Ist Politiker/in kein Vollzeitjob ?

Hallo,

als Überschrift wollte ich eigentlich fragen, ob Abgeordnete/r, Gewerkschaftsboss/in, Regierende/r und/oder ähnliche Berufe auch einen vollen Arbeitstag haben oder ob diese Leute diese hochbezahlten Tätigkeiten so nebenbei ausüben können? Dies ist für eine Überschrift natürlich zu lang.

Deshalb vor der Frage noch eine Erklärung.

Ich habe in meinem Berufsleben einige Dienstverträge abgeschlossen. Fast immer habe ich unterschrieben, daß ich meine gesamte Arbeitszeit dem jeweiligen Arbeitgeber zu widmen habe. Nebentätigkeiten seien diesem zu melden und abhängig von einer Genehmigung. Soweit von mir.

Heute in den Nachrichten lernte ich, daß der Gewerkschaftsboss, Herr Zwickel, in seiner Funktion als (ehemaliger?) Aufsichtsrat der Mannesmann, in eine staatsanwältliche Untersuchung verstrickt sei.

Vor langer Zeit, in einer Fernsehsendung, brüstete sich der Abgeordnete Herr Graf Lambsdorf, daß er nur 7 (in Worten NUR sieben) Aufsichtsratsposten bekleide. Er kritisierte (im Allgemeinen) seine Kollegen/innen, daß diese nicht genug bekommen könnten und bis zu 15 solcher Nebentätigkeiten ausführen würden.

Vom Bundeskanzler, Herrn Schröder, weiß man auch, daß er vor seinem Amtsantritt bei VW einen Aufsichtsratposten bekleidet hat. Ob er diesen seither aufgegeben hat, weiß ich nicht.

Vereinfacht gesagt, der Arbeitgeber dieser obgenannten (mit drei Beispielen illustrierten) Berufsgruppen ist der arbeitende und steuerzahlende Deutsche bezw. in anderen Ländern der jeweilige … Staatsbürger

Wäre es nicht ein erster Schritt, wenn diese Leute Nebeneinkommen öffentlich zu erklären hätten? Wäre es nicht ein vernünftiger zweiter Schritt, wenn der Arbeitgeber dieser Leute es ihnen nicht gestatten würde, weitere Nebenjobs auszuführen? Wäre es nicht ein weiterer Schritt gegen Korruption und für das Regieren im Sinne des Volkes, wenn man diese zwei Schritte erzwingen könnte?

Fragt mich bitte nicht, wie man dies machen soll, ich weiß es nicht.

Grüße Rudolf

Hallo,

genau das sind die verpflechtungen die ich weiter unten beschrieben habe.
aber alles zum wohle des volkes
B2

Hallo,

als Überschrift wollte ich eigentlich fragen, ob
Abgeordnete/r, Gewerkschaftsboss/in, Regierende/r und/oder
ähnliche Berufe auch einen vollen Arbeitstag haben oder ob
diese Leute diese hochbezahlten Tätigkeiten so nebenbei
ausüben können? Dies ist für eine Überschrift natürlich zu
lang.

Deshalb vor der Frage noch eine Erklärung.

Ich habe in meinem Berufsleben einige Dienstverträge
abgeschlossen. Fast immer habe ich unterschrieben, daß ich
meine gesamte Arbeitszeit dem jeweiligen Arbeitgeber zu widmen
habe. Nebentätigkeiten seien diesem zu melden und abhängig von
einer Genehmigung. Soweit von mir.

Heute in den Nachrichten lernte ich, daß der
Gewerkschaftsboss, Herr Zwickel, in seiner Funktion als
(ehemaliger?) Aufsichtsrat der Mannesmann, in eine
staatsanwältliche Untersuchung verstrickt sei.

Vor langer Zeit, in einer Fernsehsendung, brüstete sich der
Abgeordnete Herr Graf Lambsdorf, daß er nur 7 (in Worten NUR
sieben) Aufsichtsratsposten bekleide. Er kritisierte (im
Allgemeinen) seine Kollegen/innen, daß diese nicht genug
bekommen könnten und bis zu 15 solcher Nebentätigkeiten
ausführen würden.

Vom Bundeskanzler, Herrn Schröder, weiß man auch, daß er vor
seinem Amtsantritt bei VW einen Aufsichtsratposten bekleidet
hat. Ob er diesen seither aufgegeben hat, weiß ich nicht.

Hat/ musste er aufgeben …

Vereinfacht gesagt, der Arbeitgeber dieser obgenannten (mit
drei Beispielen illustrierten) Berufsgruppen ist der
arbeitende und steuerzahlende Deutsche bezw. in anderen
Ländern der jeweilige … Staatsbürger

Wäre es nicht ein erster Schritt, wenn diese Leute
Nebeneinkommen öffentlich zu erklären hätten?

Liegt - fast - Alles offen -suche mal im Netz!

