Ist Keloidvermeidung bei Tätowierung möglich?

Hallo Leute,

ich plane, mir mit meinem bruder ein gemeinsames Tattoo knapp unterhalb des Schlüsselbeins stechen zu lassen. Jedoch zeigte ich vor Jahren bereits leichte keloide Reaktionen auf die Entfernung von Lebenflecken (Hüfte und Achselhöhle).Diese wurden dann mit einem nadelfreien Injektor behandeld,um eine erneute Wucherung zu vermeiden.
Ich weiß, das verschiedene Körperpartitionen unterschiedlich darauf reagieren können daher bin ich sehr vorsichtig damit. Beim Ohrringstechen in den Ohrläppchen entstand zumindest kein Keloid.

Sicher werde ich vor der Tätowierung einen Dermatologen aufsuchen, jedoch hoffte ich, hier vielleicht schon einige Erfahrungsberichte zu hören.
Ist es möglich, eine solche keloid-bildende Wirkung zu unterbinden?Oder macht dies eine Tätowierung ohne Verunstaltung auf Lebenszeit unmöglich? :confused:

Super. Ich danke schon einmal für eure Antworten.

Hallo,

ich lasse mal meine Gedanken kreisen:
Der Tätowierer kann versuchen, relativ oberflächlich zu stechen (was mit entsprechend schnellerem Verblassen des Tattoos verbunden sein dürfte). Darüberhinaus könntest du bei einem Dermatologen vorstellig werden und fragen, ob es möglich sei, das Ganze mit Cortison zu unterspritzen, sowie während der Abheilung z.B. mit Silikonpflastern Druck auf die Wunde aufzuüben (natürlich auch unter Anleitung des Dermatologen). So etwas macht man auch bei Brandverletzten, um eine solche Wucherung zu vermeiden.

Das alles wären Vorsichtsmaßnahmen, was den Hauptfaktor der Keloidentstehung (dein Bindegewebe) natürlich nicht ganz ausschalten würde.
Darüberhinaus müsste der Dermatologe mitspielen; vermutlich müsstest du die Behandlung bei ihm ohnehin privat zahlen.

Alles in allem waren das für mich Argumente, bei ähnlicher Prädisposition auf jegliche Tattoowünsche zu verzichten.

Grüße
Liete