Ist das entwickeln der Negative notwendig?

Grüß Euch,

vor kurzem habe ich wieder ne alte Spiegel-Reflex rausgekramt und hatte eigentlich vor diese wieder zu nutzen.
Bisher arbeitete ich fast ausschließlich mit Digitalkameras, bei denen sich die Entwicklung der Bild denkbar einfach gestaltete.

Nun möchte ich allerdings manche Bilder welche ich vorhabe zu machen nur ungerne an Labors schicken, bzw. bei Schlecker und co. abgeben.

Von einem Freund hatte ich mir sagen lassen, dass es nicht sehr kompliziert sei dies mit „ein paar Chemikalien“ selbst zu machen.
Meines Wissens kann man aber nur bereits entwickelte Filme (bzw. die Negative) dann mit diesen Chemikalien auf Papier bannnen.
Das bedeutet zumindest derjenige im Labor sieht meine Negative (auch wenns ne Maschine ist) richtig?

Wie machen es die ganzen Aktfotografen etc, in deren Interesse liegt es ja auch, dass der Personenkreis klein gehalten wird, bzw. nur diejenigen die Bilder sehen, die es auch sollen.

Ne Hilfestellung wäre super.

Gruß,
Eugen

Hallo Eugen

Meines Wissens kann man aber nur bereits entwickelte Filme
(bzw. die Negative) dann mit diesen Chemikalien auf Papier
bannnen.

Nein, man kann auch die Negative selber entwickeln. Wie kompliziert das heute bei Farbfilmen ist, weiss ich nicht. Ich hatte aber mal vor Urzeiten in der Schule ein Wahlfach ‚Fotografie‘ belegt, wo wir Schwarz-Weiss-Filme selber belichtet, entwickelt und dann vergrössert haben.

Etwas, was mir im Gedächtnis geblieben ist: Man muss den belichteten Film bei völliger Dunkelheit aus der Dose auf ein Dingens bringen, wo er schneckenförmig aufgespult wird. Das steckt man dann in eine Dose, in der die passenden Chemikalien zur Entwicklung sind. Erst wenn der Film fertig entwickelt und somit ein Negativ geworden ist, kann man bei rotem Licht anfangen, die Bilder auf Fotopapier zu belichten.

Erkundige Dich doch mal bei einem Fotofachhändler, was für Material man da benötigt, was das kostet etc.

CU
Peter

Hi
Aktfotografenn geben ihre arbeiten vertrauensvoll ins Fachlabor. Pornografen ists vielleicht peinlich, dann sind sie aber keine profi-Pornografen, denn wenn denen was peinlich wär wären sie schnell aus dem Geschäft.

Farb-Negativ-Film (C41) entwickeln erfordert einen erheblichen aufwand, und du hast noch immer kein Endprodukt. Mehrere Bäder die konstant auf unterschiedlichen temperaturen gehalten werden müssen, Equipment für einige 1000 TEU.

Diafilm (E6) ist etwas easier, aber erfordet saubere Chemie, konstante Temperaturen und für konstante ergebnisse ebenfalls ein ähnliches Equipment, nur dass nur eine temperatur gehalten werden muss.

Ein paar=2 Chemikalien reichen in keinem der Fälle.

Die Tatsache, dass von einem unentwickelten Film keine Bilder auf papier zu bringen sind hast du schon sehr schön erfasst.

Wenn du Abzüge vom Negativ selbst produzieren willst, kannst du schon mal den nächsten Kredit planen. Durchlaufentwicklungspaschine oder vielleicht einen digitalprinter?

Wenn du nicht willst dass jemand deine Bilder sieht, warum produzierst du sie?

HH

Grüß Euch,

vor kurzem habe ich wieder ne alte Spiegel-Reflex rausgekramt
und hatte eigentlich vor diese wieder zu nutzen.
Bisher arbeitete ich fast ausschließlich mit Digitalkameras,
bei denen sich die Entwicklung der Bild denkbar einfach
gestaltete.

Nun möchte ich allerdings manche Bilder welche ich vorhabe zu
machen nur ungerne an Labors schicken, bzw. bei Schlecker und
co. abgeben.

Von einem Freund hatte ich mir sagen lassen, dass es nicht
sehr kompliziert sei dies mit „ein paar Chemikalien“ selbst zu
machen.
Meines Wissens kann man aber nur bereits entwickelte Filme
(bzw. die Negative) dann mit diesen Chemikalien auf Papier
bannnen.
Das bedeutet zumindest derjenige im Labor sieht meine Negative
(auch wenns ne Maschine ist) richtig?

