Liebe/-r Experte/-in!
Ich hoffe, daß man mir hier helfen kann…
Mein Sohn hat 4 Jahre lang eine feste Zahnspange getragen. Am Ober- und Unterkiefer. Nun sollen die Spangen entfernt werden. Für nachts wird eine lose Klammer bekommen. Diese Leistung trägt die gesetzliche Krankenkasse. Zusätzlich wäre aber ein Lingual-Retainer an den vorderen Ober- und Unterzähnen nötig. Kostenpunkt ca. 360 Euro. Sonst würden sich die Zähne wieder verschieben. Irgendwie bin ich fast
vom Hocker gefallen. Mal eben so. Und dies kurz vor Weihnachten. Und irgendwie sehen wir als Eltern bislang noch ganz diese Notwendigkeit ein. Früher trugen die Menschen doch auch feste Klammern und danach war es gut (spreche nicht aus eigener Erfahrung, aber meine Schwester hatte wirklich schlimme Zähne…da hat sich bis heute noch nichts verschoben!!!)
Meine Frage: ist diese private Zusatzleistung wirklich notwendig? Meine Krankenkasse meinte, wenn es so wäre,
dann wäre es auch eine Kassenleistung. Reicht es nicht aus, wenn die lose Klammer wirklich ständig nachts getragen wird.
Vielen Dank für das lesen meiner mail. Ich wünsche einen schönen zweiten Advent. Und über eine RASCHE Antwort würde ich mich freuen.
Enni
hallo enni,
ein solcher retainer ist notwendig. leider gibt es zu viele rezidive nach einer kfo-
behandlung. auch sollte darauf geachtet werden, dass die weisheitszähne(falls
vorhanden) evtl. vom oralchirurgen entfernt werden müssen. auch sie können die
vorderen zähne verschieben.
mfg dr.frank seidel
http://www.zahn-implantate-berlin.de
Guten Tag, Enni,
Ich fürchte, ich muss Sie enttäuschen. Ich bin Zahnarzt, aber kein Kieferorthopäde. Daher kann ich Ihre Frage auch nicht fachlich präzise beantworten. Auf der einen Seite erscheint ein Retainer lediglich als Alternative zum nachts zu tragenden herausnehmbaren Retainer sinnvoll zu sein, andererseits kenne ich einzelne Patienten, die aus Kostengründen auf den Retainer verzichtet haben, und die das mittlerweile bedauern, weil sich die Zähne ohne festen Retainer doch zurückgestellt haben.
Als Fachmediziner kann ich Ihnen also keinen Rat geben. Als Privatmann würde ich mich ein Leben lang ärgern, wenn das gute Ergebnis einer jahrelangen kieferorthopädischen Behandlung am Ende doch wieder verloren ginge und ich eine erneute kieferorthopädische Behandlung bräuchte, die dann von den gesetzlichen Krankenversicherungen nicht mehr bezahlt würde. Letztendlich ist es also „nur“ eine Frage des Geldes.
Ich wünsche Ihnen eine kluge Entscheidung und eine trotzdem schöne Vorweihnachtseit.
Dr. K.