Hi!
Du hältst es also für o.k., wohlwissend, dass man nur ein paar
wochen etwas Zeit absitzt, ein Arbeitsverhältnis anzutreten,
den Arbeitgeber in sich und den Arbeitsplatz investieren zu
lassen, nur um sich dann wieder abzuseilen?
Kann das sein, daß Du keine Ahnung von der Dauer einer
Schwangerschaft hast?
Nein, das kann nicht sein.
Deine Einstellung ist nicht fundiert,
sondern lediglich polemisch.
…dann habe ich ja Glück gehabt, dass Du mir gnädigerweise ein wenig auf die Sprübge hilfst…
Die Behauptung, daß ein AG
ausschließlich in eine AN investiert und nichts zurück
bekommt, dürfte einer sachlichen Betrachtung kaum Stand
halten.
Richtig.
Wer behauptet so etwas auch?
Daß eine schwangere AN einem Betrieb nur ein paar
Wochen zur Verfügung steht, ebensowenig.
Wenn sie im 4. Monat startet und ab Mitte 8. Monat kaum noch zur Verfügung steht, sprechen wir hier von ca. 4 Monaten aktiv in der Firma, was m.E. „ein paar Wochen“ sind.
Hast Du Ahnung vom Verlauf einer Schwangerschaft…?
Daß eine Schwangere
einen Betrieb Unsummen von Geld „kostet“ (hast Du nicht
geschrieben, aber ich unterstelle Dir den Gedanken mal, kannst
es ja bestreiten) ist oft absoluter Quark und in vielen Fällen
auch nicht rechnerisch nachzuweisen (Stichwort „U2“).
Sie kostet das Geld für die Einarbeitung, für den Arbeitsplat, für das Gehalt, welchem ja gerade während der Einarbeitungszeit nicht allzu viel Leistung für den betrieb gegenübersteht.
Und im
Übrigen versucht mein Gehirn schon die ganze Zeit den
Unterscheid herauszufiltern, den Du betriebswirtschaftlich
siehst, zwischen einer AN, die die Schwangerschaft darlegt und
einer, die die Schwangerschaft nicht weiß oder bewußt
verschweigt.
Diesen gibt es nicht.
Hatte ich auch nie behauptet.
Du interpretierst sehr viel in die falsche Richtung, wie mir auffällt.
Ist die eine „billiger“ als die andere? Erzähl
doch nicht, daß deine Motivation wäre „Oha, Frau Meier, danke,
daß Sie mir vom großen finanziellen Schaden, den ich meiner
Meinung nach erleide, vorher darlegen. Natürlich bekommen Sie
den Job.“
Es geht mir hier in der Tat um den Stil.
Wenn Frau Meier nun nach ein paar Wochen im betrieb merkt, dass sie schwanger ist, und das sofort offen kommuniziert und auch postuliert, sie würde nach der Schwangerschaft gerne weitermachen, ist alles o.k.
Will sie sich hingegen nur für ein paar Monate noch etwas Geld verdienen, ist das eine krumme Tour.
Das ist eine Scheißeinstellung, sorry.
Ein Hauptproblem bei Dir liegt m.E. schon in der Voraussetzung
einer falschen Frage. Du schreibst:
„Warum ist dann die Frage nach der Schwangerschaft nicht
legitim bzw. muss mit einer Lüge beantwortet werden?“
Denn
=> „Warum“ eine Frage nicht legitim ist, mußt Du den
Gesetzgeber und nicht die Schwangere fragen.
Diese Frage muss zunächst allen an der Diskussion beteiligten gestellt werden.
Schließlich ist es wichtig, welche Meinung man zu diesem Gesetz hat.
und
=> Die Frage „muß“ auch nicht mit einer Lüge beantwortet
werden, sondern sie „darf“ mit einer Lüge beantwortet werden.
Richtig.
Und zu guter Letzt:
=> Die Frage, warum der AG eine offensichtlich verbotene
Frage überhaupt stellt, kommt Dir nicht in den Sinn.
Um sein Unternehmen zu schützen natürlich. Was dachtest Du denn?
Ich weiss nicht, ob Du darüber informiert bist, dass nicht alle Deutschen bei Siemens, BMW oder Daimler-Chrysler arbeiten.
Der Großteil der deutschen Arbeitsplätze liegt im bereich der KMUs. Und ein Kleinunternehmen, welches dreimal hintereinander an so eine Leistungserschleicherin gerät, kann Probleme bekommen, denn zu allem Überfluss müssen die Stellen ja auch noch freigehalten werden.
Das ist Knackpunkt Nummer eins. Du stellst Dich hin und
schreist erbost „Man muß der AN doch auch vertrauen können!“
Schrieb ich das?
In der Tat hast Du hier korrekt interpretiert, eine Vertrauensbasis ist unabdingbar.
Was willst Du uns über „Vertrauen“ bitte erzählen, wenn Deine
Grundlage für Vertrauen ist, daß die AN Dir nicht vertrauen
darf, daß Du dich im rechtlich zulässigen Rahmen bewegst?
