Ist das rechtens? Ärzte

Hallo,

vor einem halben Jahr war meine Skoliose-OP. Man hat mir vorher gesagt, ich hätte 48^. Nachher sagte man 52°. Im Arztbericht steht jetzt 58°.

Außerdem steht im Bericht was von einer Kyphose, von der uns keiner was gesagt hat.

Ist ein Arzt nicht eigentlich dazu verpflichtet, seinem Patienten alles zu erzählen?

Hallo Graf,
abgesehen davon, dass ich von Rückenerkrankungen wenig Ahnung habe außer, dass ich selbst „Rücken habe“, kann ich nur sagen: grundsätzlich ist der Arzt gegenüber seinen Patienten zur umfassenden Auskunft über das gesamte Krankheitsbild verpflichtet. Selbstverständlich kann er über Umstände, die erst während einer OP bekannt werden erst danach berichten. Oft setzen Ärzte Dinge als selbstverständlich oder bekannt voraus; nicht aus bösem Willen, sondern aus Gewohnheit oder manchmal auch Zeitnot. Meine Empfehlung: fragen, fragen, fragen!
Gruß

Hans

Da kann ich Ihnen leider nicht weiterhelfen.

Alles Gute Grüße

Tut mir leid,

dazu kann leider ich nichts schlaues sagen.

Sorry…

Hallo,

ich würde den Arzt dirket ansprechen und ihn fragen!

Rechtens hin oder her, aber wie wollen sie beweisen das es nicht gesagt wurde und was erhoffen Sie sich davon wenn Sie im Recht sind?

Also Arzt ansprechen und ggf. wechseln wenn Sie mit dem Arzt nicht zufrieden sind.

Da es sich hier um ärztliche Sachverhalte dreht (von denen ich keine Ahnung habe) nur eine allgemeine Auskunft.

Natürlich ist ein Arzt verpflichtet, vor einer Behandlung umfassend nach bestem Wissen aufzuklären .
Manches Wissen ergibt sich allerdings erst durch die Behandlung / OP. Da kann der Arzt vorher natürlich nix zu sagen.
Bei anderen Dingem im Arztbrief (wie z.B. der von Ihnen angesprochenen Kyphose (Wirbelsäulenkrümmung) ist das nicht Bestandteil der Behandlung, sondern nur zur Vollständigkeit des Befundes mitdiktiert worden.
Bei mir taucht in Arztberichten auch immer eine ganze Litanei von Befunden auf, die mit der eigentlichen Erkrankung nichts zu tun haben. Das dient der Absicherung der Ärzte, die in Arztbriefen ihre Kollegen ja auf mögliche Risiken aller Art hinweisen müssen.

Ich lasse mir dass dann immer erläutern: Ich würde hier das Gespräch mit dem Arzt suchen und mir den Bericht erklären lassen.
Wenn Sie dann immer noch unzufrieden sind und einen Kunstfehler vermuten, dann gibt es die sog. Schlichtungsstellen der Ärztekammern.
http://www.bundesaerztekammer.de/page.asp?his=2.59.5301

Hallo,
Ärzte sind leider nicht gut vorbereitet auf Patientengespräche.
Wenn er gefragt wird, muss er alles sagen und auch schriftlich geben. Darauf hat der Patient ein Anrecht.
In einem Gespräch hört man oft nur das was man hören will und das andere blendet der „Kopf“ aus.
Die Werte können unterschiedlich sein, kurz nach der OP und Wochen später.
Grundsätzlich gilt: Wird eine OP empfohlen, holt man sich mindestens eine Zweitmeinung ein, evtl. eine Drittmeinung, wenn die Beurteilungen sehr weit auseinander gehen.
Stimmt das mit der Kyphose - das haben übrigens viele Menschen in der industrialisierten Welt - dann würde ich mir einen sehr guten Physiotherapeuten suchen und konsequent trainieren. Da kann man viel verbessern, wenn sie nicht zu stark und verfestigt ist.
MfG
KKl

Hallo,

vor einem halben Jahr war meine Skoliose-OP. Man hat mir
vorher gesagt, ich hätte 48^. Nachher sagte man 52°. Im :Arztbericht steht jetzt 58°.

im Bericht steht was von einer Kyphose, von der uns
keiner was gesagt hat.

