Ist die CDU/CSU wählbar?

Hi Raimund,

wenns nach Dir, Frank, ginge, dann hättet Ihr 1990 nicht das
Westmodell übernommen (das 90 % aller DDR´ler sehnlichst
wünschten

Wo hast Du denn diese Weisheit her? BILD? Wunschdenken? Realitätsverlust?
Ich denke, bei einiger Überlegung bzw. gesellschaftskritischem Hinterfragen des eigentlichen Systems der DDR zerbröseln Deine 90% in eine Vielzahl an Strömungen.
Und dann stellt sich sehr schnell die Frage der schnellen Währungsunion.
Denn ebenso gut könnte ich behaupten, daß 90% der BRD im Mathematik-Unterricht gefehlt haben, um sich nicht die Kosten einer Einheit ausrechnen zu können und sich nun, nach euphorischem Trabi-Streichelns, im Selbstmitleid des pleite gegangenen Gönners suhlen.

Gruß RaRo

Hi Raimund,

So falsche Vorstellungen sich der Westen von einer
Wiedervereinigung machte, so flasch waren die der DDR´ler,
bzw. noch wesentlich falscher.

Schonmal Schmarrn, da ich beobachte, daß sich Ostler in ihren tristen und von Arbeitslosigkeit (18%) geprägten Alltag hineinfinden. Dem gegenüber wächst das Jammern im Westen (8% Arbeitslosigkeit) immer stärker an. Im Osten schweigen die Arbeitslosen, im Westen heulen die Millionäre (oder die, die es gerne werden wollten). Wer hatte hier wo falsche Vorstellungen?
Und es waren übrigens DDR’ler, die zu DDR’lern gesagt haben, daß sie leben wollen, wie im Kapitalismus und arbeiten wollen, wie im Sozialismus und das dies nicht funktioniere. In dieser Inner-DDR Diskussion tauchte dann ein lichtverhüllender Mann aus dem Westen auf und babbelte was von blühenden Landschaften im Osten und daß es im Westen keinen schlechter ginge als vorher.
Also Schmarrn, der Westen wählte seine falsche Vorstellung in Form eines dicken Manns und der Osten in Form der entsprechenden Schwesterpartei.

Aber mit einer bestimmten Partei hat das überhaupt nichts zu
tun. Das ist die Denkweise der alten DDR.

Nein, daß ist die Denkweise jener, die Versprechungen wählen. Und glücklicherweise ist an den entsprechenden Prozenten abzulesen, daß es, auch glücklicherweise, nicht die absolute Mehrheit ist.

Gruß RaRo

Hallo Frank

wäre ich nicht vor einiger Zeit aus der CDU ausgetreten, wäre Merkel für mich ein Grund hierzu. Ich ahbe mich wohl mehr mit Politik beschäftigt als Du jemals ahnen kannst. Ist aber auch egal. Mir fällt nur auf, wie radikal, wie teilweise mit nahezu rechtsradikalen und linksradikalen Methoden Fauen aus dem Osten ihre Umtriebe im Bundestag und in den Parteien treiben.

Insbesondere lasse ich mir von jemand, der auf Sozialismus gemacht hat heute nicht erklären, dass wir im Westen arbeiten sollen.

Ich lasse mir auch nicht erläutern, von Politikern, die noch nie richtig gearbeitet haben, der Westen müsse etweas leisten. Hier wurde - im Gegensatz zur früheren DDR - aufgebaut und nicht umverteilt bis man so verteilt hatte, dass es nichts mehr zu verteilen gegeben hat. Dann bringt man uns die Schulden und erklärt, spart mal schön im Westen.

Gruss Günter

ich hab lange nicht mehr soviel Unsinn gelesen. Wenn du dich
schon nivht mit der Geschichte beschäftigt hast, dann poste
den Quatsch weinigstens nicht so.
Wie sehr bürgerlich die Regierung im Osten war, sieht man
deutlich an der PDS.

Du meinst bürgerlich kriminell. Oder wie ist das mit den neu aufgedeckten Gelder, die man mal so schnell wieder nach Österreich verschoben hat, um sie den neuen Bundesländenr zu entziehen. Wenn wir alle von der Stasi und anderen im Osten vorgehenden Kriminellen die bis heute verschhwundenen Gelder erhalten würden, wäre der östliche Teil wesentlich weiter.

Du kannst problemlos Köpfe in den

Parteien untereinander tauschen, ohne dass etwas auffällt im
Politikstil.

Ich bezweifle doch nicht, dass alle aus dem Osten gleichsam skrupellos vorgehen und die beste Kassierermentalität haben. Wie schnell sich doch Salonsozialisten dem Kapitalismus anpassen können ? Und der „kleine Mann“. Der ist arbeitslos. Ob bei Merkel, Thierse, Göring oder Pieper.

