jetzt zerfleischt mich nicht gleich, wenn diese Frage schon einmal gestellt wurde.
„Als Gott den Mann erschuf, übte SIE nur“. Diesen Aufkleber habe ich gestern wieder einmal gesehen.
Auf einer etwa Halbstündigen Busfahrt kamen mir dann so meine Gedanken.
Gott ist männlich, das weibliche Gegenstück ist Göttin.
In der Bibel wird immer nur von Gott als Gott geschrieben, zB. „…und Gott sagte…“, ohne der oder die.
Jesus benutzt die Anreden „Herr“ und „Vater“, was auf einen männlichen Gott schließen läßt.
Hallo,
man kann das natürlich auch so sehen: moderne Heiden z.Bd. sehen die Natur, den Menschen und alles um uns herum als göttlich an, vereinfacht gesagt, also stellt sich die Frage nach dem Geschlecht überhaupt nicht…
Gruß
Andreas
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
jetzt zerfleischt mich nicht gleich, wenn
diese Frage schon einmal gestellt wurde.
Auch schon schlechte Erfahrungen hier gemacht, hm?
Gott ist männlich, das weibliche
Gegenstück ist Göttin.
Jesus benutzt die Anreden „Herr“ und
„Vater“, was auf einen männlichen Gott
schließen läßt.
Alles was wir über Gott sagen, ist zwangsläufig falsch, auch wenn wir etwas richtiges damit meinen: das ist ein grundlegender Satz jeder Rede über Gott, der von der Kirche im 13. Jhdt. sogar dogmatisiert wurde. Es ist sogar immer „mehr“ falsch, als es richtig ist. (Deswegen ist die sog. „Negative Theologie“ die Mutter aller Gottesrede.) Wenn also von Gott als Vater etc. gesprochen wird, muß man fragen, was denn damit positiv gesagt sein soll (nämlich daß Gott der Schöpfer alles Lebens ist, das nach antiker Vorstellung vom Mann als Vater weitergegeben, von der Frau als Mutter nur ausgetragen wird, wie Brot in einem Backofen) und mitbedenken, daß er eher weder man noch Frau ist, sondern einfach „anders“.
In der Bibel wird immer nur von Gott
als Gott geschrieben, zB. „…und Gott
sagte…“, ohne der oder die.
tatsächlich kennt die Bibel spezifisch weibliche Bilder, die Gott zugesprochen werden, vor allem im Alten oder Ersten Testament: Gott liebt den Menschen wie eine Mutter, gibt nährt den Menschen wie eine Amme; eine der zentralen „Eigenschaften“ Gottes in der jüdischen Theologie, seine Barmherzigkeit, entspricht dem hebräischen Wort „Mutterschößlichkeit“.
Keine Frage, daß die Kirche jahrtausendelang dieses Wissen systematischunterdrückt oder wenigstens verschleiert hat. Erst in den letzten paar Jahrzehnten hat sich daran etwas geändert.
Hi
Gott einem Geschlecht zuzuordnen wuerde ihn seiner Goettlichkeit berauben.
Machen wir es wie in den asiatischen Religionen, da gibt es keine Mehrfachheit, richtig ist falsch, falsch ist richtig.
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
aus Deiner Fragestellung geht nicht hervor, welchen Gott Du meinst.
Viele alte Kulturen hatten ja sowohl männliche als auch weibliche Gottheiten.
Wenn wir hier aber vom Gott der Bibel reden, müssen wir uns auch an das halten was in der Bibel steht.
Und da ist sicher die wichtigste Aussage:
„Gott ist Geist“ (Joh.4,24)
Das bedeutet, dass wir uns Gott nicht in einem Körper - egal ob männlich oder weiblich - vorstellen sollen.
Weiters beschreibt die Bibel Eigenschaften Gottes, die wir Menschen als männlich oder weiblich definiert haben (was oft zu Vorurteilen geführt hat).
Im Schöpfungsbericht steht im Urtext:
„Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, männlich - weiblich.“
Daraus läßt sich ableiten, dass Gott beide Geschlechter in sich vereinigt.
Gott schuf den Menschen (Adam = Mensch) erst einmal als Einzelwesen. Und er war sehr gut, vollkommen. Aber er war einsam.
Deshalb teilte Gott den Menschen in männlich und weiblich (Adam und Eva). Und nur gemeinsam ergaben sie wieder ein Ganzes.
Jesus bestätigte diese Tatsache, als er den Pharisäern antwortete: „Habt ihr nicht gelesen…Darum wird ein Mensch Vater und Mutter verlassen und an seinem Weibe hangen, und werden die zwei ein Fleisch sein. So sind sie nicht mehr zwei, sondern eins.“ (Matt.19,4-6)
Bei der Trennung männlich / weiblich entstanden aber nicht zwei gleiche Hälften, sondern zwei komplimentäre Hälften.
Jesus benutzt die Anreden „Herr“ und
„Vater“, was auf einen männlichen Gott
schließen läßt.
