Ist das ein guter Grund für Lücken im Lebenslauf?

Hallo,

Ich suche zurzeit eine Ausbildung im Handwerk.

Wie ihr oben gelesen habt, habe ich eine Lücke im Lebenslauf, die ja, ich sage euch ehrlich, mehr als ein Jahr ist.

Ich kann die Lücke zwar schon erklären, aber ich weiss nicht, ob meine Erklärung nachvollziehbar ist.

Ich würde es halt die Lücke so erklären: Ich habe mir eine wenig Zeit genommen, welche Beruf ich erlernen möchte und habe während dieser Jahre viel geschnuppert, welcher Beruf mich mehr interessiert, und somit habe ich eine Entscheidung getroffen und möchte diesen Beruf erlernen. So werde ich es im Vorstellungsgespräch sagen, falls ihr auch so einverstanden seid.

Ich lege natürlich einen grosses Wert auf eure Antworten, deswegen möchte ich nur eure ehrlichen Meinungen hören.

Selbstverständlich ist das Reinschnuppern in verschiedene Berufe nachvollziehbar.
Ich würde auch empfehlen, dies beim Vorstellungsgespräch zu sagen. Verschweigen käme sicher negativ.

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Hi,

was bedeutet das

konkret, wie hat sich das „Schnuppern“ geäußert? Wenn du den ganzen Tag nur herumgelungert hast und dir Videos auf Youtube oder bei TikTok zu einigen Berufen angeschaut hast, kommt das sicherlich nicht so gut an, als wenn du ein paar Praktika (gerne auch länger als eine Woche) gemacht hast. Wenn es verschiedene Praktika waren, kannst du sie im Lebenslauf angeben, und dann hast du bestenfalls keine Lücke, oder wenn, dann ist sie nicht so groß!

Gruß
Christa

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Nein, ich habe wirklich geschnuppert, habe bei manchen 5 Tage geschnuppert, bei vielen 1–3 Tage und bei einem 4 Tage.

Habe persönlich geschnuppert, also nicht irgendwie Videos geschaut oder ein Buch gelesen über die Berufe, sondern ich war dort persönlich.

Bei so kurzen Schnupper-Aktionen habe ich meine Bedenken, dass man Dir abnimmt, mal länger zu bleiben.

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mir tapfer jeden Hinweis auf feuchte Träume verkneif

Aber im Ernst: das kommt ganz erheblich darauf an (und keine dieser Fragen musst oder auch nur solltest Du Dir hier beantworten, sie dienen nur als Denkanstöße)

  • wie lang war die Auszeit? „mehr als ein Jahr“ wissen wir, aber „weniger als zwei Jahre“, „weniger als fünf Jahre“, oder „weniger als 10 Jahre“
  • in welcher Station Deines Lebens bist Du? Mehr oder weniger frisch nach einem (mittleren?) Schulabschluss?
  • und vor allem: was genau hast Du in dieser Zeit gemacht? Zwei, drei „Praktika“ bei irgendwelchen Läden von jeweils ner Woche erklären keine Lücke länger als ein Jahr
  • gibt es vielleicht noch andere Erklärungen? Eigene Krankheit? Krankheit (und damit verbundene tatsächlich stattgefundene Pflege) enger Angehöriger? Irgendeine nennenswert längere Reise? Irgendeine Fortbildung? Irgendeine berufliche Orientierungsveranstaltung (eventuell vom Jobcenter)? Irgendwas ehrenamtliches / soziales?

Was man so hört, klagt ja „das Handwerk“ heftig über Lehrlingsmangel, Du solltest also - wenn Du diese Lücke irgendwie sinnvoll begründen kannst - durchaus gute Chancen haben.

Aber: Konfuzius spricht „Ehrlich währt am längsten“. Also, bleib bitte so nah wie es geht an der Wahrheit.

Die Unternehmen suchen sowieso händeringend Auszubildende.

Wenn Du einen einigermaßen tragbaren Schulabschluss besitzt, es pünktlich und mit ansatzweise sauberer und schadensfreier Kleidung zum Vorstellungsgespräch schaffst zu erscheinen, während selbigem das Handy in der Tasche lässt und 2 oder 3 zusammenhängende Sätze sprechen kannst, hast Du den Job höchstwahrscheinlich…

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aber sie lassen Ausbildungsplätze lieber unbesetzt, als dass sie einen Azubi engagieren, der sich nach dem ersten Dreivierteljahr, in dem er deutlich mehr kostet als bringt, dann lieber doch was anderes überlegt.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, das „Schnuppern“ zu präsentieren, und es wäre ziemlich ungünstig, es so zu präsentieren, dass es nach einem Ausblick auf viele weitere Wanderjahre klingt.