Gruss Günter

Hi Frank,

erstmal HALLO. Warst Du im Urlaub? War ziemlich ruhig hier ohne Dich :wink:

Da Lenin in dieser Hinsicht ein Stümper war, der nicht
begriffen hat, dass die proletarische Revolution erst am Ende
der imperialistischen Globalisierung und dann weltweit
gleichzeitig stattfinden kann, weil die Leute erst begreifen
müssen, dass dieses System nicht zu halten ist, war der
Charakter der SU sozialistisch-bürgerlich (also utopischer
Sozialismus).

Nee, nicht ganz so. Lenin hat auf Europa gehofft, insbesondere Deutschland. Der Versuch war ja dann mit der Novemberrevolution da, doch das ging halt schief. Und nun stand Lenin alleine mit der „Weltrevolution“ da und mußte das Beste daraus machen. Daher murkste er Marx in die Richtung um, daß man den Soz. auch in einem Staat alleine aufbauen kann. Das verbog einerseits Marx, war aber für Lenin die einzige Chance, um nicht zu sagen, daß es doch nur 'n Choke war. Daß er in diesem Dilemma dann den Imperialismus analysierte und sich selber ad absurdum führte ist eigentlich die herausragende Leistung dieses Mannes.

Jetzt im Endstadium des Imperialismus auch

wieder imperialistisch.
Vergiß nichtz, dass Sozialismus eine Eigenschaft der
bürgerlichen Gesellschaft ist!

Endstadium würde ich nicht sagen. Eher die Vorbereitung des Endstadiums, indem sich der Fokus auf Schwellen- und 3. Weltländer bewegt. Im Endstadium werden wir uns nach der finanzkapitalistischen Erschließung diese Länder befinden.
Und nicht der Sozialismus ist eine Eigenschaft, sondern der humanistisch soziale Aspekt, welcher wiederum kein Gegenpol zu den materialistischen Gesetzmäßigkeiten darstellt, da er eher philosophisch verankert ist.
Der Sozialismus bleibt nun mal die (wenig geliebte) gesellschaftliche Übergangsform.

Gruß RaRo

Frank

Hallo Ralf,

erstmal HALLO. Warst Du im Urlaub? War ziemlich ruhig hier
ohne Dich :wink:

Nö, war saure-Gurken-Zeit :smile:
Zu ersterem will ich nicht noch mehr hinzufügen, gebe dir recht. War nur die Kurzfassung.

Endstadium würde ich nicht sagen. Eher die Vorbereitung des
Endstadiums, indem sich der Fokus auf Schwellen- und 3.
Weltländer bewegt. Im Endstadium werden wir uns nach der
finanzkapitalistischen Erschließung diese Länder befinden.
Und nicht der Sozialismus ist eine Eigenschaft, sondern der
humanistisch soziale Aspekt, welcher wiederum kein Gegenpol zu
den materialistischen Gesetzmäßigkeiten darstellt, da er eher
philosophisch verankert ist.
Der Sozialismus bleibt nun mal die (wenig geliebte)
gesellschaftliche Übergangsform.

Ich würde die erste Stufe des Kommunismus auch als solche bezeichnen und nicht als Sozialismus. Das stiftet Verwirrung. Marx hatte eindeutig Sozialismus als humane Errungenschaften im Kapitalismus bezeichnet. Bekannt geworden ist er nun als real existierender Sozialismus, und vor allem das verwerflichste, als Staats form. Genau für den Abbau dieses Staates ist ja die Weltrevolution. Solange es allerdings noch Kapitalismus gibt, kommt immer wieder ein Sozialismus als antagonistischer Widerspruch dabei heraus, da der Grundwiderspruch aufgrund des internastionalen Handels lediglich territorial getrennt wird --> Unsinn.

Gruß
Frank

Nein, Günter, nicht alle aus dem Osten sind so. Doch fehlt
vielen 45 Jahre Demokratie und selbständiges Denken.
Das wird nicht in 13 Jahren aufgeholt. Siehe die rassistischen
Übergriffe, die fast ausschließlich in den jungen
Bundesländern vorkommen.

Hallo Raimund!

Dem ist nicht so. Spitzenreiter ist Niedersachsen mit 97 Fällen. Der Rest siehe hier:

http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,grossbild-29411…

Vermutlich hast Du noch die Bilder aus Hoyerswerda, etc. vor Augen, als die Nachwendeossis ihre Plattenbauten pyrotechnisch gegen die Asylanten zu verteidigen versuchten, die man dort im Nachwende-Deutschland unterzubringen versuchte. Vermutlich war das nicht rassistisch, sondern eine Fehlinterpretation der neu gewonnenen Freiheit. Heute kommen rassistische Übergriffe aber nicht fast ausschließlich aus den neuen Bundesländern.

