Hallo!
Macht es Sinn, sich eine Eigentumswohnung, Wert 149.000 Euro zu kaufen, bei 20000 Euro Eigenkapital und einer monatliche Rate von ca. 700-800 Euro?
Ich bin Selbstständig und möchte neben einer privaten Rentenversicherung was für meine Altersvorsorge tun. Habe ich steuerliche Vorteile durch eine Eigentumswohnung als Selbstständige?
Vielen Dank im voraus für Eure Antworten…
Sorry! Aber ich finde solche Fragen und Dinge besonders von einem Selbstständigen hier im Forum völlig unpassend! Und fehl am Platze!! Um Grundsatzfragen und eigene Wertevorstellung sollte JEDER SELBSTÄNDIGE SEINE EIGENE MEINUNG KENNEN ! Sonst brauche ich als Unternehmer gleich erst gar nicht anfangen, da kommen noch weitere schwierige Entscheidungen auf Sie zu!
Zumal JEDER STEUERBERATER EINE FUNDIERTE BERECHNUNG aufstellen kann!
Hallo,
die Entscheidung für eine Eigentumswohnung, eben für eine Immobilie, sollte gründlich vorbereitet und bewusst vollzogen werden. Häufig wird man durch ein solches Engagement nicht nur räumlich immobil, sondern auch finanziell.
Deshalb ist der Rat und die Erfahrung von Bankmitarbeitern, Freunden und Bekannten besonders wichtig.
Das Thema ist äußerst komplex und sehr von individuellen Gegebenheiten gepägt.
Grundsätzlich von mir einige zentrale Anmerkungen.
Der Kauf einer Eigentumswohnung als Einstieg (?) in privates Wohneigentum ist grundsätzlich der richtige Ansatz.
Entscheidend ist die monatliche Belastung, die aus dem dauerhaft frei verfügbaren Einkommen gut zu bedienen sein sollte.
Bei der Belastung von 600-700 Euro ist natürlich auch die Frage des aktuellen Zinssatzes zu stellen. Aufgrund des relativ hohen Fremdkapitalanteils (das Eigenkapital bei 13 % nicht unbedingt üppig) dürfte der Zinssatz (10 Jahre fest) aktuell zwischen 3,5 und 4 % p.a.liegen.
Der Zinssaz sollte sicherlich mindesten für eine Dauer von 10 Jahren festgeschrieben werden, weil die Zinsen noch nie so niederig waren wie heute.
Aufgrund der Selbständigkeit werden die Banken sicherlich besondere Nachweise über die nachhaltigen Einkommen verlangen.
Bei der Eigentumswohnung (neu/gebraucht?) ist besonders die Lage in der Stadt (Ort?)wichtig (LAGE;LAGE;LAGE!!!), da diese über eine mögliche weitere Verwendung (bzw. angenehme Nutzung im Alter?) entscheidet. Natürlich sollte sie auf keinen Fall zu klein sein (Wohnfläche mindestens 70 qm, hier spielen natürlich persönliche Vorlieben eine Rolle). Auch die Ausstattung sollte komfortabel sein; energetische Gesichtspunkte (Energiepass!) sollten ebenso berücksichtigt werden. Ein Preisvergleich mit anderen Objekten ist dringend zu empfehlen (Sachverständige?).
Die Frage der steuerlichen Ansetzbarkeit in Bezug auf die Selbstständigkeit ist nur dann gegeben, wenn dort die selbstständige Tätigkeit auch im Wesentlichen ausgeübt wird (aktuelles Thema Absetzbarkeit eines Arbeitszimmers!). Ansonsten gibt es für die private Nutzung keine steuerlichen oder staatlichen Vergünstigungen wie es früher einmal war (Fremdkapital über die KfW ist allerdings möglich und sollte von der Bank mit angeboten werden).
Soweit mein erster Rat; in vielen Punkten entscheidet die aktuelle und zukünftige persönliche Situation und das Umfeld. Diese Dinge sind mir naturgemäß nicht bekannt.
Ich hoffe, ich konnte zunächst helfen.
Viel Glück!
Hallo Nura,
Du hast steuerliche Vorteile durch den Erwerb einer Eigentumswohnung, die dir lt. Steuerberatungsgesetz aber nur dein Steuerberater näherbringen darf - bitter daher in diesem Punkte um Nachsicht, dir nicht antworten zu wollen.
Insgesamt ist es sinnvoll, in Sachwert zu investieren, um für seinen Ruhestand vorzusorgen (oder auch nur, um etwas Geld gewinnbringend und zugleich verlustgeschützt anzulegen). Die Immobilie ist hier immer die richtige Wahl, wenn deren Lage stimmt. Diese nämlich bestimmt schon heute die absehbare Möglichkeit des Wiederverkaufs, so sich diese Konstellation ergeben sollte. Wenn Du z.B. einen Partner haben oder später noch hinzuziehen solltest, dieser zudem abhängig beschäftigt ist und einen Vorsorgebaustein RIESTER verfügt, so könntet ihr diesen zu endfälligen Tilgung dieser Woneigentums dann einsetzen, wenn ihr diese Wohnung als euren eigenen Altersruhesitz erwerbt, also mietfreies Wohnen als Altersvorsorge übt. Diese Verwendung ist seit einiger Zeit erst auch mit Riesterverträgen möglich. Man darf diese Verwendung (förderungsunschädlich) aber erst dann bestimmen, wenn man diese Wohnung auch für mietfreies Wohnen im Alter persönlich verwenden wird. Ansonsten (wenn man diese Wohnung also wieder veräußerte) wären die Förderungen aus dem für die Finanzierung eingesetzten Riester-Vertrag nämlich zurückzuzahlen.
