Hallo,
ich habe winzige rote Käfer an jeder Blüter meines Jasmins. Außerdem befinden sich scheinbar auf den umliegenden Blättern winzige weiße Larven.
Was ist das? Und wie kriege ich die wieder weg?
Ich glaube nicht dass es Spinnmilben sind, diese hatte ich letztes Jahr an meiner Weide und das sah einfach anders aus.
Diese Käfer jetzt haben sich auch nach 20 Minuten keinen Millimeter bewegt auch wenn man sie mit Wasser ansprüht reagieren sie gar nicht.
Der Jasmin ist eine Hängepflanze und alle darunter stehenden Pflanzen sind ebenfalls befallen.
Was sind das für Viehcher? Und was soll ich tun? Und könnten die schädlich sein für meine Katzen?
Gruß Silja1986
Könnten die schädlich sein für meine Katzen?
Wie kommst Du denn darauf ? Niemals nicht.
Udo Becker
Wieso habe ich das Gefühl, dass diese Antwort nicht ernst gemeint war?
Hallo Silja1986,
Ferndiagnosen sind immer schwierig, aber nach der Beschreibung tippe ich schon auf Spinnmilben. Auf die „klassische“ Rote Spinne passt die Beschreibung recht gut. Es gibt verschiedenste Arten von Spinnmilben, die alle etwas anders aussehen. Wenn du ein Mikroskop hast und eines der Tierchen unzerquetscht darunter bringst, kannst du ja versuchen, Beinchen zu zählen: Milben haben acht, wie alle Spinnentiere, Käfer und andere Insekten haben sechs… Manchmal sieht man - je nach Jasminart - zwischen den feinen Blättchen auch Gespinste.
Was hilft? Bei mir (Spinnmilben auf J. azoricum) half nur ein Dreipunkte-Plan:
1. Abduschen - und zwar kräftig. Das ist kein Allheilmittel, wäscht aber ein paar der wasserscheuen Milben weg.
2. Rückschnitt - stark befallene Pflanzenteile herausschneiden, auch wenn das bei einem hängenden Jasmin weh tut. Jasmin ist ja sehr regenerationsfreudig und treibt rasch wieder aus.
3. Behandlung mit einem Akarizid (Mittel gegen Milben) - ohne wird es nicht gehen. Dabei unbedingt alle Pflanzen gleichzeitig behandeln! Wenn möglich im Freien, dabei aber auf den Sonnenschutz achten. Wenn du natürliche Substanzen einsetzen willst: Pyrethrum allein wirkt meiner Ansicht nach nicht allzu gut gegen Milben, in Kombination mit Öl eventuell besser. Kaliseifen sind bei Jasmin wegen der teilweise verdrehten und feinen Blätter schwer anzuwenden. Neem wirkt wohl ganz gut. Der beste Naturstoff gegen Spinnmilben ist aber Abamectin. Abamectin ist allerdings nicht eben ungiftig (und nicht optimal für deine Katze) und deswegen im Deutschland meines Wissens für den Privatgebrauch nicht zugelassen (in der Schweiz gibt es z. B. Spomil Spezial). Daneben existieren verschiedene spezifische Akarizide, meist auf Basis von Brompropylat, die ich den klassischen Breitband-Keulen auf Dimethoat-Basis (Bi 58, Rogor) vorziehen würde - aber das ergäbe endlose Diskussionen… Lass’ dich am besten beim Händler deines Vertrauens beraten.
Als abschließender Trost: Mein Jasmin hat die Spinnmilben sehr gut überstanden und blüht wieder ununterbrochen 
Gruß
Bernd
Ich danke dir für die Antwort.
Leider muss ich gestehen, dass der Jasmin mittlerweile weggeschmissen wurde. Wir haben ihn gestern abgenommen und bei genauen hinschauen gab es keine Blüte mehr die nicht voll von den roten Milben waren, dass kaum ein Blatt frei von den weißen Larven und selbst der Boden war bedeckt von diesen Tieren.
Aber dennoch glaube ich nicht dass es Spinnmilben waren, es war nicht ein Faden zu sehen. Letztes Jahr an meiner Weide waren diese deutlich sichtbar und ich meine auch die Milben waren ein wenig größe. Diese Viehcher konnten am Jasmin auch nur so lange überleben, weil ich keine Erfahrung mit Jasmin habe und das für mich erst aussah, als würde das zur Blüte dazu gehören, Blütenpollen oder so.
Aber ich danke dir dennnoch für den Tipp. Ich werde es jetzt bei den anderen Blühpflanzen darunter anwenden, diese sind zum Glück nicht ganz so stark befallen.
Liebe Grüße Silja