Ist dies ernst zu nehmen ?

Hi,

vor einiger Zeit postete jemand (ich kann mich weder erinnern wer, noch in welchem Brett es war) etwas über die Zusammenhänge von bevorzugter Musik und Charakter.

Nun finde ich heute morgen folgenden Beitrag:
http://www.n-tv.de/Musik_und_Charakter_Du_bist_was_d…

Ist das wirklich ernst zu nehmen?
Ich wäre ausserordentlich erstaunt/verwundert.

Ich erbitte seriöse und weiterbringende Antworten.
Merci

Freundlichen Gruss
(…)

Hallo, Ray,
das könnte IMHO etwa genau so zutreffend sein wie die Bestimmung des Charakters anhand der Sternzeichen.

Gruß
Eckard

hallo,

http://www.n-tv.de/Musik_und_Charakter_Du_bist_was_d…

nun habe ich dort erst erfahren, dass ich nicht kreativ bin

… und an anderer stelle habe ich erfahren, dass ich eigentlich seit 20 jahren keinen sx mehr haben dürfte.

… und wenn der jäger einmal links und einmal rechts am haasen vorbei geschossen hat, dann hat er statistisch gesehen zwei mal getroffen.

aus alledem folgt meine meinung, dass man solche dinge sicher nicht allzu ernst nehmen sollte.

lg dev

… und wenn der jäger einmal links und einmal rechts am haasen
vorbei geschossen hat, dann hat er statistisch gesehen zwei
mal getroffen.

genau, jedes pro Hase nötige A einzeln…

Li

1 „Gefällt mir“

Hallo,

hier haben wir wieder mal den typischen Zeitungs- und Radiomüll der Art „Grosse Füsse sind ungesund“ vorliegen.
Möglicherweise ist das alles frei erfunden.
Möglicherweise ist das alles sinnverdreht, die Kausalrichtung einfach umgedreht.
Möglicherweise ist die Onlineumfrage verzerrt.
Möglicherweise gibt es tatsächlich die beschriebenen Zusammenhänge, jedoch sind diese -trotz Signifikanz- so schwach, dass es eigentlich keinen interessiert. Und 3 Jahre Arbeit dürfen ja nicht umsonst gewesen sein.

Gruss,
TR

genau, jedes pro Hase nötige A einzeln…

da es eine fundsache von geringem wert ist, darfst du sie behalten! :wink:

1 „Gefällt mir“

Lieber Ray!

Nun finde ich heute morgen folgenden Beitrag:
http://www.n-tv.de/Musik_und_Charakter_Du_bist_was_d…

Ist das wirklich ernst zu nehmen?
Ich wäre ausserordentlich erstaunt/verwundert.

Selbstverständlich ist der Befund eines Zusammenhangs zwischen Musikgeschmack und Persönlichkeitsmerkmalen (wie den im Text genannten) nicht unglaubhaft, und er ist schon gar nicht verwunderlich und neu, wie dies dieser Artikel suggeriert.

Ich kann daher deine Verwunderung (oder manche Aussagen meiner Vorposter) nicht nachvollziehen, vielleicht lese ich den Text aber auch falsch.

Ansonsten liefert der Artikel so gut wie keine Information, außer eben der Grundaussage eines Zusammenhangs zwischen Musikgeschmack und Persönlichkeitsmerkmalen, was ich für völlig unspektakulär halte.

Der Text ist deshalb weitgehend sinnfrei und unbrauchbar, vor allem, weil er weder vom Ausmaß dieses Zusammenhangs noch von der Art des Zusammenhangs berichtet, das sagt fast nichts aus, noch nicht einmal, ob denn überhaupt statistische Signifikanz besteht.

Die Erhebungsmethode „Onlinebefragung“ ist sowieso fragwürdig, aber das ist wiederum ein anderer Problemkreis.

_ ℂ Λ ℕ Ð I Ð € _

Tach!

Naja, das Problem ist, das man die Originalstudie nicht kennt. Da bietet sich das bestimmt leicht anders da.

Das man vom Musikgeschmack schlüsse auf den Charakter ziehen kann, glaube ich sogar noch - immerhin gehört zu den meisten Musikrichtungen halt eine Subkultur, mit mehr oder weniger geteilten Werten und Verhaltensnormen.

Beim Punk ist das halt „No future“ und „Fuck the system“ - das bringt keine motivierten Arbeiter hervor, wa?

Die Frage ist, wie signifikant dieser Zusammenhang ist, oder ob der Anteil der fleissigen Inkognito-Punkhörer überwiegt.