Jesus benutzte die männliche Anrede, weil die Zeit, in der er lebte, männlich geprägt war.
Hallo Andreas!
Ich würde diese Menschen nicht als Heiden bezeichnen, da die Art des Glaubens, die Du beschreibst eine Art des nicht nur christlichen Glaubensbekenntnisses ist, der Pantheismus: Gott ist in allen Dingen. Ich glaube auch so und an Gott als Individuum, wenn man das so sagen kann, als Geist.
Gruß Viola.
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Gott ist weder weiblich noch männlich. In der Bibel steht: als MannFrau schuf er sie (im Griechischen Text). Erst bei der Vertreibung aus dem Paradies werden die Menschen in die Geschlechtlichkeit geschieden (sie erkennen ihre Nacktheit und müssen Kinder bekommen). Davor waren Sie wie alle göttlich-geistigen Wesen ungeschlechtlich.
„jene himmlischen Gestalten
fragen nicht nach Mann und Weib
keine Kleider keine Falten
umgeben den verklärten Leib“
(JWG)
Die weibliche Seite der Gottheit ist nur durch die männerdominierte Kirche mehr und mehr verdrängt worden.
Das Häbreische Wort für „Gott“ ist „Elohim“ und ist ungeschlechtlicher Plural.
Cordula
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Erst bei der
Vertreibung aus dem Paradies werden die
Menschen in die Geschlechtlichkeit
geschieden (sie erkennen ihre Nacktheit
und müssen Kinder bekommen). Davor waren
Sie wie alle göttlich-geistigen Wesen
ungeschlechtlich.
Dies ist definitiv falsch, denn die Anweisung sich zu vermehren und sich die Erde untertan zu machen erfolgte vor dem Sündenfall.
Erst bei der
Vertreibung aus dem Paradies werden die
Menschen in die Geschlechtlichkeit
geschieden (sie erkennen ihre Nacktheit
und müssen Kinder bekommen)
Dies ist definitiv falsch, denn die
Anweisung sich zu vermehren und sich die
Erde untertan zu machen erfolgte vor dem
Sündenfall.
Jetzt muß ich allerdings ganz ketzerisch bemerken, daß es genügend Tiere gibt, die Zwitter sind oder ihr Geschlecht wählen können und sich ganz wunderbar vermehren.
Soll heißen: Das eine schließt das andere nicht aus.
Nichts für ungut, wollte nur mal advocatus diaboli spielen.
Jetzt muß ich allerdings ganz ketzerisch
bemerken, daß es genügend Tiere gibt, die
Zwitter sind oder ihr Geschlecht wählen
können und sich ganz wunderbar vermehren.
Soll heißen: Das eine schließt das andere
nicht aus.
Das stimmt, es gibt nur einfach keinen Hinweis oder Indiz, daß das erste menschenpaar als Zwitter erschaffen wurde.
Nichts für ungut, wollte nur mal
advocatus diaboli spielen.
Klar, aber den advocatus diaboli hast du in anderen Beiträgen schon knackiger gespielt
Gott ist weder weiblich noch männlich. In
der Bibel steht: als MannFrau schuf er
sie (im Griechischen Text).
So weit, so richtig.
Erst bei der
Vertreibung aus dem Paradies werden die
Menschen in die Geschlechtlichkeit
geschieden (sie erkennen ihre Nacktheit
und müssen Kinder bekommen). Davor waren
Sie wie alle göttlich-geistigen Wesen
ungeschlechtlich.
Aber hier muß ich widersprechen.
Die Trennung von männlich und weiblich kam vor dem Sündenfall. Also noch im Garten Eden.
Und von dem Zeitpunkt an war ihnen bestimmt, Kinder zu zeugen.
Bei der Vertreibung aus dem Paradies kam lediglich dazu, dass das Kinderkriegen schmerzhaft sein wird.
Die weibliche Seite der Gottheit ist nur
durch die männerdominierte Kirche mehr
und mehr verdrängt worden.
Das Häbreische Wort für „Gott“ ist
„Elohim“ und ist ungeschlechtlicher
Plural.
Mose 1:27
27 Und Gott ging daran, den Menschen in seinem Bilde zu erschaffen, im Bilde Gottes erschuf er ihn; männlich und weiblich erschuf er sie.
Adam wurde wahrscheinlich zu Anfang ungeschlechtlich erschaffen.
Da Adam sich aber nach einen weiblichen Gegenpart sehnte. Wurde auch ein weiblicher Mensch erschaffen, Männin genannt.
Korinther 11:7-9
8 Denn der Mann ist nicht aus der Frau, sondern die Frau aus dem Mann; 9 und überdies ist der Mann nicht um der Frau willen erschaffen worden, sondern die Frau um des Mannes willen.
Mose 2:23
23 Da sprach der Mensch:
„Dies ist endlich Bein von meinem Gebein
Und Fleisch von meinem Fleisch.