Wenn Du meinen Rat als erfahrener Marktbeobachter hierneben noch wissen möchtest, so rate ich dir dennoch eher ab von diesem Deal, weil: wenn die Wohnung 149.ooo EUR kosten soll, verfügt sie nach meiner Erfahrung eher nicht über besonders hohe Lagequalität (es sei denn, sie ist ein echtes Schnäppchen), die 2o.ooo EUR Eigenkapital wären zunächst dann schonmal vergeben, hinzu kämen die Aufwendungen von ca. 8oo EUR (auf welche Dauer?). Laß dir hier bitte einen Zahlplan oder auch Tilgungsplan genannt bis zur NULL aushändigen!!! Das unterlassen (umschiffen) viele „Berater“, die ich so seriös dann nicht finden kann, weil sie nur den ersten Zeitraum der Zinsbindung (sagen wir mal 1o Jahre) beleuchten. Laß dir bitte zeigen, was Du dann noch als Rstschuld hast. Du wirst überrascht sein. Nun kannst Du freilich die Zinsaufwendungen für Fremdkapital (das Bankdarlehen) bei Vermietung der Wohnung über die Betriebskostenumlage (siehe Betriebskosten-umlage-Verordnung) dem Mieter mit überwälzen. Die Tilgung allein gehört dir, weil Du damit schlußendlich dein Eigentum finanzierst.
Wenn Du aber - wie gesagt - vielleicht einen Tipp aus langjähriger Erfahrung mit beachten willst, so schau einmal auf der Internetseite www.venture-plus.de nach. Hier treffen sich nämlich gleich viele, um nicht zu sagen alle Vorzüge einer vernünftigen Geldanlage: Sicherheit - Verfügbarkeit - Rentabilität und sogar - als Zubrot noch - ein gutes Gefühl, sein Geld für eine Gute Sache eingesetzt zu haben. Es ist jedenfalls das Beste, was ich aus dem durchaus vielfältigen Marktangebot als meine Empfehlung herausgefunden habe. Von den Erträgen dieser Anlage wirst Du dir nämlich locker nicht nur eine Eigentumswohnung leisten können, so Du das überhaupt noch willst oder brauchst. Denn Wohneigentum verpflichtet auch einigermaßen, nervt zuweilen ganz schön aus absonderlichen Mietern, verfällt zuweilen auch brachial im Wert durch nachträgliche Bebauungsverordnungen, auf die Du keinerlei Einfkluß hast… kann irgendwie ganz schön Stresspotential aufwerfen, mit dem Du dann ganz allein bist (ohne die vollmundigen Berater, die an dir allein das Geschäft abzusetzen gedachten, denn die handeln ein-für-alle-mal nach der Divise: wir wollen ihr Bestes >>> ihr Geld!).
Wenn Du jetzt viel Text zu schlucken hattest, so sei froh, daß Du mit diesen kritischen Hinweisen vielleicht davor bewahrt wurdest, die Kröte zu schlucken, von der Du dann nicht mehr loskommst - jedenfalls nicht ohne stolze Verluste, so Du den Irrtum zu spät erst bemerkst.
Ich hoffe sehr, dir etwas weitergeholfen zu haben…
Viel Glück! Es ist deine Entscheidung. Nur triffst Du sie jetzt nicht mehr ganz allein, weil: diese Worte werden sich in dir eingraben und Du wirst ihrer gedenken - so oder so!
Eine Immobilie ist immer gut.
Aber ob di da Steuerliche Vorteiel hast weiss ich leider nicht.
Was ich weiss, das eine Rentenversicherung eigentlich sinnlos ist, das du, eigentlich nichts bei gewinnst. Das was dir an Zinsen versprochen wird, geht durch die Inflation wider verloren und dann noch die Steuer die du auf Gewinne Bezahlen musst. das ist in der Regel ein Minusgeschäft.
Steuerliche Vorteile haben Sie keine, wenn Sie die Wohnung ausschließlich privat nutzen. Absetzen können Sie nur was unmittelbar mit Ihrem Business zu tun hat.
Sie könnten die monatliche Rate deutlich geringer haben. Ob Sie den Betrag nun gewählt haben um eine kürzere Laufzeit und damit weniger Zinsen zu haben oder ob Ihnen eine Bank das gesagt hat, weiß ich nicht.
Grundsätzlich ist es empfehlenswert sich viele Kreditangebote von mehreren Banken einzuholen. Es gibt große Unterschiede in den Zinsbeträgen.
Ein Immobilienkauf ist i.d.R. etwas langfristiges. Man nimmt eine große Summe auf und zahlt diese jahrelang ab. Wenn Sie selbstständig sind, können Sie sicher jeden Monat diese Summe aufbringen? Gehen Sie kein Risiko ein.
Wenn Sie das problemlos schaffen, dann fragen Sie sich, wie lange Sie dort wohnen möchten. Was ist wen… ein Partner, Kinder… usw.
Wenn Sie evtl. doch wieder umziehen möchten. Wie ist die Lage der Immobilie? Lässt sie sich gut vermieten? Liegt sie zentral in einem gefragten Wohngebiet? Würde sie sich auch wieder verkaufen lassen?
Ich hoffe, diese Tipps helfen Ihnen. Ich wollte Sie nicht entmutigen. So eine große Summe ausgeben, will gut überlegt sein. Eine eigene Immobilie fürs Alter ist eine hervorragende Idee. Nur sollten Sie es auch schaffen, Ihre Immobilie bis ins Alter zu halten. Und überlegen Sie, wie lange müssen Sie für diese 150 000€ arbeiten gehen?
Daher mag dieser Schritt sehr gut durchdacht sein.