Hallo zusammen,
unter http://www.loremo.com/ wird ein 1,5 Liter Auto vorgestellt, das weder teuer ist (10.000 EUR)noch scheiße aussieht (für meinen Geschmack). Meinen die das ernst?
Fragt sich
Fritze
Hallo zusammen,
unter http://www.loremo.com/ wird ein 1,5 Liter Auto vorgestellt, das weder teuer ist (10.000 EUR)noch scheiße aussieht (für meinen Geschmack). Meinen die das ernst?
Fragt sich
Fritze
Hi Fritze,
das Thema hatten wir schon mal/mehrfach. Vielleicht interessiert dich:
http://www.google.de/search?hl=de&q=loremo+site%3Aww…
Grüße,
J~
Hallo Fritze!
unter http://www.loremo.com/ wird ein 1,5 Liter Auto
vorgestellt, das weder teuer ist (10.000 EUR)noch scheiße
aussieht (für meinen Geschmack). Meinen die das ernst?
Davon kannst Du sicher ausgehen, die meinen jedes Wort genau so, wie es da steht.
Das Konzept kommt zum passenden Zeitpunkt. Es ist ja tatsächlich nicht besonders schlau, zum Bewegen von ein paar kg Mensch das 15- 20-fache an Masse durch die Gegend zu karren. Das Fahrzeug ist keine Familienkutsche für 5 Personen mit Hund, aber für die alltäglichen Wege, bei denen zumeist nur eine Nase, höchstens 2 Leute zu bewegen sind, braucht man nicht mehr Auto.
Beim Thema Auto haben wir besonders in Deutschland ein Problem: Es ist mehr als ein Fortbewegungsmittel, es ist Statussymbol. Es gibt Leute, die sich schämen, wenn sie ein kleines Auto fahren. Sie glauben, „ihr Image“ könnte darunter leiden. Das zeugt von ungefähr so viel Reife und Selbstbewußtsein, wie es bei Jugendlichen anzutreffen ist, die ihr Selbstwertgefühl an der Marke der Turnschuhe und am Handymodell festmachen. Am Steuer werden die seltsamsten Gefühle ausgelebt. Es ist Tagesgeschehen, daß wie geistesgestört gerast und gedrängelt wird, obwohl es gar keinen Anlaß für halsbrecherische Aktionen gibt. Das Gefühl, auf der linken Spur Stoff zu geben und alle zu überholen, muß für manchen Zeitgenossen wohl irgendeinen Symbolwert haben.
Es wird nicht mehr lange dauern, bis auf etwas breiterer Front ein Sinneswandel einsetzt, bei dem man nicht mehr glaubt, mit einem riesigen Spritschlucker und Umweltverpester beeindrucken zu können. Und es wird nach meiner Einschätzung (Hoffnung) nicht mehr lange dauern, bis wir als letztes Land in Europa (wenn nicht sogar weltweit) eine generelle Geschwindigkeitsbegrenzung auf Autobahnen einführen. Die Tage sind auch gezählt, in denen man als Gewerbetreibender beliebige Mengen Treibstoff als Betriebsausgabe geltend machen kann. Alles zusammen bereitet den Boden für die Marktchancen vernünftigerer Fahrzeugkonzepte. Vorher müssen wir nur noch Schauermärchen als substanzloses Geschwafel erkennen, denen zufolge die Automobilindustrie den Bach herunter geht, sobald wir aufhören, gewaltige Umweltschäden anzurichten.
Das Loremo-Konzept eignet sich nicht für Lieferfahrzeuge und Familienkutschen. Die brauchen zwar auch keine 200 PS, aber was heutzutage zumeist bewegt wird, ist deutlich überdimensioniert und viel zu schwer. Für einen beträchtlichen Teil des gesamten Verkehrsaufkommens reicht die Loremo-Idee.
