Ist das eine unerlaubte Frage?

Hi.

Bei Bewerbungsgesprächen gibt es eine Reihe von unerlaubten Fragen (des Unternehmers), auf die der Arbeitssuchende auch unwahr antworten darf. Z.B. ob man schwanger ist.
Ist die Frage „Haben sie Kinder?“ auch eine solche unerlaubte Frage?

☼ Markuss ☼

Hi!

Bei Bewerbungsgesprächen gibt es eine Reihe von unerlaubten
Fragen (des Unternehmers), auf die der Arbeitssuchende auch
unwahr antworten darf. Z.B. ob man schwanger ist.

Ich denke, diese Bewertung sollte sich erübrigen, denn es ist ohnehin eine inakzeptable Sauerei, als frisch Geschwängerte ein Arbeitsverhältnis anzutreten, welchem man dann ein paar Wochen später schon nicht mehr zur Verfügung steht. Man sollte es vermeiden, anderen Leuten die Zeit zu stehlen.

Ist die Frage „Haben sie Kinder?“ auch eine solche unerlaubte
Frage?

M.W. nicht.

Ich persönlich z.B. gebe Leuten mit Kindern den Vorzug bei einem Bewerbungsgespräch.
Dies aus zwei Gründen:
a) wer beispielsweise 2 Kinder hat, wird nur noch mit einer sehr geringen Wahrscheinlichkeit erneut schwanger.
b) asoziale Egoisten hat dieses Land sowieso schon genug, ohne Kinder gibt es keine Zukunft, also muss man Familien unterstützen.

Grüße,

Mathias

hi markusssss,

wo ist das problem?
du kannst doch immer sagen „meines wissens nicht.“

mir allerdings bleibt diese möglichkeit verwehrt.

gruß
ann

unerlaubte Frage? (w!!)
Hi Annnnnn!

wo ist das problem?
du kannst doch immer sagen „meines wissens nicht.“

Scherzkeksin !

Es geht nicht um mich, sondern um eine Bekannte. Sie meint, dass sie diese Frage nicht richtig beantworten muss.

Liebe Grüße
☼ Markuss ☼

Hallo Markus,

ich bilde mir auch ein, mal gehört zu haben, dass man auf eine solche Frage wissentlich eine falsche Antwort geben darf, weil solche Fragen auf einen Diskriminierungswillen hindeuten. Dumm ist es natürlich, wenn man dann doch schwanger ist und den Job bekommt - sieht extrem gut aus, gelogen zu haben…

Gruß
Lisa

Wen interessiert das?
Hi!

Ich denke, diese Bewertung sollte sich erübrigen, denn es ist
ohnehin eine inakzeptable Sauerei, als frisch Geschwängerte
ein Arbeitsverhältnis anzutreten, welchem man dann ein paar
Wochen später schon nicht mehr zur Verfügung steht. Man sollte
es vermeiden, anderen Leuten die Zeit zu stehlen.

Wen interessiert, was Du denkst?
Es gibt Spielregeln! Wenn der Arbeitgeber diese nicht akzeptieren will und sich darüber aufregt, ist es ganz allein sein Problem!
Rechtlich ist das einwandfrei geregelt und gefragt wurde hier danach nicht!

Ist die Frage „Haben sie Kinder?“ auch eine solche unerlaubte
Frage?

M.W. nicht.

Schade, dass ich Dich enttäuschen muss!
http://www.arbeitsrecht-ratgeber.de/arbeitsrecht/arb…

b) asoziale Egoisten hat dieses Land sowieso schon genug, ohne
Kinder gibt es keine Zukunft, also muss man Familien
unterstützen.

Ob Kinderlose immer asoziale Egoisten sind, zweifel ich mal stark an! Ansonsten finde ich diese Einstellung aber mehr als ok :wink:

LG
Guido

Hi!

