Hi Luggi,
für die ermordete Person selbst mag es keinen Unterschied geben. Wobei, die Todesart und Zeit des Sterbens kann sehr unterschiedlich von statten gehen. Ist es ein schneller Tod, z.B. mit einer Pistole erschossen oder wurde die ermordete Person im Vorfeld noch möglicherweise sogar über einen längeren Zeitraum gequält. Mit realen Todesfällen dieser Art habe ich - glücklicherweise - kaum Erfahrung. Doch in Filmen wird gerne gefragt, ob das Opfer noch leiden hat müssen. Und ich könnte mir vorstellen, dass diese Frage auch im realen Leben gestellt wird.
Bei einem Gerichtsverfahren mögen auch die Beweggründe eine Rolle spielen, z.B. ist das Motiv Habgier, Eifersucht, Neid… war der Täter / die Täterin (vorübergehende) unzurechnungsfähig…
Zuerst möchte ich sagen: Nein, ich habe niemanden umgebracht
. Ich bin mir nicht sicher ob das in dieses Brett passt,
weil ich eben kein Experte bin. Aber wir werden ja sehen.
Warum ist Mord nicht gleich Mord? Worauf ich letzten Endes
hinaus will, ist der Unterschied im menschlichen Empfinden,
den es zweifellos gibt … folgende Situation:
Ich und wahrscheinlich fast jeder von uns hat schon mal eine
Spinne oder so „ermordet“, weil die halt ganz und gar nicht in
die Wohnung passt. Ich behaupte mal, dass die meisten nicht
weiters darüber nachdenken und das Leben weiterleben wie
gehabt.
Das ist für mich noch eine etwas andere Frage. Meinst Du, weshalb der Mensch grundsätzlich fähig ist zu töten, doch z.B. Spinnen um bei Deinem Beispiel zu bleiben, „leichter“ tötet, als seinesgleichen?
Ein Teil mag darin zu finden sein, dass wir z.B. Spinnen als uns nicht gleich ansehen, als weniger wert, als häßlich oder gar angsteinflößend. Um bei Tieren zu bleiben, so werden diese primär zur eigenen Lebenserhaltung getötet (fressen und gefressen werden). Weitere Gründe könnten Angst vor Tieren oder die Lust am Jagen (Safari) sein bzw. auch Sadismus.
Aaaber und jetzt wirds spannend, würde ich einen Menschen
ermorden bin ich mir sicher, ich würde daran zu Grunde gehen.
Ich würde es emotional nicht aushalten.
Bei manchen Menschen denke ich, sie töten nur nicht Artgenossen, weil sie Angst vor den Konsequenzen (Gefängnis) haben. Manche Menschen meinen, jeder Mensch wäre ein potenzieller Mörder. Nun, wie würdest Du reagieren, wenn jemand Dich oder von Dir geliebte Menschen lebensbedrohlich angreift?
In der Soap „Roseanne“ ging es mal darum, dass die Tochter Darlene als Vegetarierin fragte, warum sie Tiere ausbeuten müßten. Roseanne meinte sinngemäß, sie (Darlene) verstünde es einfach nicht, dass wir Menschen in der Evolution eine Stufe zu niedrig stünden um Menschen auszubeuten. Ich finde das trifft’s. Banal aber wahr.
Kann man das erklären? Ist etwas im Menschen „drin“, das es
nicht zulässt die eigene Art zu töten, aber andere Gattungen
schon - zumindest nicht mit solchen Auswirkungen?
Hmm. Naja, es gab und gibt wohl noch Kanibalismus. Vielleicht hat sich die „herrschende“ Rasse darauf geeinigt, weil jeder ruhig schlafen können wollte (
), dass man einander nicht ausbeutet, sondern „nur“ Lebewesen die man für minderwertiger in ihrem Recht auf Leben ansieht.
Wenn ich mir überlege, dass wir 6,5 Milliarden Menschen nun haben… Ach nö, will ja weiterhin einigermaßen gut schlafen.
)
Ciao,
Romana
Wer weiß was…?
Danke,
Luggi