Bis jetzt existieren nur ein Konzept und Ausstellungsstücke. Vor 2009 wird man das Auto nicht kaufen können. Ich weiß, was es bedeutet, eine neues Produkt zur Serienreife zu führen und betrachte den Termin (sind nur 2 Jahre) mit Vorsicht. Ich hoffe, daß den Machern die wirtschaftliche Puste nicht ausgeht und daß sich genügend Anteilseigner für die AG finden.
Gruß
Wolfgang
Hallo,
Ich
hoffe, daß den Machern die wirtschaftliche Puste nicht ausgeht
und daß sich genügend Anteilseigner für die AG finden.
ich hoffe, dass es ihnen nicht so geht wie Preston Tucker…
gruß, Niels
Hallo Niels!
ich hoffe, dass es ihnen nicht so geht wie Preston Tucker…
Genau an den Mann http://de.wikipedia.org/wiki/Preston_Tucker dachte ich, als ich von „Puste ausgehen“ schrieb. Solche Gefahren und Machenschaften, sowie die Situationen, in denen man sich ihnen ausliefert, sind aber (hoffentlich) inzwischen so bekannt, daß erfahrene Leute den Braten beizeiten riechen. Ausreichend Eigenkapital, Liquidität über alles, Vermeidung von Abhängigkeiten von einzelnen Zulieferern, äußerste Vorsicht bei noch so verlockenden Großaufträgen und realistische Einschätzung von Entwicklungsrisiken und -Zeiten gehören zu den Punkten, bei denen keine Fehler passieren dürfen, wenn man nicht nur Freunde unter Wettbewerbern und deren Banken hat.
Gruß
Wolfgang
unter http://www.loremo.com/ wird ein 1,5 Liter Auto
vorgestellt, das weder teuer ist (10.000 EUR)noch scheiße
aussieht (für meinen Geschmack). Meinen die das ernst?
Hallo Fritze!
Die suchen Investoren.
Die Daten erscheinen mir übertrieben, z.B. 160 km/h mit 15 kw würde einer bedeutend schlankeren Karosse bedürfen, wo z.B. die Fahrgäste hintereinander sitzen.
Der Verbrauch von 1,5 l/100km z.B. bei konstant 60 km/h wäre durchaus denkbar, und technisch heute schon machbar.
Das würde vermutlich ein optimal übersetzter Kleinwagendiesel, zb. aus dem Smart, C2 oder einem Corsa in so einer Flunder auch schaffen, da verstehe ich den Minimalismus mit 15 kW nicht ganz.
So ein Minimotor wird nämlich bei Beladung, höheren Geschwindigkeiten und im Stadverkehr wieder ineffizienter.
Das Gewicht von 450 kg ist nur zu halten, wenn das Fahrzeug das Crashverhalten einer Ente noch unterbietet, oder komplett aus handgefertigten CFK-Komponenten und Titan-Bauteilen besteht, was eine ‚Serienfertigung‘ zu einem Einstandspreis >30000,-€ bedeuten würde.
Trotzdem: Dieses (altbekannte) Konzept wird sich durchsetzen müssen, sobald kein Erdöl und auch kein Erdgas mehr gefördert werden können, also in etwa 100 bis 150 Jahren.
Bis dahin werden Luxusvehikel mehr Sprit auf den Straßen der Welt verblasen, als die verbrauchsoptimierten Fahrzeuge.
Im übrigen gibt es schon genügend sparsame Serienfahrzeuge unter 10 000,-€, welche die Transportbedürfnisse von 99% der Autofahrer erfüllen könnten.
Der Marktanteile solcher Fahrzeuge wird sich jedoch auch in den nächsten Jahren wohl nicht auf über 10% steigern.
Dass die zugegebenermassen Sch**** aussehen, wird wohl ein Grund dafür sein.
Was mich wirklich wundert, ist die Tatsache, dass z.B. ein Smart Roadster ohne teure Cabrio-Technik, und einer minimal weniger bullig designten Karosserie die sparsamere Alternative zum Fortwo wäre, aber so etwas scheint kein Hersteller derzeit auch nur in Erwägung zu ziehen.
Alles was halbwegs schnittig aussieht, muss Cabrio sein, muss teuer sein.