Wie machen es die ganzen Aktfotografen etc, in deren Interesse
liegt es ja auch, dass der Personenkreis klein gehalten wird,
bzw. nur diejenigen die Bilder sehen, die es auch sollen.

Ne Hilfestellung wäre super.

Gruß,
Eugen

Nun möchte ich allerdings manche Bilder welche ich vorhabe zu
machen nur ungerne an Labors schicken, bzw. bei Schlecker und
co. abgeben.

Von einem Freund hatte ich mir sagen lassen, dass es nicht
sehr kompliziert sei dies mit „ein paar Chemikalien“ selbst zu
machen.
Meines Wissens kann man aber nur bereits entwickelte Filme
(bzw. die Negative) dann mit diesen Chemikalien auf Papier
bannnen.
Das bedeutet zumindest derjenige im Labor sieht meine Negative
(auch wenns ne Maschine ist) richtig?

Wie machen es die ganzen Aktfotografen etc, in deren Interesse
liegt es ja auch, dass der Personenkreis klein gehalten wird,
bzw. nur diejenigen die Bilder sehen, die es auch sollen.

Hiho, hiho :smile:)

Holla, da hast Du aber 'ne Menge vorgenommen.
In aller Schnelle und Kürze würde ich Dir, als augenscheinlichem Neuling auf dem Gebiet, DRINGENST davon abraten, es mit Coloprozessen wie C41 (für Color-Negative) oder E6 (für Color-Dias) zu versuchen.
Schlag es Dir (zunächst mal) ganz schnell aus dem Kopf.

a) Das ist in Anschaffung und Material nicht gerade billig.
b) Es erfordert schon einige Labor-Erfahrung, bis man sich an die Color-Prozesse herantrauen sollte, DENN sowohl C41 und insbesondere E6 sind schwer zu kontrollieren (bis zu 6Bäder mit verschiedenen Bad-Temperaturen, die zwingend einzuhalten sind (!!); Bäder mit unterschiedlichen PH-Werten, um nur die wichtigsten Gründe dagegen zu nennen).
Da bist Du in einem Großlabor (für’s kleine Geld mein Tipp : IDEA-Drogerien) viel besser aufgehoben, weil dort die Bäder auch ständig frisch sind (hoher Durchsatz=hohe Regeneration=frische Chemie).

Und ich kann Dir sagen (als Fotografin und Fotolaborantin), dass es den Jungs und Mädels am Printer oder am Vergrößerer völlig schnuppe ist, was auf den Bildern zu sehen ist.
Die sind professionell, kennen Dich ja gar nicht und haben zudem genug anderes zu tun. Die kannst Du nicht mehr überraschen mit nackter Haut.
Ich gebe Dir den Tipp, mit SW-Filmentwicklung - und Vergrößerung anzufangen.
Kannst ja mal im Netz googlen oder gleich auf diese Seite gehen
(steht auch in einem Posting von vor ein paar Tagen):

http://www.schwarzweiss-magazin.de/

Da kannst Du schon genug falsch machen, aber es ist nicht so teuer.
Du solltest Dir zu Beginn Deines Weges „zurück ins Labor“ nicht schon gleich den Frust ins Haus holen.

Trotzdem freut es mich, dass es Leute gibt, die trotz all’ der Technik das „gute alte Handwerk“ pflegen möchten.
Du kannst nur gewinnen dabei und 'ne Menge lernen, auch im Hinblick auf die Digital-Fotografie.

Ich hoffe allerdings inständig, dass Du nicht irgendetwas zu verbergen hast?!?

Ahoi
Claudia

Ist das entwickeln der Negative notwendig? Ja!
hallo,
wie Claudia und Helge schon sagten: lass die finger vom Farbnegativentwickeln. Die ersten Filme lieferst Du mir Sicherheit. Es rentiert sich nicht.
doch gibt es in einigen Städten kleine Geschäfte, die Entwicklungsmaschinen haben, in die Du Deinen Film reingibst und nach einer vorgegebnen Zeit der fertige Film wieder rauskommt.
Die Bilder dazu kannst Du Dir mit einem Filmscanner, den Du recht günstig bei Ebay ersteigern kannst, digitalisieren. und alles weitere ist ja für Dich ein Kinderspiel: Auschnitt, Farbverfremdung, Tricks…
Sehen tut das ausser Dir una Deiner Freundin niemand.
Die Zeiten sind aber trotzdem vorbei, als sich laborantinnen über Pornobilder hermachten. So abartig kannst Du gar nicht denken, was da manchmal zur Entwicklung gegeben wird. Nur eine Art von Fotos wird ein Nachspiel haben: Fotos von strafbaren Handlungen (z.B. Kinderporno). Ansonsten, ab Du als Schwuler Deinem Freund die Gießkanne verbiegst oder als Hetero akrobatisch Deine Süße beglückst: alles kein Problem.
Wenn Du Dir ein Labor aussuchst, zu dem Du die unentwickelten Filme hinsendest und die sie wieder postalisch an Dich senden, sehen Die nicht Deine rot anlaufende Birne.
Grüße
Raimund

