Ist ei Flachdach auf Dauer dicht zu kriegen?

Wir sind gerade am Haus planen. Vom optischen Eindruck her, würde ein Flachdach am Besten zu unserem Haus passen (Würfelform). Jetzt höre ich von Bekannten immer wieder (ältere Semester), dass da ja scheinbar ein Dichtigkeitsproblem besteht, zumindest war das vor ein paar Jahrzehnten scheinbar ein Riesenproblem. Wie sieht das heutzutage aus, bekommt man ein Flachdach auf Dauer dicht? Worauf muss man speziell achten, wo liegen die Knackpunkte? Muss zwischendrin mal nachgebessert werden, damit es dicht bleibt? Ist eine Dachterrasse der Dichtigkeit eher zuträglich oder eher nicht oder ist das egal?
vielen Dank im Vorraus, Kathrin

Hallo,

wichtig ist das die Zusammenarbeit mit dem Dachdecker klappt, am besten bei der Planung schon mit ins Boot nehmen da wir bzw. ich es schon oft erlebt haben das das was ausgeschieben wird was hinten und vorne nicht passt.
Ein Flachdach im allgemeine ist heute genauso dicht wie ein Ziegeldach, nur bitte nicht auf billig achten, man sollte schon Markenprodukte nehmen, zum Vergleich ist es selbst mit hochewertigen Materialien noch billiger, einer Dachterrasse spricht nicht dagegen, mit Fantasie kann das das teilweise begrünt werden und eine Ruheinsel integriert werden.
Natürlich sollte auch ein Flachdach in Abständen kontrolliert werden, Abläufe duch Laub freimachen, Sichtkontolle, beim Steildach sieht man halt oft Mängel schon vom Boden aus, das ist halt der Nachteil beim Flachdach das man aufs Dachsteigen muß.
Selbst Solarmodule zur WW-Aufbereitung oder Photovoltaik sind gut zu integrieren.

Ich hoffe ich konnte damit einwenig helfen, wenn Fragen sind( Materialien usw ) bitte melden.

Gruß wulfman

Hallo Kathrin,
selbstverständlich ist es heute kein Problem ein Flachdach dauerhaft dicht zu bekommen.
Mit den richtigen Abdichtungsmaterialien (z.B. hochwertige Elastomerbitumenbahnen) werden heute wartungsfreie Zeitspannen von 30 und mehr Jahren erreicht. Wichtig ist das genügend Gefälle zu den Abläufen ( 2%) vorhanden ist.Eine jährliche Begehung eines Dachdeckers( Wartungsvertrag nach Ablauf der Gewährleistung) ist empfehlungswert.Eine Dachterrasse
sollte mit einem Terrassenbelag versehen werden, dieser schützt zusätzlich die Dachhaut.
Gerne stehe ich Dir für weitere Fragen zur Verfügung

Fritz

Hallo Kathrin,
das sind ja eine Menge fragen.
also grundsätzlich ist ein flachdach natürlich immer dicht. dichtigkeitsprobleme gibts eigentlich immer dann wenn nicht sachgemäß gearbeitet wurde, oder nicht das richtige dachsystem für die jeweiligen ansprüche, an das dach, gewählt wurde.
„nachbessern“ muss man also normalerweise nur im fall der sanierung. grundsätzlich kann man sagen, das ein flachdach heutzutage etwa 25-30 jahre hält. und man kann heutzutage auch sehr günstige wartungsverträge abschliessen.
eine dachterasse hat auf die dichtigkeit eigentlich keinen einfluss.
ich hoffe ich konnte dir schon mal ein wenig helfen. wenn du noch fragen hast kannst du dich ja gern nochmal melden.
Gruß Chris

Hallo,
vielen Dank für Ihre Frage.
Früher gab es wirklich sehr große Probleme bei Flachdächern.
Im laufe der Jahre hat sich alles grundlegend geändert. Lassen Sie das Dach nur von einem Fachmann ausführen (mit Folie oder auch Schweißbahnen ist egal)
Gruß
FJLamping

Nur keine Angst.

