Ist es möglich die Wohnung von inne zu dämmen..?

HAllo, ich wohne seit letztem Jahr in einem Mehrfamilienhaus. Meine Wohnung gefällt mir sehr und ich würde gerne hier wohnen bleiben. Es gibt aber ein Problem. Da das Haus überhaupt nicht gedämmt ist ( nur Steine und Putz) verbraucht man im Winter sehr viel Energie und im Sommer ist die Wohnung sehr warm. Jetzt meine Frage:
Ist es möglich die Wohnung, bzw, die Aussenwände, von Innen zu dämmen und wenn ja wie und womit. Ich habe mal gehört es könnte dann Schimmel auftreten. Könnt Ihr mir dabei helfen..?

Hallo möglich ist selbstverständlich alles…
eine Innendämmung gestaltet sich oftmals schwieriger als eine Aussendämmung, weil es bedeuten kann, dass du die Wand dämmst und zusätzlich eine weitere Wand einziehen musst, damit du nochmal irgendwas an die Wand hängen kannst.
Ich bin da aber selbst nicht unbedingt der Experte, wenngleich ich mich auch schon mit Innenausbau in meinem eigenen Haus auseinandersetze, was sich auch bei einem alten, denkmalgeschützen Haus wesentlich schwieriger gestaltet als zu anfang angenommen.

Ich würde vorab jemanden kommen lassen, der sich die Wohnung mal anschaut.
Stichwort Bauberatung!

Bei solchen Dämmungen spielen oftmals sehr viele Komponenten eine Rolle.
Wann wurde das Haus erbaut, welche Materialien (hier wird es oftmals schon kniffelig, da früher eben nicht alles nach Din norm lief …)wurden verwendet.
Welche Fenster sind zur zeit verbaut , wie wird geheizt und und.

die Gefahr ist , wie du richtig schreibst das dir die Wohnung nachher verschimmelt wenn es unsachgemäss gemacht ist. Oftmals um so schlimmer da man das in der Anfangszeit nicht unbedingt sieht aber die Pilzsporen in der Luft nachzuweisen sind!

liebe grüße

hallo Juemika,
warum fragst du gerade mich, der ich mit dem Thema Kommunikationspsychologie eingetragen bin.
Nun gut, ich habe einige Erfahrung gesammelt zu dem Thema.Und was ich dazu sagen kann:

Also zunächst besteht die Frage, ob die Wohnung deine eigene ist, oder eine Mietwohung. Wenn letzteres zutriff, darfst du darin baulicher Veränderungen vornehmen?
Denn eine Innendämmung kann nicht darin bestehen, ein Wärmedämmendes Material einfach an die bestehnde Wand anzubringen. Was notwendig ist, ist eine echte Baumaßnahme.
Die Gefahr der Schimmelbildung besteht auf jeden Fall. Es kommt daher, dass an der Grenze zwischen Innenisolierung und der darunterliegenden kalten Wand (im Winter), die feuchte Luft, die duch die Isolationsscht dringt, abkühlt und je nach Außentemperatur den Taupunkt erreicht und dann die oberste Schicht der Wand durchfeutet.
Dieses Problem kann dann umgangen werden, wenn die isolierende Schicht mit der Wand eine Einheit bildet in der eine durchgehende Kapilarität besteht.
Um dies zu erreichen muss zunächst mal alles, was eine Sperrschicht darstellt, die die kapilarität unterbricht, entfernt werden, wie z.b. Tapete, und Farbanstrich. Hierauf kann dann eine isolierende mineralische Schicht aufgebracht werden, z.B. eine stärkere Lage von Wärmedämmputz.Dieser bietet zwar keine optimale Dämmung, hilf aber und sollte wenigstens, denke ich mal 4 bis 5cm stark sein, dabei sind die Angaben des Herstellers zu beachten.Es gibt unterschiedliche Putze, die für verschiedene Stärken vorgesehen sind.
Wir haben bei der Fachwerksanierung eine andere sehr wirksame Methode verwendet. Eine Lattung von 8 cm stärke auf die Wand aufgebracht. Darau eine dünne Heraklid-Platte geschraubt (3cm) als spätere Putzträger. In den Zwischenraum wurde ein Gemisch aus Blähton und Kalk- oder Lehmschlämme geschüttet. Dieses härtet aus zu einem „Leichtbaustein“ der aufgrund der Verarbeitung mit er darüber und darunterliegenden Schicht fest verbunden ist. Hier tritt also das Tauwasserproblem nicht auf. Übertreibt man es aber mit der Stärke dieser Innenisolierung kann es sein, dass der Taupunkt irgendwo innerhalb der Außenmauer erreicht wird, was auch nicht gut ist.

Ob es eine weitere Möglichkeit gibt, eine Lage vor die Wand zu bringen, die zur Vermeidung von Tauwasser hinterlüftet ist, weiß ich nicht genau. Da solltest du jemand anderes fragen.

Überhaupt wäre ein Architekt oder Bauingeneur der mit altbausanierung beschäftigt ist, der richtige Ansprechpartner.
Oft übernehmen auch die statiker die bauphysikalische Berechnung die wärmedämmung betreffend.

ich hoffe das hilft weiter
viel Erfolg
Michael

Hallo
Ich würde Calciumsilikatplatten kleben.
Guter Dämmwert und leichte verarbeitung.