Ist das NAT?

Hallo!

Ich überlege gerade folgendes:

PC DSL-Modem 
Der Computer hat eine Adresse aus dem 10.0.0.0/24 Bereich. Der Router besitzt die IP-Adresse 10.0.0.138. Auf dem PC wird eine VPN Verbindung zum DSL-Modem eingerichtet (PPTP). Dadurch wird ins Internet _eingewählt_.

Ist der Rechner nun durch NAT geschützt oder hängt er durch das VPN direkt im Internet?

mfg
christoph

Moien

PC DSL-Modem

Der Computer hat eine Adresse aus dem 10.0.0.0/24 Bereich. Der
Router besitzt die IP-Adresse 10.0.0.138.

Was nun ? Router oder Modem ?

Auf dem PC wird eine
VPN Verbindung zum DSL-Modem eingerichtet (PPTP). Dadurch wird
ins Internet eingewählt.

Dann ist da kein NAT im Modem und wahrscheinlich auch keins im VPN.

cu

Hallo!

Was nun ? Router oder Modem ?

Ich habe jetzt selbst noch ein bisschen herumgestöbert und bin drauf gekommen, dass das Teil offenbar beides kann.

Das Gerät heißt Alcatel SpeedTouch 546i und wird von der Telekom Austria zu DSL Anschlüssen dazu geliefert. Im Auslieferungszustand ist eine Firmware drauf, die sich als …SU… (SingleUser) ausgibt.
Auf der beigelegten CD ist auch eine weitere Firmware namens …MU… (MultiUser) dabei.

Im SingleUser Modus verhält es sich so, wie in der Ursprungsfrage angegeben. Also mit 10.0.0.138, PPTP und Einrichtung eines VPNs am Rechner. So funktioniert es zumindest bei mir(*).

Gelesen habe ich nun, dass es mit der Multiuser Firmware offenbar wie ein Router arbeitet.

Diese Frage habe ich mir nämlich gestellt, da ich bei einer bekannten Familie den Internetzugang einrichten und sichern soll. Und dazu ist es natürlich wichtig zu wissen, ob NAT oder nicht.

mfg
christoph

P.S.: Bei mir arbeitet das Gerät im SU-Modus und ist mit einem Kabel direkt an ein Siemens GigaSet angeschlossen. Das Gigaset wählt sich sozusagen beim SpeedTouch ein, stellt WLAN zur Verfügung und vergibt die IP Adressen im Netz.

Moien

Ich habe jetzt selbst noch ein bisschen herumgestöbert und bin
drauf gekommen, dass das Teil offenbar beides kann.

Dann ist die Router-Variante MU eindeutig zu bevorzugen. Da ist nämlich immer ein NAT mit drin.

P.S.: Bei mir arbeitet das Gerät im SU-Modus und ist mit einem
Kabel direkt an ein Siemens GigaSet angeschlossen. Das Gigaset
wählt sich sozusagen beim SpeedTouch ein, stellt WLAN zur
Verfügung und vergibt die IP Adressen im Netz.

Gigaset von Siemens kenn ich nur als Funk-Telefon… Das Gigaset-Teil wird wahrscheinlich als Router arbeiten.

Simplster Anhaltspunkt sind die Zugangsdaten. Wenn Rechner diese haben sind meistens Modems verbaut. Wenn ein Gerät die Daten hat ist es meistens ein Router. Wenn 2 Leute gleichzeitig und unabhängig voneinander im Netz surfen können ist es auch ein Router.

cu

Abend!

Ich habe jetzt selbst noch ein bisschen herumgestöbert und bin
drauf gekommen, dass das Teil offenbar beides kann.

Dann ist die Router-Variante MU eindeutig zu bevorzugen. Da
ist nämlich immer ein NAT mit drin.

Ja, das werde ich bei den Bekannten auch so machen. Obwohl sie nur einen Computer haben.

P.S.: Bei mir arbeitet das Gerät im SU-Modus und ist mit einem
Kabel direkt an ein Siemens GigaSet angeschlossen. Das Gigaset
wählt sich sozusagen beim SpeedTouch ein, stellt WLAN zur
Verfügung und vergibt die IP Adressen im Netz.