Gruß
Klaus

Hi Frank,

Nö, war saure-Gurken-Zeit :smile:

Spreewald? Oder harte Zeit?

Ich würde die erste Stufe des Kommunismus auch als solche
bezeichnen und nicht als Sozialismus. Das stiftet Verwirrung.

Also ich bleibe bei der ersten Stufe doch lieber beim Sozialismus … um eben diese Verwirrung nicht noch zu verstärken.

Marx hatte eindeutig Sozialismus als humane Errungenschaften
im Kapitalismus bezeichnet.

Korrekt, nur müssen wir mittlerweile zwischen den Gedanken bzw. gedanklichen Abnehmern in der Zeit von Marx und heute unterscheiden.

Bekannt geworden ist er nun als

real existierender Sozialismus, und vor allem das
verwerflichste, als Staats form.

Genau, denn unsere heutigen gedanklichen „Abnehmer“ projezieren Marx auf diesen real exist. Soz. bzw. auf das, was in „DDR Shows“ gezeigt wird. Man kann mitreden, man weiß Bescheid … aber wer bitte schön ist Marx?
Ich persönlich bin der Meinung: Marx erklärt man nicht. Marx erfüllt sich. Und will ich nicht zum Proletariat gehören, dann lese ich „Das Kapital“ und mache mir die dort beschriebenen gesellschaftlichen Gegebenheiten zu Nutze und beute aus … ähm, verdiene Geld. Solange die Gesellschaft nicht vorm sozialen Kollaps steht … oh, jetzt habe ich glatt die bundesdeutschen „Reformen“ übersehen. Naja, Marx erfüllt sich.

Genau für den Abbau

dieses Staates ist ja die Weltrevolution. Solange es
allerdings noch Kapitalismus gibt, kommt immer wieder ein
Sozialismus als antagonistischer Widerspruch dabei heraus, da
der Grundwiderspruch aufgrund des internastionalen Handels
lediglich territorial getrennt wird --> Unsinn.

O.K., ich denke hier brauchen wir nicht die Klinge kreuzen. Es bleibt bei einer Synergie von Marx und Lenin: Marx’sche Weltrevolution in Verbindung mit Lenins Imperialismus-Definition. Oder andersherum: Hat sich Lenin erfüllt, wird die DDR vergessen sein und Marx zum Bestseller. „Ein voller Bauch studiert nicht gern.“ :wink:)

Gruß RaRo

Hi Günther,

egal. Mir fällt nur auf, wie radikal, wie teilweise mit nahezu
rechtsradikalen und linksradikalen Methoden Fauen aus dem
Osten ihre Umtriebe im Bundestag und in den Parteien treiben.

Das finde ich etwas pauschaliert und ich denke, daß Du nicht viel Wert darauf legst, darüber zu diskutieren, wieviele rechts- oder linksradikalistische Gedanken es im Bundestag vor '89 gab … oder muß man Feindbilder bzw. Ausreden vor der eigenen Vergangenheit pflegen?

Insbesondere lasse ich mir von jemand, der auf Sozialismus
gemacht hat heute nicht erklären, dass wir im Westen arbeiten
sollen.

Warum nicht? Ich muß es mir von Dir doch auch anhören.

Ich lasse mir auch nicht erläutern, von Politikern, die noch
nie richtig gearbeitet haben, der Westen müsse etweas leisten.

Ich lasse mir dieses auch nicht von der Gegenseite sagen … und ich beschränke es nicht auf Politiker!

Hier wurde - im Gegensatz zur früheren DDR - aufgebaut und
nicht umverteilt bis man so verteilt hatte, dass es nichts
mehr zu verteilen gegeben hat. Dann bringt man uns die
Schulden und erklärt, spart mal schön im Westen.

Jetzt komme ich vor Lachen echt nicht in den Schlaf. Bitte wandere mal zu Deinem Bücherregal und schlag bei „Marshal-Plan“ und „Reparationszahlungen“ nach. Wenn Du das dann hast, dann beschäftige Dich etwas näher mit dem „Einigungsvertrag“ und den entsprechenden Gutachten (auch in westlicher Presse nachlesbar). Danach werde ich für Deine „Bau auf“-Mentalität vielleicht etwas empfänglicher sein.

Oder wie ist das mit den neu

aufgedeckten Gelder, die man mal so schnell wieder nach
Österreich verschoben hat, um sie den neuen Bundesländenr zu
entziehen. Wenn wir alle von der Stasi und anderen im Osten
vorgehenden Kriminellen die bis heute verschhwundenen Gelder
erhalten würden, wäre der östliche Teil wesentlich weiter.

