Ist die Riester-Rente sinnvoll wenn

folgende Faktoren berücksichtigt werden:

Person ist weiblich, fast 44 Jahre alt und ledig ohne Kinder. Sie hat seit 1998 einen festen Arbeitsvertrag im Öffentlichen Dienst, vier Tage die Woche mit der Hälfte der regulären Arbeitszeit. Von den 10 Jahren im Öffentlichen Dienst hat sie immer teilzeit gearbeitet - 9 Jahre mit der hälfte und 1 Jahr mit dreiviertel der regulären Arbeitszeit. Vor dem Eintritt in den Ö. D. hat sie außer einer Ausbildung keine weitere Beschäftigung innegehabt. Vor Beginn der Ausbildung und nach Abschluss der Ausbildung hat sie weiterführende Schulen besucht und später ein Studium begonnen aber nicht abgeschlossen. Sie finanziert sich mit ihren Gehalt und einem Teil ALG2. Da eine Aufstockung der Stunden nicht in Sicht ist, wird sie weiterhin auf 20 Stunden bleiben. Wie sinnvoll ist der Abschluss einer solchen Rente da eine Unterstützung auch nach dem Renteneintritt in Form von ALG der Fall sein würde aufgrund der geringen Altersbezüge.

Hallo,

Wie sinnvoll ist
der Abschluss einer solchen Rente da eine Unterstützung auch
nach dem Renteneintritt in Form von ALG der Fall sein würde
aufgrund der geringen Altersbezüge.

kurz dazu: Abgesehen von der moralischen Komponente (ich lasse anderen meinen Lebensunterhalt bezahlen, statt selbst vorzusorgen), weiß niemand, wie die Rechtslage in über 20 Jahren aussehen wird. Und in diesem Fall ist die Riesterrente gerade bei Geringverdienern praktisch immer erste Wahl, insbesondere aufgrund der hohen staatlichen Förderung.

Benni

Sie hat seit 1998 einen festen Arbeitsvertrag im Öffentlichen
Dienst, vier Tage die Woche mit der Hälfte der regulären
Arbeitszeit.
Sie finanziert sich mit ihren Gehalt und einem
Teil ALG2.

Guten Tag Hannah1964,
diese Person arbeitet vier halbe Tage im ÖD und bekommt TROTZDEM noch ALG2??? Wird im ÖD so schlecht bezahlt?

Wie sinnvoll ist
der Abschluss einer solchen Rente da eine Unterstützung auch
nach dem Renteneintritt in Form von ALG der Fall sein würde
aufgrund der geringen Altersbezüge.

Die Frage ist erstmal: Möchte diese Dame etwas für’s Alter zurücklegen oder nicht?
Wenn nein: Schönen Dank für’s Gespräch!
Wenn ja: Welche Alternative Sparform bringt dieser Dame eine höhere Ablaufleistung bzw. ein höheres Endkapital zum Rentenbeginn?
Egal welche Form die Dame wählt, auf eine eventuelle Grundsicherung wird sowieso ALLES angerechnet, da beißt die Maus keinen Faden ab.

Die Dame solle alle möglichen Sparformen berechnen lassen und anhand der möglichen Ablaufleitung, flexibler Gestaltung und möglicher Auflösung/Reduzierung anschließend eine Entscheidung treffen.

Vom Gefühl her würde ich zu behaupten wagen, dass ein Vertrag mit Riesterförderung nicht die schlechteste der Varianten wäre!

Frank Wilke

Hallo Hannah,
diese Person weiß doch nicht, was in mehr als 20 Jahren für eine Rechtslage sein wird, also ob es so etwas wie Grundsicherung noch geben wird, oder eine staatliche Einheitsrente, oder in welcher Partnerschaft sie leben wird (Partner, Partnerin) usw… Wenn sie es sich leisten kann, dann sollte sie unbedingt riestern. Und wenn es dann doch „umsonst“ war, dann kann sie ja vorher den Sparvertrag (keine Versicherung bitte) auflösen und das Geld samt Erträgen verbrauchen, abzüglich der Förderung.
Vor dem Ruhestand feststellen, ach hätte ich mal gespart, weil ich es doch konnte, ist nicht mehr richtig hilfreich. Feststellen, ach, hab eben nur für mich gespart, kann nicht falsch sein!!!
Gruß
Boris