Gigaset von Siemens kenn ich nur als Funk-Telefon… Das
Gigaset-Teil wird wahrscheinlich als Router arbeiten.

Heißt Siemens Gigaset SE551. Und arbeitet hier bei mir als Router, richtig. Früher war das Gigaset nur ein WLAN AP, da ich vorher einen ISDN Router hatte und der alles erledigte.

mfg
christoph

Hallo!

Bei mir arbeitet das Gerät im SU-Modus und ist mit einem
Kabel direkt an ein Siemens GigaSet angeschlossen. Das Gigaset
wählt sich sozusagen beim SpeedTouch ein, stellt WLAN zur
Verfügung und vergibt die IP Adressen im Netz.

Mein Aufbau:

... Gigaset Speedtouch 
LAN: 192.168.27.0/24
Gigaset(lan): 192.168.27.1/24
Gigaset(wan): 10.0.0.140/24
Speedtouch(wan): 10.0.0.138/24
Gigaset(inet): 91.113.xxx.xxx

Warum kann ich bei diesem Aufbau von jedem Rechner im LAN aus, das Speedtouch im 10er Netz anpingen?

mfg
christoph

Warum kann ich bei diesem Aufbau von jedem Rechner im LAN aus,
das Speedtouch im 10er Netz anpingen?

Aus dem gleichen Grund, warum du von jedem Rechenr im LAN aus das Internet erreichen kannst, dessen Adressen auch eher selten aus dem 192.168.x.y-Bereich kommen: Weil dein Router dahin routet.

Gruss
Schorsch

Mein Aufbau:

… Gigaset Speedtouch
LAN: 192.168.27.0/24
Gigaset(lan): 192.168.27.1/24
Gigaset(wan): 10.0.0.140/24
Speedtouch(wan): 10.0.0.138/24
Gigaset(inet): 91.113.xxx.xxx

Zunächst einmal: 192.168.27.1/24, 10.0.0.140/24 und 10.0.0.138/24 macht keinen Sinn, da die letzte Zahl sowieso durch die Maske geschluckt wird.

Dann: Dein „WAN“ ist wohl auch nur ein LAN, da es ja kein Wide Area Network ist, sondern nur ein normales LAN zwischen deinen beiden Routern.

Das was du wohl sagen willst ist:
Du hast ein LAN mit zwei Subnetzen. Soweit ich das verstehe, arbeiten sowohl dein Gigaset als auch dein Speedtouch als Router?
192.168.27.0/24 10.0.0.0/24 Internet

Warum kann ich bei diesem Aufbau von jedem Rechner im LAN aus,
das Speedtouch im 10er Netz anpingen?

Weil dein Gigaset Router eben seinen Job machtet: Er routet.
Wenn ein Rechner in deinem Subnetz 192.168.27.0/24 eine IP anpingt, die nicht in seinem Subnetz ist (z.B. die des Speedtouch), dann kontaktiert er dazu den Router (Gigaset) und dieser leitet das Paket weiter (eben an den Speedtouch).

Hallo!

Zunächst einmal: 192.168.27.1/24, 10.0.0.140/24 und
10.0.0.138/24 macht keinen Sinn, da die letzte Zahl sowieso
durch die Maske geschluckt wird.

Damit wollte ich eben ausdrücken welche Subnetzmasken verwendet werden und welcher „Port“ welche Adresse verwendet.

Dann: Dein „WAN“ ist wohl auch nur ein LAN, da es ja kein Wide
Area Network ist, sondern nur ein normales LAN zwischen deinen
beiden Routern.

In der Tat ist das auch ein LAN. Ich habe es eigentlich nur so bezeichnet, weil die Verbindung über den „WAN-Port“ des Gigaset Routers läuft.

Das was du wohl sagen willst ist:
Du hast ein LAN mit zwei Subnetzen. Soweit ich das verstehe,
arbeiten sowohl dein Gigaset als auch dein Speedtouch als
Router?

Nicht ganz. Das Speedtouch arbeitet als DSL-Modem.