Oh, sieh an, man verurteilt den Unrechtsstaat, aber man ist schnell dabei zu verurteilen, wo den anderen noch kein Verbrechen nachgewiesen ist? Die österreichische Firma hat Berufung eingelegt, also gibt es hierüber nichts zu populisieren.
Und hast Du mal nach Deinen Solidarbeiträgen zwischen 1990 und 1994 nachgefragt? Wenn Du Dich mit der DDR-Vermögensübernahme durch die BRD etwas näher beschäftigen würdest, dann würdest Du wissen, daß Du die gewählt hast, die sich an Dir fettgefressen haben. Und dafür kann der Ossi nunmal gar nichts. Aber Dein „Geburtsrecht“ scheint Dich vor dem Wissen des „Beschissen-worden-seins“ ja zu bewahren.

Ich bezweifle doch nicht, dass alle aus dem Osten gleichsam
skrupellos vorgehen und die beste Kassierermentalität haben.
Wie schnell sich doch Salonsozialisten dem Kapitalismus
anpassen können ? Und der „kleine Mann“. Der ist arbeitslos.
Ob bei Merkel, Thierse, Göring oder Pieper.

Nun ja, der Ossi ist bei Euch angekommen. Hast Du etwa ein Problem damit, daß die Integration so gut lief? Ich als „kleiner Mann“ habe dem westlichen „kleinen Mann“ den Job weggenommen. Ja und? Das ist Marktwirtschaft. Vorher war ich arbeitslos, jetzt ist er arbeitslos. Dafür kann keine Merkel oder Thierse oder sonstwer was, sondern all die, die glauben, daß diese Art Gesellschaft gerecht ist. Und wenn Du das ebenso glaubst, dann beschwer Dich nicht!

Gruß RaRo

Hallo Günter,

deine Aktivitäten in allen Ehren, aber für mich wäre es hierzulande schlicht witzlos, in den Lauf der Dinge mich einzubringen. Es ist ne alte, klapprige, bürgerliche Gesellschaft, zu deren gesetzmäßigen Alterungsprozess auch du beigetragen hast. Der Unterschied zu Merkel ist, dass sie das wissen müßte.

Insbesondere lasse ich mir von jemand, der auf Sozialismus
gemacht hat heute nicht erklären, dass wir im Westen arbeiten
sollen.

Dass dieser Soz. so nicht funktionieren konte, wußte Lenin schon. Zum arbeiten: das hab auch ich durch, dass man das den Wesis erstmal erklären muss. Das ist Fakt und keine Polemik.

Ich lasse mir auch nicht erläutern, von Politikern, die noch
nie richtig gearbeitet haben, der Westen müsse etweas leisten.
Hier wurde - im Gegensatz zur früheren DDR - aufgebaut und
nicht umverteilt bis man so verteilt hatte, dass es nichts
mehr zu verteilen gegeben hat. Dann bringt man uns die
Schulden und erklärt, spart mal schön im Westen.

Hier verdrehst du aber die Tatsachen. Hierzulande wird fleissig umverteilt. 40 Jahre lang gings euch gut und jetzt wird gemeckert? Mmit einem Billiglohnland vor der Haustür gefiel es dir besser? Glaube ich dir, darum kam es ja auch zur Wiedervereinigung, damit wir das gut gelernte jetzt anwenden und auch ordentlich ausbeuten können.

Du meinst bürgerlich kriminell. Oder wie ist das mit den neu
aufgedeckten Gelder, die man mal so schnell wieder nach
Österreich verschoben hat, um sie den neuen Bundesländenr zu
entziehen. Wenn wir alle von der Stasi und anderen im Osten
vorgehenden Kriminellen die bis heute verschhwundenen Gelder
erhalten würden, wäre der östliche Teil wesentlich weiter.

Was geht dich eigentlich anderer Leute Kohle an? Wen das überhaupt jemandem zusteht, dan nicht „dem Aufbau Ost“, bei dem es ohne Umwege direkt in die Taschen der Plünderer fliesst, sondern dem Volk, jedem einzeln.

Ich bezweifle doch nicht, dass alle aus dem Osten gleichsam
skrupellos vorgehen und die beste Kassierermentalität haben.
Wie schnell sich doch Salonsozialisten dem Kapitalismus
anpassen können ? Und der „kleine Mann“. Der ist arbeitslos.
Ob bei Merkel, Thierse, Göring oder Pieper.

Na logisch, gelernt ist gelernt. Was juckt mich fremder Leute Elend? Um mich schert sich auch keiner in diesem Land. Wenn es irgend jemandem nicht passt, soll er die Klappe halten oder Revolution machen. Die SPD und GRüne ebnen ja bestens den weg dahin, eine CDU/FDP vielleicht unter Merz hätte das allerdings viel besser gekonnt.

Gruß
Frank

Hi Ralf,

Nö, war saure-Gurken-Zeit :smile:

Spreewald? Oder harte Zeit?

Nein, nix los halt, worüber es sich gelohnt hätte, zu lästern.

