Hallo zusammen,
ich brauche mal eure Hilfe. Im Büro besteht hier Uneinigkeit darüber, ob in diesem Satz ein Komma hingehört oder nicht bzw. ob es freigestellt ist.
Hier der Satz:
Vor einer Entscheidung über die Vergabe der genannten Stelle ist ein Bewerbergespräch vor einer Kommission unter dem Vorsitz von XY vorgesehen.
Gehört der Satz „unter dem Vorsitz von XY“ in Komma oder ist das freigestellt, dort eins zu setzen oder ist es gänzlich falsch dort eins zu setzen.
Danke für die Aufklärung!
LG
Prinzipiell können Sie zwar Kommata hinsetzen, aber das klingt dann ziemlich bescheiden:
Vor einer Entscheidung über die Vergabe der genannten Stelle ist ein Bewerbergespräch vor einer Kommission, unter dem Vorsitz von XY, vorgesehen.
Genausogut könnwen Sie Bindestriche einsetzen.
In Nuce: es ist freigestellt, für meinen Geschmack in Sachen Sprachmelodie jedoch eine schlechte Wahl, dort ein Satzzeichen zu setzen.
Und nur ein Komma geht nicht, da kein Nebensatz.
LG
Michael Vogl
Hallo Michael,
vielen Dank- das wollte ich hören 
habe mir deine Antwort ausgedruckt und meinem Kollegen grinsend unter die Nase gehalten.
Dafür kriegst Du natürlich ein Sternchen 
lg
Hallo!
Gehört der Satz „unter dem Vorsitz von XY“ in Komma oder ist
das freigestellt, dort eins zu setzen oder ist es gänzlich
falsch dort eins zu setzen.
Du kannst es als ein Einschub betrachten und zwei Kommas machen (oder auch () oder --), oder Du kannst es als integriertes Satzglied betrachten.
Gruß,
Max
Hallo, Ihr Lieben,
nach dem Gesetz der Interpunktion kommt nicht ein einziges Komma in diesen „Mammut“-Satz. (Manche denken, wenn ein Satz besonders lang ist, verlangt er mindestens ein Komma …)
Kleine Hilfe für die Zukunft: Eine Wortumstellung macht oft den grammatischen Aufbau eines Satzes klar.
Und darf ich mir erlauben, noch Folgendes hinzuzufügen? Solch ein langer Satz ist gaaaaaaaaaaaaaaaaaanz schlecht.
Melde mich anschließend noch mal via Zitat.
Lieben Gruß
Hier der Satz:
Vor einer Entscheidung über die Vergabe der genannten Stelle
ist ein Bewerbergespräch vor einer Kommission unter dem
Vorsitz von XY vorgesehen.
Ja, ja, ich weiß, meckern kann jeder 
Du hast einen ausgeprägten Nominalstil verwendet. Schau mal in den langen Satz: Da gibt es nur ein einziges Verb. Klingt ganz schön „amtsdeutschig“. Warum wirst du nicht ein bisschen „menschlicher“ in Deiner Formulierung? Zum Beispiel: „Bevor wir die genannte Stelle vergeben, haben wir ein Bewerbergespräch vor einer Kommission unter dem Vorsitz von XY vorgesehen.“ oder „Wir laden Sie zu einem Bewerbergespräch vor einer Kommission unter dem Vorsitz von XY ein und entscheiden dann über die Vergabe der genannten Stelle.“