Diese wird Männin genannt werden,
Denn vom Mann wurde diese genommen.“
Und Adam wurde danach erst geschlechtlich.
Wahrscheinlich hatte Gott garnicht vor, die Menschen männlich und weiblich zu erschaffen
Die Engel wurden ja auch einzeln erschaffen und nicht durch Fortpflanzung.
Ich darf Cordula rechtgeben, wenn sie schreibt, Gott ist weder männlich noch weiblich. Schon die frühen Kirchenväter sagten: „Nicht Mann ist er, nicht Frau, sondern reiner Geist.“ Denn Mann-sein oder Frau-sein ist immer ein Stück Begrenzung. Gott ist aber über allen Begrenzungen.
In der Hl. Schrift werden daher Gott sowohl männliche als auch weibliche Eigenschaften zugeschrieben. Er ist Vater und Mutter ohne Mann und Frau zu sein. Papst Johannes Paul I., der Vorgänger des jetzigen Papstes, hat in einer Mittwochaudienz gesagt: „Gott ist Vater und Mutter zugleich“. Eben in jener obengenannten Art und Weise.
Interessant ist auch die Sprache: Hl. Geist, der als die dritte göttliche Person gilt, ist im Lateinischen männlich: SPIRITUS, im Griechischen sächlich: PNEUMA, und im Hebräischen weiblich: RUACH.
Dabei kommt mir immer jene Darstellung in Frankreich an einer gotischen Kathedrale in den Sinn: Dargestellt die Hl. Dreifaltigkeit. Links der Vater, rechts der Sohn, in der Mitte der Hl. Geist, aber dieser weiblich dargestellt.
Man könnte noch viel erzählen, das aber sprengt den Rahmen einer schnellen Antwort.
Gruß von ACHILL
Adam wurde wahrscheinlich zu Anfang
ungeschlechtlich erschaffen.
Da Adam sich aber nach einen weiblichen
Gegenpart sehnte. Wurde auch ein
weiblicher Mensch erschaffen, Männin
genannt.
Dieser Folgerung kann ich nicht folgen. Gemäß 1.Mose Kapitel 1 Vers 27 und 28 sollten sich die Menschen vermehren und die Erde untertan machen. Ohne Sexualität geht das nicht.
27 Und Gott ging daran, den Menschen in seinem Bilde zu erschaffen, im Bilde Gottes erschuf er ihn; männlich und weiblich erschuf er sie. 28 Auch segnete Gott sie, und Gott sprach zu ihnen: „Seid fruchtbar, und werdet viele, und füllt die Erde, und unterwerft sie [euch], und haltet [euch] die Fische des Meeres und die fliegenden Geschöpfe der Himmel untertan und jedes lebende Geschöpf, das sich auf der Erde regt.“
Wahrscheinlich hatte Gott garnicht vor,
die Menschen männlich und weiblich zu
erschaffen
Die Engel wurden ja auch einzeln
erschaffen und nicht durch Fortpflanzung.
Das mit den Engeln stimmt, wobei diese auch die Form von Männlichen Menschen inklusive Sexualität annehmen können. (1.Mose 6:4)
Der Mensch ist aber körperlich nach dem Muster von Säugetieren erschaffen.
Erst bei der
Vertreibung aus dem Paradies werden die
Menschen in die Geschlechtlichkeit
geschieden (sie erkennen ihre Nacktheit
und müssen Kinder bekommen). Davor waren
Sie wie alle göttlich-geistigen Wesen
ungeschlechtlich.
Aber hier muß ich widersprechen.
Die Trennung von männlich und weiblich
kam vor dem Sündenfall. Also noch im
Garten Eden.
Und von dem Zeitpunkt an war ihnen
bestimmt, Kinder zu zeugen.
Bei der Vertreibung aus dem Paradies kam
lediglich dazu, dass das Kinderkriegen
schmerzhaft sein wird.
die trennuung in adam und eva war vor dem sündenfall, aber erst danach erkannten sie sich als mann und frau und schämten sich ihrer nacktheit. das verstehe ich so, dass dann erst die sexualität im heutigen sinne entstand.
wie wäre die these: ungeschlechtliche vermehrung? denn geschlechtlich wird sie m.e. erst, als sie sich als mann und frau erkennen, und das ist nach dem sündenfall
die trennuung in adam und eva war vor dem
sündenfall, aber erst danach erkannten
sie sich als mann und frau und schämten
sich ihrer nacktheit. das verstehe ich
so, dass dann erst die sexualität im
heutigen sinne entstand.
Du meinst, die Schlange sei Schuld
an der Existenz der Frau?
Du meinst, die Schlange sei Schuld
an der Existenz der Frau?
Das halte ich fuer eine gewagte
These :
Sie ist mitverantwortlich für die Existenz der Geschlechtlichkeit. Also an der Existenz der Frau und des Mannes (im Gegensatz zum ungeschlechtlichen Menschen).
Kleiner aber wesentlicher Unterschied!