Die Ichs und die Alle
Liebe ChrisTine!
Ich möchte dich nicht belehren, aber weil dein Argumentationsfehler ein so häufiger ist, möchte ich ihn richtigstellen.
Wäre in diesem Text irgendetwas gestanden von „Alle Pop-Liebhaber sind unkreativ, alle Klassik-Liebhaber sind kreativ“, dann hätte dein Hinweis auf dein popundklassikliebendes Ich Bezug darauf gehabt.
Da dem nicht so ist, weil es um Tendenzen geht, die alle möglichen Zwischenkategorien und Ausnahmen zulassen, hast du mit deiner Antwort soviel Bezug zum Text hergestellt als hättest du den Wetterbericht reingestellt.
Da ich Klassik und Pop liebe bin ich nun
ziemlich verwirrt:
Bin ich denn nun kreativ oder nicht?
Oder wechselt das situativ, je nachdem, welche Musik ich grad
hör? *grübel*
Ich glaub, ich geb nicht viel auf die Studie…
Deine Glaubensentscheidung.
@all:
Dass Zusammenhänge bestehen zwischen Musikgeschmack und zumindest dem „oberflächlicheren“ Teil der Persönlichkeit ist oft und gut gesichertes Wissen.
Für Interessierte statt des Links zu einer halbseidenen Studie ein guter Überblick über die Themen und das Alter von musikpsychologischer und -soziologischer Forschung:
http://www.uni-saarland.de/fak5/orga/pdf/Musikrezept…
Auf S. 14 der Satz, der in abstracto unser Thema am direktesten berührt:
„Ist die Ich-Identität entwickelt, entsprechen die Musikpräferenzen [Musikgeschmack] den individuellen Bedürfnissen und spiegeln die Persönlichkeit wider“
So ein Satz ließe sich in der richtige Bibliothek in 1000den von Studien finden … Soviel zum reißerischen Gelaber vom „überraschenden Befund“ im Ausgangsslink.
_ ℂ Λ ℕ Ð I Ð € _