Hallo Andreas
Es kommt hin und wieder mal vor, das mein Virenprogramm einen
Virus, bzw. eine „Adware“ findet, wo er sie vorher nicht
gefunden hat (vermutlich, weil der Virenscanner diesen zu dem
Zeitpunkt noch nicht erkannt hat).
Das kann alles mögliche sein. Da kommt es auf verschiedene Sachen an, wie etwa:
Wo genau wird die reklamierte Datei gefunden?
Was für eine Malware wird ganz genau gemeldet?
Wenn ich z.B. E-Mails abrufe und es hat etwas dabei, das ein verseuchtes Attachment mitbringt und mein E-Mailprogramm speichert das auf der Festplatte, dann ist das erstmal völlig harmlos, solange ich das fragliche Attachment nicht ausführe. Die betreffende Datei liegt dann irgendwo in dem Pfad, wo das E-Mailprogramm die Sachen ablegt und den ich üblicherweise nicht selber aufsuche.
Wird aber etwas gemeldet, das sich in einem Systemverzeichnis befindet, etwa ‚C:\WINDOWS\System32‘, dann ist Vorsicht geboten. Das deutet darauf hin, dass die Malware ausgeführt wurde und das System somit kompromittiert ist.
Sind sie - wenn das infizierte Programm nicht gestartet
wird/ausgeführt wird - trotzdem gefährlich ?
Nein, wenn eine Datei, die eine Malware enthält, nicht ausgeführt wird, ist sie harmlos. Aber man muss vorsichtig sein und darf die Datei nicht versehentlich doppelklicken…
Oder werden sie nur aktiv, wenn sie auch ausgeführt werden.
Jepp. Allerdings kann das mitunter weitgehend automatisch passieren, etwa wenn die verseuchte Datei vom Browser beim Besuch einer entsprechend präparierten Webseite geladen wird.
CU
Peter