wohne in einem Haus mit ca. 120qm. Das Haus hat zwei Etagen, wobei die obere Etage Schrägen hat und somit schon zum Dach gehört. Der Dachboden selber ist nicht ausgebaut. In dem Haus ist bisher noch nichts isoliert.
Das soll sich jetzt ändern und ich dachte ich fange beim Dach an.
Jetzt habe ich mich mal in meinem Bekanntenkreis umgehört und die meinten, dass sie nach der Dachisolierung ca. 40% an Heizkosten eingespart haben. Ist dieser Wert realistisch? 40% klingt schon verdammt viel. In meinem Fall würde ich im Monat somit fast 50Euro sparen. Kann mir da jemand realistische Werte aus eigener Erfahrung nennen?
Jetzt habe ich mich mal in meinem Bekanntenkreis umgehört und
die meinten, dass sie nach der Dachisolierung ca. 40% an
Heizkosten eingespart haben. Ist dieser Wert realistisch?
Hängt sehr stark von der Ausgangssituation ab. Bei dir geht wahrscheinlich weniger durchs Dach raus weil das kalte obere Stockwerk als zusätzlicher Puffer und damit Dämmung wirkt. Andererseits weiss hier keiner wie stark es bei dir zieht und welche Dämmung da rein soll. Es ist mit der richtigen (recht platzraubenden und/oder teuern) Dämmung immerhin möglich Altbauen in Passivhäuser zu verwandeln. Und dann wären 40% eher noch zu wenig.
Du solltest aber auf jede Fall vorher einem Fachman vor Ort das Gebäude zeigen. Dämmen ist zwar i.d.R. sinnvoll aber nicht jede Dämmung ist für jedes Gebäude das richtige. Man kann sich durch falsche Dämmung auch eine Schlimmpilzfarm ins Haus holen. Das Zauberwort dabei ist Dampfsperre und die Kunst ist das richtige Platzieren.
ein Passivhaus möchte ich nicht haben, mir ist ein angenehmes Raumklima mehr wert. Ich habe früher in einer vollisolierten Wohnung gewohnt und muss sagen, dass ich für die Hälfte der Wohnfläche fast das selbe an Gaskosten hatte wie heute für mein ganzes Haus. Und das bei gestiegenen Energiekosten.
Die Arbeit eines Energieberaters bin ich eigentlich auch nicht bereit in Anspruch zu nehmen, was erzählt der einem denn, was ich nicht eh schon weiß?
Das einzigste was mich derzeit wirklich interessiert und ins Geld geht ist die Dachisolierung als Aufsparrendämmung.Das sollte ein guter Dachdecker auch ohne Energieberater hinbekommen. Die Frage ist nur, wie lange benötige ich um die Kosten dafür wieder reinzuholen.
Deshalb interessiert mich wieviel man wirklich einspart. Durchschnittswerte.
Gibt es niemanden mit Erfahrungswerten?
Gruß
Ceres
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Erfahrungswerte habe ich nicht, aber ich bin sicher, das die 20 cm dicken Isoplatten auf dem Dachboden meines Nachbarn oder der gleiche Aufbau unter unseren Dachziegeln mit weiteren Maßnahmen wie die Dichtheitsüberprüfung der Haustüren und Fenster erheblich dazu beigetragen hat den Gasverbrauch von einem auf das andere Jahr abgerechnet um 15% zu senken.
Also ich denke mal, 40 % ist völlig unrealistisch.
Vielleicht 5 %, deutlich mehr kaum.
Ich habe übrigens im letzten Winter auch fast 50% Heizkosten gespart,
erstmal durch die Abdichtung aller Türen, und etwas sparsameren und effizienteren Heizen.
Aber überwiegend würde ich das mit dem sehr milden letzten Winter begründen,
der derzeitige Winter ist aber auch nicht schlecht für meinen Heizöltank.
Bei mir sieht es so aus, dass die Decke der oberen Etage die Grenze zwischen warm und kalt ist.
Der Dachboden bleibt kalt.
Dort oben am Dachstuhl irgendwas zu dämmen sehe ich als riskant und unverantwortlich an,
gerade bei meinem 90 Jahre alten Haus.
Grüße, Steffen!
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Die Frage ist nur, wie lange benötige ich um die
Kosten dafür wieder reinzuholen.
Na, ganz klar: genau 8 Jahre.