Schöne Grüße

MM

Das ist schon beim Einstellen von Erfahrenen seit 15 Jahren die falsche Einstellung. Bei Azubis noich mehr.
Ich war immer eher alarmiert wenn ein Bewerber mir sagte, er suche etwas „für immer“.

Grundsätzlich schon, aber so spontan wüsste ich nicht, wie ich das

so schönreden kann, um damit zu begründen, warum ich dafür

gebraucht habe. Und ob ich in der Zwischenzeit sonst nur meinen Bauchnabel betrachtet habe, oder noch etwas anderes Sinnvolles getan habe. Zumal zwischendurch auch die Rede ist von

also plötzlich mehrere Jahre? Da würde ich als Arbeitgeber vermutlich Schnappatmung kriegen.

Ist dieser Satz jemals in einem Bewerbungsgespräch gesagt worden oder nur im Paulanergarten?

Mal davon abgesehen, dass es um die , ob jemand für immer bleiben möchte, gar nicht geht, sondern um die Frage, ob der Azubi-Bewerber generell dazu neigt, nach ein paar Monaten zur nächsten Blüte weiterzuflattern, weil er sich dort mehr oder besseren Nektar erhofft oder einfach weniger Arbeit, oder ob er tatsächlich einige wenige Male nach Dienstantritt merkte, dass die zuvor ausgesuchte Arbeit nichts für ihn war, aber fürderhin bei der Stange bleibt und die Ausbildung durchzieht.

Wie sieht das denn in Deinem Unternehmen aus mit der Rentabilität von Auszubildenden im ersten Dreivierteljahr? Werden die überhaupt ausgebildet, wenn sie von Anfang an rentabel eingesetzt werden können, oder bist Du so ein ganz klassischer altmodischer Meister, der seinen Azubi bloß zum Fegen, Mülltonnenrausbringen und Bierholen einsetzt?

Und, unter uns Pfarrerstöchtern: Den Unterschied zwischen neun Monaten, drei Jahren und 42 Jahren kannst Du hoffentlich rechnen, ohne die Finger dafür herzunehmen oder auf dem Händie nachzuschauen?

Weshalb so feindselig?
Schön, dass ich Euch offenbar ans Ende Eurer Argumente gebracht habe.

Ich bin über 20 Jahre lang Geschäftsführer in Technik-KMUs gewesen. außerdem habe ich zwei eigene Start Ups gegründet. Das alles war zum allergrößten Teil sehr erfolgreich verlaufen.

Meine „Personalpolitik“ war eher auf Menschen ausgerichtet, die persönlich ins Team passten und ausbildungsfähig wirkten. Was ich gemacht habe war stets so speziell, dass man sowieso keinen fertiggebackenen Profi finden konnte. Auch Berufserfahrene mussten wir zumindest tiefgreifend anlernen, oft auch nochmal ausbilden.

Unsere Azubis habe ich zu einem Gutteil über Kontakte bei Jugendamt und Jugendgerichtshilfe bekommen. Nach 3 Jahren Jugendhaft war da meist der Wille vorhanden, das Ruder herumzureissen.
In unserer Region hätte ich es mir einfach machen können, es gibt hier viele gut beschulte Bewerber.
Aber mir war (und ist) auch die soziale Komponente wichtig.
Einer der „Knastis“ ist inzwischen Geschäftsführer und ich in einer Art Vorunruhestand.

Was Du mit Deinen Zeitangaben meinst, MM, erklärst Du mir vielleicht noch.

Was Du, C-Punkt, suggerieren magst, ist, erneut, ziemlich borniert.
Außerdem gehe ich eher zum Augustiner, aber egal.

Ein guter Personalmanager, Abteilungsleiter oder Geschäftsführer bekommt es zum Einen hin, die völlig unwilligen schnell herauszufiltern. Ganz einfach bei Azubis, nicht ganz so einfach aber machbar bei lügenversierten Lebenslauf-„Profis“.

Zum Anderen sind junge Leute in der Ausbildung zu führen, zu motivieren und mit Wissen zu versorgen. Alle diese Punkte können die meisten Manager in größeren Unternehmen nicht (Stichpunkt: Narzissten in Führungspositionen in Mitteleuropa weit überrepräsentiert) und auch viele Meister tun sich da schwer.
Ich kann das, weshalb ich vielleicht 1-2% Abbrecher hatte in all den Jahren.
Die meisten haben wir übernommen wenn sie das wollten. Die Fluktuation bei uns war stets deutlich unter dem Branchenschnitt.

