Hallo,
Das Glaswolle die gleichen Eigenschaften im Bezug auf
sommerliche Hitze haben soll, ist Quark! Stimmt zwar bei der
Wärmerückhaltung im Winter, aber im Sommer ist es was ganz
Anderes:
Ah ja.
- Winter = draußen dauernd kalt, innen immer warm. Isolierung
„pendelt sich ein“… Es gibt kaum einen Wechsel dieser
Verhältnisse.
- Sommer = draußen tagsüber warm und nachts wieder kühl. Somit
muss die Isolierung die Hitzeeinwirkung bzw. „das Durchdringen
der hHtze bis zum Wohnraum“ tagsüber einfach nur verzögern
können bis es abends wieder kühler wird (dann Lüften).
Und genau das tut Holzfaser…
Und andere Isoliermaterialen (Glaswolle, Steinwolle, Styropur)
machen was ganz anderes ???
Wohne selbst unter so einem Holzfaser-Dach (14cm) und es ist
im Sommer eben nicht so, dass man ein Sauna-Klima hat. Hab da
schon andere Wohnungen (Glaswolle) erlebt, und die waren z.T.
Neubauten mit dickerer Isolierung als bei mir und abends
trotzdem unerträglich überhitzt!
Das liegt dann aber nicht an der Isolierung, sondern an
unzureichender Abschattung oder einfach Fehlverhalten der Bewohner.
Ich kenne genug Leute, die tagsüber bei brütender Hitze permanent
die Fenster aufreißen, weil „frische Luft“ rein muß!
Dann wundern sie sich, daß abends 30°C in der Hütte sind.
Guckst Du hier: http://www.gutex.de/wissen/index.html
Die esoterischen Erklärungen auf dieser Seite sind echter Quark.
Zitat:
Die Wärmespeicherfähigkeit sorgt dafür, daß die entstehende
Wärmeenergie von der Holzfaserdämmung aufgenommen und lange gespeichert
(Phasenverschiebung) und nur in geringen Mengen an den Innenraum
weitergeleitet wird (Amplitudendämpfung).
Also entweder es wird gut isoliert und wenig Wärme nach innen
abgegeben (das ist der Sinn von Isoliermat.) oder es hat eine
hohe Wärmekapazität, die genau dazu da ist, Wärme schnell aufzunehmen
und auch wieder abzugeben. Beides in einem ist Humbug.
Isoliermat. soll nicht Wärme aufnehmen, sondern primär die
Durchleitung reduzieren!
Man kann diesen Versuchsaufbau oft auf Messeständen sehen und
selbst fühlen was dran ist.
Klar, man kann viel vormachen.
Auch beim Schallschutz ist Holzfaser der Glaswolle und erst
recht Styropor überlegen.
Styropur ist auch kein Mat. für Schallschutz. Da ist jedes
massive Mat. allemal besser und Glaswolle wird auch gut dämpfen.
In schalltoten Labors wird Glaswolle als Absorpermat. verwendet.
http://de.wikipedia.org/wiki/Reflexionsarmer_Raum#Re…
Wichtig ist in beiden Fällen natürlich immer die richtige
Handhabung der (Dach)Fenster. Von außen beschatten, niemals
die Dachfenster auf der Südseite offen lassen (heiße Ziegel
->Luft kommt rein -> Backofen)
Eben, früh die Fenster dicht machen und sofort Lüften, wenn die
Temp. draußen niedriger ist als drinnen. Dann klappt das schon.
Dicke Wände mit wirklich hoher Wärmekap. unterdrücken natürlich
kurzzeitiges Aufheizen der Räume.
Gruß Uwi