Grundsätzlich darf der Arbeitgeber jede Frage stellen! Ob man sie dann wahrheitsgemäß beantworten muss, ist allerdings ein ganz anderes Thema!

Schau mal hier
http://www.arbeitsrecht-ratgeber.de/arbeitsrecht/arb…
http://www.management-training-und-coaching.de/NL/Be…

Allerdings: In der Regel merkt der Arbeitgeber sehr schnell, ob man diese Frage wahrheitsgemäß beantwortet hat (oft auf der Steuerkarte, z.B.), und z.B. im BAT ist diese Frage auch wichtig für die Berechnung des Entgelts!

Außerdem muss der Fragende gar nicht mal das „Nein“ hören wollen! Es soll Personaler geben, die Leute mit Kindern pauschal als verantwortungsbewusster einstufen…

LG
Guido

Schade, dass ich Dich enttäuschen muss!
http://www.arbeitsrecht-ratgeber.de/arbeitsrecht/arb…

Hab ich was übersehen? In diesem Link steht nicht drin, dass die Frage nach Kindern unzulässsig ist, oder?

☼ Markuss ☼

Kurioser Widerspruch
Hi.

Grundsätzlich darf der Arbeitgeber jede Frage stellen!
Ob man sie dann wahrheitsgemäß beantworten muss, ist
allerdings ein ganz anderes Thema!

Das ist klar. Darum geht es auch nicht.

Schau mal hier:http://www.management-training-und-coaching.de/NL/Be…

Ist das nicht ein kurioser Widerspruch, der in diesem Link steht?

Zitat:
"Fragen nach Ehegatten, Kindern, Geschwistern oder Eltern Sie sind ebenfalls unzulässig.
Ausnahme: die Geburtsdaten der Ehegatten und der Kinder. "

Also dann so oder wie:
AG: „Haben sie Kinder?“ (unzulässig!)
AN: „Nein.“ (unwahr)
AG: „Wann sind ihre Kinder geboren?“ (zulässig!)
AN: „13.8.1996 und 11.2.2001. Ääähh…“

*ROFL*

☼ Markuss ☼

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Hi!

Hab ich was übersehen? In diesem Link steht nicht drin, dass
die Frage nach Kindern unzulässsig ist, oder?

Oops - habe ich da etwas in falscher Erinnerung?

OK, da es sich um einen Grenzfall handeln kann, zitiere ich mal einen Satz aus einem Aufsatz, den ich hier in Papierform vor mir liegen habe (im Internet leider nicht zu finden):
Zusätzlich dürfen die persönliche Verhältnisse soweit erfragt werden, wie sie fürs Arbeitsverhältnis von Bedeutung sind.

Es kann also durchaus sein, dass die Frage whrheitsgemäß beantwortet werden muss (habe ich aber auch schon angemerkt)…

LG
Guido

Hallo

Ich denke, diese Bewertung sollte sich erübrigen, denn es ist
ohnehin eine inakzeptable Sauerei, als frisch Geschwängerte
ein Arbeitsverhältnis anzutreten, welchem man dann ein paar
Wochen später schon nicht mehr zur Verfügung steht. Man sollte
es vermeiden, anderen Leuten die Zeit zu stehlen.

Wie kommst du darauf? Dann kann man immernoch acht Monate arbeiten, nach drei Monaten wiederkommen und zwischendurch von zu Hause aus nach dem Rechten sehen, um ein bisschen Kontakt zu halten.

Ich hab ein paar Kolleginnen, die das so gemacht haben bzw. gerade dabei sind, das zu tun. Aber gut, ich arbeite auch im Ausland. Da ist manches anders.

Viele Grüße

Hallo

Ich denke, diese Bewertung sollte sich erübrigen, denn es ist
ohnehin eine inakzeptable Sauerei, als frisch Geschwängerte
ein Arbeitsverhältnis anzutreten, welchem man dann ein paar
Wochen später schon nicht mehr zur Verfügung steht. Man sollte
es vermeiden, anderen Leuten die Zeit zu stehlen.