Oder andersherum: Hat sich Lenin
erfüllt, wird die DDR vergessen sein und Marx zum Bestseller.
„Ein voller Bauch studiert nicht gern.“ :wink:)

DAS scheinen wohl schon einige begriffen zu haben. Die MEGA soll wohl weggehen wie warme Semmeln im Gegensatz zur restlichen Konsumflaute. Kann man nur hoffen, dass der Inhalt auch mal begriffen wird.

Gruß
frank

Hi,

noch was:
http://n-tv.de/3186002.html
Wir befinden uns tatsächlich im Endstadium. Die Ereignisse werden soich wohl recht rasch entwickeln, die Frage der noch zu knackenden Nationen sicherlich bald gelöst. Wollen wir mal die nächsten fünf Jahre abwarten. Wenn überhaupt so lange.

Gruß
Frank

Erstens ähnelt ein Land nach der proletarischen Revolution
stark einer bürgerlichen Gesellschaft, da der Staat nicht von
heute auf morgen abgeschafft werden kann, sondern seiner
Funktionen beraubt und aufs Volk übertragen werden muß. Er
stirbt dann ab.

Richtig ist, daß eine sozialistische Revolution in zwei Phsen abläuft, der bürgerlich - demokratischen Revolution, und der sozialistischen Revolution. ( Leninsche Revolutionstheorie ).

Stalin hatte dann eine Konterrevolution daraud gemacht und
sogar Kommunisten verfolgt und erschossen.

Stimmt.

Da Lenin in dieser Hinsicht ein Stümper war, der nicht
begriffen hat, dass die proletarische Revolution erst am Ende
der imperialistischen Globalisierung und dann weltweit
gleichzeitig stattfinden kann, weil die Leute erst begreifen
müssen, dass dieses System nicht zu halten ist, war der
Charakter der SU sozialistisch-bürgerlich (also utopischer
Sozialismus).

Wo Du diese Weisheit her hast, weiß ich zwar nicht, aber gerade Lenin war es, der davor gewarnt hatte, die sozialistische Revoluton in jene Länder zu tragen, wo die objektiven und subjektiven Bedingungen eben nicht vorliegen. Im Übrigen waren es gerade diese Bedingungen , die seines Erachtens nach zwingend vorliegen müssen, um eine sozialistische Revolution zum Erfolg zu führen ! ( Und Bestandteil seiner Revolutionstheorie )

Vergiß nichtz, dass Sozialismus eine Eigenschaft der
bürgerlichen Gesellschaft ist!

…hm, sagen wir mal so : die bürgerliche Gesellschaft ist das Vorstadium einer sozialistischen Revolution, deren antagonistische Widersprüche in eben einer solchen gelöst werden sollen . Ansonsten schliesst sich beides definitiv aus !

TOM

Hallo Tom,

Richtig ist, daß eine sozialistische Revolution in zwei Phsen
abläuft, der bürgerlich - demokratischen Revolution, und der
sozialistischen Revolution. ( Leninsche Revolutionstheorie ).

Nein, das ist so nicht richtig. Das bezog sich aufs damalige Russland. In Europa und Amerika ist doch bereits eine bürgerliche Demokratie. Willst du mit dem Gerwehr in der Hand nochmal fürs Deutsche Grundgesetz und Parlament Revolution machen? Hindert dich garantiert keiner dran, haben wir nämlich schon. :smile:

Stalin hatte dann eine Konterrevolution daraud gemacht und
sogar Kommunisten verfolgt und erschossen.

Stimmt.

Da Lenin in dieser Hinsicht ein Stümper war, der nicht
begriffen hat, dass die proletarische Revolution erst am Ende
der imperialistischen Globalisierung und dann weltweit
gleichzeitig stattfinden kann, weil die Leute erst begreifen
müssen, dass dieses System nicht zu halten ist, war der
Charakter der SU sozialistisch-bürgerlich (also utopischer
Sozialismus).

Wo Du diese Weisheit her hast, weiß ich zwar nicht, aber
gerade Lenin war es, der davor gewarnt hatte, die
sozialistische Revoluton in jene Länder zu tragen, wo die
objektiven und subjektiven Bedingungen eben nicht vorliegen.

Das ist richtig. Russland befnd sich damals in einer Zwangslage. Es war überreif für weine Revolution, aber das Bürgertum völlig unterentwickelt. Lenin wußte auch, dass die Rwevolution scheitern wird, wenn sie in Deutschland nicht gelingt. Sie gelang 1918 auch nicht.

Im Übrigen waren es gerade diese Bedingungen , die seines
Erachtens nach zwingend vorliegen müssen, um eine
sozialistische Revolution zum Erfolg zu führen ! ( Und
Bestandteil seiner Revolutionstheorie )

Ja.

Vergiß nichtz, dass Sozialismus eine Eigenschaft der
bürgerlichen Gesellschaft ist!

