Ist eine FH eine Universität?

Hi,

freue mich auf kontroverse Diskussionen oder div. Hinweise, dass die Frage dumm ist weil offensichtlich :smile:

FH wird nach Meinung eines 3. übersetzt mit „University of Applied…“ und sei daher mit einer Universität gleichzusetzen. Nun ja, er möchte sich als FHler natürlich nicht abgewertet sehen, aber die Uni-Leute sehen das halt schon anders…

ja - und dann noch die Frage, wie sieht es mit einem Bachelor an der FH aus? Irgendwie für mich und für viele Personaler bestimmt sehr undurchsichtig wie da wer genau einzustufen und zu beurteilen ist…

und wie ist es nun wirklich?

Greetz, Kobe

NEIN, aber …
Alla gut auch noch ein bisschen Meinungsäußerung zum Schlammschmeissen

FH wird nach Meinung eines 3. übersetzt mit „University of
Applied…“ und sei daher mit einer Universität
gleichzusetzen

Das sieht nur für uns so aus. In den USA ist die Begrifflichkeit etwas beliebiger. Und sprachglich gesehen: Hochschule mit mehreren Fachbereichen (Universal) für angewandte Wissenschaften. Das trifft es doch.

Während die Unität das gleiche für die theortischen Wissenschaften, in DE mit Ziel der Ausbildung des eigenen Nachwuchses, macht. Wobei man an der Unität noch das Handwerkszeug für die akad. Arbeit erhält.

Außerdem: Eine durchschnittliche University entspricht ja vom Niveau auch eher einer FH.

Nun ja, er möchte sich als FHler natürlich nicht abgewertet sehen, aber die Uni-Leute sehen das halt schon anders…

Das ist DEREN Problem. Mir haben schon Uni-Absolventen gesagt, dass die FHler die sind, die gleich was arbeiten können - Praxisbezug.

ja - und dann noch die Frage, wie sieht es mit einem Bachelor
an der FH aus? Irgendwie für mich und für viele Personaler
bestimmt sehr undurchsichtig wie da wer genau einzustufen und
zu beurteilen ist…

Entspricht BA (Berufsakademie) und dürfte für Informierte sehr wohl einzustufen sein. Z.b. als Bachelor Nachrichtentechnik zwischen Meister Telekom und Dipl.-Ing. (FH) (den es bald auch nicht mehr als Studiengang gibt.

Außerdem gibt es bald keine FHs mehr, die heißen dann alle Hochschulen, dort gibt es nur noch die „besseren Bachelors“ (im Gegensatz zur BA) und - mit Aufbaustudiengang - den Master.

Gruß

Stefan

Hallo Kobe,

FH wird nach Meinung eines 3. übersetzt mit „University of
Applied…“ und sei daher mit einer Universität
gleichzusetzen. Nun ja, er möchte sich als FHler natürlich
nicht abgewertet sehen, aber die Uni-Leute sehen das halt
schon anders…

dem ist auch so.
FHen und Unis haben einige Unterschiede.
An einer FH kann man auch nach einem Master nicht promovieren, wenn man als Lokalität eine FH gewählt hat, ist es eine externe Promotion einer Uni.
Die FH-Profs dürfen bei einer Promotion nicht als Referent auftreten. Obs als Korreferent geht kann ich jetzt nicht sagen.

ja - und dann noch die Frage, wie sieht es mit einem Bachelor
an der FH aus? Irgendwie für mich und für viele Personaler
bestimmt sehr undurchsichtig wie da wer genau einzustufen und
zu beurteilen ist…

Damit schneidest Du eine sehr heiß diskutiertes Theam an.
Das weiß niemand so recht und es wird sich wohl über die Praxis klären.
Wie es (demnächst) der öffentliche Dienst handhaben wird ist mir nicht bekannt.