Vielleicht, weil sich nur Reiche trauen, so tief zu sitzen?
Gruß,
Peter
Hallo Fritze,
unter http://www.loremo.com/ wird ein 1,5 Liter Auto
vorgestellt, das weder teuer ist (10.000 EUR)noch scheiße
aussieht (für meinen Geschmack). Meinen die das ernst?
Wie wie schon geschrieben wurde, das Konzept ist alt.
Der VW-Käfer hatte anfangs auch nur 25 PS und 750kg Leergewicht.
Den Spritverbrauch weiss ich nicht mehr. Spitze war etwas über 90 kmh.
Wieso man heute mindestens 75 bis 100kW benötigt um von A nach B zu kommen, weiss ja eigentlich keiner. Zumal die meisten im Berufsverkehr sowieso nur STop and GO kennen.
MfG Peter(TOO)
Hsllo,
das Problem ist die Sicherheit. Und die wiegt nun einmal. Von da her glaube ich nicht dran.
Übrigens: Selbst wenn in Deutschland kein einziges Auto mehr fährt, sinkt die weltweite CO2-Emmison nur um 0,15%. Oder auch: Im nicht messbaren Bereich.
Sind wir doch ehrlich:
Dies ist eine reine Neiddebatte. Baumaschinen, Schiffe, LKW, Flugzeuge & vor allem die Haushalte sind die Hauptluftverschmutzer - Erwähnung finden aber fast nur dicke Autos.
Die Verlogenheit dieser Neiddebatte kann man an einem einfachen Beispiel durchschauen:
Als Mercedes einen Wagen herausbrachte, der 20 Liter brauchte, gab es einen Aufstand. Als VW einen Wagen baute, der 20 Liter brauchte, hat das niemanden interessiert.
mfg
Hallo,
Die suchen Investoren.
Die Daten erscheinen mir übertrieben, z.B. 160 km/h mit 15 kw
würde einer bedeutend schlankeren Karosse bedürfen, wo z.B.
die Fahrgäste hintereinander sitzen.
wenn ich das für einen Corsa berechne, hat der einen cw x A-Wert von ca. 0,7. Das ist mehr als das dreifache des Loremo. Mit 44 kW erreicht der Corsa 150 km/h. Die 160 des Loremo scheinen also nicht so weit hergeholt.
Der Verbrauch von 1,5 l/100km z.B. bei konstant 60 km/h wäre
durchaus denkbar, und technisch heute schon machbar.
Opel hatte einen umgebauten Speedster auf 2 Liter im Euro-Zyklus gebracht. Also nicht auf 60 km/h beschränkt.
ich sehe das wesentliche Problem in der Enge, die im Loremo herrschen muss (136 cm breit).
gruß, Niels
Hallo,
Übrigens: Selbst wenn in Deutschland kein einziges Auto mehr
fährt, sinkt die weltweite CO2-Emmison nur um 0,15%. Oder
auch: Im nicht messbaren Bereich.
und da deutsche Autos nur in Deutschland gefahren werden, brauchen die deutschen Hersteller also auch gar keine energiesparenden Konzepte zu entwickeln. Es würde ja weltweit nichts bringen. Die Argumente „Neiddebatte“, „die anderen sind viel schlimmer“ und „wir können doch nichts ändern also lassen wirs“ erscheint doch eher als Ausrede um sich nicht wirklich mit der Problematik auseinanderzusetzen. Das läuft so nach dem Motto „wenn die Firma nebenan das Gelände sowieso verseucht, kippe ich mein Altöl auch noch dazu“.
Das Argument krankt schon daran, dass man nur einfach das Betrachtungsgebiet klein genug wählen muss und schon wird alles vernachlässigbar (bzw nicht messbar): selbst wenn in Bayern keiner mehr Auto fahren würde… Immer noch zu groß? OK: Selbst wenn eine Großstadt wie München… etc.
Gruß, Niels
Hi,
warum sind 1,5 Liter eine Frage ?
Nur das Fahrzeug gibt es nicht zu kaufen, seit mindesten 10 Jahren reden sie nur davon.
