Ist das erlaubt - naive Frage

Hallo und guten Morgen.

Angenommen ich (Ésel nennt sich immer zuerst) möchte selber zunächst keine eigene Unternehmung gründen. Derzeit selbst von Arbeitslosigkeit bedroht. Komme aus dem Bereich Filmproduktion/Postproduktion mit leitender Tätigkeit innerhalb der Geschäftsführung und Produktion.

Vorbereitung zur Selbständigkeit sind erfolgt, bereits jetzt sind Aufträge als Freelancer in Aussicht mit Buchung bis Mitte 2006, 2 Aufträge bereits abgewickelt, kann aber noch keine Rechnung stellen (noch kein Gewerbe angemeldet).

Nun möchte man ja ungern Fördermittel ungenutzt lassen, dazu zähle ich auch Überbrückungsgeld (nicht den 3-Jahres-Zuschuss). Gewerbe kann und will ich aber noch nicht anmelden, da zeitintensive Vorbereitung nötig, und wenn man Gewerbe vorab anmeldet, verliert man Fördermöglichkeit - nicht nur beim AA.

Geht vielleicht folgende Kombination:

Ehefrau meldet Gewerbe an (Angestellt bei Stadt, Vertrag lässt dies zu). Diese „Firma“ nimmt den Auftrag an, wird durch mich über 400.- EUR-Basis-Vertrag abgearbeitet. Firma von Ehefrau zahlt mir also Mini-Job, führt Pauschbetrag ab und kann Rechnung an Auftraggeber stellen.

400.- Job wird bei Arbeitslosigkeit auch dem Arbeitsamt gemeldet.

Wenn dann alles später bei mir unter Dach und Fach dann ist, Anmeldung der Firma auf meinen Namen.

Ist das ein Hirngespinst, kann es da Probleme geben?

Kurz gesagt: Kann noch kein Gewerbe anmelden, hab aber schon Aufträge und möchte die Rechnungen stellen können. Brauche also für die nächste Zeit ein Konstrukt, um das Problem zu lösen. Meine Kalkulation sagt, dass ich noch mind. 6 Monate brauche, bis ich selber starten kann.

Für Hilfe dankbar,

Gruss, Simbabwe

Hallo und guten Morgen.

moin,

Angenommen ich (Ésel nennt sich immer zuerst) möchte selber
zunächst keine eigene Unternehmung gründen. Derzeit selbst von
Arbeitslosigkeit bedroht. Komme aus dem Bereich
Filmproduktion/Postproduktion mit leitender Tätigkeit
innerhalb der Geschäftsführung und Produktion.

Vorbereitung zur Selbständigkeit sind erfolgt, bereits jetzt
sind Aufträge als Freelancer in Aussicht mit Buchung bis Mitte
2006, 2 Aufträge bereits abgewickelt, kann aber noch keine
Rechnung stellen (noch kein Gewerbe angemeldet).

  • nennt man schwarzarbeit oder auch steuerhinterziehung bzw. steuerverkürzung

Nun möchte man ja ungern Fördermittel ungenutzt lassen, dazu
zähle ich auch Überbrückungsgeld (nicht den
3-Jahres-Zuschuss). Gewerbe kann und will ich aber noch nicht
anmelden, da zeitintensive Vorbereitung nötig, und wenn man
Gewerbe vorab anmeldet, verliert man Fördermöglichkeit - nicht
nur beim AA.

  • das stimmt…

Geht vielleicht folgende Kombination:

Ehefrau meldet Gewerbe an (Angestellt bei Stadt, Vertrag lässt
dies zu). Diese „Firma“ nimmt den Auftrag an, wird durch mich
über 400.- EUR-Basis-Vertrag abgearbeitet. Firma von Ehefrau
zahlt mir also Mini-Job, führt Pauschbetrag ab und kann
Rechnung an Auftraggeber stellen.

  • von seiten gewerbeamt und steuern sollte es da keine probleme geben - dem finanzamt ist es egal, wer die steuern letztendlich zahlt…

400.- Job wird bei Arbeitslosigkeit auch dem Arbeitsamt
gemeldet.