Gandalf

Hallo Gandalf,

da das Thema für mich nicht wirklich relevant ist, bin ich nicht 100%ig informiert - aber:

Die FH an der ich mein Diplom erworben habe hat zwischenzeitlich auf Bachelor-/Master-Abschlüsse umgestellt. Kürzlich flatterte mir dann eine Einladung ins Haus: Man würde sich freuen, wenn die Alumni die Verleihung des Promotionsrechtes ihrer alten Hochschule mit feiern würden.

Wie gesagt: von den Feinheiten habe ich keine Ahnung, habe aber daraus geschlossen, dass man das im Zuge der Umstellung der akademischen Abschlüsse geändert hat.

Vielleicht weiß ja jemand Genaueres…

Gruß
Ramona

An einer FH kann man auch nach einem Master nicht promovieren,
wenn man als Lokalität eine FH gewählt hat, ist es eine
externe Promotion einer Uni.

… macht der Mai :wink:

Hallo Ramona,

die Verleihung des
Promotionsrechtes ihrer alten Hochschule mit feiern würden.

dann geht es den Fhen wohl so, wie es dereinst den Technischen Hochschulen ergangen ist, die vor ca. 100 Jahren auch das Promotionsrecht erhalten haben.

Auch gut.

Gandalf

Nein.
.

Nein, aber eine Hochschule.

Das bedeutet, man kann dort (nach neuestem Recht) auch seinen Master machen. (Der normale Abschluß ist der Bachelor, früher Diplom (FH).)

Promovieren kann man nur an der Universität.

Gruß

Peter

Hallo,

Außerdem: Eine durchschnittliche University entspricht ja vom
Niveau auch eher einer FH.

Das ist völliger Stuss. Ich habe an einer Uni studiert und arbeite jetzt an einer FH. Genausogut könntest Du behaupten, ein durchschnittliches Gymnasium sei das gleiche wie eine Hauptschule.

Nun ja, er möchte sich als FHler natürlich nicht abgewertet sehen,
aber die Uni-Leute sehen das halt schon anders…

Das ist DEREN Problem. Mir haben schon Uni-Absolventen gesagt,
dass die FHler die sind, die gleich was arbeiten können -
Praxisbezug.

Das ist ziemlich übertrieben. Auch ein FHler kann nicht gleich was arbeiten. Dazu ist die Ausbildung sowohl von Uni als auch von FH viel zu allgemein und die Anforderungen im Beruf viel zu speziell.
Ausnahmen bestätigen hier die Regel.

Btw., kann sein, dass die Ausbildung an der FH praxisnäher ist. Dafür kann sich ein Uni-Absolvent schneller in neue Gebiete einarbeiten.
Nur, um auch mal was pauschales zu behaupten.

ja - und dann noch die Frage, wie sieht es mit einem Bachelor
an der FH aus? Irgendwie für mich und für viele Personaler
bestimmt sehr undurchsichtig wie da wer genau einzustufen und
zu beurteilen ist…

Entspricht BA (Berufsakademie) und dürfte für Informierte sehr
wohl einzustufen sein. Z.b. als Bachelor Nachrichtentechnik
zwischen Meister Telekom und Dipl.-Ing. (FH) (den es bald auch
nicht mehr als Studiengang gibt.

Sorry, eine Berufsakademie in Württemberg ist sowas ähnliches wie eine FH. Die Berufsakademie in Niedersachsen dagegen in keiner Weise. Und der Bachelor an beiden ist nicht das gleiche wie der Bachelor von FH oder Uni.
Um das zu beurteilen hilft teilweise ein Blick in die Einzelnoten der Zeugnisse, teilweise nicht mal das - dann muß man in die im Internet teilweise verfügbaren Lehrinhalte der einzelnen Fächer schauen.

Außerdem gibt es bald keine FHs mehr, die heißen dann alle
Hochschulen,

Ach so? Woher weißt Du das denn?

dort gibt es nur noch die „besseren Bachelors“
(im Gegensatz zur BA) und - mit Aufbaustudiengang - den
Master.