Ich erinnere mich, dass Du in einem großen Unternehmen warst. Was Du inzwischen machst, weiß ich natürlich nicht, aber es drängt sich der Verdacht auf bornierten Großkonzernmenschen in der mittleren Führungsebene massiv auf.
Wenn das stimmt, wundere ich mich auch nicht über Deine Aussagen zur Ausbildung, denn die meisten Azubis finden sich in den KMUs und dort treffen sie immer noch recht oft auch zumindest vernünftige Ausbilder. Man wird da nicht so schnell Abteilungsleiter mit Zuständigkeit für die Ausbildung, wenn man nichts kann und ein bornierter Menschenfeind ist.

Heute arbeite ich beruflich nur noch mit Jugendlichen und erziele Erfolge dabei, die Ihr Euch in Eurer elitären Welt bornierter, linksgrüner Selbstgerechtigkeit nicht ansatzweise vorstellen könnt.
Insofern bin ich da völlig entspannt, mit mir im Reinen und mir sehr bewusst, was ich kann.

Ob Ihr hier meint, das aufgrund meiner Aussagen die Euch nicht gefallen bzw. Eure heile Blasen-Welt ins Wanken bringen, verächtlich machen zu müssen, ist in der Realität irrelevant.

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Aber das ist doch ganz und gar wunderbar :heart_eyes: Vielleicht mag sich ja @anon79717964 ja direkt bei Dir bewerben? Ich glaube, Ihr würdet fantastisch harmonieren. Ich nehme die üblichen 33% Provision.

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Äh, nein. Es geht einfach um Deine unbelegte und sehr realitätsferne Behauptung, Bewerber hätten Dir gesagt, sie wollten für immer bleiben.

Bis wann hast Du „geschnuppert“ und was hast Du zwischen der „Schnupperzeit“ und heute gemacht? (Mit „heute“ meine ich den derzeitigen Zeitraum, in dem Du die Bewerbungen abschickst, nicht wirklich Samstag, den 13.01.24)

Wie lang eine Berufsausbildung ohne Verkürzung dauert, hast Du eventuell schon mal irgendwo gelesen. Und wie lange „immer“ in einem Berufsleben dauert, kann Dir, falls Du doch die Finger zum Abzählen brauchst, vielleicht Tante Gugel verraten, genau wie die Anzahl der Monate, die in einem Dreivierteljahr stecken.

Weil Du offenbar deswegen nicht in der Lage bist, andere Beiträge zu lesen, weil Du es nicht möchtest. Dann halte Dich gefälligst geschlossen, wenn Du sowieso nur für Dich alleine herumtröten willst. Das kannst Du besser zu Sonnenaufgang auf der Grabener Höhe tun, da ist es richtig schön übrigens.

Mit diesem Quark ohne Sinn und Verstand, und ohne Bezug zur vorgelegten Frage und den anderen Äußerungen in diesem Thread? Nö nö, Männeken, da kannst Du ruhig ein bisselchen Luft ablassen. Außerdem gibt es in diesem Thread überhaupt keine „Argumente“ - offenbar hast Du niemals eine kontroverse Diskussion geführt; kein Wunder: Wenn Du gar nicht wahrnimmst, was jemand anders vorträgt, kann es natürlich keine Diskussion geben.

Ganz abgesehen davon, dass (vielleicht warst Du damals grade Kreide holen, es gab zu Deiner
Schulzeit ja noch Wandtafeln und Kreide) eine Diskussion womit beginnt? Kriegst Du’s raus?

Bingo! Mit einer These!

Deinen Wörtersee von eben hab ich mir nicht angetan - wenn Du nicht hören oder lesen kannst, was ich sage oder schreibe, geht mir Dein getippter Salat genauso am Allerwertesten vorbei.

Und Tschüs!

MM

C-Punkt, in der Tat habe ich Aussagen wie sinngemäß „Ja, ich habe oft gewechselt, aber jetzt suche ich etwas für immer“. mindestens 20x gehört.
Wie soll ich das denn „belegen“?
Möchtest Du Videomitschnitte der Gespräche sehen?

„Oh Meister, ich war unstet, aber nun suche ich etwas für die Ewigkeit“ ist eine ähnlich realitätsnahe Formulierung.

Was kenn ich denn dafür, was mir mehrere Bewerber über die Jahre gesagt haben?
Oder glaubst Du mir das nicht?
Dann ist das eben so. Einen „Link“ dazu habe ich nicht.