…hm, sagen wir mal so : die bürgerliche Gesellschaft
ist das Vorstadium einer sozialistischen Revolution, deren
antagonistische Widersprüche in eben einer solchen gelöst
werden sollen . Ansonsten schliesst sich beides definitiv aus
!

Richtig, in der bürgerlichen Gesellschaftverschärfen sich an deren Ende die Widersprüche. D.h. das Bürgertum ist der eigentliche Vorbereiter der Revolution, beide Lager müssen bereit sein. Dieser Prozess ist streng determiniert. Der Kapitalismus hat nur begrenztes Wachstum, was dann zum eigenen Verzehr führen würde. Das ist sein Grundwiderspruch, der vierzig Jahre lang aufgehoben und territorial abgegrenzt wurde. Deshalb ist diese Revolution auch ausschliesslich dann erfolgreich, wenn sie sich weltweit durchsetzen kann.
Nach Abschluss der Gobalisierung werden wir an diesem Punkt angelangt sein, an dem sich in allen hochentwickelten Ländern kein Rad mehr dreht. Die schleichenden Vorläufer erlebst du gerade.

Gruß
Frank

Hallo Günter ,

weißt Du, was mich nachdenklich stimmt ? Welches Machtpotential die sehr geehrte Frau Merkel in der Lage war, in den letzten Jahren auf sich zu vereinigen. Eigentlich unvorstellbar. Sie hat es tatsächlich geschafft, Kohl, Schäuble abzuschiessen,und nach der letzten Bundestagswahl einen der fähigsten Politiker , Herrn März ( Merz ?), dazu zu zwingen, den Fraktionsvorsitz abzugeben…

Seine Einwände Anfang der Woche signalisieren aber, daß man eben mit ihm nicht so umspringt, und er aller Wahrscheinlichkeit nach auch künftig nicht den Hampelmann für die Merkel spielen wird. Meine Wünsche für Durchhaltevermögen begleiten ihn jedenfalls, und wenn er mal gehen muß, hoffe ich, daß er die Pastorentusse mitnimmt…

Gruss vom TOM

Hallo Frank ,

lies mal bitte : Friedrich Engels in W.I. Lenin : Staat und Revolution. In : AW Bd.3, S. 476 ff

oder : Marx / Engels , Werke , Bd.4, S. 473 / 481 / 485 IN : W.I. Lenin: Staat und Revolution , In AW 6 Bd. 3 S 485

Gruss TOM

Hallo Tom,

ich weiss wirklich nicht, worauf du anspielst. in den Onlinetexten sind leider bei Lenin keine Seitenzahlen eingefügt. Meinst du ab: „6. Engels über die Überwindung der Demokratie“?

Gruß
Frank

Hallo Frank,

ich spiele auf gar nichts an. Die Problematik der leninschen Revolutionstheorie findest Du u.a. in den von mir genannten Quellen. Die habe ich nicht aus Online, sondern aus eigenen Aufzeichnungen.

Vermute also nix schlimmes dahinter…

TOM

Hi RaRo,

ist es nicht ein wenig müsig, über das zu diskutieren, was vor 1989 gewesen ist ? Selbstverständlich gab es auch dort schon rechts- und linksradikale Parolen im Bundestag. Aber, wir hatten weniger Flintenweiber wie heute, die kriegslüstern sind. Berlin wird zunehmend für D zum Risiko.

egal. Mir fällt nur auf, wie radikal, wie teilweise mit nahezu
rechtsradikalen und linksradikalen Methoden Fauen aus dem
Osten ihre Umtriebe im Bundestag und in den Parteien treiben.

Das finde ich etwas pauschaliert und ich denke, daß Du nicht
viel Wert darauf legst, darüber zu diskutieren, wieviele
rechts- oder linksradikalistische Gedanken es im Bundestag vor
'89 gab … oder muß man Feindbilder bzw. Ausreden vor der
eigenen Vergangenheit pflegen?

Insbesondere lasse ich mir von jemand, der auf Sozialismus
gemacht hat heute nicht erklären, dass wir im Westen arbeiten
sollen.

Warum nicht? Ich muß es mir von Dir doch auch anhören.

naja

Ich lasse mir auch nicht erläutern, von Politikern, die noch
nie richtig gearbeitet haben, der Westen müsse etweas leisten.

Ich lasse mir dieses auch nicht von der Gegenseite sagen …
und ich beschränke es nicht auf Politiker!

Hier wurde - im Gegensatz zur früheren DDR - aufgebaut und
nicht umverteilt bis man so verteilt hatte, dass es nichts
mehr zu verteilen gegeben hat. Dann bringt man uns die
Schulden und erklärt, spart mal schön im Westen.