Weil dein Gigaset Router eben seinen Job machtet: Er routet.
Wenn ein Rechner in deinem Subnetz 192.168.27.0/24 eine IP
anpingt, die nicht in seinem Subnetz ist (z.B. die des
Speedtouch), dann kontaktiert er dazu den Router (Gigaset) und
dieser leitet das Paket weiter (eben an den Speedtouch).

OK, das war mir nicht ganz klar. Weil es mich eben verwunderte, dass das Gigaset die Route zum 10er-Netz automatisch einträgt.

D.h. es würde theoretisch gehen, dass ich dem Speedtouch die andere Konfiguration verpasse und es so auch als Router arbeitet. Und ich dann trotzdem, dann halt über zwei Router auch ins Internet komme.

mfg
christoph

Hallo!

Aus dem gleichen Grund, warum du von jedem Rechenr im LAN aus
das Internet erreichen kannst, dessen Adressen auch eher
selten aus dem 192.168.x.y-Bereich kommen: Weil dein Router
dahin routet.

Mich hat es eben nur verwundert das die Route dorthin offenbar automatisch eingetragen wird.
Ich habe mir gedacht, dass in die privaten Adressbereiche (10.0.0.0, 172.16.0.0, 192.168.0.0) nicht geroutet wird.

mfg
christoph

Mich hat es eben nur verwundert das die Route dorthin offenbar
automatisch eingetragen wird.
Ich habe mir gedacht, dass in die privaten Adressbereiche
(10.0.0.0, 172.16.0.0, 192.168.0.0) nicht geroutet wird.

Auch wenn derartige Adressbereiche gerne, aber fälschlich als ‚nicht routbar‘ bezeichnet werden - die Standardroute (0.0.0.0/0) routet alles, wofür nicht explizit eine andere Route eingetragen ist. Du kannst zwar davon ausgehen, dass die Router der Internetprovider grundsätzlich so eingerichtet sind, dass sie Anfragen in private Netze schlicht verwerfen. Für deinen privat eingesetzten Router wäre eine derartige Konfiguration als Default aber höchstwahrscheinlich kontraproduktiv.

Gruss
Schorsch

Hallo,

Zunächst einmal: 192.168.27.1/24, 10.0.0.140/24 und
10.0.0.138/24 macht keinen Sinn, da die letzte Zahl sowieso
durch die Maske geschluckt wird.

das ist falsch, da die Angaben zur Bezeichnung von Hosts benutzt wurden. 192.168.27.1/24 bezeichnet den Host mit der IP 192.168.27.1 befindlich im Subnetz 192.168.27/24 (oder 192.168.27.0/24). Aber selbst wenn damit Subnetze bezeichnet worden wären wären die Angaben nicht sinnlos - höchstens unüblich.


PHvL

OK, das war mir nicht ganz klar. Weil es mich eben
verwunderte, dass das Gigaset die Route zum 10er-Netz
automatisch einträgt.

Was denn sonst? Der Router ist an zwei Subnetze angeschlossen. Wenn er nicht zwischen beiden routen würde, wäre er doch sinnlos.
Dass du trotzdem ins Internet kommst aus dem LAN, liegt ja nur daran, dass der Gigaset-Router auch eine Default-Route hat, d.h. Pakete mit Zielen, für die er keinen Eintrag in seiner Routing-Tabelle hat, leitet er über die Default-Route weiter, was in deinem Fall das Speedtouch bzw sein PPPoE Link sein dürfte.

D.h. es würde theoretisch gehen, dass ich dem Speedtouch die
andere Konfiguration verpasse und es so auch als Router
arbeitet. Und ich dann trotzdem, dann halt über zwei Router
auch ins Internet komme.

Richtig. Allerdings bin ich mir immer noch nicht sicher, ob das Ding wirklich ein DSL-Modem ist. Die arbeiten nämlich eigentlich auf Schicht-2, also Ethernet und brauchen daher eigentlich gar keine IP-Adresse.

