Isolierung gegen Sommerhitze?

Liebes Forum,

habe gehört, dass z.B. Glaswolle in einer Innenisolierung im Winter den Wärmeverlust nach aussen dämmt, aber eine sommerliche Hitze nicht aussperrt. Dafür, also Isolation im Sommer UND Winter, wären z.B. Faserplatten aus nachwachsenden Fasern oder Holzfaserplatten ideal.
Tatsächlich so? Tips??

Liebes Forum,

habe gehört, dass z.B. Glaswolle in einer Innenisolierung im
Winter den Wärmeverlust nach aussen dämmt, aber eine
sommerliche Hitze nicht aussperrt. Dafür, also Isolation im
Sommer UND Winter, wären z.B. Faserplatten aus nachwachsenden
Fasern oder Holzfaserplatten ideal.
Tatsächlich so?

Nicht wirklich.

Tips??

Ja.
Sommerlicher Wärmeschutz erfordert hohe Speichermassen in den Räumen, also z. B. schwere Wände aus Kalksandstein etc. Die nehmen die Wärme auf (tags) und geben sie auch wieder ab (nachts, nach Möglichkeit in der zweiten Nachthälfte ordentlich durchlüften).
Im Dach ist das mit den Speichermassen aber ein Problem, von daher ist eine Dämmung aus Mineralwolle oder Holzfasern meist die einzige Möglichkeit, den Wärmestrom von außen nach innen zu mindern. Der Anteil, der durch Luftaustausch eingetragen wird, erwärmt dennoch die Räume (dafür wären dann eben schwere Bauteile gut).

Da sich die Wärmekapazität von Mineralwolle und Holzfaserplatten bei identischer Dämmwirkung nur wenig unterschiedet, wird man auch kaum Unterschiede im Sommer bei unterschiedlichen Materialien feststellen.

Was möglich wäre: PCV-Materialien als Beplankung für Dachschrägen und im Putz der Wände einbauen. Da sind Paraffinkügelchen eingearbeitet, die bei einer bestimmten Temperatur ihren Aggregatzustand wechseln und dabei Latentwärme „aufnehmen“. Bei einer Abkühlung in der Nacht geben sie diese wieder ab und werden wieder fest. Es fließt dabei nichts aus der Wand :smile:

Hoffe, ich konnte helfen.

Gruß, Guido

Guten Abend,
meine Ansicht der Dinge:
Außenisolierung.
Winter: Wand als Speicher nimmt Heizenergie auf und gibt diese größtenteils wieder in den Raum ab, da (Wärme-)widerstand der Isolierung größer. Deine Heizenergie verschafft ein angenehmeres Wohlfühlklima, wenn du vor einer „warmen“ Wand sitzt.
Sommer: Über Nacht Räume (und Wände) durch Lüften abkühlen. Hoher Widerstand außen bremst das Eindringen von Wärme in Wand und somit Raum.

habe gehört, dass z.B. Glaswolle in einer Innenisolierung im
Winter den Wärmeverlust nach aussen dämmt,

Ja. Außen angebracht aber auch, s.o.

aber eine
sommerliche Hitze nicht aussperrt.

Doch. Letztendlich ist der Gesamtwiderstand des Bauteils Wand+Dämmung entscheidend.

Dafür, also Isolation im
Sommer UND Winter, wären z.B. Faserplatten aus nachwachsenden
Fasern oder Holzfaserplatten ideal.

Entscheidend ist die Wärmeleitfähigkeit der Stoffe. Vergleichen, besten aussuchen.

Tatsächlich so? Tips??

No, thats all.
Gruß
Der Franke

Hi!

Das Glaswolle die gleichen Eigenschaften im Bezug auf sommerliche Hitze haben soll, ist Quark! Stimmt zwar bei der Wärmerückhaltung im Winter, aber im Sommer ist es was ganz Anderes:

  • Winter = draußen dauernd kalt, innen immer warm. Isolierung „pendelt sich ein“… Es gibt kaum einen Wechsel dieser Verhältnisse.

  • Sommer = draußen tagsüber warm und nachts wieder kühl. Somit muss die Isolierung die Hitzeeinwirkung bzw. „das Durchdringen der hHtze bis zum Wohnraum“ tagsüber einfach nur verzögern können bis es abends wieder kühler wird (dann Lüften).
    Und genau das tut Holzfaser…

Wohne selbst unter so einem Holzfaser-Dach (14cm) und es ist im Sommer eben nicht so, dass man ein Sauna-Klima hat. Hab da schon andere Wohnungen (Glaswolle) erlebt, und die waren z.T. Neubauten mit dickerer Isolierung als bei mir und abends trotzdem unerträglich überhitzt!