Wäre es nicht

ein vernünftiger zweiter Schritt, wenn der Arbeitgeber dieser
Leute es ihnen nicht gestatten würde, weitere Nebenjobs
auszuführen?

Nein…dann gaebe es zuwenig Einblick und Kontrolle die sehr wohl im Aufsichtsrat moeglich ist.

Siehe Schroeder damals.

Wäre es nicht ein weiterer Schritt gegen

Korruption und für das Regieren im Sinne des Volkes, wenn man
diese zwei Schritte erzwingen könnte?

NEIN NIE. Ausserdem wie durchsetzbar wenn der Bundestag darueber zu entscheiden hat…?

Es sei denn wenn aehnlich wie in der Schweiz vom Volke aus bestimmte Sachthemen gewaehlt werden…oder, wie man dort sieht auch dumme gefaellt werden, denn WER ist schon soo gut versiert mit Einblick wie im Aufsichtsrat, NIEMAND .

NICHT moeglich in D - da representative Demokratie - musst also in ‚deine‘ Partei gehen und dort Einfluss nehmen.

Wenn das alle machen funtionieren Aenderungen in ALLEN Parteien -sonst nicht.

Fragt mich bitte nicht, wie man dies machen soll, ich weiß es
nicht.

Eben. TU etwas, aber fang bei dir selber an!

Grüße
dazirus

Hallo RuBa
Du hast Du ins Schwarze getroffen, Zwickel und Co lästern öffentlich über Arbeitgeber, die Kohle nehmen sie aber gerne von denen.
Na ja, wer lebt schon gerne schlecht, wenn man Politiker oder Gewerkschaftler ist, First Class muß schon sein.
Die Moral predigt man dann den anderen.
Gruß
Rainer

Moin.

Bei dem Thema sind mir 2 Punkte wichtig:

  1. Man muss zwischen Politiker und Amtsinhaber unterscheiden. Das Amt des Bundeskanzlers ist sehr viel zeitintensiver als das Amt eines Stadtrats. Ich kannte mal einen Stadtrat, der noch als angestellter Werbekaufmann tätig war.

  2. Aufsichtsrat ist kein Fulltimejob. Daher wird dieser auch gerne nicht richtig ernst genommen.

Schöne Grüße

Leo

Hi, Rudolf!

Wäre es nicht ein erster Schritt, wenn diese Leute
Nebeneinkommen öffentlich zu erklären hätten? Wäre es nicht
ein vernünftiger zweiter Schritt, wenn der Arbeitgeber dieser
Leute es ihnen nicht gestatten würde, weitere Nebenjobs
auszuführen? Wäre es nicht ein weiterer Schritt gegen
Korruption und für das Regieren im Sinne des Volkes, wenn man
diese zwei Schritte erzwingen könnte?

Geht es dir um die Kohle für den Aufsichtsratsposten oder um die Macht?

Willst du die Beschränkungen nur auf Politiker beziehen oder generell? Ich weiß z.B. nicht, ob ein Politiker die Einkünfte aus Aufsichtsratssitzungen persönlich behalten darf, wenn der AR-Posten ihm wegen seines Amtes zugestanden wurde. M.W. sitzt der Ministerpräsident von Niedersachsen im AR von Volkswagen, weil das Land Anteile am Unternehmen hält. Wechselt der MP, wechselt auch die AR-Mitgliedschaft. Anders ist es, wenn jemand durch seine Popularität als Politiker einen AR-Posten zugeschachert bekommt, weil das Unternehmen sich davon bestimmte Vorteile erhofft. Der von dir genannte Graf Lambsdorff wird sicher in dem einen oder anderen AR sitzen, weil er sein privates Kapital in das Unternehmen investiert hat. Aber dann hat er ja auch Anspruch auf entsprechende Entlohnung.

Schließlich gibt es auch Arbeitnehmer in Aufsichtsräten, was oft und gern vergessen wird. Und das müssen nicht zwangsläufig hauptberufliche Gewerkschafter sein. In einer mir bekannten Firma sind mehrere echte Arbeitnehmer im Aufsichtsrat des eigenen Unternehmens vertreten - soll man die wegen Doppeleinkünfte und Zweitbeschäftigung aus dem AR entfernen?

H.

oder glaubst du, so einer wie trittin hat einen tag urlaub genommen, und ist mit unterschriebenem urlaubsschein zu seinen
fotocastings gegangen, um sich auf hochglanz ablichten lassen…

gruss tom

Ja und

  1. Nebeneinkünfte sind anzuzeigen, werden aber nicht z.B. bei bundestag.de oder bundesrat.de veröffentlicht

  2. Es ist ausdrücklich erwünscht, dass Politiker auch einen „ordentlichen“ Beruf bzw. einen Draht in die Wirtschaft und damit auch in das „normale“ Leben haben.

Denn: Erfahrungen und Kontakte sind wichtig

Hab aber jetzt nicht alle Fragen von Dir gelesen.

Links dazu:

http://www.bundestag.de

http://www.bundesrat.de

Viel Spaß

Stefan