Einfach Uni und FH über einen Kamm zu scheren ist ein wenig zu einfach.

Gruß
loderunner

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Hi,

Das bedeutet, man kann dort (nach neuestem Recht) auch seinen
Master machen. (Der normale Abschluß ist der Bachelor, früher
Diplom (FH).)

ist dieser Master dann mit dem Master an der Uni gleichzusetzen? Oder gibt es dann quasi einen Uni-Master und einen FH-Master?

Gruß,

Steffie

Hallo Steffie,

der Master von Uni und FH sind erst mal gleichwertig. Nur sind die Master der FH technisch/praktisch ausgeprägt und die der Unis eher wissenschaftlich.

Um später zu promovieren, wird ein Master der Universität möglicherweise geeigneter sein.

Gruß

Peter

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

H wie Hola.

Fakt ist aber auch: Dieses Gerede von wegen FH praktischer ist gar nicht wirklich richtig. Den Fall mag es geben, aber bisher war es einzig so, daß man FH-Leute getroffen hat, wo einfach die Theorie zusammengestaucht und gekürzt war. Dafür hat dann aber das Verständnis gelitten und der Praxisbezug war auch nicht so das Wahre.

Diese Aussage sollte man also relativ sehen, zumal einem alle Perser immer sagen „Gehen Sie 'mal lieber an die Uni. FH … ehm … naja … vieleicht … ehhhhh … wers braucht?!“

MfG

Hallo,

Außerdem: Eine durchschnittliche University entspricht ja vom
Niveau auch eher einer FH.

Das ist völliger Stuss. Ich habe an einer Uni studiert und
arbeite jetzt an einer FH. Genausogut könntest Du behaupten,
ein durchschnittliches Gymnasium sei das gleiche wie eine
Hauptschule.

dann wird mir klar, wieso die ingenieure unserer fh immer so eine ruhe ausstrahlen. sie sollten doch mal eine runde mitstudieren.
nach 3 semstern 60% und nach 5 semestern 80% der anfaengerzahl

Einfach Uni und FH über einen Kamm zu scheren ist ein wenig zu
einfach.

du hast recht, es ist nicht das gleiche, aber es ist schon nicht das gleiche, bei welchem professor man hat.
es gibt welche, da fallen 10% durch und es gibt welche, da kommen 10% durch.

die unternehmen wissen die „gleichheit“ zwischen fh und uni zu schaetzen, in dem sie monatslohn(fh)=monatslohn(uni)-250euro rechnen…im durchschnitt und ausserhalb des oeffentlichen dienstes.

ich wuerde sagen, fuer 1-2 jahre zeitersparnis lohnt sich das.

durchschnittsdauer fh 10 von 8 semester
uni 14 von 10 semester

nach der umstellung auf master sind es in jena 11 semester regulaere studiendauer.

aber gespannt bin ich ausserordentlich auf die bachelorgehaelter. die neuanfaenger laufen da in was ungewisses rein.

Hallo,

du hast recht, es ist nicht das gleiche, aber es ist schon
nicht das gleiche, bei welchem professor man hat.

Natürlich nicht. Das ist an keiner Schule der Welt so.

es gibt welche, da fallen 10% durch und es gibt welche, da
kommen 10% durch.

Du hast mich falsch verstanden. Es geht wirklich um das Niveau, nicht um die Durchfallquote. Zudem hängt das Durchfallen in aller Regel nicht an einem speziellen Professor. Wenn Du mal näher hinschaust, sind die Leistungen der Durchgefallenen zumindest in mehreren Fächern, meist sogar in allen unterdurchschnittlich. Es gibt schlicht Leute, die hätten niemals anfangen sollen, zu studieren. Das ist auch nicht von der Form der Hochschule abhängig (FH oder Uni), sondern eher von der jeweiligen Hochschule selber und der dort üblichen Einstellung (und Qualität) der Professoren.

die unternehmen wissen die „gleichheit“ zwischen fh und uni zu
schaetzen, in dem sie monatslohn(fh)=monatslohn(uni)-250euro
rechnen…im durchschnitt und ausserhalb des oeffentlichen
dienstes.