Ist ein Arzt nicht eigentlich dazu verpflichtet, seinem
Patienten alles zu erzählen?

Natürlich muss Dir ein Arzt immer die Wahrheit sagen.
Sprich ihn doch drauf an, was dieser Wertewechsel soll.
LG
Uli

Hallo erst mal!

Ja, grundsätzlich sind die Ärzte verpflichtet, Dir alle relevanten Informationen zukommen zu lassen, d.h. es besteht eine Informationspflicht! Im Übrigen erscheint es mir merkwürdig, dass sich Deine Skoliose anscheinend nach oder durch die OP verschlechtert hat.
Eigentlich ist es ja Sinn der Sache, dass durch die Vorbereitung auf die OP neben der Stabilisierung auch eine Verbesserung erreicht wird, d.h. dass so gut es eben geht, das ist von Fall zu Fall verschieden, eine gewisse Begradigung erreicht wird. Leider ist es aber so, dass Ärzte nach eigenem Ermessen entscheiden, was für sie wichtig ist, und da lässt man sowas wie eine Kyphose auch schon mal weg, wenn man sein Augenmerk auf die Skoliose richtet. Welche Art von Skoliose liegt denn bei Dir vor (C-förmig, S-förmig, lumbal , thorakal oder thorakolumbal)? Und wo und mit welcher Methode wurdest Du operiert?
Was machen Deine Schmerzen? Hat sich da wenigstens eine Besserung ergeben?
Ich hoffe, dass Dir meine Antwort weiter hilft!
Ausserdem wünsche ich Dir und allen Anderen, die gerade bei „wer weiss was“ unterwegs sind, gesegnete Weihnachten und einen guten Start für das kommende Jahr 2012!!!

freedom 107

Eine Kyphose ist die normale „Biegung“ der Brustwirbelsäule und per se nicht krankhaft.

Die Skoliose wird manuell ausgemessen, 5 Grad mehr oder weniger sind im Rahmen der Messgenauigkeit.

Gruß
Thomas

1.ein arzt ist verpflichtet alles zu erzählen,man hat auch recht auf ansicht in die akte,man kann auch kopien verlangen.

  1. kyphose ist eine natürliche krümmung-wenn von kyphose die rede ist muss keine krankhafte veränderung damit gemeint sein.ich weiss nicht in welchem kontekst von kyphose gesprochen wurde
  2. vor op erzählen die ärzte so viel dass man das gar nicht alles aufnehmen kann.soll nicht heissen ,du hättest nicht zugehört aber aus erfahrung weiss ich dass pat häufig nach dem arztgespräch noch unheimlich viele fragen haben obwohl angeblich alles besprochen wurde.
    falls der arzt keine akte (kopien) rausgeben will-einfach vom hausarzt akte anfordern lassen. ich hoffe ich konnte helfen. frohe weihnachten

Hallo,

Danke erst mal für die Antwort.

Hm, mit Physio kann ihc wahrscheinlich gar nichts bewirken, da ich das erst mal nicht machen darf (weil sonst Stäbe brechen können)…

Nein, beim Vorher-Nachher-Bild hab ich nachgefragt, wie viel ich jetzt noch habe (22°) und da meinte der Arzt, dass es vorher 52° gewesen sein sollen…

Danke erst mal für die Antwort.

Nein, beim Vorher-Nachher-Bild hab ich nachgefragt, wie viel ich jetzt noch habe (22°) und da meinte der Arzt, dass es vorher 52° gewesen sein sollen…

Ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich glaube es war lumbal. Meine Wirbelsäule wurde mit Stäben und Schrauben versteift und mit Beckenspan glaub ich gestützt oder so. Operiert wurde dorsal, also von hinten. Die Schmerzen haben sich nicht verbessert. Im Gegenteil (wei soll sich auch etwas verbessern, was vorher nicht bzw. kaum vorhanden war?).

Dir auch frohe Weihnachten und einen „guten Rutsch“ :smile:

Da stand „Kyphose xy°“ (genaue Gradzahl weiß ich so aus dem Kopf leider nicht)…