Die Frage, die in dem Artikel nicht beantwortet wird, ist was jetzt die Ursache ist - hat man sich einer Szene (mit zugehöriger Musik) angeschlossen, weil man vorher schon den dazu passenden Charakter hatte? Hat die Szene den geformt? Oder gar die Musik? Hört man Musik, weil einem das zugehörige Image gefällt, oder gefällt einem die Musik, und das Image übernimmt man dann?

Das sind die spannenden Fragen.

Viele Grüße!
Ph.

Halo Ray!

Da ich Klassik und Pop liebe bin ich nun ziemlich verwirrt:
Bin ich denn nun kreativ oder nicht?
Oder wechselt das situativ, je nachdem, welche Musik ich grad hör? *grübel*

Ich glaub, ich geb nicht viel auf die Studie…

LiebeGrüßeChrisTine

Die Ichs und die Alle
Liebe ChrisTine!

Ich möchte dich nicht belehren, aber weil dein Argumentationsfehler ein so häufiger ist, möchte ich ihn richtigstellen.

Wäre in diesem Text irgendetwas gestanden von „Alle Pop-Liebhaber sind unkreativ, alle Klassik-Liebhaber sind kreativ“, dann hätte dein Hinweis auf dein popundklassikliebendes Ich Bezug darauf gehabt.

Da dem nicht so ist, weil es um Tendenzen geht, die alle möglichen Zwischenkategorien und Ausnahmen zulassen, hast du mit deiner Antwort soviel Bezug zum Text hergestellt als hättest du den Wetterbericht reingestellt.

Da ich Klassik und Pop liebe bin ich nun
ziemlich verwirrt:
Bin ich denn nun kreativ oder nicht?
Oder wechselt das situativ, je nachdem, welche Musik ich grad
hör? *grübel*

Ich glaub, ich geb nicht viel auf die Studie…

Deine Glaubensentscheidung.


@all:

Dass Zusammenhänge bestehen zwischen Musikgeschmack und zumindest dem „oberflächlicheren“ Teil der Persönlichkeit ist oft und gut gesichertes Wissen.

Für Interessierte statt des Links zu einer halbseidenen Studie ein guter Überblick über die Themen und das Alter von musikpsychologischer und -soziologischer Forschung:
http://www.uni-saarland.de/fak5/orga/pdf/Musikrezept…

Auf S. 14 der Satz, der in abstracto unser Thema am direktesten berührt:
„Ist die Ich-Identität entwickelt, entsprechen die Musikpräferenzen [Musikgeschmack] den individuellen Bedürfnissen und spiegeln die Persönlichkeit wider“

So ein Satz ließe sich in der richtige Bibliothek in 1000den von Studien finden … Soviel zum reißerischen Gelaber vom „überraschenden Befund“ im Ausgangsslink.

_ ℂ Λ ℕ Ð I Ð € _

Liebes Candide!

Ich möchte dich nicht belehren, aber weil dein
Argumentationsfehler ein so häufiger ist, möchte ich ihn
richtigstellen.

Wäre in diesem Text irgendetwas gestanden von „Alle
Pop-Liebhaber sind unkreativ, alle Klassik-Liebhaber sind
kreativ“, dann hätte dein Hinweis auf dein
popundklassikliebendes Ich Bezug darauf
gehabt.

Da dem nicht so ist, weil es um Tendenzen geht, die alle
möglichen Zwischenkategorien und Ausnahmen zulassen, hast du
mit deiner Antwort soviel Bezug zum Text hergestellt als
hättest du den Wetterbericht reingestellt.

Dann danke ich recht herzlich für die Belehrung und…

Da ich Klassik und Pop liebe bin ich nun
ziemlich verwirrt:
Bin ich denn nun kreativ oder nicht?
Oder wechselt das situativ, je nachdem, welche Musik ich grad
hör? *grübel*

Ich glaub, ich geb nicht viel auf die Studie…

Deine Glaubensentscheidung.

…und bedanke mich dafür, soo ernst genommen zu werden!

mfG

ChrisTine

ℂ Λ ℕ Ð I Ð

1 „Gefällt mir“

Dann danke ich recht herzlich für die Belehrung …

Da gibt es nichts zu danken, du hast sie dir verdient.

_ ℂ Λ ℕ Ð I Ð € _

P.S.: Hättest du „oT“ oder „Spaß“ oder auch nur irgendetwas dergleichen dazugeschrieben, hätte ich deine falschen Argumente auch nicht als solche benannt. Wir sind nicht im Plauderbrett, also überhaupt kein Grund für

Liebes Candide