Sieh mal dieses Fahrzeug mit 0,54 Liter / 100 km, es ist in Serie.
http://www.twikeklub.ch/challenge98/Energie.htm
Gruss Helmut
Die sparsamsten Autos der Welt kommen aus Deutschland…
Hallo Helmut!
Sieh mal dieses Fahrzeug mit 0,54 Liter / 100 km, es ist in
Serie.
http://www.twikeklub.ch/challenge98/Energie.htm
Ich fahre wirklich gerne Fahrrad, aber als Basis für die tägliche Mobilität ist der Drahtesel nur für Kurzstrecken bei halbwegs erträglichem Wetter (Abwesenheit von Sturm und Regen) geeignet. Das Twike-Dingens ist ein Fahrrad mit Dach und elektrischem Hilfsantrieb. Gewiß, es hat seine Einsatzfälle, aber als Vorschlag für den Individualverkehr ist sowas eher kontraproduktiv und geeignet, die Verfechter sinnvollen Umgangs mit Energie der Lächerlichkeit auszusetzen.
Es kann bei praktikablen Lösungen für den Individualverkehr nicht darum gehen, von einem Extrem ins andere zu fallen. Kutschen wir bisher mit Riesenkisten mit zumeist mehreren leeren Plüschsesseln und Holzverzierungen mit 100 und mehr kW durch die Gegend, ist die brauchbare Alternative gewiß kein Pedalantrieb.
Wir waren der brauchbaren Übergangslösung bis zum E-Antrieb mit Brennstoffzelle und Wasserstoff vor 40 bis 50 Jahren schon so nah. Nur gab es damals noch nicht die wunderbaren Konstruktionsmöglichkeiten, die heute Standard sind und die Verbrennungsmotore hatten noch lausigeren Wirkungsgrad als heute. Ein Trabi verbrauchte mit seinen ungefähr 22 PS ca. 7 Liter Gemisch, ein Käfer mit 34 PS brauchte 8 bis 10 Liter. Ente und R4 waren sparsamer und hatten das bessere Platzangebot. Hinsichtlich Sicherheit waren es durchweg Katastrophen, aber das ist heute besser und trotzdem leichter zu realisieren.
Soll heißen: Die enge Konservenbüchse, in die man sich Schulter an Schulter reinquetscht, ist für ambitionierte Freaks, für den Vorführeffekt oder für Belustigungen tauglich, aber nicht für Otto-Normalverbraucher im Alltag. Es kann doch für Hersteller und Konstrukteure nicht so schwer sein, zu kapieren, daß allein schon ein bißchen weniger Ballast aus all dem Krempel aus ohnehin meistens ungenutztem Sitzplatzangebot und die Konstruktion auf eine Höchstgeschwindigkeit von z. B. 130 km/h beträchtliche Gewichtseinsparung bei Reifen und Fahrwerk bringt. Dazu ein moderner Diesel mit 30 … 40 kW. So ein Fahrzeug mit zeitgemäßer Sicherheitstechnik muß leer mit allen Betriebsstoffen nicht mehr als höchstens 600 kg wiegen und wird sich mit 200 kg Belastung mit etwa 3 Litern/100 km recht flott fahren lassen. Das ist dann kein Riesenschlitten und kein Rennauto, aber auch keine Konservenbüchse mit drangvoller Enge, sondern ein schlichtes alltagstaugliches Auto. Wenn das Teil zudem ansprechend gestaltet wird, ordentlich verarbeitet und zuverlässig ist sowie für einen akzeptablen Preis angeboten wird, sollte es sich wie geschnitten Brot verkaufen lassen.
Fahrzeugstudien und Entwürfe in der beschriebenen Richtung gibt es mehrere an diversen Hochschulen.
Gruß
Wolfgang
Hallo,
Die suchen Investoren.
Die Daten erscheinen mir übertrieben, z.B. 160 km/h mit 15 kw
würde einer bedeutend schlankeren Karosse bedürfen, wo z.B.
die Fahrgäste hintereinander sitzen.wenn ich das für einen Corsa berechne, hat der einen cw x
A-Wert von ca. 0,7. Das ist mehr als das dreifache des Loremo.