Du bist doch die erste Person, die ein „Gesetz“ bricht.
Du bist doch in dem Augenblick, in dem Du die Frage
stellst, die erste Person, die das Vertrauen zerstört.
Du bist doch der erste, der die Grenzen überschreitet,
der die Linien verwischt, welche vorher klar und deutlich vor
Dir lagen. Du bist derjenige, der verursacht, daß man
Dir nicht vertrauen kann. Und nur, weil es aus dem Wald
herauschallt, wie Du hineingerufen hast, bist Du
beleidigt?
Nette Interpretation der Situation.
Ich hingegen meine, dass der Unternehmer im Interesse seiner Kapitalgeber und Mitarb eiter das Unternehmen zu schützen hat und somit diese Frage stellen muss.
Die Frage ist ja, wie Du selbst sagtest, nicht verboten. Man darf halt bei der Antwort lügen. Da aber viele Leute schlechte Lügner sind, bekommt man dann schon heraus, wie es wirklich aussieht.
Und fern ab aller rechtlicher Feinheiten und aller Paragraphen
und Hätte, Wenn und Abers. Das „Warum“ ist m.E. ganz einfach:
Es geht den AG nichts an! Wir sprechen hier über eine
absolut intime Frage, der kein berechtigtes Interesse an der
Erlangung der Antwort gegenübersteht.
Ich denke durchaus, dass eine derart teure angelegenheit, ein derartiges Risiko, vom AG abgeprüft werden können müssen.
Genausowenig, wie Dich
die sexuellen Vorlieben etwas angehen, oder ob man lieber CDU
oder SPD wählt, oder ob die AN sich gerne die Vagina rasiert
oder was auch immer.
Wenn Du hier schon ins Politische gehst: ich halte es auch für äußerst wichtig zu wissen, ob der AN in einer Gewerkschaft ist. Auch hier ist ja das Lügen in der Antwort zulässig, aber durch geschicktes Fragen kommt man immer dahinter.
Was glaubst Du, wer Du bist, wenn Du die
finanzielle Abhängigkeit einer Arbeitssuchenden Dir zunutze
machst, um Ihr intime Informationen zu entlocken, die Dich
überhaupt nichts angehen?
Diese Tour läuft nicht. Ich bin den Stakeholdern der Firma verpflichtet und muss daher sicherstellen, dass ich nicht 5 Mutterschaftsurlaubende am Hals habe, die für die Firma nichts leisten. Böse Welt…
AG, die meinen, eine Frage in dieser
Richtung zurecht zu stellen, haben vermutlich aufgrund
der Arbeitslosenzahlen den Angestellten mit einem Leibeigenen
verwechselt.
Mag sein, dass es solche Menschen gibt. Ich selbst sehe das nicht so.
Frag doch beim nächsten mal gleich, ob Sie
Analverkehr betreibt. Dies dürfte sicherlich die Gefahr einer
hygienebedingten bakteriellen Infektion und somit
krankheitsbedingter Ausfälle erhöhen, von AIDS und Hepatitis B
ganz zu schweigen und nach Deiner Ansicht, hast Du als AG da
ja ein berechtigtes Interesse dran.
Du kennst Dich offenbar mit derartigen Praktiken nicht sonderlich gut aus…
Wir wollen doch nicht, dass
Du als AG da Verluste erleidest. Und wenn Dir jemand diese
Frage nicht korrekt beantwortet, dann suchst Du einfach einen
Grund, ihn oder sie loszuwerden.
Naja, vielleicht würde ich die Dame dann eher nötigen, mir unter meinem Eichenholzschreibtisch einen zu blasen, wie es diese Arschlöcher in den oberen Etagen ja jeden Tag mit irgendeiner abhängigen armen Maus betreiben…
Denke noch einmal gut darüber nach…
Ich finde, Du darfst ab heute hier nur noch posten, wenn Du
allen hier Deine zehn liebsten Sexpraktiken detailliert
darlegst.
Wenn auch das Team dieser Ansicht sein sollte, werde ich das evtl. gegen entsprechende Bezahlung tun.
Jeder hat seinen Preis… 
Fotos sind erwünscht.
Die musst Du Dir dann selber machen, ich habe kein Stativ.
Wie? Das geht hier keinen was
an? Na und? Kann man sich doch einfach drüber wegsetzen?
Natürlich kann man es versuchen.
Machst Du es nicht, kann ich Dir leider nicht mehr
vertrauen…
Das wäre schade, aber verständlich, solltest Du mich als Sexualpartner werben wollen.
Schließlich will man ja nicht die Katze im Sack kaufen, daher hätte ich damit kein Problem. Ich habe mich jedoch nicht bei Dir als Sexualpartner beworben, daher darfst Du auch nicht nach Photos fragen (Du kleines Ferkelchen, Du!).
Du siehst, wo der Vergleich hinkt?
Grüße,
Mathias