Jetzt komme ich vor Lachen echt nicht in den Schlaf. Bitte
wandere mal zu Deinem Bücherregal und schlag bei
„Marshal-Plan“ und „Reparationszahlungen“ nach. Wenn Du das
dann hast, dann beschäftige Dich etwas näher mit dem
„Einigungsvertrag“ und den entsprechenden Gutachten (auch in
westlicher Presse nachlesbar). Danach werde ich für Deine „Bau
auf“-Mentalität vielleicht etwas empfänglicher sein.

Dieses Land kam mit dem MP auf die Beine. Gut so. Der MP war auch der früheren DDR angeboten worden. Er wurde abgelehnt. Doch trotz MP mussten die Westdeutschen ganz gewaltig am Aufbau der BRD arbeiten.

Oder wie ist das mit den neu

aufgedeckten Gelder, die man mal so schnell wieder nach
Österreich verschoben hat, um sie den neuen Bundesländenr zu
entziehen. Wenn wir alle von der Stasi und anderen im Osten
vorgehenden Kriminellen die bis heute verschhwundenen Gelder
erhalten würden, wäre der östliche Teil wesentlich weiter.

Oh, sieh an, man verurteilt den Unrechtsstaat, aber man ist
schnell dabei zu verurteilen, wo den anderen noch kein
Verbrechen nachgewiesen ist? Die österreichische Firma hat
Berufung eingelegt, also gibt es hierüber nichts zu
populisieren.
Und hast Du mal nach Deinen Solidarbeiträgen zwischen 1990 und
1994 nachgefragt? Wenn Du Dich mit der DDR-Vermögensübernahme
durch die BRD etwas näher beschäftigen würdest, dann würdest
Du wissen, daß Du die gewählt hast, die sich an Dir
fettgefressen haben.

Zuerst einmal habe ich die gewählt, die stets für die Wiedervereinigung eingetreten sind und nicht jene, die heute die Wiedervereinigung als selbstverständlich nehmen aber bis 1989 die CDU und die FDP wegen dem Eintritt für die Wiedervereinigung bekämpft haben. Wäre es nach den Plänen der SPD gegangen, dann wäre die DDR als vollständig souveräner Staat anerkannt und das Bekenntis im Westen zum östlichen Teil im GG gelöscht worden. Dann hätte es keine Wiedervereinigung gegeben.

Und dafür kann der Ossi nunmal gar

nichts. Aber Dein „Geburtsrecht“ scheint Dich vor dem Wissen
des „Beschissen-worden-seins“ ja zu bewahren.

Ein Volk, das nach dem Motto lebt, so wie derzeit die stalinistischen Kreise um Münterfering, „die Partei hat immer recht“ hat doch einen Teil der Misere selbst verschuldet. Wo war denn der Widerstand gegen die Partei ?

Ich bezweifle doch nicht, dass alle aus dem Osten gleichsam
skrupellos vorgehen und die beste Kassierermentalität haben.
Wie schnell sich doch Salonsozialisten dem Kapitalismus
anpassen können ? Und der „kleine Mann“. Der ist arbeitslos.
Ob bei Merkel, Thierse, Göring oder Pieper.

Nun ja, der Ossi ist bei Euch angekommen. Hast Du etwa ein
Problem damit, daß die Integration so gut lief? Ich als
„kleiner Mann“ habe dem westlichen „kleinen Mann“ den Job
weggenommen. Ja und? Das ist Marktwirtschaft. Vorher war ich
arbeitslos, jetzt ist er arbeitslos. Dafür kann keine Merkel
oder Thierse oder sonstwer was, sondern all die, die glauben,
daß diese Art Gesellschaft gerecht ist. Und wenn Du das ebenso
glaubst, dann beschwer Dich nicht!

Ich habe nicht den kleinen Mann angesprochen, sondern jene Cliquen in den Parteien, die skrupellos den Staat wie einst unter Honnecke rund Co ausnutzen.

Gruss Günter

Hallo Tom,

weißt Du, was mich nachdenklich stimmt ? Welches
Machtpotential die sehr geehrte Frau Merkel in der Lage war,
in den letzten Jahren auf sich zu vereinigen. Eigentlich
unvorstellbar. Sie hat es tatsächlich geschafft, Kohl,
Schäuble abzuschiessen,und nach der letzten Bundestagswahl
einen der fähigsten Politiker , Herrn März ( Merz ?), dazu zu
zwingen, den Fraktionsvorsitz abzugeben…

Seine Einwände Anfang der Woche signalisieren aber, daß man
eben mit ihm nicht so umspringt, und er aller
Wahrscheinlichkeit nach auch künftig nicht den Hampelmann für
die Merkel spielen wird. Meine Wünsche für Durchhaltevermögen
begleiten ihn jedenfalls, und wenn er mal gehen muß, hoffe
ich, daß er die Pastorentusse mitnimmt…

Aus meiner Sicht ist Angela Merkel eine Gefahr für die CDU. Ihr Machtanspruch und auch ihre Rücksichtslosigkeit kennt keine Grenzen. Offenbar aber ist die Herren-Riege in der CDU mit sich selbst beschäftigt, so dass sie nicht bemerkt, wie sie durch Merkel demontiert werden. Koch hat seine eigene Suppe gekocht und taucht seit einigen Tagen kaum noch auf. Wohl abserviert von Merkel ohne dass er es bemerkt hat. Merz hat keine Zukunft in der CDU. Ihm droht daselbe Schicksal wie Heiner Geissler oder Rita Süssmuth, Biedenkopf unter Kohl. Ich jedenfalls werden nie eine Kanzlerkandidatin Merkel unterstützen.