Mit 44 kW erreicht der Corsa 150 km/h. Die 160 des Loremo
scheinen also nicht so weit hergeholt.
Da hätte ich nix dagegen einzuwenden, wenn das möglich sein sollte 
Der Verbrauch von 1,5 l/100km z.B. bei konstant 60 km/h wäre
durchaus denkbar, und technisch heute schon machbar.Opel hatte einen umgebauten Speedster auf 2 Liter im
Euro-Zyklus gebracht. Also nicht auf 60 km/h beschränkt.
Lass mich raten: Der verwendete Motor brachte mehr als 15 kW, und dürfte selbst ohne Fahrzeug außenrum und in serie mehr als 11TEURO kosten … =[
ich sehe das wesentliche Problem in der Enge, die im Loremo
herrschen muss (136 cm breit).
Stimmt. Im Cuore mit 147,5 cm ist’s schon kuschelig eng … aber wenn ich mich recht entsinne, werden die Außenspiegel eingerechnet?
Und die scheinen beim Loremo kaum über die Seite hinauszuragen.
Zudem ließe sich durch einen nach hinten versetzten Beifahrersitz genügend Ellenbogenfreiheit herstellen.
Ich persönlich würde sogar ein Fahrzeug mit hinter mir sitzendem Beifahrer kaufen. Diese Lösung zieht die Autoindustrie als Sparkonzept aber auch nicht in Erwägung, das kommt nur bei Prototypischen Funmobilen mit Überflieger-Motorisierung hin und wieder auf 'ne Messe oder evtl. in unbezahlbaren Exoten vor(von denen mir spontan keiner einfällt).
Gruß,
Peter
Hallo Wolfgang!
Volle Zustimmung für Deinen Beitrag.
Ergänzungen:
Der Trabi hatte ursprünglich 23 PS, Anfang der 70er Jahre dann 26 PS.
Der Verbrauch von 7 Liter passt, zumindest bei gemütlicher Fahrweise.
Auch in der DDR war Kraftstoffeinsparung wichtig.
Umwelt hat da niemand interessiert, aber seit der Ölkriese in den 70ern war das ein rein finanzieller Zwang.
In der Ing.-Hochschule in Zwickau wurde in den 70ern ein Trabi-Motor mit Benzin- Einspritzung und Öldosierpumpe zur Serienreife entwickelt.
Weil beim Zweitakter ja viel Sprit unverbrannt zum Auspuff herauskommt. Verbrauch war damit 5 Ltr.
Wurde dann aber nicht in Serie gebaut, weil zu teuer, und weil die Elektronik nicht in Großserie hergestellt werden konnte.
Bei VW gab es mal Anfang der 90er einen Polo mit 1,4 Dieselmotor.
Den konnte man mit 4 Ltr. Verbrauch fahren.
Ich persönlich sehe in der näheren Zukunft in einem 2-Takt-Motor, mit Direkteinspritzung, egal ob Diesel oder Benzin oder sonstwas.
Mit Zylinder und Kolben aus Keramik, die ohne Schmierung laufen.
In der DDR wurde daran intensiv geforscht.
Man war zwar nicht kurz vor dem Ziel, hatte aber den Weg zum Ziel zumindest gefunden.
Leider wurde die Forschungsarbeit 1990 beendet. Ansonsten wäre man jetzt ev. soweit.
Ich weiß das vom Herrn Prof. Dr. Dr. aus der Nachbarschaft, der das früher gemacht hat.
Grüße, Steffen!
Hallo Wolfgang,
…Wenn das Teil zudem ansprechend gestaltet wird,
ordentlich verarbeitet und zuverlässig ist sowie für einen
akzeptablen Preis angeboten wird, sollte es sich wie
geschnitten Brot verkaufen lassen.
1.) Ich wäre bestimmt Kunde für so ein Fahrzeug.
