Ist diese Abdichtung des Balkons fachmännisch?

Hallo,
unser Balkon war ursprünglich mit Teerpappe belegt und musste neu belegt werden, weil die Teerpappe undicht geworden war. Unser Klempner hat uns diese neue Methode empfohlen, das sei viel besser als Teerpappe. Uns erscheit diese Arbeit mit den vielen Schweßnähten und Wellen nicht gerade fachmännisch, was meint ihr?
Viele Grüße und schonmal vielen Dank fürs Lesen.

Ich hätte an den Übergängen, so ist es bei uns, eine Übergangslippe erwartet.
So kann kein Dreck in die Rillen eindringen.
Nein, das sieht für mich nicht wirklich fachmännisch aus.

Auf unserer Garage ist auch Teerpappe, dort wo ein Riss war, wurde ein neues Stück vom Dachdecker aufgeklebt.
Keine Ahnung warum man das bei Euch komplette neu gemacht hat, .. weil teurer? :smile:

Normal würden diese Stoßkanten mit Bitumenmasse o.ä. verschlossen werden.
Einlaufendes Wasser bekommst du sonst unmöglich wieder heraus. Spätestens wenn es friert hast du dann richtige (Folge)Schäden.

Sollen das Schweißbahnen sein? Kommt drauf an, wie sauber die Stöße verarbeitet wurden, wie es mit Dehnfugen aussieht und was letztendlich noch drauf kommt.

neu kann man nur aufkleben, wenn noch gute da ist, meist ist der Rest auch so brüchig, dass man komplett sanieren muss.

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Hallo!

Das fragst Du doch nicht wirklich ?

allein die Optik sollte Anlass geben an der Materialwahl zu zweifeln. An der Ausführungen ebenso.

Das ist eine Foliendichtung, die m.E. überhaupt nicht als Gehbelag auf einem Balkon geeignet ist.
Die „Teerpappe“ übrigens auch nicht.

Nach einem Gefälle von Wand weg zum Geländer und in die Rinne frage ich mal lieber gar nicht. Viel kann das nicht sein und was sich der Ausführende bei den nicht ausgefüllten Querrillen gedacht hat bleibt wohl dessen Geheimnis !

Wenn es jetzt undicht ist, sollte man das als Anlass nehmen alles mal von Grund auf neu aufzubauen und zwar mit eine mehrschichtigen Flüssigabdichtung mit und ohne eine extra Nutzbelag aus Platten/Dielen.
Dazu gehört dann auch eine Ausgleichspachtelung um eine ebene Fläche mit Gefälle zu erhalten. erst darauf baut die Abdichtung auf.

MfG
duck313

warum ich dafür nen „dislike“ bekommen habe, verstehe ich nun echt nicht.

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Sorry, ich war aus Versehen drauf gekommen und konnte es nicht rückgängig machen.

Viele Dank für die Antwort. Jetzt nochmal neu machen ist ein Problem. Diese Schweißbahnen sind ja erst im Juli aufgebracht worden. Wir haben aktuell die Rechnung erhalten EUR 2.000,00. Dies beinhaltet allerdings den Abriss des alten Belages.

hi,

wobei es schon richtig war, denn eine Bitumenmasse hat auf dieser Kunststoffbahn nix verloren.

grüße
lipi

hi,

keine Ahnung was hier einige zu erkennen meinen.

Die Rille wird schlicht die Entwässerung sein und zur Konstruktion gehören. Der Kunststoffbahn ist das aber auch egal ob da eine Rille ist.

An der Längstseite, soweit man es erkennen kann, ist die Bahn herumgeführt. Da ist erstmal keine offene Stelle zu sehen.
Die Ecken sieht man schlecht, der Stoß sieht nicht fehlerhaft aus. Er sollte verklebt oder verschweißt sein.

Gefälle wird es haben, sonst läge mehr Dreck drauf, die kleineren Pfützen sind ok.

Es sieht so ok aus, man kann aber auf dem Bild nix prüfen und nicht in die Ecken sehen.

Kunststoffbahnen werden als Abdichtung schon lang verwendet. Sie sind auch haltbarer als Bitumenbahnen, sie werden beispielsweise nicht spröde.
Die Bahnen werden lose aufgelegt, verklebt oder mechanisch befestigt und heiß- oder kaltverschweißt oder verklebt. Da gibt es verschiedenen Systeme passend zu verschiedenen Anforderungen.
Daher auch hier: kein Fehler offensichtlich zu erkennen.

Die Wellen können beim verbinden der Bahnen entstehen, beim erwärmen und verbinden kann sich die Bahn leicht verformen, was dann dahinter zu einer Welle führt. Dabei bleibt die Bahn aber dicht.
Im oberen viertel an der mittleren Naht (etwa mittig vom 3. Feld des Geländers) ist eine Stelle die man nicht gut erkennen kann. Ist die Bahn da angerissen oder ist das auch nur Dreck?

Es ist aber sicher keine Nutzschicht, da müsste das verbaute Produkt genau benannt werden.
Da fehlt noch der weitere Aufbau.

und mal nebenbei: Das ist eine Abdichtung, die soll nicht schön aussehen - die soll in erster Linie dicht sein.

grüße
lipi

Ich möchte Lipis Ausführung vollständig bestätigen und ergänzen, dass beim noch fehlenden! Überbau (z. B. Holztreassendielen, Kiesaufschüttung) unbedingt sorgfältig vorgegangen werden muss.
Zuerst prüfen, ob alle Bahnen dicht sind, das Gefälle stimmt und nirgendwo Schwachstellen (anghende Löcher) zu finden sind.
Der Aufbau sollte Revisionsöffnungen haben, weil sich (wie man jetzt schon sieht) Dreck unter den Terassendielen sammeln wird, der das Abfließen des Wassers behindet. Daher müssen von Zeit zu Zeit die Ablagerungen unter Dielen entfernt werden.
Beim Aufbau einer Terassenkonstruktion sollte sorgfältig darauf geachtet werden, dass die Folie nicht ramponiert wird und es sollten auch keine Gegenstände ‚untergefegt‘ werden.
Bei uns haben die Handwerker eine Schraube zurückgelassen, die mit der Zeit (7 Jahre) in die Folie eingedrückt wurde wodurch die Konstruktion undicht wurde (ca. 3000 EUR Schaden).
An einer anderer Stelle hat ein Handwerker offenbar beim Bohren die Folie angebohrt, dies aber erkannt und mit einem Teerflicken abgedichtet, was aber nach 5 Jahren undicht wurde (ca. 1000 EUR Schaden).
An einer Stelle am Balkon hat sich mit der Zeit so viel Laub angesammelt, dass das Wasser nicht mehr vernünftig an der Rinne abfließen konnte und an der Fassade abfloss. Da es rechtzeitig erkannt wurde gab es keine Schäden, aber eine Revisionsöffnung wäre in dem Moment sehr praktisch gewesen.

Das alles sind Erfahrungen aus erster Hand.

Viele Grüße