Guckst Du hier: http://www.gutex.de/wissen/index.html

Man kann diesen Versuchsaufbau oft auf Messeständen sehen und selbst fühlen was dran ist.

Auch beim Schallschutz ist Holzfaser der Glaswolle und erst recht Styropor überlegen.

Wichtig ist in beiden Fällen natürlich immer die richtige Handhabung der (Dach)Fenster. Von außen beschatten, niemals die Dachfenster auf der Südseite offen lassen (heiße Ziegel ->Luft kommt rein -> Backofen)

Gruß
Andrea

Hallo,

Das Glaswolle die gleichen Eigenschaften im Bezug auf
sommerliche Hitze haben soll, ist Quark! Stimmt zwar bei der
Wärmerückhaltung im Winter, aber im Sommer ist es was ganz
Anderes:

Ah ja.

  • Winter = draußen dauernd kalt, innen immer warm. Isolierung
    „pendelt sich ein“… Es gibt kaum einen Wechsel dieser
    Verhältnisse.
  • Sommer = draußen tagsüber warm und nachts wieder kühl. Somit
    muss die Isolierung die Hitzeeinwirkung bzw. „das Durchdringen
    der hHtze bis zum Wohnraum“ tagsüber einfach nur verzögern
    können bis es abends wieder kühler wird (dann Lüften).
    Und genau das tut Holzfaser…

Und andere Isoliermaterialen (Glaswolle, Steinwolle, Styropur)
machen was ganz anderes ???

Wohne selbst unter so einem Holzfaser-Dach (14cm) und es ist
im Sommer eben nicht so, dass man ein Sauna-Klima hat. Hab da
schon andere Wohnungen (Glaswolle) erlebt, und die waren z.T.
Neubauten mit dickerer Isolierung als bei mir und abends
trotzdem unerträglich überhitzt!

Das liegt dann aber nicht an der Isolierung, sondern an
unzureichender Abschattung oder einfach Fehlverhalten der Bewohner.
Ich kenne genug Leute, die tagsüber bei brütender Hitze permanent
die Fenster aufreißen, weil „frische Luft“ rein muß!
Dann wundern sie sich, daß abends 30°C in der Hütte sind.

Guckst Du hier: http://www.gutex.de/wissen/index.html

Die esoterischen Erklärungen auf dieser Seite sind echter Quark.
Zitat:

Die Wärmespeicherfähigkeit sorgt dafür, daß die entstehende 
Wärmeenergie von der Holzfaserdämmung aufgenommen und lange gespeichert
(Phasenverschiebung) und nur in geringen Mengen an den Innenraum 
weitergeleitet wird (Amplitudendämpfung). 

Also entweder es wird gut isoliert und wenig Wärme nach innen
abgegeben (das ist der Sinn von Isoliermat.) oder es hat eine
hohe Wärmekapazität, die genau dazu da ist, Wärme schnell aufzunehmen
und auch wieder abzugeben. Beides in einem ist Humbug.

Isoliermat. soll nicht Wärme aufnehmen, sondern primär die
Durchleitung reduzieren!

Man kann diesen Versuchsaufbau oft auf Messeständen sehen und
selbst fühlen was dran ist.

Klar, man kann viel vormachen.

Auch beim Schallschutz ist Holzfaser der Glaswolle und erst
recht Styropor überlegen.

Styropur ist auch kein Mat. für Schallschutz. Da ist jedes
massive Mat. allemal besser und Glaswolle wird auch gut dämpfen.
In schalltoten Labors wird Glaswolle als Absorpermat. verwendet.
http://de.wikipedia.org/wiki/Reflexionsarmer_Raum#Re…

Wichtig ist in beiden Fällen natürlich immer die richtige
Handhabung der (Dach)Fenster. Von außen beschatten, niemals
die Dachfenster auf der Südseite offen lassen (heiße Ziegel
->Luft kommt rein -> Backofen)

Eben, früh die Fenster dicht machen und sofort Lüften, wenn die
Temp. draußen niedriger ist als drinnen. Dann klappt das schon.
Dicke Wände mit wirklich hoher Wärmekap. unterdrücken natürlich
kurzzeitiges Aufheizen der Räume.
Gruß Uwi