2.) Vergiss das mit dem geschnitten Brot. Es gibt schon lange nette relativ sparsame Kleinwagen. Schau dir mal deren Anteil am Straßenverkehr an. Solange die Größe und Ausstattung eines Fahrzeugs sich am sozialen Anspruch bemisst und der Fahrstil sich nicht logisch sondern psychologisch begründet, werden rational dimensionierte Fahrzeuge nur eine Nische im Fahrzeugmarkt besetzen.
Gruß
Carlos
Hallo Wolfgang,
Sieh mal dieses Fahrzeug mit 0,54 Liter / 100 km, es ist in
Serie.
http://www.twikeklub.ch/challenge98/Energie.htmIch fahre wirklich gerne Fahrrad, aber als Basis für die
tägliche Mobilität ist der Drahtesel nur für Kurzstrecken bei
halbwegs erträglichem Wetter (Abwesenheit von Sturm und Regen)
geeignet. Das Twike-Dingens ist ein Fahrrad mit Dach und
elektrischem Hilfsantrieb. Gewiß, es hat seine Einsatzfälle,
aber als Vorschlag für den Individualverkehr ist sowas eher
kontraproduktiv und geeignet, die Verfechter sinnvollen
Umgangs mit Energie der Lächerlichkeit auszusetzen.
Hier gehe ich mit Dir konform. Seit den 80ern zeigt ja der eine oder andere durch die Nutzung solcher Vehikel, dass er ein besserer Mensch ist. Für mehr als den Weg zur Schule für grün angehauchte Lehrer, die nebenbei noch einen alten VW Bus ohne Kat und Ölleck betreiben, ist so etwas jedoch nicht geeignet.
Es kann bei praktikablen Lösungen für den Individualverkehr
nicht darum gehen, von einem Extrem ins andere zu fallen.
Kutschen wir bisher mit Riesenkisten mit zumeist mehreren
leeren Plüschsesseln und Holzverzierungen mit 100 und mehr kW
durch die Gegend, ist die brauchbare Alternative gewiß kein
Pedalantrieb.
So ist es.
Wir waren der brauchbaren Übergangslösung bis zum E-Antrieb
mit Brennstoffzelle und Wasserstoff vor 40 bis 50 Jahren schon
so nah. Nur gab es damals noch nicht die wunderbaren
Konstruktionsmöglichkeiten, die heute Standard sind und die
Verbrennungsmotore hatten noch lausigeren Wirkungsgrad als
heute. Ein Trabi verbrauchte mit seinen ungefähr 22 PS ca. 7
Liter Gemisch, ein Käfer mit 34 PS brauchte 8 bis 10 Liter.
Ente und R4 waren sparsamer und hatten das bessere
Platzangebot. Hinsichtlich Sicherheit waren es durchweg
Katastrophen, aber das ist heute besser und trotzdem leichter
zu realisieren.
Man muss gar nicht solche Extremkonstruktionen ansehen. Der Citroen AX aud den späten 80ern war damals sicherheitstechnisch auf der Höhe der Zeit und ließ sich mit 3-4 L Diesel betreiben.
Ein Audi 80 Avant TDI ließ sich schon 1989 mit 5 Leuten und Gepäck zügig und sparsam bewegen. 6 Liter waren allemal drin.
Schuld an den hohen Verbräcuchen ist somit keineswegs die Industrie, sondern der westliche Automobilkäufer, der immer mehr Power braucht, um immer mehr sinnlosen Käse in immer größeren Kisten von A nach B zu transportieren.
Als es noch richtig Schnee hier in München gab, fuhr ich einen 5-türigen Golf und kam überall hin. Heute reicht mir ein Hecktriebler.