Zunächst: Ich bin davon ausgegangen, dass er Netze beschreiben will.

das ist falsch, da die Angaben zur Bezeichnung von Hosts
benutzt wurden. 192.168.27.1/24 bezeichnet den Host mit der IP
192.168.27.1 befindlich im Subnetz 192.168.27/24 (oder
192.168.27.0/24).

Ich finde das trotzdem relativ unsinnig. Bei einem /24 Netzwerk kann man sich das alles natürlich noch ohne Probleme im Kopf bestimmen.

Aber nimm doch mal z.B. 192.168. 215.23 /19
Das Subnetz in dem der Rechner dann ist, ist dann 192.168. 192.0 /19

Aber selbst wenn damit Subnetze bezeichnet
worden wären wären die Angaben nicht sinnlos - höchstens
unüblich.

Bezeichnet das ganze ein /24 Subnetz, dann ist die Information der letzten Zahl vollkommen überflüssig. Überflüssige Informationen würde ich schon als sinnlos bezeichnen.

Danke.

Hallo!

Was denn sonst? Der Router ist an zwei Subnetze angeschlossen.
Wenn er nicht zwischen beiden routen würde, wäre er doch
sinnlos.

Da hast du natürlich recht. Ich war halt der Meinung, dass diese „SOHO“-Router das eben nicht automatisch (oder gar nicht) machen.

Dass du trotzdem ins Internet kommst aus dem LAN, liegt ja nur
daran, dass der Gigaset-Router auch eine Default-Route hat,
d.h. Pakete mit Zielen, für die er keinen Eintrag in seiner
Routing-Tabelle hat, leitet er über die Default-Route weiter,
was in deinem Fall das Speedtouch bzw sein PPPoE Link sein
dürfte.

Es wird wohl so sein, dass es eine Route zum 10.0.0.0/24 Netz gibt. Und die Default-Route geht über diese als PPTP ins Internet.

Allerdings bin ich mir immer noch nicht sicher, ob
das Ding wirklich ein DSL-Modem ist. Die arbeiten nämlich
eigentlich auf Schicht-2, also Ethernet und brauchen daher
eigentlich gar keine IP-Adresse.

Ja, wie das nun genau heißt weiß ich eigentlich auch nicht. Wie in der Ursprungsfrage beschrieben, kann man verschiedene Konfigurationen auf das Speedtouch laden.

mfg
christoph

Hallo,

Ich finde das trotzdem relativ unsinnig. Bei einem /24
Netzwerk kann man sich das alles natürlich noch ohne Probleme
im Kopf bestimmen.
Aber nimm doch mal z.B. 192.168. 215.23 /19
Das Subnetz in dem der Rechner dann ist, ist dann
192.168. 192.0 /19

ja, und? Die Angabe ist immer noch vollständig. Es ist kaum leichter im Kopf zu prüfen ob 192.168.215.23 jetzt innerhalb oder außerhalb von 192.168.192/19 liegt.

Wenn du das lesbarer gestalten willst musst du mehr Informationen angeben - deine Behauptung, die vom OP genannte Informationen wären nutzlos („sowieso durch die Maske geschluckt“), ist falsch (192.168.215.23/19 und 192.168.192.0/19 sind zwei völlig verschiedene Dinge und 192.168.215.23/24 ist auch nicht dasselbe wie 192.168.215.23/19).

Aber selbst wenn damit Subnetze bezeichnet
worden wären wären die Angaben nicht sinnlos - höchstens
unüblich.

Bezeichnet das ganze ein /24 Subnetz, dann ist die Information
der letzten Zahl vollkommen überflüssig. Überflüssige
Informationen würde ich schon als sinnlos bezeichnen.

Ich hatte deine sprachlich unsaubere Formulierung „keinen Sinn machen“ mit dem mehrdeutigen „sinnlos sein“ übersetzt - ich ging aber davon aus, dass der OP deine Reaktion so interpretieren musste, dass seine Angabe sogar sinnlos im Sinne von falsch ist, was nicht der Fall ist bzw. selbst dann, wenn du Recht gehabt hättest (und er Subnetze bezeichnet hätte), nicht der Fall wäre.

BTW: Warum schreibst du immer die „sinnlose“ .0 in den Netz-Bezeichnungen?


PHvL