Gruss Günter

Hallo!

In den Ländern finde ich das ganz gut.

aha. Also Bayern finde ich jetzt nicht so wirklich prickelnd.

Welch eine Aussage…
Also ich finde Bayern echt gut… :wink:

Doch als Staatsregierungspartei ist sie extrem zu gefährlich,
nicht mehr wählbar (sage ich als alter CDU/CSU-Wähler).
Frau Merkel will unbedingt deutsche Soldaten in den Irak
schicken (gestern in den Nachrichten).

Das wird der Sache so nicht gerecht.
Ferner geht es hier nicht um die Diskussion über Humanität, sondern um die Verteilung knapper Ressourcen. Und hier sollten wir schon dabei sein.

Ich kann mir kaum vorstellen, dass sie das auch als
Verteidigungs- oder Aussenministerin einer Regierung gemacht
haette. Denn in der Opposition laesst sichs leicht reden, aber
in der Regierung muss man halt doch auch zu solchen Dingen
stehen.

Ich denke, dass es eigentlich gar keine Wahl gab. Unsere Regierung hat sich dennoch für die falsche Seite entschieden. Das war ein großer Fehler, auch wenn die Regierung Bush in der Irakfrage viele Fehler gemacht hat. Konstruktiv mitzuwirken wäre in meinen Augen der richtige Weg gewesen. Das kategorische „Nein“ ist sehr teuer für Deutschland.

Das Problem dieser derzeitigen Unions-Opposition ist ganz
einfach, dass allein nach wahltaktischen Ueberlegungen 2006
entschieden wird, und nahezu alles, was die Regierung macht
oder machen muss, in Totalopposition ablehnt. Das mag beim
Volk ankommen, verantwortungsvoll ist das aber nicht.

Ich denke nicht, dass das ankommen würde und ferner meine ich auch nciht, dass die Blockadehaltung der Union bis 2006 durchgestanden werden kann. Das sind immerhin noch 3 Jahre, in denen unsere Damen und Herren Parlamentarier die Verpflichtung haben, das beste für das Land zu tun. Und das kann nur über eine Kooperation erfolgen.

Sicher
sind viele Entwuerfe der Regierung Schroeder
diskussionswuerdig. Dann soll man das doch auch bitte sachlich
diskutieren (und auch mal zugeben, was man gut findet).

Das geschieht generell auch, ich denke nicht, dass man sich in der Union mit Lafontaines Verhalten in 1998 vergleichen lassen (müssen) möchte.

Solange das nicht der Fall ist, ist die Union auf Bundesebene
NICHT waehlbar.

Ich würde diese Aussage dahingehend differenzieren, dass eine Partei, die nicht den Vorteil für ihr Land im Auge hat, generell nicht wählbar ist.

Richtig beaengstigend ist allerdings schon diese Anbiederei an
die USA, man muesste fast schon Angst haben, im Falle einer
Unions-Regierung wuerde ein Herr Pflueger („die aelteste
Demokratie der Welt“) zusammen mit Frau Merkel begeistert den
USA als Bundesstaat beitreten wollen :smile: samt den tollen
Errungenschaften wie Lochkartenwahlmaschinen …

Naja, ich denke nicht, dass die Amis uns haben wollen.
Ferner würden uns ein paar der US-amerikanischen Errungenschaften ganz gut tun, v.a. das Privatrentensystem über Fonds und die Anwendung des Leistungsprinzips…

Wenn die Ober-CDU´lerin das so von sich gibt, dann sind doch
vermutlich eine Mehrheit dieser Partei genauso kriegsgeil,
oder?

Weder Frau Merkel noch ein diskussionswürdiger Anteil der Unionsmitglieder sind „kriegsgeil“.

Leider kenne ich einige, auf die genau das zutrifft.

Ich nicht.

Die Frau ist untragbar. Solange die Kanzlerkandidatin ist,
wähle ich Schröder.

…der in 5 Jahren das Land an die Wand gefahren hat.

Genau!

Na dann seid Ihr ja schon 2 in 2006… :wink:

Ich wähle lieber die Autofahrerpartei…

Grüße,

Mathias