Wie kommst du darauf? Dann kann man immernoch acht Monate
arbeiten, nach drei Monaten wiederkommen und zwischendurch von
zu Hause aus nach dem Rechten sehen, um ein bisschen Kontakt
zu halten.

Super! Und von den acht Monaten bist du ggf. X Monate auf Schulung um die Produkte etc. kennenzulernen, musst eingearbeitet und ein Arbeitsplatz eingerichtet werden etc. nur dass Madam danach aufsteht und sagt „Danke für die Kohle in der Mutterschaft“.

Auch wenn’s für die Eine oder Eine hart klingt, stimme ich meinen Vorredner zu!

Gruß
Falke

Tolle Argumentation!
Hi!

Super! Und von den acht Monaten bist du ggf. X Monate auf
Schulung um die Produkte etc. kennenzulernen, musst
eingearbeitet und ein Arbeitsplatz eingerichtet werden etc.

Das musst Du mit JEDEM anderen Arbeitnehmer, der dann evtl. einen
Unfall hat und länger ausfällt als eine werdende Mutter auch!

Meine Güte: Wenn Euch das Risiko zu groß ist, dass dürft ihr keine Menschen mehr einstellen, sondern müsst vollautomatisieren!

LG
Guido

Hi!

Ich denke, diese Bewertung sollte sich erübrigen, denn es ist
ohnehin eine inakzeptable Sauerei, als frisch Geschwängerte
ein Arbeitsverhältnis anzutreten, welchem man dann ein paar
Wochen später schon nicht mehr zur Verfügung steht. Man sollte
es vermeiden, anderen Leuten die Zeit zu stehlen.

Wie kommst du darauf? Dann kann man immernoch acht Monate
arbeiten, nach drei Monaten wiederkommen und zwischendurch von
zu Hause aus nach dem Rechten sehen, um ein bisschen Kontakt
zu halten.

Ich hab ein paar Kolleginnen, die das so gemacht haben bzw.
gerade dabei sind, das zu tun. Aber gut, ich arbeite auch im
Ausland. Da ist manches anders.

Warum ist dann die Frage nach der Schwangerschaft nicht legitim bzw. muss mit einer Lüge beantwortet werden?
Ich hätte kein Problem mit einer Bewerberin, die ihre Karten offen auf den Tisch legt. Kinder sind wichtig und ein paar Monate Ausfall kein Thema.
Mit einer Bewerberin, die mich beschissen hat, hätte ich jedoch ein massives Problem und würde sie dann eben über Umwege wieder entlassen.

Grüße,

Mathias

Hi!

Ich denke, diese Bewertung sollte sich erübrigen, denn es ist
ohnehin eine inakzeptable Sauerei, als frisch Geschwängerte
ein Arbeitsverhältnis anzutreten, welchem man dann ein paar
Wochen später schon nicht mehr zur Verfügung steht. Man sollte
es vermeiden, anderen Leuten die Zeit zu stehlen.

b) asoziale Egoisten hat dieses Land sowieso schon genug, ohne
Kinder gibt es keine Zukunft, also muss man Familien
unterstützen.

Diese beiden Absätze in das gleiche Posting zu packen, ist schon eine reife intellektuelle Leistung, mal abgesehen davon, dass besonders Absatz 2 auch noch oberfrech ist,

Die beiden Aussagen widersprechen sich keineswegs.
Es geht eben darum, mit offenen Karten zu spielen.
Jemand, der schon bei der Bewerbung unehrlich ist, möchte ich nicht in meiner Firma haben.
Jemand der ehrlich angibt, schwanger zu sein und nach der Entbindung weitermachen zu wollen, hat bei mir immer eine Chance.

Grüße,

Mathias

1 „Gefällt mir“

Hi!