Dieser Wert ist völlig unabhängig davon, was die Dachisolierung kostet, ob der Rest des Hauses isoliert ist, Fenster mit Einfach- oder Dreifachverglasung ausgestattet sind, Dichtungen in Fenstern und Türen vorhanden und funktionstüchtig sind, der Dachboden gedämmt ist oder das Haus bis unter die Dachpfannen offen, Wände aus Pappe oder meterdickem Naturstein mit 30cm Isolierschicht, Keller vorhanden und wärmegedämmt oder offener Lehmfußboden, Heizung per holzbetriebenem Kamin und eigenem Wald oder Elektroheizung,…
Ich hatte eigentlich an qualifizierte Antworten gedacht. Bevor man schreibt sollte man lesen und verstehen, was der Fragesteller mit seiner Frage bezwecken will. Wenn man diese Fähigkeit nicht besitzt oder nur einen auf Klugscheisser machen will, sollte man sich dezent aus der Sache raushalten.
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Ich hatte eigentlich an qualifizierte Antworten gedacht.
Ich hatte mit meinem Post versucht, Dir zu zeigen, dass mit den gegebenen Daten keinerlei qualifizierte Antwort möglich ist. Tut mir leid, dass Du nicht mal das verstanden hast. Ich versuche es nochmal:
‚Ich habe ein Auto. Wenn ich den Dachgepäckträger zu Hause lasse, wieviel Benzin kann ich dann im Jahr sparen?‘
Könntest Du oder irgendjemand anders eine sinnvolle Antwort auf diese Frage geben? Nein? Na siehste!
Der von Dir verschmähte Energieberater ist genau die Person, die in Abhängigkeit von Deinen Gegebenheiten Deine Frage wirklich qualifiziert beantworten kann. Wie kommst Du darauf, dass Du das gleiche kostenlos als Ferndiagnose auch noch ohne Angabe der Gegebenheiten ebenso bekommen kannst?
Bevor
man schreibt sollte man lesen und verstehen, was der
Fragesteller mit seiner Frage bezwecken will.
Genau das gleiche gilt auch für den Fragesteller selber.
Wenn man diese
Fähigkeit nicht besitzt oder nur einen auf Klugscheisser
machen will, sollte man sich dezent aus der Sache raushalten.
Genau das gleiche gilt für den Fragesteller selber.
Btw., was genau ist an:
„Also ich denke mal, 40 % ist völlig unrealistisch. Vielleicht 5 %, deutlich mehr kaum.“
oder:
„Erfahrungswerte habe ich nicht, aber ich bin sicher, dass bei meinem Nachbarn…“
qualifiziert?
Ich weiß jetzt jedenfalls genau, der hier der Klugscheisser ist.
Ich hatte eigentlich an qualifizierte Antworten gedacht. Bevor
man schreibt sollte man lesen und verstehen, was der
Fragesteller mit seiner Frage bezwecken will.
Mal ein konkretes, reales Beispiel: Doppelhaus, 2x exakt der gleiche Aufbau, gleiche Anzahl Personen, gleiche Arbeitszeiten, gleicher Urlaubzeitraum. Die Heizkosten links liegen bei 45% von denen rechts. Und es liegt nur an den Gewohnheiten der Leute.
Also: exakt 8 Jahre.
Oder frag einen Sachverständigen. Vorort, mit Verbrauchsdaten der letzten 4 Jahre.
Meine Erfahrung, als ich noch Teenager zuhause war.
Meine Eltern wollten sich das Geld für einen Energieberater sparen und haben nur
sich von nen Fensterbauer beraten lassen. Der hat neue gute Fenster rein gemacht
und das wars. Im Jahr darauf gabs das erste mal Schimmel im Haus.
Inzwischen studiere ich in dem Fachgebiet und weis wieso. Die Fenster waren
besser im Isolieren als die Wand also hat sich die Luftfeuchtigkeit in den
Raumecken angesammelt ( und das lag nicht am schlechten Lüften! ).
Jedes Haus muss individuell begutachtet werden. Nicht jede Maßnahme ( Fenster,
Dach, Aussenwanddämmung, neue Heizung ) ist finanziell sinnvoll.
Ausserdem muss es abgestimmt sein sonst passiert sowas wie bei uns mit dem
Schimmel.
Deswegen ist es sinnvoll einen Energieberater hinzuzuziehen, wird inzwischen
auch vom Staat mit Fördergeld bezuschußt einfach den Berater fragen.
Und nur so zum Thema Passivenergiehaus. Das hat dank einer kontrollierten
Zwangsbelüftung mit hocheffizienter Wärmerückgewinnung das beste Raumklima aller
Hauserbauarten. Immer die gleiche Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Und nicht wie
in konventionellen Häusern immer Schwankend!
Einsparungen bis zu 70% mit mehreren Maßnahmen wie z.B. Fenster + Dach + Wände
sind bei Altbauten von den 50er Jahren keine seltenheit.