Ist der Mensch nicht das Ergebnis der Umstände

Hallo

ich frage mich ob die Seele eines Menschen (nicht im Sinne kirchlicher definition), also das Wesen eines Menschen tatsächlich teilweise(!) unbestimmt ist von seiner Umgebung.
Und wenn dem so ist wie unterscheidet man was von der Umgebung bestimmt ist und was nicht. Woran erkennt man das?

Ich denke da zum Beispiel an die sexuelle Neigung (Homo/Hetro).
Es heisst ja diese sei nicht lernbar? Oder ist sie einfach nur nicht verlernbar?
AUßerdem kann ich aus meiner eigenen Sexualität herleiten (ohne akademische Grundlage, einfach aus dem Gefühl heraus), das meine sexuellen Vorlieben, aufgrund ihrer seltenheit in ihrer Gesamtzusammensetzung, angelernt sein müssen. Ich kann nicht glauben dass das was ich sexuell bevorzuge genetisch bestimmt ist. Denn das kann niemals sein, es gab soviele Zufälle die das bestimmten und beeinflussten die nicht von Genen gesteuert werden können.

Außerdem habe ich gelernt dass viele Menschen Dinge „erlernen“
die dann wenn sie diesen erlernten Neigungen nicht mehr folgen eine Art „Schmerz“ empfinden. zB Menschen die Sport treiben, Leute die in die Kirche gehen…

Hallo

ich frage mich ob die Seele eines Menschen (nicht im Sinne
kirchlicher definition), also das Wesen eines Menschen
tatsächlich teilweise(!) unbestimmt ist von seiner Umgebung.

Über die Ursache von bestimmten Verhaltensweisen streiten sich seit Jahrzehnten oder gar Jahrhunderten Psychologen, Philosophen, Mediziner usw., ohne bislang zu einem einheitlichen und übereinstimmenden Ergebnis gekommen zu sein.

Und wenn dem so ist wie unterscheidet man was von der
Umgebung bestimmt ist und was nicht. Woran erkennt man das?

Zu dieser Frage hat man die Erforschung der Verhaltenweisen von eineiigen Zwillingen herangezogen, um herauszufinden, was genetisch bedingt ist und was auf Erfahrung, Erlebnissen, Erziehung, Umgebung und Umwelt beruht. Seitdem bekannt ist, daß sich die Gene im Laufe eines Lebens bezüglich ihrer Funktionsweise und deren Auswirkungen verändern können, stehen auch diese Ergebnisse wieder in Frage.

Ich denke da zum Beispiel an die sexuelle Neigung
(Homo/Hetero). Es heisst ja diese sei nicht lernbar? Oder ist sie :einfach nur nicht verlernbar?

Hier ist sicherlich vieles genetisch bzw. durch Veranlagung bedingt, was dann nicht verlernbar wäre. Andererseits können aber auch traumatische Erlebnisse zu einer „Umpolung“ führen, dann wäre diese durch Aufarbeitung des Traumas möglicherweise rückgängig zu machen.

AUßerdem kann ich aus meiner eigenen Sexualität herleiten
(ohne akademische Grundlage, einfach aus dem Gefühl heraus),
das meine sexuellen Vorlieben, aufgrund ihrer seltenheit in
ihrer Gesamtzusammensetzung, angelernt sein müssen.

Das ist eine persönliche Erfahrung, sie könnte ein Einzelfall sein, aber auch auf viele andere zutreffen. Da diese seltenen Vorlieben hier nicht näher beschrieben werden, kann man keine Aussage dazu machen.

Ich kann nicht glauben dass das was ich sexuell bevorzuge genetisch
bestimmt ist. Denn das kann niemals sein, es gab soviele
Zufälle die das bestimmten und beeinflussten die nicht von
Genen gesteuert werden können.

Zur Zuverlässigkeit bzw. Unzuverlässigkeit der Funktionen und Auswirkungen genetischer Maßstäbe siehe hier:
http://www.zeit.de/2008/25/M-Genetik

Außerdem habe ich gelernt dass viele Menschen Dinge
„erlernen“ die dann wenn sie diesen erlernten Neigungen nicht mehr
folgen eine Art „Schmerz“ empfinden. zB Menschen die Sport
treiben, Leute die in die Kirche gehen…

Wenn wir vieles erlernen und dabei auch lernen, was als „richtig“ und was als „falsch“ betrachtet wird, dies verinnerlichen und auch fest daran glauben, dann ist es natürlich, daß das Falsche zu tun, zu denken, als schmerzhaft empfunden wird, denn unser „Gewissen“ meldet sich dann mahnend.

Meines Erachtens werden unsere Handlungsweise, Gefühle, Empfindungen nicht nur von Einem veranlaßt, sondern erfolgen auf Grund vieler Einflußfaktoren: Erfahrungen, Erlebnissen, Erziehung, Umgebung, Umwelt, Genetik, Veranlagung, familiärer Einstellungen u.v.m. Hier kann das Eine mehr, das Andere weniger wiegen, aber in den allerseltensten Fällen wird es nur einen Einflußfaktor geben.

Gruß,
p+p