mal angenommen jemand ist für längere Zeit krankgeschrieben und nennt dem Chef und zwei der engsten Kolleginnen die Symptome.
Der Krankgeschriebene käme dann zurück in die Firma und durch den Kommentar eines Kollegen aus einer völlig anderen Abteilung würde klar, dass über die Krankheit bzw. die Symptome mit Dritten geredet wurde.
Wäre so etwas nicht rechtens oder müsste der Erkrankte explizit darauf hinweisen dass alle Details die seine Krankeit betreffen vertraulich sind (eigentlich muss man dem Arbeitgeber ja gar nicht mitteilen was man hat)?
Es ginge in diesem Fall nicht darum juristische Schritte einzuleiten, sondern darum den Chef darauf hinzuweisen dass persönliche „Daten“ offenbar von einigen Kollegen nicht entsprechend vertraulich behandelt werden. Insofern ginge es nur um eine Absicherung bevor dieses Thema zur Sprache gebracht würde.
In diesem Fall wäre es relativ klar dass die Kolleginnen „geplaudert“ haben.
Die Frage ist aber ob persönliche Daten (wie es Krankheiten nun mal sind auf einer Krankmeldung für den AG steht ja auch nie die Diagnose) egal von wem auch immer einfach in einem Unternehmen ausgeplaudert werden dürfen?
Das hieße ja im Umkehrschluss dass man besser von seinem Recht Gebrauch machen würde, einfach nur zu sagen dass man krank ist, aber nicht was man hat um zu vermeiden dass das die Runde macht.