bei der Untersuchung beim Neurologen wegen Bluthochdruck wurde beginnende Arteriosklerose der Arteria Carotis diagnostiziert. Ansonsten weder nephrologisch noch kardiologisch keine Befunde. Was bedeuten diese Sätze genau:
„Die Gefäßwände sind unter Strömungsprofil ausreichend sicher zu beurteilen. Hier zeigt sich als einzige Auffälligkeit links im Bulbus Carotis eine umschriebene,flachere,glatte und gut abgrenzbare Plaquebildung, welche gerade einmal 1,3 mm Dicke erreicht, aber sowohl longitudinal als auch in Transversalschnitten deutlich reproduzierbar ist. Ansonsten sind die Gefäßwände der Carotiden sowie auch die Strömungsprofile in der Vertenralis im V2-Abschnitt und Subclavia beidseits normal“.
du hast laut Untersuchungsbefund eine flache Plaquebildung (eine Einlagerung in der Gefäßwand wahrscheinlich auf Grund einer Atherosklerose)im Bulbus der Carotis-Arterie, sonst keine krankhaften Veränderungen. Ein geringfügiger Befund, in deinem Alter vielleicht etwas früh, aber eben derzeit ohne Belang.
Achte auf deinen Cholesterinspiegel und informiere dich, wie man einer Arteriosklerose möglichst vorbeugt.
Wie groß ist eigentlich diese Plaque. Es wurde erwähnt 1,2 mm Dicke, aber wie lang? Ich habe Bluthochdruck, mit Medikamenten bewegt sich bei 140/90. Der Neurologe sagte, dass der BD besser eingestellt werden sollte. Mein Hausarzt sieht das aber anders, findet keinen Anlass für irgendwas und meint, dass diese Plaque keine negative Bedeutung habe?
Ich stimme deinem Hausazt zu. Allerdings ohne genug über deine Lebensumstände zu wissen. Arteriosklerose ist eine Stoffwechselveränderung, und der Stoffwechsel wird auch durch die Lebensgewohnheiten beeinflusst. Bluthochdruck hat seine erbliche Komponente, hat aber auch was damit zu tun, dass du unter Druck stehen könntest.
Falls du den größten Teil des Tages sitzend verbringst und keinen Ausgleichssport hast, dann hat das den Vorteil, dass ich dir einen guten Tip geben kann. Eine allgemein bessere Durchblutung wirkt auch den Folgen einer Carotisverengung entgegen, also einer Funktionsminderung aller Kopforgane. An der Sehkraft zeigen sich entsprechende Störungen zuerst (zB graue Flecken).
Wie groß ist eigentlich diese Plaque. Es wurde erwähnt 1,2 mm
Dicke, aber wie lang?
das geht aus dem Bericht leider nicht hervor.
Ich habe Bluthochdruck, mit Medikamenten
bewegt sich bei 140/90. Der Neurologe sagte, dass der BD
besser eingestellt werden sollte. Mein Hausarzt sieht das
aber anders, findet keinen Anlass für irgendwas und meint,
dass diese Plaque keine negative Bedeutung habe?
der Befund ist offensichtlich geringfügig und hat in der Tat noch keine negative Auswirkung, aber weitergehende Veränderungen sind im Laufe der Jahre natürlich möglich.
Der Blutdruck spielt dabei eine wesentliche Rolle. Werte um 130/80 oder niedriger gelten als normal. Misst du selber? Eine eigenhändige Kontrolle ist immer angebracht, wenn man seinen Blutdruck dauerhaft beobachten will. Eine einmalige Messung in der Arztpraxis genügt selten, zumal da es beim Messen wichtig ist, dass man erst völlig zur Ruhe gekommen ist.
Solltest du noch kein Gerät haben und eins kaufen wollen, dann keins für das Handgelenk, sondern eins zum Messen am Oberarm. Erstere sind unzuverlässig. Einem in der Praxis gemessenen Wert von 140/90 könnte durchaus ein niedriger Wert bei ruhiger Messung zuhause entsprechen.
Lebe sowohl diätetisch und - wie schon empfohlen wurde - durch körperliche Bewegung so, dass einer Blutdruckerhöhung entgegengewirkt wird. Und was wir noch nicht angesprochen haben - nicht rauchen!
Und dann vergiss die Plaque. Fixiere dich nicht auf diesen geringen Befund. Kein Mensch ist ohne Fehl und ohne Mängel. Wann die Carotis mal wieder kontrolliert werden soll, wird dir dein Hausarzt sagen.
Arteriosklerose an sich ist in einem geringen Ausmaß kein Problem. Sie gilt allerdings als Risikofaktor für Infarkt, Insult, alle Embolien,… Ich will dir jetzt auf keinen Fall Panik machen. Arteriosklerose ist nur ein Risikofaktor von vielen und nur weil du das hast, heißt dass nicht, dass du morgen tot umfällst. An deiner Stelle würde ich die Ernährung optimieren und mir sonst nicht allzuviel Sorgen machen. Diese regelmäßige Blutsruckmessung ist zwar eine Idee, ich würde die aber vorsichtig betrachten.
Aus meiner Erfahrung im Rettungsdienst führt die eher zu Panik als zu einer verbesserten Lebensqualität. Der Blutdruck (RR) schwank durchaus und kann unter Umständen kurzzeitig auf bis zu 180 systolisch gehen, nur um 30 min später wieder auf 140 zu sein. Wenn der Druck lt. deinem Hausarzt auf 140 eingestellt ist, passt das schon.
Ich bin nicht übergewichtig, mache regelmäßig Ausdauersport, rauche nicht und trinke kein Alkohol und plus gesunde Ernährung. In dieser Hinsicht habe ich keine Risikofaktoren. Aber erblich gesehen habe ich meine Eltern an Herzinfarkt verloren, asl die 50 Jahre alt waren. Unter diesen Umständen bei mir mit 39 Jahren Bluthochdruck, trotz bester Pflege und Wartung deutet auf eine erhöhte Gefahr hin. Ich denke manchmal, was wäre dann, wenn ich rauchen würde, Alkohol trinken würde, mich schlecht und unausgewogen ernähren würde, kein Sport treiben würde, auf meine Gesundheit nicht achten würde. Viele Freunde von mir, die seit Jahren rauchen und trinken und mit ihren Körpern das machen, was sie wollen, sind schon gesünder als ich Aber was solls, damit muss ich ja leben…
danke für deine Antwort. Sehr interessant fand ich den letzten Satz mit grauen Flecken vor Augen, die ich aber seit meiner Kindheit habe. Psychisch stehe ich nicht unter Druck, aber die erbliche körperlich Belastung ist auf jeden Fall da. Mein Arzt hat mich jetzt zum Endokrinologen überwiesen, danach weiss ich vielleicht mehr.