ich habe ein paar ältere Kollegen. Die sprechen in Briefen, die sie selbst unterschreiben, von sich selbst regelmäßig als „der Rechtsunterzeichner“ bzw. „Linksunterzeichner“. Ich finde das veraltet und albern und nenne in meinen eigenen Briefen die Person lieber gleich beim Namen, statt den Leser auf die Suche nach unten links/rechts zu schicken…
Leider beginnen ein paar jüngere Kollegen, diesen Schreibstil nachzuahmen. Ich möchte dem gerne einen Riegel vorschieben, benötige dazu aber ein paar Argumente pro & contra. Ich hoffe, Ihr könnt mir helfen.
ich habe ein paar ältere Kollegen. Die sprechen in Briefen,
die sie selbst unterschreiben, von sich selbst regelmäßig als
„der Rechtsunterzeichner“ bzw. „Linksunterzeichner“. Ich finde
das veraltet und albern
Hallo Anne,
nicht alles, was althergebracht ist, muß gleich veraltet sein.
Bis jetzt hat noch niemand - soweit ich weiß - etwas Besseres als den „Unterzeichner“ erfunden.
Albern klänge für mich, wenn der Unterzeichner, der eh’ von sich in der dritten Person spricht, das auch noch namentlich täte.
Üblicherweise schreibt eine Firma im „wir“-Stil.
Wenn nun Herr Müller als Rechtsunterzeichner dem Adressaten schreibt:
„Unser Herr Müller erwartet Sie zum Gespräch am …“ —>ist das albern,
wenn er dagegen schreibt:
„Der Rechtsunterzeichner erwartet Sie zum Gespräch am …“ —>ist das völlig korrekt.
und nenne in meinen eigenen Briefen
die Person lieber gleich beim Namen, statt den Leser auf die
Suche nach unten links/rechts zu schicken…
In den von Dir unterzeichneten Briefen kannst Du ja ruhig von „Herrn Müller“ sprechen, aber wenn Du von Dir selbst als „Frau Anne“ sprichst…dann wären wir wieder bei dem albern.
Bei zwei Unterzeichnern ist eigentlich der Schreiber des Briefes immer der Rechtsunterzeichner, insoweit verstehe ich gar nicht, daß im Text der Linksunterzeichner überhaupt erwähnt wird.
Bei zwei Unterzeichnern ist eigentlich der Schreiber des
Briefes immer der Rechtsunterzeichner, insoweit verstehe ich
Das war einmal! (Und fast nur in Deutschland und der Schweiz, nicht in UK und USA). Damals „durfte“ der Verfasser rechts unterschreiben und der Chef setzte seine „Duftmarke“ links.
Erich