Ist das Betrug?

Eine Person wollte für eine Flirt- und Datingline arbeiten, jetzt hat man die Person darauf aufmerksam gemacht, das sie dann einen Betrug begehen würde. Die Linebeteiber werben mit dem Slogan: Frauen wollen sich mit Dir treffen.
Die Person sollte beim telefonieren dann immer vorgeben, aus der Nähe des Anrufenden zu kommen, das passende Alter, Aussehen usw. zu haben und ihm damit sugerieren, das man sich mit dem Anrufenden treffen will, was natürlich nicht der Fall ist sondern es nur darum geht, den Anrufenden möglichst lange am Telefon zu behalten. die Person hat diese tätgikeit abgelehnt. Jetzt die Frage: würde die Person Betrug begehen wenn sie dieser Tätigkeit nachgehen würde?

Hallo!

Schau selbst:

http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/stgb/__263.html

Oder, um es juristisch auszudrücken:

I. Objektiver Tatbestand

  1. Täuschungshandlung: Vorspiegelung falscher Tatsachen (+)
  2. Irrtum (+)
  3. Vermögensverfügung: konstant durch Am-Telefon-bleiben (+)
  4. Kausalität (+)

II: Subjektiver Tatbestand

  1. Vorsatz (Bewußte und willensgetragene Tatbegehung) (+)
  2. Absicht, Vermögensvorteil zu verschaffen (+)

Astreiner Betrug. Finger weg!

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Danke

Dann stellt sich nur die Frage, warum immer noch soviele dieser Lines oder SMS-chats bestehen?

Gruss Annabel

Lieber Herr Rechtsanwalt worldwidefab , es fehlt an einem kausalen Zusammenhang zwischen einer Vermögensverfügung und dem fraglichen Irrtum des Opfers
Daher kein Betrug.
Auch ist es fraglich, ob der Getäuschte schutzwürdig ist, weiss er doch, daß bei solchen angebahnten Beziehungen gelogen wird. Er also weiss, es stimmt möglicherweise nicht, daß die Dame schön ist; reich und zugetan.

Jakob

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Lieber Herr Rechtsanwalt worldwidefab , es fehlt an einem
kausalen Zusammenhang zwischen einer Vermögensverfügung und
dem fraglichen Irrtum des Opfers

Warum ruft jemand denn - Ihrer werten Meinung nach - diese Nummer an? Um nach der Uhrzeit zu fragen? Während des Gespräches wird er dann schön unterhalten (siehe wwf).

Daher kein Betrug.

Wenn nicht das, was dann?

Auch ist es fraglich, ob der Getäuschte schutzwürdig ist,
weiss er doch, daß bei solchen angebahnten Beziehungen gelogen
wird. Er also weiss, es stimmt möglicherweise nicht, daß die
Dame schön ist; reich und zugetan.

Rein konstruiert, zudem eine eher zivilrechtliche Argumentationsweise in diesem Zusammenhang. Zwar wird die Schutzwürdigkeit beim Betrug vom BGH vereinzelt hinterfragt, aber in anderen Zusammenhängen.
Bei positiver Kenntnis des Geschädigten bleibt es beim versuchten Betrug.

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Viele der Männer gehen davon aus, das sie wirklich eine Dame kennenlernen, nur ist die fragliche Dame 10 Minuten später nicht mehr aus Stuttgart sondern kommt aus Köln.

Auch wird ganz aktiv mit Livetreffs geworben, wie z.b. triff dich mit Frauen aus deiner Umgebung, tabulose Frauen wollen dich treffen, und, und… nur geht es hier nicht um ein Treffen sondern um Minuten.

Warum wurde dann von der Telekom eingeführt, das nach 1 Stunde das Telefonat automatisch getrennt wird, wenn bestimmte Nummern angerufen werden, weil sich einige der Herren um Haus und Hof telefoniert haben…

Viele der Männer gehen davon aus, das sie wirklich eine Dame
kennenlernen, nur ist die fragliche Dame 10 Minuten später
nicht mehr aus Stuttgart sondern kommt aus Köln.
Auch wird ganz aktiv mit Livetreffs geworben, wie z.b. triff
dich mit Frauen aus deiner Umgebung, tabulose Frauen wollen
dich treffen, und, und… nur geht es hier nicht um ein
Treffen sondern um Minuten.

Danke, aber ich wußte, was gemeint ist. War ironisch gemeint.
Nochmal betont: Ja, es ist Betrug. Lupenrein.

Warum wurde dann von der Telekom eingeführt, das nach 1 Stunde
das Telefonat automatisch getrennt wird, wenn bestimmte
Nummern angerufen werden, weil sich einige der Herren um Haus
und Hof telefoniert haben…

Ich kann mir nicht vorstellen, daß sie das so freiwillig getan hat. Ist eine Art Schuldnerschutz und wohl für Leute, die nicht richtig auflegen. Genau kann Dir das bestimmt irgendein Verbraucherschützer vorschwallen.

Zur Anzeige werden solche Sachen nicht gebracht, weil es jedem zu peinlich ist.

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Ganz einfach deshalb, weil man den Anbieter gar nicht zu fassen kriegt. Es handelt sich ja meist um Briefkastenfirmen mit Sitz im Ausland. Ausserdem ist es für einen Betrogenen ja auch nicht ganz einfach, nachzuweisen, dass er abgezockt wurde. Die betreffende Telefonistin kann ja immer sagen, sie wäre zwar anfangs an dem Anrufer interessiert gewesen und habe sich mit ihm treffen wollen, aber dann wäre er ihr doch unheimlich vorgekommen und deshalb habe sie ihn dann doch versetzt… so oder so ähnlich.

Gruß Steffi

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