Das ist ein wenig zu einfach gesehen. Das Gehalt ist immer noch Verhandlungssache. Und spätestens beim dritten Job spielen die tatsächlichen Fähigkeiten bereits eine größere Rolle als der Ausbildungsweg.

ich wuerde sagen, fuer 1-2 jahre zeitersparnis lohnt sich das.
durchschnittsdauer fh 10 von 8 semester
uni 14 von 10 semester

Die durchschnittliche Studiendauer sagt nichts über das Niveau der Schule aus. Nicht mal über die persönliche Studiendauer. Zudem macht man es sich zu einfach, wenn man nur danach geht. Es kommt auf die persönliche Lebensplanung an; darauf, wie man diese am sinnvollsten verwirklichen kann. Es gibt sogar Fachgebiete, in denen man ohne Doktortitel nichts werden kann. Da ist dann die Uni vorgegeben, wenn man später mal Aufstiegschancen haben will.

nach der umstellung auf master sind es in jena 11 semester
regulaere studiendauer.

Die Studiendauer von Bachelor und Master sind nicht bundeseinheitlich festgelegt und differieren von Hochschule zu Hochschule.

aber gespannt bin ich ausserordentlich auf die
bachelorgehaelter. die neuanfaenger laufen da in was
ungewisses rein.

Das sehe ich auch so. Ich könnte mir sehr gut vorstellen, daß in einigen Jahren mit einem Bachelor nichts mehr anzufange ist, weil das jeder nur nach als Studienabbrecher oder Versager sieht.
Chaos ist eh’ vorprogrammiert, weil man dem Titel nicht mehr ansehen kann, was dahinter steckt. Ein Bachelor kann man an einer Uni, einer FH, einer Hochschule im Ausland (wobei ‚Ausland‘ wiederum eine unzulässige Pauschalisierung ist) und sogar an einer Berufsakademie (wiederum ein unzulässige Pauschalisierung) machen. Wer soll das denn noch vergleichen können?

Gruß
loderunner

Höre ich zum ersten Mal
Hi,

was Du da sagst käme einer Revolution gleich. Ich habe davon noch nie gehört und bin mir sicher, daß das nicht an mir vorbei gegangen wäre.

Von welcher FH sprichst Du?

Natürlich gibt es FH Profs die auch die Venia Legendi an einer Uni haben und damit Studierenden von der FH leichter das Promotionsverfahren ermöglichen können.

Gruß
Tom

Das sehe ich auch so. Ich könnte mir sehr gut vorstellen, daß
in einigen Jahren mit einem Bachelor nichts mehr anzufange
ist, weil das jeder nur nach als Studienabbrecher oder
Versager sieht.
Chaos ist eh’ vorprogrammiert, weil man dem Titel nicht mehr
ansehen kann, was dahinter steckt. Ein Bachelor kann man an
einer Uni, einer FH, einer Hochschule im Ausland (wobei
‚Ausland‘ wiederum eine unzulässige Pauschalisierung ist) und
sogar an einer Berufsakademie (wiederum ein unzulässige
Pauschalisierung) machen. Wer soll das denn noch vergleichen
können?

ich denke, es wird sich zeigen. es liegt an den schulen und studenten. je nachdem, wie die unternehmen auf die bachelorabschluesse reagieren, wird sich zeigen, ob sie gut sind oder nicht.
stellt man einen absolventen nach dem 12. semster oder 7.semester ein…wird die frage in den unternehmen sein, zumindest in denen, in denen kein uniabschluss notwendig ist.
soviel ich weiss, braucht ein ingenieur sowieso 1-2 jahre um sich einzuarbeiten, egal, wie lange er studiert hat.
wer weiss…man wird sehen…

mfg:smile:
rene