Ich denke, diese Bewertung sollte sich erübrigen, denn es ist
ohnehin eine inakzeptable Sauerei, als frisch Geschwängerte
ein Arbeitsverhältnis anzutreten, welchem man dann ein paar
Wochen später schon nicht mehr zur Verfügung steht. Man sollte
es vermeiden, anderen Leuten die Zeit zu stehlen.

Wen interessiert, was Du denkst?

Dich, sonst hättest Du nicht geantwortet.

Es gibt Spielregeln!

Ganz recht.

Wenn der Arbeitgeber diese nicht
akzeptieren will und sich darüber aufregt, ist es ganz allein
sein Problem!
Rechtlich ist das einwandfrei geregelt und gefragt wurde hier
danach nicht!

Rechtlich ist auch geregelt, Leute wieder entlassen zu können. Das ist deutlich einfacher, als viele immer meinen. Wem hat die Lügerei dann im Endeffekt geholfen?

Ist die Frage „Haben sie Kinder?“ auch eine solche unerlaubte
Frage?

M.W. nicht.

Schade, dass ich Dich enttäuschen muss!
http://www.arbeitsrecht-ratgeber.de/arbeitsrecht/arb…

Ich schrieb ja „m.W.“ Ferner enttäuscht mich das keineswegs.
Es wundert mich ein wenig, dass die Frauenbewegung dies nicht schon längst massiv kritisiert hat, denn schliesslich führen solche Regelungen v.a. dazu, dass kaum einer mehr eine junge Frau für eine verantwortliche Position einstellt.

b) asoziale Egoisten hat dieses Land sowieso schon genug, ohne
Kinder gibt es keine Zukunft, also muss man Familien
unterstützen.

Ob Kinderlose immer asoziale Egoisten sind, zweifel ich mal
stark an!

Ich auch.
Oft jedoch sind sie es.

Ansonsten finde ich diese Einstellung aber mehr als
ok :wink:

Na dann…

Grüße,

Mathias

Hi!

Obwohl dies eine rein akademische Diskussion ist…:

Hab ich was übersehen? In diesem Link steht nicht drin, dass
die Frage nach Kindern unzulässsig ist, oder?

Zusätzlich dürfen die persönliche Verhältnisse soweit
erfragt werden, wie sie fürs Arbeitsverhältnis von Bedeutung
sind.

Für das Arbeitsverhältnis von Bedeutung sind Kinder in den allermeisten Fällen, denn wenn sie krank sind, muss man mal mit ihnen zum Arzt oder zu Hause bleiben.

Ferner sehe ich bei solchen Fragen auch gar kein Problem, nicht jeder Arbeitgeber sucht die human machine. Wichtig ist vielmehr ein offenes, freundliches Verhältnis.
Platz für Kinder gibt´s meistens, nur verarschen lassen möchten sich die meisten Personaler halt nicht unbedingt.

Grüße,

Mathias

Hallo

Warum ist dann die Frage nach der Schwangerschaft nicht
legitim bzw. muss mit einer Lüge beantwortet werden?

Weil es Leute gibt, die meinen:„denn es ist ohnehin eine inakzeptable Sauerei, als frisch Geschwängerte ein Arbeitsverhältnis anzutreten, welchem man dann ein paar Wochen später schon nicht mehr zur Verfügung steht. Man sollte es vermeiden, anderen Leuten die Zeit zu stehlen.“

Ich hätte kein Problem mit einer Bewerberin, die ihre Karten
offen auf den Tisch legt. Kinder sind wichtig und ein paar
Monate Ausfall kein Thema.

Irgendwie finde ich, daß Du dich da widersprichst…

Gruß,
LeoLo

Hi!

Mit einer Bewerberin, die mich beschissen hat, hätte ich
jedoch ein massives Problem und würde sie dann eben über
Umwege wieder entlassen.

Was ja gerade bei Schwangeren überhaupt kein Problem ist…

LG
Guido