Bim Flachdach sollte man Gefälle aufbringen, mind. 2%, ich würde etwas mehr planen. Die heutigen Abdichtungslagen sind sehr gut. z.B. Betondecke, Dampfsperre, Dämmung EPS (gem. EnEV), KSU-Bahn, darauf PYE PV 200 S5 talk. (ist nicht unbedingt notwendig), dann PYE PV 200 S5 beschiefert, oder APP-Bahn…

Sollte eine Dachterrasse aufgebaut werden würde ich auf alle Fälle APP-BAhnen einsetzen. Terrasse mit Betonplatten, es gibt sehr schöne, im Splittbett herstellen…

Besonderes Augenmerk sollte man auf die Entwäüsserung legen. Ich würde Gullys mit Klemmflansch einbauen, in die Decke und als Aufstockelement, Notüberläufe ebenso mit Klemmflanschkonstruktionen. Attiken schön hoch, ca. 30 cm, darauf Alu-Abdeckung, Kuppeln mind aus der wasserführenden Eben heraus einbauen, ebenso Dunstrohr. Türen mit Schwelle herstellen. Wenn sie jetzt planen soll der Türanschluß fachgerecht möglich sein. Anschlußhöhe finde ich gut mit mind. 10 cm über wasserführende Ebene, das ist der spätere Belag (Betonplatten), auf nichts anderes einlassen!!!
Ist etwas aufwändiger, aber lohnt sich langfristig.
Dachfläche würde ich nicht bekiesen/begrünen, dann kann diese besser gewartet werden, gereinigt, wie beim Steildach die Rinnen, Nicht am Material sparen, auch nicht am Arbeitslohn, einen Dachdecker finden der empfohlen wurde, in der Nachbarschaft nach Dachdeckern ausschau halten die gerade am Arbeiten sind, bei kleinen Häusern, nicht bei riesen Objekten.

Viel Erfolg, K. Taeubig

Hallo Kathi,

Deine Probanden haben schon teilweise Recht. Alte Flachdächer können Problemzonen haben.

Moderne Dächer heutiger Bauweise haben diese Probleme nicht mehr.

Früher z.B. waren die Abdichtungsbahnen nicht UV-beständig. Man musste sie regelmäßig pflegen. Keine Pflege = Undichtigkeiten. Heutige Materialien sind UV-beständig.

Früher klebte man an den Rändern ein so genanntes T-Profil aus Alu ein. Temperaturschwankungen an Bitumen und Alu führte zu Rissen. Heute baut man einen Rand mit der Abdichtung und setzt eine Abdeckung aus Metall darüber, so kann alles unabhängig voneinander arbeiten.

Einem Flachdach steht somit eigentlich nichts im Wege.
Trotzdem mal einige Tipps, die vorausschauend hilfreich sein könnten:
ICH würde niemals rundum einen Rand bauen. Im Extremfall kann sich Wasser anstauen. Wenn man an einer Seite eine Dachrinne montiert und dem Dach ein geringes Gefälle gibt, hat man niemals Wasser (oder Mengen an Schnee, auch in getauter Form) auf dem Dach stehen.
Ist die Dachrinne verstopft, verschwindet das Wasser halt über die Kante.
Baut Ihr trotzdem einen Rand rundum, sorgt dafür, dass es so genannte Notüberläufe gibt. Falls der Gully verstopft ist, läuft das Wasser durch diese Überläufe ab und verhindert, dass zu viel Wasser auf dem Dach statisch durch sein Gewicht gefährlich wird.

Entscheidend ist bei der Umsetzung die fachgerechte Ausführung, vor allem der Details.Ich würde mich mit einer Firma zusammensetzen, die vertrauenswürdig ist. Achtet darauf, dass sich die Herrschaften Zeit für eine ausführliche Beratung nehmen und Eure Fragen alle ausführlich beantworten.

Wenn Du magst, schaue ich mir auch gerne das Leistungsverzeichnis an, nach dem Euer Dach gebaut werden soll.
Oftmals werden Angebote nur grob erstellt und Details, die dann später richtig Geld kosten, werden verschwiegen.