Wenn dann alles später bei mir unter Dach und Fach dann ist,
Anmeldung der Firma auf meinen Namen.

  • wäre wohl hier dann in form einer gewerbeabmeldung und neuanmeldung zu realisieren - mit viel schreibkram verbunden…

Ist das ein Hirngespinst, kann es da Probleme geben?

  • höchstens aus richtung arbeitsamt, wenn die „riechen“ wer die arbeit eigentlich macht…

Kurz gesagt: Kann noch kein Gewerbe anmelden, hab aber schon
Aufträge und möchte die Rechnungen stellen können. Brauche
also für die nächste Zeit ein Konstrukt, um das Problem zu
lösen. Meine Kalkulation sagt, dass ich noch mind. 6 Monate
brauche, bis ich selber starten kann.

Für Hilfe dankbar,

Gruss, Simbabwe

gruß vom inder

Mal ne moralische Frage
Nach meinem Verständnis heißt unser Sozialstaat so, weil in diesem System hoffentlich diejenigen halbwegs aufgefangen werden, die aktuell keine weitere Chance haben sich zu ernähren. In Deinem Fall kann ich das aber nicht sehen. Viel mehr gehörst Du zu den priviligierten Leuten, die gleich eine andere Beschäftigung gefunden haben und da die Frau ja wohl auch nicht gerade in einem der schlechtesten Anstellungsverhältnissen arbeitet, nicht gleich am Hungertuch nagen wirst.

Sicherlich kann man darüber diskutieren, ob und wie viel einem zusteht, wenn man schon Jahre lang in irgendwelche Systeme eingezahlt hat, aber die Kassen sind nicht dazu da, damit sich auch jeder dran bedient. Erst recht nicht in der aktuellen wirtschaftlichen Lage!!! So kommt unser Land nie mehr zu was.

Enttäuschend finde ich in diesem Zusammenhang, dass ausgerechnet die Leute, welche die meisten Möglichkeiten haben (intellektuell, Ausbidlung, Finanziell, etc…)und die ganz sicher nicht am Rande der Gesellschaft stehen auch noch die meisten Möglichkeiten haben das System im wahrsten Sinne des Wortes zu mißbrauchen.

Einerseits ist es gut das du dein Gewerbe überdenkst und dich vorher schon um den aufbau des Kundenstammes bemühst.

Da du jetzt aber schon Arbeit verrichtest solltest du dich von einem Steuerberater gut beraten lasen. Arbeit muss entlohnt werden, und Entlohnung evtl. versteuert. Meines Wissenstandes kannst du bis 480 Euro im Jahr steuerfrei arbeiten.

Als Ratschlag für den anfang des Gewerbes kann ich dir persönlich nur raten 100% ehrlich zu bleiben. Dann hast du, bei uns hier ist das jedenfalls so, sogar das Finanzamt zum Freund. Bi uns gibt es sogar die Möglichkeit sich von den Finanzbeamten beraten zu lassen, die oft schon mit den kleinen aber feinen Tips rausrückten die sogar mal ein Steuerberater übersehen kann. (Das müssen sie so und so angeben, ah und wenn das nicht höher wie so ist kein Problem, es muss nur schlüssig sein).

Was ich persönlich nicht gut finde, das du auf die Fördermittel des Staates spekuliertst. Für was brauchst Du die?
Fange dein Gewerbe doch jetzt an, solange du noch einen Hauptjob als Angestellter hast und überschaffe dir den nötigen Überblick, Kundenstamm, Wissen und vor allem die Vorschau der Rentabilität und das Risiko. Nach einem Jahr wirst du wissen ob dies din Leben erfüllt, genug Geld abwirfst und ob nicht eine sichere Rechtsform notwndig ist.

Bin kein Steuerberater, hoffe das es dennoch hilfreich ist. Wer Fehler findet bitte mich Korregieren, lerne gerene dazu.

Grüsse Zoomi

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