Hi EA, hi Helge,

Wenn du Abzüge vom Negativ selbst produzieren willst, kannst
du schon mal den nächsten Kredit planen.
Durchlaufentwicklungspaschine oder vielleicht einen
digitalprinter?

Naja, es geht ja auch mit etwas weniger professionellem Gerät.
Farbmischkopf auf dem Vergrösserungsapparat, dazu RA-4-Chemie - das ist relativ temperaturunkritisch und unterscheidet sich nicht soo riesig von klassischer SW-Vergrösserung. Von den allgegenwärtigen Farbmischproblemen natürlich abgesehen…

Und noch ein Wort zum komerziellen Labor: gut, es muss ja nicht gerade der Diskounter sein - bei dem die entwickelten Fotos mehr oder weniger für jeden zugänglich rumliegen.
Aber Foto-Fachgeschäfte greifen i.d.R. auf passable Labors zurück, die auch einen recht hohen Durchsatz haben. D.h. dass dort jemand auf die Idee kommt, sich die Abzüge reihenweise reinzuziehen, ist unwahrscheinlich…

so long,
Simon

Hi

Naja, es geht ja auch mit etwas weniger professionellem Gerät.
Farbmischkopf auf dem Vergrösserungsapparat, dazu RA-4-Chemie

  • das ist relativ temperaturunkritisch und unterscheidet sich
    nicht soo riesig von klassischer SW-Vergrösserung. Von den
    allgegenwärtigen Farbmischproblemen natürlich abgesehen…

Da er von „Aktfotografie“ spricht, geh ich davon aus das er nicht 7x10 Prints machen will, und in der Wanne 50x70 ist auf die dauer doch lästig. (Durchlauf)-Trockner etc kosten auch Geld.

Und noch ein Wort zum komerziellen Labor: gut, es muss ja
nicht gerade der Diskounter sein - bei dem die entwickelten
Fotos mehr oder weniger für jeden zugänglich rumliegen.
Aber Foto-Fachgeschäfte greifen i.d.R. auf passable Labors
zurück, die auch einen recht hohen Durchsatz haben. D.h. dass
dort jemand auf die Idee kommt, sich die Abzüge reihenweise
reinzuziehen, ist unwahrscheinlich…

Ich versteh sein Problem auch nicht so recht - sollten es AKTFotos sein. Wenn er allerdings Pornos produziert die uU sogar mit Gesetzen kollidieren, würd ich natürlich NICHT ins Labor gehen, da diese Meldepflichtig sind.

HH

so long,
Simon

Meldepflicht
Helge schreibt:
>> Wenn er allerdings Pornos produziert die uU sogar mit Gesetzen kollidieren, würd ich natürlich NICHT ins Labor gehen, da diese Meldepflichtig sind 30 und

sondern GAR NICHT ERST
MACHEN, bitte !!!

man kaufe sich eine digiknipse bei aldi und lädt den kram ins internet, am besten auf einen server auf den christmas-inseln. wenn einer so ein ding drehen will, dann tut er das auch.

datafox

Vielen Dank für Eure viele Antworten! :smile:

Ich muß Euch erstmal beruhigen, ich plane nichts verwerfliches o.ä. und wenn es so wäre, würde ich sicherlich eine meiner Digitalkameras nutzen, wie es datafox recht schön bemerkte.

Da ich wie Ihr sicherlich bemerkt habt wirklich ein Anfänger im Sektor Filmentwicklung bin, werde ich das ganze jetzt aus Kostengründen doch noch etwas vor mich her schieben und mein Hauptaugenmerk wieder auf die Fotografie an sich lenken.

Gruß,
Eugen

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

sondern GAR NICHT ERST
MACHEN, bitte !!!

man kaufe sich eine digiknipse bei aldi und lädt den kram ins
internet, am besten auf einen server auf den christmas-inseln.
wenn einer so ein ding drehen will, dann tut er das auch.

datafox

Hi datafox.

Jau, das ist natürlich klar. Deswegen fände ich es aber trotzdem nicht besser!!!

Gruß
Claudia