Eine durchschnittliche Mutti hier scheint aber einen Jeep zu brauchen, um ihr Kind sicher die 2 Km in die Schule fahren zu können. Mit einem Golf wäre das auch nicht mehr möglich, wenn man sich ansieht, was Eltern heute alles an Kram für die Gören mitschleppen…
Soll heißen: Die enge Konservenbüchse, in die man sich
Schulter an Schulter reinquetscht, ist für ambitionierte
Freaks, für den Vorführeffekt oder für Belustigungen tauglich,
aber nicht für Otto-Normalverbraucher im Alltag. Es kann doch
für Hersteller und Konstrukteure nicht so schwer sein, zu
kapieren, daß allein schon ein bißchen weniger Ballast aus all
dem Krempel aus ohnehin meistens ungenutztem Sitzplatzangebot
und die Konstruktion auf eine Höchstgeschwindigkeit von z. B.
130 km/h beträchtliche Gewichtseinsparung bei Reifen und
Fahrwerk bringt. Dazu ein moderner Diesel mit 30 … 40 kW. So
ein Fahrzeug mit zeitgemäßer Sicherheitstechnik muß leer mit
allen Betriebsstoffen nicht mehr als höchstens 600 kg wiegen
und wird sich mit 200 kg Belastung mit etwa 3 Litern/100 km
recht flott fahren lassen. Das ist dann kein Riesenschlitten
und kein Rennauto, aber auch keine Konservenbüchse mit
drangvoller Enge, sondern ein schlichtes alltagstaugliches
Auto. Wenn das Teil zudem ansprechend gestaltet wird,
ordentlich verarbeitet und zuverlässig ist sowie für einen
akzeptablen Preis angeboten wird, sollte es sich wie
geschnitten Brot verkaufen lassen.
Fahrzeugstudien und Entwürfe in der beschriebenen Richtung
gibt es mehrere an diversen Hochschulen.
Was Du hierbei vergisst ist, dass die meisten Leute nicht einfach nur das Minimum dessen haben wollen, was sie brauchen. Sonst könnten wir alle auch in kleinen Wohnungen leben und nur 1 Zimmer beheizen.
Ich persönlich will einfach ein großes Auto fahren, dessen 1850 Kg ich mit 200 PS jeden Tag 3 Km ins Büro und zurück bewege, am Wochenende dann auch mal in die Berge.
Und es ist mir dabei recht egal, ob das irgedeinem Ökofreak das aufstösst. Da ich nicht der Ärmste bin, interessieren mich auch die Lenkungsanstrengungen der Bundesregierungen nicht übermässig. Das Auto verbraucht ca. 9 L Diesel. Was juckt mich da der Benzinpreis?
Dass ich dennoch keine Öko-Sau bin, ist jedem klar, der die Produktionsprozesse von Autos kennt (für meine jährliche Fahrleistung von vielleicht 10 TKm ein neues Auto für mich zu bauen, wäre Schwachsinn, das alte Auto hat so auch die nächsten 15 Jahre noch eine bessere Gesamtökobilanz).
Es bringt also nichts, jeden Deutschen durch ein Tempolimit in einen Kleinwagen zwängen zu wollen, was zudem noch massenhaft Arbeitsplätze kosten würde, da die Modellvielfalt der deutschen Hersteller leiden und deutlich weniger Entwicklungsarbeit geleistet werden würde. Zudem gingen Marktanteile an Billigimporteure verloren.
Wenn es wirklich um Umweltschutz geht, sollte man sich zunächst um die Emissionen in Industrie und Haushalten sowie bei LKW und Bussen kümmern. Die 10% PKW-Verkehr jedenfalls zu gängeln, bringt niemandem signifikant viel.
Grüße,
Mathias
Hi,
2.) Vergiss das mit dem geschnitten Brot. Es gibt schon lange
nette relativ sparsame Kleinwagen. Schau dir mal deren Anteil
am Straßenverkehr an. Solange die Größe und Ausstattung eines
Fahrzeugs sich am sozialen Anspruch bemisst und der Fahrstil
sich nicht logisch sondern psychologisch begründet, werden
rational dimensionierte Fahrzeuge nur eine Nische im
Fahrzeugmarkt besetzen.
Das mag heutzutage noch zutreffen. Aber warte mal, wenn in Norwegen, UAE o. ä.
die ersten Ölquellen versiegen und der Barrelpreis in die Höhe springt …
Gruß vom T.