Ich hoffe, das hilft Dir erst mal.

Gruß
Frank

Vielen Dank für die Antwort. Eventuell melde ich mich wieder!
lg Kathi

Vielen Dank für die Antwort. Eventuell melde ich mich wieder!
lg Kathi.

Hallo Kathi,

Ein Flachdach ist genauso sicher wie ein Steildach. Es hat in früheren Jahren sicherlich Schwierigkeiten gegeben, da die Materialtechnik nicht optimal war.
Allerdings sind einige Punkte zu beachten:

  1. Das Dach sollte unbedingt von einem erfahrenen Architekten, besser Fachgutachter geplant werden, weniger von einem Herstellervertreter oder einer Dachdichtungsfirma.
  2. Empfehlenswert ist die Verwendung von Produkten eines renommierten Herstellers wie SIKA (Sarnafil). Dieses Produkt hat z.B. den Vorteil, dass mit entsprechend geringem Preisaufschlag, die Überwachung der Arbeiten und evt. eine Gewährleistungszeit von bis zu 15 Jahren möglich ist.

Wir sind gerade am Haus planen. Vom optischen Eindruck her,
würde ein Flachdach am Besten zu unserem Haus passen

Hallo Kathrin,

entschuldige dass ich so spät schreibe.
Es gibt Flachdächer, die so um die 30 Jahre auf dem Buckel haben. Dabei ist es gleich, ob sie bituminös oder mit einer Kunststoffdichtungsbahn abgedichtet sind.
Grundsatz bei allen Dingen ist, Preis und Leistung sind immer Gleich!
Du kannst nicht erwarten, dass ein Dach, das 10000,- Euro kostet, von einem Anbieter für 6000,- Euro gemacht wird, das gleiche ist. (war nur ein Zahlenspiel)
Empfehlung: Lose verlegter Aufbau mit einer Auflast aus Kies (preiswert) oder ein Gründach (teurer)
Aufbau von unten nach oben: (Hersteller in Klammern sind Qualitätsprodukte): eine bituminöse Dampfsperre (Börner); Wärmedämmung EPS 035 150KpA (überall gleich, da DIN Produkt); Trennlage 300 gr Kunststoffvlies (FDT oder Kettinger); Kunstsoff Abdichtungsbahn (Alwitra Evalon 1,8 Stark (wenn mit unterseitigem Vlies, dann kann auf das 300gr Vlies verzichtet werden)- kann nicht jedere verarbeiten, ist jedoch ein absolutes Spitzenprodukt. (ich verlege kein PVC, PVC ist allerdings billiger (beachte Grundsatz)) ( meine persönliche Meinung); Trennlage/Schutzlage unter Kies 300 gr Kunststoffvlies (FDT oder Kettinger); Kies 16/32 gewaschener Rheinkies 5-8 cm hoch (80kg pro qm)
Eind Dachtrrasse ist kein Problem, die Platten sollten jedoch nur auf eim Splittbett verlegt werden.

Wende Dich an deine örtliche Dachdeckerinnung und lass Dir adressen von Innungsmitgliedern geben. Lasse Dir mindestens vier Angebote senden. Wenn Du möchtest, könnte ich Dir eins aufstellen, denn nur dann, wenn jeder das gleiche ausfüllen muss, ist das zu vergleichen. Lass Dir Referenzobjekte nennen, aber im privaten Hausbau nich die riesigen Objekte mit hunderten von Quadratmetern. Gehe zu den Leuten hin und frage nach…
Flachdächer sind gut und Langlebig, wenn sie gut gemacht werden.

Ich hoffe, ich konnte ein bisschen helfen.

Gruß vom Gunther

Hallo
bei Dachdichtungen gab es das Problem das sich auf dauer die Weichmacher verabschieden und das machte diese Folien brüchig.

Eine gute Bahn für den Begrünungsaufbau währen auch EPDM Dachbahnen.

Eine gute Firma währe www.dachbegruenung-material.de

Gruss Natur 22

Mit dem Flachdachdicht von http://www.dach-dichtstoffe.de/alfa-flachdachdicht-b… wird das Flachdach dicht.