Guten Morgen! Wer hat Erfahrungen mit dem Hausbau aus Lehm, Strohballen und Holz und kann über Baukosten und Energiekosten berichten?
Guten Morgen! Wer hat Erfahrungen mit dem Hausbau aus Lehm,
Strohballen und Holz und kann über Baukosten und Energiekosten
berichten?
Hallo Zerhusen,
mit natürlichen, schadstoffarmen Baustoffen zu bauen ist sicher erstrebenswert.
Lehmsteine, Lehmputze, Stroh, Schafwolle, Hanf, Schilf, Kork, etc. gehören für mich zu den ungebräuchlichsten und exotischsten Baustoffen, die am Markt verfügbar sind.
Sie sind relativ teuer in Anschaffung und Verarbeitung.
Die Nachteile ihrer Eigenschafen überwiegen die Vorteile, die sie zu bieten haben, wenn man sich bemüht, dies objektiv zu betrachten.
Bauen mit Holz (z.B. Holzrahmenbauweise, Holzstabelbauweise, oder Holzskelettbauweise)ist nicht schlechter als massive Bauweise mit mineralischen Baustoffen. Es erfordert aber sehr viel mehr technisches Wissen und Können, um sich keine Bauschäden dabei einzuhandeln. Beim Brand- oder Wasserschäden ist die Holzbauweise eindeutig im Nachteil. Das Bauen mit Holz ist meiner
bisherigen Erfahrung nach, um mind. 10 % teurer, als
massives Bauen, mit gleichem Wärmedämmvermögen.
Gegen die Verwendung von Holz im Innenausbau für Fußböden, Verkleidungen, Treppen, Türen, Fenster, Einbauten, Möbel, etc. sprechen außer dem Preis, kaum
gewichtige Argumente.
Beim Vergleich der Wärmedämmfähigkeit von Bauteilen
und Bauweisen, sollte objektiver Weise der Wärmedurchgangswert (u-Wert)verglichen werden.
Wärmespeichervermögen, Luftfeuchtigkeitsausgleichs-verhalten, Wasserdampfdiffusionsfähigkeit spielen dabei eine untergeordnete Rolle. Schließlich sollte
bei zeitgemäßem Bauen, zur Minimierung des Lüftungs-
wärmeverlustes und zur Gewährleistung von gesunden
und hygienischen Wohnverhältnissen, immer für eine
kontrollierte Be- und Entlüftung (mit Wärmerückge-winnung) der Wohnräume gesorgt werden.
Wenn Sie mehr über zeitgemäßes Bauen wissen möchten,
können Sie einen von mir verfassten Artikel über dieses
Thema anfordern ([email protected]).
Mit freundlichem Gruß aus der Rhein-Neckar-Region
Rudolf Hoffmann