung reflektiert, aber der größte Teil des Wärmeverlustes durch die Fenster ist nun mal keine Strahlungs-, sondern Konvektionswärme (außer vieleicht man hat Fußboden und/oder Wandheizung - aber bei so modernen Häusern geh ich eigentlich auch von einer Isolierverglasung aus).
Was funktioniert (das haben wir bei der Mutter eines Freundes im Altbau getestet), ist eine Folie über den Rahmen zu spannen. Also so, das eine Luftschicht zwischen der Folie und der Scheibe eingeschlossen wird. Das wirkt dann ähnlich wie zwei Fenster hintereinander (gibt’s in machen Altbauten).
Wenn man so will „Isolierglas für Arme“.
Hat natürlich einige Nachteile:
Höllisch empfindlich. Einmal mit spitzem Gegenstand drankommen schon Loch drin.
So gut wie nicht sauber zu halten. Putzen ist natürlich nur eingeschränkt und gaaaaanz vorsichtig möglich.
Muss so trocken wie irgend möglich verarbeitet werden. Jedes bischen Feuchtigkeit, das zwischen Folie und Scheibe eingeschlossen wird, wird an der Scheibe kondensieren = beschlagen. Und abwischen ist ja nicht, da ist ja die Folie im Weg . . .
Das Ganze kann natürlich in keinster Weise gegen eine richtige Isolierverglasung anstinken, sondern ist bestenfalls mal ein Notnagel für einen oder zwei Winter.
Dennoch, ein bischen hilft es schon - und man braucht für so eine Konstruktion auch keine völlig überteuerte Spezialfolie, simple Frischhaltefolie tut’s auch - sofern man sie irgendwie in Fensterbreite ranschaffen kann.
vor Kurzem hatte ich im Fernsehen beim Zappen einen Hinweis
über isolierende Fensterfolien gesehen. Wärmeschutz im Sommer,
Isolierung im Winter.
Wer hat Erfahrung mit solchen Folien gemacht? Kann man die
leicht selber auftragen oder sollte das einem Fachbetrieb
überlasssen werden? Welchen tatsächlichen Nutzen hat die
Nachrüstung tatsächlich ergeben?
Hallo Geert,
deine Frage habe ich erst heute gelesen, will aber trotzdem noch antworten.
In meiner Firma wurde vor einigen Jahren auf die Fenster der Südseite eine Spezialfolie aufgebracht. Im Sommer ist die Wirkung wirklich erkennbar. Bei Sonneneinstrahlung ist es deutlich angenehmer als vorher. Im Winter sollte man aber keine Wunder erwarten, denn wie andere schon geschrieben haben, es ist physikalisch wohl kaum möglich, mit einer Folie zu isolieren.
Der Nachteil der Folie: Sie schirmt auch einen Teil des normalen Lichts ab, besonders auffällig in der Dämmerung. 2.Nachteil: Eine gute Folie ist teuer, besonders, da sie unbedingt von einem Fachmann angebracht werden sollte.
Gruß Edi