Ist Beitragserhöhung zur privaten Krankenversicherung um 98 % von 2015 auf 2016 normal?

Ich bin seit mehr als 30 Jahren bei der DKV privat Krankenversichert. Diese teilt mir nun in einem Schreiben mit, dass sich mein Beitrag nahezu verdoppelt. Die Beitragsänderung wäre von einem unabhängigen Treuhänder geprüft worden und er habe zugestimmt.
Bisher habe ich die Versicherung nicht in Anspruch genommen, weil ich nicht krank war.
Will die DKV Kunden über 50 loswerden? Bein jährlicher Verdoppelung des Beitrages, werden meine finanziellen Grenzen schnell erreicht…

Ich weiss nicht, ob dir so ganz klar ist, wie die privaten Versicherungen funktionieren. Aber wenn man sich 30 Jahre lang weigert seinen Beitrag für die Allgemeinheit beizutragen, fällt das im Alter eben auf einen zurück.

Je größer das Risiko, dass du tatsächlich erkrankst, desto höher die Beiträge. 50 ist da eine kritische Grenze.

Mittlerweile gibt es ja Regelungen zur Altersabsicherung. Das soll den Beitrag im Alter nahezu konstant halten. Ich nehme an, du gehörst aber nicht mehr zu denjenigen, die unter diese Regelung fallen: Um diese Belastung abzufedern, sind die Versicherungsunternehmen qua Gesetz dazu verpflichtet, Altersrückstellungen zu bilden. Dazu müssen seit 1.1. 2000 Neuversicherte (zwischen 20 und 60 Jahren) einen zehnprozentigen Zuschlag auf ihre Versicherungsprämie als „Sparbeitrag“ zu diesen Rückstellungen leisten.

Was bleibt einem da als Alternative übrig? Eine andere PKV wird dich vermutlich nicht nehmen. Bliebe nur der Wechsel in die GKV, da kenne ich mich aber nicht so mit aus.

Er war wohl selbständig. Damit hat er viel größere Risiken auf sich genommen als zB ein von der IG Metall und SPD versorgter Industriearbeiter.

1 „Gefällt mir“

Und? Seinen Beitrag in die GKV hat er trotzdem nicht gezahlt sondern ist auf die vermeintlich billigere private KV ausgewichen. Das er sich keine Gedanken darüber gemacht hat, wie sich die Beiträge im Alter entwickeln kann daher jetzt nicht das Problem der Gesellschaft sein.

Grüßle
Frank K.

4 „Gefällt mir“

Auch die privaten Versicherungen bilden Altersrückstellungen.
Ich würd’ mich an den Verbraucherschutz oder den Ombudsmann wenden - eine Verdoppelung dürfte durch nichts zu begründen sein.

Dein Post scheint eher durch Klassenkampf und Neid bestimmt zu sein - und weniger durch Kenntnisse des funktionieren privater Versicherungen

auch für die 30 jahre alten verträge? er hat sich ja schon lange vor 2000 neuversichert.

für mich stellt sich da die frage, wie die entsprechende (laut und breit diskutierte) regeländerung so ganz spurlos am fragsteller vorbei gegangen sein kann, dass er jetzt so entsetzt ist. ich kann mir nicht wirklich vorstellen, dass die versicherung nicht entsprechend informiert hat.

Die Privaten haben schon immer für solche Zwecke Rückstellungen gebildet, haben aber selbst drüber entscheiden können, wie hoch die sind.
„Jetzt“ sind noch gesetzlich vorgeschriebene dazugekommen.

Zur DKV muss man jedoch sagen: die haben den einen Tarif nicht mehr beworben und keine neuen Verträge in dem Tarif abgeschlossen - so sind die Mitglieder immer älter geworden, ohne dass junge dazu kamen.

Ist leider ein Gebaren, das manche Versicherung an den Tag legen…

Gut, dass ich bei einer bin, die das nicht nötig hat..