Ist der Vermieter wirklich so machtlos?

Guten Tag,

ich wohne in einem Mehrfamilienhaus mit ca. 70 Mietparteien. Am Anfang durfte jeder einen Hund halten. Nachdem aber ständig das Treppenhaus, der Fahrstuhl und die Gänge total verunreinigt waren, sprach der Vermieter ein Hundeverbot aus.
Das Problem aber ist, dass die Mieter, die vor dieser Aussprache in dem Haus wohnten, ihre Hunde behalten dürfen. Und natürlich hat sich nichts geändert. Die Hunde pinkeln weiterhin das ganze Haus voll. Teilweise ist das nicht mal mehr für die Gebäudereinigung zumutbar.
Der Hausmeister meinte nun, dass der Vermieter total machtlos ist. Hygieneamt und Ordnungsamt waren bereits da und auch der Tierschutz, aber nichts hilft.
Mich als Mieter stört das natürlich auch und mir tut es auch für die Leid, die einen Hund haben und diesen auch richtig pflegen und erziehen. Aber wenn keiner irgendwas sieht um mal festzustellen, welcher Hund das ist, dann seh ich selbst keinen anderen Ausweg, als das alle Hunde weg müssen. Ich meine, ich habe 4 Katzen in meiner Wohnung und muss mich auch darum kümmern, dass die Katzen nicht machen was sie wollen, bzw dass andere Mieter von den Katzen nicht gestört werden.
Ich habe auch Zwergkaninchen, die auf dem Balkon leben und da muss ich mich auch darum kümmern, dass andere Mieter sich nicht durch Geruch oder Ähnliches belästigt oder gestört fühlen.

Meine Frage nun: Was kann ich als Mieter, bzw. was kann der Vermieter machen, um Herr über die Lage zu werden, bzw um Ordnung rein zu bringen?

Weiterhin gibt es das Problem, dass es immer wieder Mieter gibt, die machen was sie wollen. Wir haben zB einen auf unserer Etage, der ständig Party macht und den Bass voll aufdreht. Da vibirert nicht nur unsere ganze Wohnung mit. Wir mussten in den vergangenen Wochen schon xmal die Polizei rufen, weil selbst nach 23 Uhr keine Rücksicht genommen wird. Nur, die Polizei kommt, mahnt, der Typ verspricht leise zu machen und kaum sind die wieder weg, dreht der wieder auf. Ich erwarte im Januar ein Kind, und ich sehe nicht ein, dass das Baby vor allem in den ersten Tagen/Wochen ständig durch diese Bässe gestört wird.
Außerdem wird ständig in die Fahrstuhlkabine gespuckt, mit Edding an Wände geschmiert oder Zettel, die vom Hausmeister angebracht wurden (zur Information) abgerissen.
Es gibt noch viel mehr, aber ich will jetzt nicht alles aufzählen.

Meine Frage ist nur: Ist der Vermieter gegen all das wirklich so machtlos? Kann man da nichts machen?

Lg
Caro

hallo!

nein, machtlos ist er nicht - aber mal ganz konkret: was soll er denn machen?
haustiere dürfen nicht generell verboten werden. was er machen kann, ist, den mieter abzumahnen und ggfs. zu kündigen (wg. wiederholter nichteinhaltung der hausordnung etc.). dann muß er aber nachweisen können (ggfs. auch mithilfe der anderen mieter), daß gerade dieses eine tier dieses einen mieters die wiederholte verunreinigung hervorgerufen hat. schwierig, schwierig…
das beschmieren mit edding, herumkuddeln etc. ist sicherlich eine unangenehme, auch eklige sache. vandalismus halt. aber hier gilt dasselbe wie im oberen absatz: kollektivstrafe ist nicht, und auf verdacht erst recht nicht. der vermieter kann die verunreinigungen beseitigen lassen und versuchen, sich die kosten von den mietern wieder reinzuholen. ebenfalls schwierig, schwierig…
lautstarke musik? keine reaktion auf polizei und beschwerden der mitmieter? hier kann der vermieter aber sowas von tätig werden! nachweise gibt´s ja genügend, zum einen durch mitmieter, zum anderen (und vor allem) durch den jeweiligen polizeieinsatz. abmahnung des mieters und, wenn´s nix hilft, kündigen.
was aber tun, wenn der mieter nicht auszieht? dann bleibt dem vermieter nur noch, auf räumung zu klagen und diese durchzusetzen. schwierig… ganz besonders schwierig, wenn es sich um einen „sozialen härtefall“ handelt.

was ich da machen würde? schnellstens eine andere wohnung/wohngegend suchen, wenn das machbar ist.

gruß, boris

Hallo,

ich kann deine Meinung nur unterstreichen. Pauschal alle Hundehalter über einen Kamm zu scheren geht nicht. Fakten und Tatsachen könnten vielleicht weiterhelfen.

Übrigens, wir hatten vor Jahren auch das Problem, dass das Treppenhaus versch… und verpis… war. Es waren aber keine Hunde, sondern Katzen. Freundliche Nachbarn hatten keinen Bock auf 24 Stunden Katze und haben sie dann über Nacht ins Treppenhaus gesperrt. Klasse gell.

Grüße Ute

PS: die selber 3 Hunde hat, im kleinen Hexenhäusle mit Garten lebt und ihren Hunde auch nichts anderes zumuten würde. Aber das ist wieder eine ganz andere Sache.

hallo!

danke für die schnelle antwort. wir wollten ja ausziehen, aber das arbeitsamt verbietet uns einen umzug, weil unsere wohnung für uns und unseren nachwuchs ausreichend ist. es würden keinerlei kosten übernommen werden und wir würden die miete nicht mehr bezahlt bekommen.

lg
caro

es würden
keinerlei kosten übernommen werden und wir würden die miete
nicht mehr bezahlt bekommen.

Was so schon mal Blödsinn ist. Das sollte aber im Arbeitsamtsforum besser aufgehoben sein…

1 „Gefällt mir“

ich weiß, dass es blödsinn ist, aber es war in letzter zeit schon so einges an blödsinn vom arbeitsamt dabei, mit dem die durchgekommen sind. ich bin jetzt im 7. monat schwanger, und habe keinen nerv, mich nochmal mit der arge anzulegen… :wink:

lg
caroline